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Das ist der bevorzugte Ausdruck eines befreundeten Unternehmers für Kunden, die keine Ahnung haben, aber immer meinen, sie wüssten es besser.

Heinis ist eine Spezies, die in eine Druckerei geht, um beispielsweise Flyer drucken zu lassen, die “genauso aussehen, wie im letzten Jahr, nur das Datum ändert sich” und dann fragen, ob man nicht aus Kostengründen die Druckplatten des Vorjahres nehmen könne.

Oder sie möchten eine Pressemappe neu auflegen, die genauso aussieht, wie die erste. Bis auf eine kleine Änderung des Formates. Das würde doch nicht so viel kosten, wie beim ersten Mal, schließlich “sei das nur das Papier, was man zahlen müsse, der Rest ist ja schon da”.

Leider vergessen dieses Heinis, dass es etwas mehr zu bedenken und zu berechnen gibt und auch die Arbeitszeit durchaus entlohnt werden muss – die übrigens die gleiche ist, wie beim ersten Mal.

Ich bin mir nicht sicher, ob Heinis auch zum Bäcker gehen und das Brötchen für den halben Preis haben wollen, da sie am Vortag ja das gleiche schon mal hatten und der Bäcker ja nur den Teig neu machen müsse. Oder ob sie zum Friseur gehen, den gleichen Schnitt verlangen, wie beim letzten Mal und dann weniger zahlen möchten, da der Friseur den Schnitt ja schon mal gemacht habe.

Diese Liste ließe sich ewig weiterführen. Schön wäre aber, wenn Laien sich beim Fachmann nicht aufspielen würden, als ob sie selbst eine Fachausbildung hätten. Nur um Geld zu sparen. Und vor allem nicht beleidigt abziehen, wenn ihnen nicht Recht gegeben wird…

Vielleicht könnten viele Heinis einfach mal überlegen, dass gewissen Dinge durchaus ihren Grund haben. Und auch kalkulierte Preise durchaus ihre Daseinsberechtigung. Und Leistung kostet. Und auch mal mehr, als beim Dumping-Anbieter um die Ecke, der auf die Qualität scheisst und Fertigprodukte aus der Retorte als maßgeschneiderte Lösungen anbietet.

Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Hach, kam das wieder überraschend. Fast so unvorhersehbar, wie Weihnachten.
Der Winter. Und die Kälte.

Es machte “wupp” und er war da. Ok, man könnte durchaus im Januar damit rechnen, dass es Minusgrade geben könnte. Auch ist es nicht ganz abwägig, dass Schneefall den Regen ablöst. Und vielleicht hätte man auch mit Glätte rechnen können.

Hat man aber nicht. Schließlich saß man im November ja noch schwitzend in der prallen Sonne und pflegte den Rest seiner Herbsturlaubsbräune, exklusiv mitgebracht von den Kanaren. Inklusive heranwachsendem Melanom.

Aber Hauptsache, man hat was zu meckern und zu mosern. Wo kämen wir denn da sonst hin. Wenn man mit Kälte und Schneefall im Winter zufrieden wäre.

Das zu ergründen ist aber wohl ein anderes Thema.

Ganz schön scharf, diese Verpackungen. Das musste vor ein paar Tagen auch der Mann auf der anderen Couch feststellen, als er – knabbergierig beim TV-Blockbuster – ohne böse Ahnungen die Dose mit den Cashew-Kernen aufmachen wollte. Eigentlich ganz praktische, diese Dosen mit Zip-Verschluss… Aber verdammt scharfe Kanten haben diese Deckel.

Die Fingerkuppe zierte der Länge nach ein tiefer Schnitt, der auch sofort munter anfing, Blut zu speien. Und auch nicht vorhatte, damit aufzuhören. Was tut man also in so einer Situation? Mullbinde drauf, drücken und hoffen, dass es irgendwann aufhört? Oder die Schmach auf sich nehmen und in die Unfallambulanz fahren.

Die zweite Möglichkeit brachte uns zwar in Erklärungsnot, war aber durchaus akzeptabler in Hinblick auf die Blutlache, die sich zu Füßen unseres Wohnzimmertisches ausbreitete.

Lange Rede: es wurde geklebt in der Hoffnung, dass es ausreichen würde und Nähen nicht von Nöten (Nähten?) sei. Bis jetzt hat es auch gehalten.

Aber trotzdem bleibt die Frage, warum diese Dinger so gesundheitsgefährdend sind? Und damit meine ich nicht die Cashew-Kerne, sondern vielmehr die Dosen mitsamt Deckeln. Warum hat noch niemand eine Alternative erfunden? Etwas, woran man sich nicht verletzen kann? In unserem Bekanntenkreis fanden sich viele, die ebenfalls schon negative Bekanntschaft mit Verpackungen dieser Art gemacht haben, so dass tatsächlich die Frage aufgekommen ist, ob die Hersteller ein zweites Standbein haben. Impfstoff gegen Tetanus. Oder Verbandmaterial.

Oder vielleicht unterstützen diese Hersteller ja die Pharmaindustrie generell. Heutzutage weiß man ja nie, wer mir wem und so… In Zeiten der Weltverschwörungen. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Zur Zeit beschäftigt mich hauptsächlich ein Thema: Haare ab oder Haare dran.

Das wird mittlerweile zu einer wirklichen Bewährungsprobe für Freund und Feind, schließlich gehen die Meinungen auseinander. Geht die Weiblichkeit flöten, wenn man selbstbewusst sein Kurzhaar schüttelt (nein, nicht die Katze) oder gewinnt der weibliche Gesichtsausdruck an Aussagekraft durch die kurzen Haare?

Rät die Freundin zu den kurzen Haaren, weil sie sich wünscht, der immerwährende interne Wettstreit “Wer ist die hübschere” sei dann endgültig zu ihren Gunsten entschieden? Sind ihre eigenen Äußerungen, mit diesem Gedanken auch schon länger zu spielen, sich aber nicht zu trauen, aber jeden zu bewundern, der sich das traut, nur ein weiterer Versuch, den Wettstreit zu beeinflussen?

Oder sind ihre Kommentare einfach nur Ausdruck ehrlicher Stilberatung mit dem Gedanken, das beste für die Freundin zu wollen, ihren Typ und ihr Wesen positiv zu unterstützen?

Man sollte sich in solchen Sitationen an den Mann seines Vertrauens wenden – schließlich muss er das tägliche Bild des Haardesasters und das Gejammere im schlimmsten Fall ertragen. Und man kann wohl davon ausgehen, dass er einem die Wahrheit sagt, ist man schließlich das Objekt seiner Begierde. Und welcher Mann möchte, dass seine Kumpels und Freunde sich ernsthaft fragen, warum er mit so einem Kurzhaarweibchen ins Bett geht, die durch ihren Haarschnitt jede Art der Weiblichkeit verloren hat.

Oder einfach gesagt: ein Mann möchte seine Frau stolz präsentieren und Ziel der neidvollen Blicke seines Umfeldes sein. Ist er der Meinung, dass seine Frau das auch mit kurzen Haaren locker schafft, ist er endweder blind vor Liebe oder wirklich von dem Vorhaben überzeugt.

Doch sind nicht allein diese Gedanken eigentlich die Hemmschwelle, die einen vom endgültigen Schnitt abhält? Sitzt man als Frau nicht dann da und fühlt sich nicht selbstbewusst genug, nicht mal über ihren Haarschnitt entscheiden zu können, ohne die Meinungen der anderen einzuholen? Ist man als Frau, die sich die Haare abschneiden möchte und erst die Freunde um Rat fragt, überhaupt “Kurzhaar-würdig”? Sind kurze Haare nicht ein Ausdruck von Unabhängigkeit? Besonders dann, wenn sie vorher sehr lang waren?

Können Haare überhaupt Unabhängigkeit symbolisieren? Was war dann Kojak? Unangepasst oder nur zu feige für eine Frisur? Und warum lutschte er dauernd diese Lollies? Hat er sehr unter Karies zu leiden?

Aber das ist wohl ein anderes Thema.

Ein Bekannter von mir äußerte sich mal über das Hessische folgendermaßen: “Wie sollte ich auch nur einen Funken Erregung im Bett verspüren, wenn mir die Frau zärtlich ins Ohr haucht: Ei, Guude, isch find disch so errodisch, isch könnde disch gleisch vernasche tun.”

Eine Freundin hingegen schwärmte schon zu unserer gemeinsamen Zeit im Münsterland von dem für sie äußerst prickelnden Dialekt, der ihr ein wohliges Kribbeln von den Zehen bis in die Haarspitzen bereiten würde. Mittlerweile hat sie sich auch in den Frankfurter Raum aufgemacht, ihren hessischen Sprachfetisch zu befriedigen.

Es kann durchaus sein, dass das nicht der primäre Grund des Umzugs war, doch er spielte ganz bestimmt eine große Rolle bei der Wahl der Örtlichkeiten.

Mit gemischten Gefühlen gehe ich das hingegen an. Es gibt durchaus eine höhere Affinität zum Hochdeutschen, als zu irgendeinem deutschen Dialekt. Und schlimmeres als Hessisch gibt es natürlich auch.

Sächsisch, zum Beispiel.

Der Dauerlachanfall inklusive hochgeklappter Fußnägel, der sich einstellt sobald sich ein Sachse um meinem Verstand redet, wird sehr schnell von einem unangenehmen, schmerzhaften Kribbeln in den Ohren abgelöst. Dieses geht dann ohne Pause in einen 1a-Migräneanfall über, der sich für drei Tage breit macht und jede Art der Kommunikation fast unmöglich macht.

Jedem Migränegeplagten wird hier grade vielleicht ein weiterer Trigger offenbart und den er versucht, neben Schokolade, Käse und Rotwein, zu eliminieren.

Oder mit den Schmerzmitteln übertüncht. Natürlich ohne Erfolg, wissen doch alle Migräniker, dass es immer und immer wieder einen Auslöser für den nächsten Anfall gibt.

Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Ok, ich oute mich nun mal: ich habe schon Killerspiele auf dem Rechner gespielt. Damals das Maß aller Dinge (es ist Jahre her): Doom. Als Doom auf den Markt kam, musste man es einfach spielen. Und alles Böse vernichten, zerstören. Was auch sonst. Alles andere wäre nicht dem Spiel entsprechend gewesen.

Ok, ich gebe auch zu, dass ich Marioland auf der NES gespielt habe. Exzessiv. Nächtelang. So lange, dass ich selbst Kopfschmerzen bekam vom dauernden Hochhüpfen und gegen Bauklötze stoßen.. Auch der Arm war irgendwann lahm vom ständigen Anballern gegen den Endgegner eines jeden Levels. Große, naja, fast gruselige Drachen, die man zerstören und endgültig töten musste, um die schöne Prinzessin zu befreien.

Nun überlege ich ernsthaft, welche dieser beiden Spielvarianten mich zu dem rumätzenden Schreiberling gemacht hat, der ich nun bin. Beide fielen in meine jungen, prägenden Jahre und können durchaus als Killerspiele bezeichnet werden.

Persönlich finde ich Marioland viel gefährlicher als Doom. Schließlich wird hier das Töten absolut verharmlost: kleine, bunte italienische Klempner laufen durch eine lustige Welt mit Pilzen und Schildkröten und ballern wild um sich, springen auf Viecher drauf, bis sie sterben. Und das alles schön verpackt in lustige Farben, untermalt von harmloser Musik, die sich ins Gehirn frisst.

Und besonders schlimm: man fügt Schmerzen zu für Geld! Die ganzen Levels drehen sich – bis auf das Finale – um Geldsammeln und Töten.

Aber eine Sache fällt mir ein, die ich als Kind viel schlimmer fand, als Computerspiele. Etwas, von dem ich nachts Alpträume bekam, mich tagelang damit verkrochen habe und meinen gruseligsten Fantasien freien Lauf ließ: Bücher! Ja, ich bekenne mich schuldig: ich habe Killerbücher gelesen. Schlimme Geschichten von Kindern, die gruseligste Abenteuer bestehen mussten und gegen die schlimmsten Bösewichte kämpften.

Diese Leidenschaft hat angehalten. Noch immer lese ich mindestens ein Buch pro Woche und verfalle in eine Art Trance, in der ich eins werde mit den Protagonisten – auch, wenn es sich um Monster wie Hannibal Lecter handelt, deren grausame Kindheit detailiert beschrieben wird.

Darum bin ich wohl zu dem geworden, was ich bin: zynisch, launisch und gelegentlich sogar ein wenig freundlich. Als Deckmantel für das Böse, was unter der Oberfläche brodelt. Man sollte über ein Verbot von Killerbüchern nachdenken. Oder darüber, mehr Geld für Bücher auszugeben – und für Bildung. Wäre vielleicht effektiver, als Verbote auszusprechen.

Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Bücher sind teuer. Und leider immer öfter qualitativ minderwertig. Die Cover sind austauschbar – der Einfachheit halber wird scheinbar mittlerweile eine Seriengestaltung verwendet, die langweiliger nicht sein könnte. Die Grafiker der Verlage suchen sich Bilder eines Stils heraus (gern Blumen oder freistehende Häuser, chirurgische Gerätschaften oder zarte Frauengesichter), verfremden es ein bisschen in Photoshop und setzen eine Einheitstypografie drüber. Ausgetauscht wird dann nur der Autorenname und der Titel.

Durch diese einfache Möglichkeit der Gestaltung ist ein minimaler Aufwand bei maximalem Ertrag gesichert. Bzw. gewährleistet, dass die Agentur oder der Grafiker von der Bezahlung noch leben können, die der Verlag zahlt. Denn sind wir mal ehrlich: wer gibt heute schon noch Geld für eine schöne Gestaltung aus? Geschweige denn eine aufwändige, die Zeit und dadurch Geld kostet.

Meist hat die Titelgestaltung wenig mit dem Inhalt des Buches zu tun. Knochen, Skalpelle oder dunkle Gassen passen einwandfrei für Krimis aus dem Pathologie-Genre. Dunkle Gassen können aber auch für andere Krimis verwendet werden. Freistehende, einsame Häuser passen zu Schweden- oder Neuseeland-Romanen jeder Art. Zarte Frauengesichter, abgesoftet und mit Filtern bearbeitet können für alle Schicksalsromane oder persönliche Leidensgeschichten verwendet werden. Alles ganz einfach.

Auf den Seiten dazwischen findet man immer häufiger Fehler. Das mag sicher an der neuen Rechtschreibung lesen, die auch mich immer öfter zu einem Legastheniker werden lassen, doch sicher auch an den Sparmaßnahmen. Deren erste Opfer waren scheinbar die Lektoren. Vorbei die Zeiten, als man ein Buch lesen konnte ohne über Rechtschreibfehler zu stolpern.

Was macht man in so einem Fall? Schickt man das Buch mit entsprechenden Korrekturzeichen am Rand zurück zum Verlag? Bekommt man dann sein Geld zurück, weil man ein mangelhaftes Produkt erworben hat? Gelten hier auch die gesetzlichen Gewährleistungen? Oder bekommt man nichts zurück, weil die Buchhändler sagen, man habe das Produkt nicht in unbenutztem Zustand zurück gegeben?

Freuen würde ich mich jedenfalls, wieder mehr schön gestaltete, inhaltsbezogene Buchcover in den Regalen stehen zu sehen. Aufwändiger und mit Liebe zum Detail. Vielleicht aufgewertet durch schöne Illustrationen. Mit Prägungen und schönen Papieren, deren Wertigkeit sich auch in der Haptik widerspiegelt.

Dann wäre ich auch bereit, noch ein bisschen mehr für Bücher zu bezahlen…

Gut so. Dann sind Sie auf dem besten Weg, die wahren Werte der wahrhaft wichtigen (nicht gewichtigen) Menschen unserer Gesellschaft zu verstehen. Die Menschen, die so lange Hunger haben, bis ihr Körper sich in ein wunderschönes, nichtssagendes Nichts verwandelt hat. Und sich damit vielleicht ihrem inneren Garnichts anzupassen versuchen.

Oder so.

Nun mal Tacheles: wer, verdammt nochmal, ist eigentlich auf die spinnerte – spindeldürre? – Idee gekommen, mager sei modisch? Oder erstrebenswert? In der ganzen Welt hungern arme Menschen, wissen nicht, was sie am nächsten Tag essen können. Leiden Höllenqualen. Und würden wohl fassungslos auf die Laufstege der Welt gucken, hätten sie einen Fernseher, und sich fragen, warum reiche Frauen freiwillig diesen Weg einschlagen.

Hungern, bis die Jeans passt. Bis man vergessen hat, wie gut eine ordentliche Pasta schmeckt, ein echtes Wiener Schnitzel (nicht dieses “Wiener Art”-Gedöns) oder ein Gemüseauflauf mit Käse überbacken. Dick sollte man auch nicht umbedingt sein. Ist genauso ungesund und hat mit Genuss und Lebensqualität wenig zu tun. Wie auch, wenn man ängstlich sein muss, ob die Kloschüssel noch hält, wenn man sich niederlässt. Aber ähnliche Ängste haben die Mager-Weiber ja auch: hält die Schüssel die nächsten Würgelaute noch aus oder fängt das Porzellan so ungünstig an zu schwingen, dass… ach, lassen wir das.

Meinen herzlichen Dank an die vielen Frauen, die noch wissen, was Frauen ausmacht. Die echte Frauen sind und dies auch zeigen (können). Und meistens haben echte Frauen auch eine Menge zu sagen. Meistens.

Aber das ist wieder ein anderes Thema.


… es war so schön bei Dir!

Trotz des Schiitwetters, der magersüchtigen Hamburgerinnen (noch nie habe ich so viele 0-Größen-Trägerinnen gesehen, die sich mühsam auf den für die dürren Klapperbeine viel zu hohen Absätzen ihrer unglaublich trendigen Stiefel über das Kopfsteinpflaster plagten) und den geklonten Verkäufern und Verkäuferinnen der diversen Arkaden ;-)

Fast könnte man meinen, die Hamburger hätten die komplette Innenstadt überdacht, um dem Nieselregen und dem grauen Wetter zu umgehen. Warum sie hierbei einige Straßenzüge ausgelassen haben, konnten wir noch nicht ergründen. Aber vielleicht überdachen sie weiter und sind fertig, wenn wir das nächste Mal dort sind.

Nein, im Ernst: es war ein Traum! Vom Hotel (Suitehotel – für einen Kurztrip sehr zu empfehlen), über das Dungeon, die Hafenrundfahrt, die leckeren Kaffees bei Balzac, die Burger im Herzblut, den Brunch im Big Easy, die lieben Freunde (die uns zum Geburtstag mit Sekt versorgten) bis zum absoluten Höhepunkt: dem König der Löwen!

Sensationell! Danke, für das schönste Bühnenbild, die zauberhaftesten Kostüme, die leidenschaftlichen Darsteller(innen), die mitreißende Musik und die einmaligen Requisiten. Es war *wow*.

Was tun, wenn man wegen einer Erkältung angeschlagen und nur bedingt jobfähig ist, dazu von Langeweile und schlechtem Nachmittags-Programm gequält? Richtig: man erstellt einen Blog und nimmt sich vor, diesen ab sofort als Plattform für seine sonst ungesagten Quengeleien und Lästereien zu nehmen. Sozusagen ein Langeweile-Blog. Oder in gutem Blog-Verkürzungs-Slang: Langeblog. Oder Blogweile. Wie auch immer. Ich werde mir vielleicht Mühe geben, hier ab und zu mal ein bisschen rumzuätzen und zu nörgeln. Dafür gibt es ja zum Glück immer genug Auslöser.

Man denke da nur mal an die Medikamentenpreise in Apotheken. Es ist unglaublich, wie teuer mittlerweile getrocknete Kräuter sind, die sich dann Erkältungstee schimpfen. Kann mir jemand verraten, ob er in D-Mark-Zeiten 7 Mark für ein paar Beutel mit einer Heftklammer ausgegeben hätte? Na, ok, diese D-Mark-/Euro-Umrechnung geht mir ja selbst schon sehr auf den Nerv. Trotzdem muss ich sagen, dass sie doch ab und zu mal sehr heilsam sein kann. Besonders, wenn es um Einkaufsrausch oder unnötige Spontankäufe geht. Da ist es oft ein adäquates Mittel zum Geldbeisammenhalten.

Obwohl es neulich einen verdammt guten Beitrag im Stern gab über die (T)euro-Wut. Der Inhalt kurz umrissen: wir haben jahrelang auf Pump und über unsere Verhältnisse gelebt und glauben nun, dass wir ein Anrecht auf diesen überteuerten Lebensstandard haben. Und können gar nicht verstehen, warum wir nun alle sparen sollen…

Ähnliches frage ich mich aber auch oft, wenn ich Paare sehe, die zwei Autos fahren (müssen), Normalverdiener sind, ein Häuschen auf dem Lande gebaut haben und zur Arbeit in die 30 Kilometer entfernte Großstadt müssen. Und sich beklagen, dass ja die Kilometerpauschale, die sie ja so dringend benötigen, teilweise wegfällt. Soll ich da Mitleid haben? Oder soll ich mir denken: tja, hättet ihr euch eine Wohnung in der Nähe eurer Arbeit gesucht, könntet ihr mit dem ÖPNV fahren (oder sogar mit dem Fahrrad?), könntet euch mindestens ein Auto sparen, wärt gar nicht auf die Pauschale angewiesen und würdet die Umwelt nicht zusätzlich durch euer Rumgegurke belasten.

Ach ja, unnötiges Rumgegurke: da fallen mir die Eltern ein, die täglich ihre Sprösslinge mit dem Auto in die 500 Meter entfernte Schule fahren und dort auch bestimmt so lange mit laufendem Motor warten, bis der oder die Kleine im Gebäude verschwunden ist. Aber das ist ein neues Thema.