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Man merkt, dass in den nächsten Tagen ein Feiertag bevorsteht: die Supermärkte wimmeln wieder von Dosenkutschen-Schiebern, die Angst vorm Verhungern haben. Es könnte ja sein, dass man trotz Fast-Food-Ketten und 24-h-Tanken keine Chance auf ein bisschen Futter hat.
Macht ja auch Sinn: samstags steckt man die Omma hinten in den Kofferraum, Vatter macht noch schnell die Bierkiste zum Frühstück leer, um die leeren Flaschen wegbringen zu können und Mutti pudert noch die Hochsteck-Zotteln – und ab gehts in den Supermarkt. Dort werden alle Familienmitglieder mit Einkaufswagen ausstaffiert und um dann geht der Run auf Frischgeflügel und Salatmayonaise los.
Die besten Kotelettes findet Vatter, Mutti ist noch nicht mal in der Frischeabteilung, sondern lästert noch mit Frau Schmitt in Höhe der Bäckerei über “den Heinz sei Neue”, die einfach viel zu “uffgebrezelt” um die Ecke kommt und Omma hat man im Auto vergessen.
Dort stehen dann auch schon die ersten Gaffer vorm Fenster und schließen Wetten ab, wie lang sie in der Hitze aushält bei geschlossenen Fenstern.
Nach gefühlten drei Stunden sind dann die Wagen voll und alle sieben können zur Kasse geschoben werden. Nach dem Bezahlen nimmt man noch vier Brotlaibe mit, um auch ganz sicher zu sein, dass niemand den Hungertod sterben muss und rettet die Oma vorm Backofen-Infarkt.
Die Einkäufer, die den Fehler gemacht haben, nach 10 Uhr am Samstag morgen noch einkaufen zu wollen, dürfen sich dann mit den übrigen um die Reste kloppen, die die Senioren, Kampfkäufer und Hamster-Shopper noch übrig gelassen haben.
Ich hasse Feiertage. Man glaubt, es sei Krieg.
Wenn ich an Verschwörungen glauben würde, nur ein bisschen, dann wäre ich nun hellhörig: in den USA sind ganze Bienenkolonien verschwunden. Einzelne, im Sterben liegende und offensichtlich von den anderen zurück gelassene Bienen waren scheinbar von Pilzen oder Viren befallen.
(Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,479746,00.html)
Mir fällt da das Verschwinden der Delphine auf, kurz bevor die Vogonen die Erde sprengten. Eine ähnliche Problematik, bei der wir Menschen dachten, die Nachrichten über das bevorstehende Ende, unseres Planeten seien nichts als putzige Akrobatik der dressierten Viecher. (Für alle, die grade stirnrunzelnd den Zusammenhang suchen, sie der Anhalter durch die Galaxis ans Herz gelegt).
Lasst uns mal in den Himmel schauen, ob da nicht schon ein Heer von Raumschiffen mit Strahlenkanonen lauert…
Wenig bringt mich aus der Fassung oder entlockt mir ein ungläubiges und grenzdebiles Grinsen.
Was ich aber unter http://maps.google.de/ sehen konnte (danke, Gisela, für diesen grandiosen Linktipp), als ich bei der Routenplanung “Muenchen” als Start und “New York” als Ziel eingegeben hatte, ließ mich doch kurz überlegen, wo meine Flossen sind:
Man beachte den Punkt 38:
(Für eine vergrößerte Ansicht, bitte auf das Vorschaubild klicken)
Ich habe mir ernsthaft Gedanken über meine schriftstellerische Karriere gemacht und mich auf die Suche nach einem passenden Inhalt gemacht. Zu Hilfe kam mir da eine Freundin, die – vorsichtig gesagt – ein Leben wie ein Drehbuch führt und Kontakt zu Personen des öffentlichen Interesses unterhält (nationaler und internationaler Coleur), für die manches Groupie ihr Höschen nass machen würde.
Nun würde ich gern von euch wissen, was ihr von folgender Inhaltsangabe (in Kurzform und inspiriert von ihrem Leben) haltet:
“Das Leben der Julia K.”
Eine Groupie-Story inklusive Alkohol-Absturz und unerfüllter Liebe zu einem großen eidgenössischem Pop(p)star, dessen Leben tragisch auf einer Musikbühne zu Ende geht, als er sich selbst mit seinem Mikrofon-Ständer bei der Verbeugung ersticht.
Julia K., von Leben und Falten aufgrund durchzechter Nächte gezeichnet, wirft sich danach einem Ersatz-Schweizer, der in Berlin eine Drogenentzugsklinik leitet und den sie während eines Groupie-Besuches bei ihrem damaligen Star kennenlernte, an den Hals. Dieser jedoch verrenkt ihr so dermaßen das Herz, dass die psychosomatischen Folgen sie in den Wahnsinn treiben. Von Wahn und den Drogenfolgen degeneriert, versucht sie ihr Leben neu zu organisieren, tritt einer Psycho-Sekte bei und bekommt mit dem Oberguru vier Kinder.
Hitverdächtig, oder?
Wenn man viel mit Kunden zu tun hat, dann kann man was erzählen. Wenn man mit Artgenossen gleicher Berufsgattung in Kontakt tritt, noch viel mehr.
Im aktuellen Fall bin ich allerdings wirklich vom Glauben abgefallen. Da bekomme ich eine Arbeit, die ich an jemand anderen delegiert habe, zur Korrektur zurück und sehe, dass der andere Grafiker aus den Kundentexten kleine Rechtschreibkatastrophen gemacht hat. Und mit einer penetranten Hartnäckigkeit Straße mit Doppel-S, also Strasse schreibt.
Auf meinen Hinweis, dass Straße nun mal mit ß geschrieben würde, bekam ich doch tatsächlich folgende Antwort:
“Ich bin Jahrgang 58. Als ich zur Schule gegangen bin und schreiben gelernt habe, sah das alles noch ganz anders aus.”
Ein Satz kann reichen, sich selbst zu disqualifizieren.
Wenn sie sich ankündigen, kommen sie entweder zu spät, gar nicht oder mit mehr Leuten (oder anderen?), als man erwartet oder besprochen hat.
In diesem Fall macht mein Bruder das so: er kündigt seinen spontanen Besuch aus dem 300 Kilometer entfernten Münster an, macht mich ganz kirre, weil er noch nebenbei bemerkt, er komme nicht allein, sondern bringe einen Freund mit und sagt, er sei Donnerstag Mittag, also am nächsten Tag, da.
Da ich den Tisch voll Arbeit habe, versuche ich also den bevorstehenden Besuch und seine Bedürfnisse zwischen Tür und Angel (oder besser: Rechner und Telefon) zu eruieren, plane den Lebensmittelbedarf zweier durchtrainierter Sportler Mitte Zwanzig und überlege, wie ich ohne Gästebett die “genügsamen” Männer unterbringen. Das Klappbett ist zwar schnell aus dem Keller geholt, aber ausgelüftet ist es erst einen Tag später. Das Bettzeug für eine Person ist auch schnell gewaschen, aber trocken erst einen Tag später.
Am Donnerstag morgen dann fahre ich vor “Arbeitsbeginn”, also der Zeit, ab wann Kunden anrufen könnten (8.30 Uhr) in den Supermarkt, entscheide mich beim Anblick der Ananas direkt für einen Kreolischen Hähnchensalat, stopfe Zutaten und Knabberzeug in den Wagen und bringe alles sicher nach Hause.
Angekommen mariniere ich noch schnell die Hähnchen (Rezept folgt später), schneide das Gemüse und falle erschöpft auf meinen Schreibtischstuhl. In dem Moment klingelt das Telefon. Und die Absage meines Bruders in meinen Ohren…
Das nächste Mal rühr ich hier keinen Finger mehr. Bis der Besuch da ist. Sollen Sie doch verhungern bis was zu essen da ist…
Obwohl ich mir wirklich Mühe gebe, immer zuhause zu sein, wenn die Post kommt, schaffe ich es doch nicht immer. Was mir am nächsten Tag dann oft Begegnungen der ganz besonderen Art einbringt, wenn ich Briefsendungen, Päckchen, o.ä. bei der hiesigen Poststelle abholen darf/muss.
Ich bin mir nie sicher, ob ich diese Postbesuche als besondere Erfahrung verbuchen, sie als Anlass zum Schmunzeln nehmen oder mich einfach nur maßlos über diese Institution ärgern soll.
Wenn ich schon in den Laden komme, denn bei uns ist die Post keine Post, sondern in einem Schreibwarenladen untergebracht (der wohl nur überlebt, weil die Kunden sozusagen aufgrund der Wartezeiten zum Kauf gezwungen werden) könnte ich kotzen: eine Schlange quer durch den Laden, circa 15 Meter lang, deren entnervte Einzelteile mich mit mitleidigen Blicken anschauen. Mitleidig, da ich ja ganz am Ende stehe und jeder vor mir weiß, was mir noch bevor steht…
Mein Blick nach vorn in Richtung Tresen zeigt mir, dass es heute schneller gehen müsste, als sonst, da ausnahmsweise zwei blaugekleidete Damen ihren Counter geöffnet haben. Doppelt so viele wie sonst.
Am Counter geht es leider nicht voran, da alle Senioren dieser Stadt von ihrem Postbank-Konto Geld abholen möchten und dies nicht beim Automaten tun (wollen). Am Schalter daneben ebenfalls wenig Hoffnung auf ein baldiges Drankommen, da der ältere Herr dort noch eben die Adressen auf die Briefumschläge schreiben lässt – er selbst hat es halt leider mal “vergessen” (Analphabet? Fauler Sack? Schlechtsichtig?). Gut, die 20 Briefe macht die nette Frau hinter dem Tresen doch mit links. Ihr Angebot, sie könne das ja später in Ruhe machen, wenn weniger los wäre, lehnt der ältere Herr entschieden ab, er wolle schließlich kontrollieren, dass alles mit rechten Dingen abläuft.
Der Herr in der Schlange vor mir, der schon ein bisschen länger wartet als ich mit meinen schlappen 10 Minuten, beginnt mit einer eindrucksvollen Darbietung seiner Schnäuz-Qualitäten, um den Wartenden wenigstens für ein paar Minuten vom Postelend abzulenken – oder ihnen das Trommelfell zu zerplatzen.
Hinter mir kommt eine Mutter mit schreiendem Baby rein (was nicht schlimm ist) und fängt an, ihr Baby anzuschreien, damit es aufhöre zu schreien (was schlimm ist). Das Baby überbietet seine Mutter locker in Oktavenzahl und Lautstärke und bringt nach weiteren vier Minuten die Mutter zum Umkehren. Ebenso, wie zwei Wartende vor mir, die scheinbar kurz vor dem nervlichen Zusammenbruch stehen, bzw. dringend auf Toilette müssen.
Die Seniorin zwei Plätze vor mir fängt lautstark an, über die Zustände der modernen Zeit zu lamentieren und fordert einen Kopf, den sie für ihr Schicksal (in der Post die Zeit vertrödeln zu müssen, wenn zuhause doch die Talkshow wartet…) auf einen Pfahl stecken kann. Ein zustimmendes Murmeln raunt durch die Schlange und wird erweitert durch die Forderung nach Erfrischungsgetränken und Brezeln auf Kosten der Post.
Derweil sind die Briefumschläge adressiert, drei Geldabhebungen getätigt und ein Wartender ist in der Schlange eingeschlafen. Die dahinter Stehenden wecken ihn lieber nicht auf (”Der muss ja soooo müde sein.”) und freuen sich über einen weniger in der Reihe vor ihnen.
Nun komme ich auch in Hörweite des Counters und bekomme die volle Dröhnung Post-Bedienstete mit, die einem älteren Ehepaar an den Kopf wirft, sie könnten sich aus dem Prospektständer eine Portoinfo rausnehmen, wenn sie wissen wollen, was ein Päckchen koste. Sie selbst habe jetzt hier mal für solche Auskünfte keine Zeit.
Der debil wirkende Mann uns seine Lupenglas-bebrillte Frau schleichen also so schnell, wie die Gicht sie lässt, in Richtung Prospektständer und werden wohl immer noch dort ratlos stehen.
Als ich dann nach knapp 30 Minuten vorne stehe, meinen Abholschein zücke und lächelnd ein “Schöner Morgen heute, oder? Freu mich schon auf den Garten” artikuliere, während ich meine Brezelkrümel auf den Counter schnippe, schaut mir die gute Frau doch allen Ernstes grinsend an und sagt: “Na, habense denn nen Perso dabei? Ohne kriegen sie das nicht von mir.”
Gut, ich bin dann wieder raus und habe mir überlegt, dass ich die Postsendung einfach nochmal nach Hause zustellen lasse. Kostet zwar extra, aber das hab ich dicke wieder drin, da ich mir ja die Erfrischungsgetränke und Mietklappstühle in der Post spare…
Mir hat diese Begebenheit so gut gefallen, dass ich sie doch direkt hier veröffentlichen muss. Leider ist mir die Quelle unbekannt.
Ein Mann in einem Heißluftballon hat die Orientierung verloren. Er geht tiefer und sichtet eine Frau am Boden. Er sinkt noch weiter ab und ruft:
“Entschuldigung, können sie mir helfen? Ich habe einem Freund versprochen, ihn vor einer Stunde zu treffen und ich weiß nicht, wo ich bin.”
Die Frau am Boden antwortet: “Sie sind in einem Heißluftballon in ungefähr 10 Meter Höhe über dem Grund. Sie befinden sich auf dem 49. Grad, 28 Minuten und 11 Sekunden nördlicher Breite und 8. Grad, 28 Minuten und 58 Sekunden östlicher Länge.”
“Sie müssen Ingenieurin sein”, sagt der Ballonfahrer.
“Bin ich”, antwortet die Frau, “woher wissen sie das?”
“Nun,” sagt der Ballonfahrer, “alles, was sie mir sagten ist technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit ihren Informationen anfangen soll. Und Fakt ist, dass ich immer noch nicht weiß, wo ich bin. Offen gesagt, waren Sie mir keine große Hilfe. Sie haben meine Reise höchstens noch verzögert.”
Die Frau antwortet: “Sie müssen im Management sein.”
“Ja,” antwortet der Ballonfahrer. “Aber woher wissen Sie das?”
“Nun,” antwortet die Frau, “sie wissen weder wo sie sind, noch wohin sie fahren. Sie sind aufgrund einer großen Menge heißer Luft in ihre jetzige Position gekommen. Sie haben ein Versprechen gegeben, von dem sie keine Ahnung haben, ob sie es einhalten können und erwarten von den Leuten unter ihnen, dass sie ihre Probleme lösen. Tatsache ist, dass Sie nun in der gleichen Lage sind, wie vor unserem Treffen, aber merkwürdigerweise bin ich jetzt irgendwie schuld.”
… mit denen dieses Blog gefunden wurde” und auf die ich jetzt gern einzeln eingehen möchte:
1. “dr. house blaue augen”
Eine bemerkenswerte Art der Detailsuche. Was wollte die Suchende (in dem Fall gehe ich mal davon aus, dass es sich bei der Thematik um ein weibliches Wesen handeln muss) eigentlich finden? Ein Foto? Ein paar Infos, wie blau die blauen Augen von Dr. House sind? Also: die Augen von Dr. House sind unglaublich blau. Reicht das?
2. “dr house theme”
Für alle, die nun eine Antwort wollen: Teardrop von Massive Attack.
Und dann gibt es noch hier was dazu: http://www.housemd-guide.com/faq.php#theme
3. “abends langeweile”
Sorry, da kann ich nun wirklich nur die üblichen Tipps geben, wie “Such dir Freunde” oder “Überdenke die Wahl deines Deodorantes, falls Du keine Freunde findest” oder “Lies ein Buch”. Oder meinen Blog.
4. “csi miami horatio caine sonnenbrille”
Ok, eine doch sehr spezielle Suche, wie ich finde. Aber immerhin kann ich auch hierzu was schreiben: angeblich sind die Brillen von “Silhouette”…
5. “von wem ist das lied aus der Cold Case”
Das Lied heißt NARA und ist von E.S. Posthumus aus dem Album Unearthed.
Wenn ich aus dem Fenster gucke, sehe ich fast immer eine kackende Taube oder eine hässliche, unförmige Frau, die sich bei dem momentanen Sonnenwetter auf einer Liege aalt. Leider ist diese Augenbrennen auslösende Erscheinung nicht unter einem Sichtschutz, wie zum Beispiel einem Ganzkörperkondom, versteckt, sondern liegt wohlig schnaufend (was mich an dieses NDR-Walross erinnert) in einem knappen Bikini in der Sonne.
Wenn ich ehrlich bin, mag ich solche Anblicke nicht. Diese Fettwulste, die sich ihren Weg aus der zwei Nummer zu kleinen Nylon-Pelle heraus bahnen und an Schweinebauch auf dem Grill erinnern. Bei sowas werd ich Vegetarier.
Doch wie ich eingangs schon erwähnte, sehe ich auch fast immer eine kackende Taube, die es sich scheinbar zur Aufgabe gemacht hat, jede Ecke des Dachfirstes der Grillgut-Lady mit einer ätzenden, weißen Substanz zu bedecken. Was auch nicht wirklich ein inspirierender Anblick ist und nicht gegen meine Appetitlosigkeit wirkt.
Schön ist es jedoch, wenn diese beiden Faktoren auf eine fast tragische Weise in Symbiose treten und sich ein weißer, ätzender Fleck in den Fettspalten des Grillguts breit macht und von dieser erst entdeckt wird, wenn der Bikini sich partiell in seine Bestandteile aufgelöst hat und anschließend die kackende Verursacherin mit einem Besen von einer nackigen, wabernden, besenschwingenden Brikett-Frau vom Dach geholt und dem Sonntagsbraten zugeführt wird…
Schade, dass ich keinen Fotoapparat dabei hatte.
Bei mir ist die Pubertät zwar schon länger her, aber der Sohn unserer Nachbarin scheint grade voll drin zu sein. Von den Anfängen der Testosteron-Auswirkungen mal abgesehen, sind die Anzeichen deutlich sichtbar: seine Freundin und er kichern dauernd, bevor sie dann debil grinsend ins Kinder-, pardon, Jugendzimmer verschwinden, die Musik wird immer lauter (aber auch besser…) und die Streitereien mit den Erziehungsberechtigten rauben eben diesen den letzten Nerv.
Grade gestern, sagt seine Mutter, ging es darum, dass er umbedingt zu seiner Freundin ins acht Kilometer entfernte Nachbardörfchen müsse. Müsse! Es hänge Leben und Tod davon ab. Ihr Hinweis, dass ihre Eltern dann mal über diesen ernsthaften Zustand informiert werden müssten, stieß auf wenig Gegenliebe.
Ihr Vorschlag, er könne ja mal sein Zimmer aufräumen, auf eben so wenig…
Nun habe ich ihr vorgeschlagen, sie solle ihm doch einfach mal entgegen kommen und ihm ihren Auszug androhen. Und wenn er dankend zustimmt, solle sie sich für ein paar Tage zu einer Freundin verziehen und ihn in seinem Elend schmoren lassen. Inklusive leerem Kühlschrank und dreckigem Lieblings-Shirt.
Mmh, ich find die Idee jetzt gar nicht so schlecht. Vielleicht sollte ich das mal selbst in die Tat umsetzen und hoffen, dass mein Fortbleiben vor Ablauf der Frist überhaupt bemerkt wird… Ich gebe Bescheid, wenn es soweit ist.
Nein, nicht die Frucht. Eher die Farbe. Ich könnte den Titel auch umbenennen in “Karotte”. Denn genauso sieht meine Haut aus: karottig. Nicht, dass ich irgendwo grünes Gewächs hätte (jedenfalls nicht, als ich das letzte Mal nachgesehen habe…). Aber ich bin hautfarben-technisch irgendwo im orangenen Bereich angelangt.
Warum? Na, ich habe mal gehört, dass Beta Carotin der Haut hilft, sich vor der Sonne zu schützen. Und da ich ja von Natur aus ein eher blasses Wesen (könnte man mich ätherisch nennen? So wie “Köösten Danst” in der Vogue?) bin und gern auf Sonnenschutzmittel aller Art zurück greife (unter LSF 18 geht schon mal gar nix), schmeisse ich mir als täglich meine Kapsel Beta Carotin rein.
Leider habe ich nun nach vier Wochen gesehen, dass die Tagesdosis eine Kapsel beträgt. Nicht drei, wie bei meiner Carotin-Kur im letzten Jahr. Vielleicht hätte ich die Packungsanweisung doch in Ruhe lesen sollen.
Jetzt bin ich orange, könnte durchaus bei der städtischen Müllentsorgung als Pylone anfangen (oder wahlweise als Signalweste) und werde nicht eher wieder aus dem Haus gehen, bis sich meine Farbe relativ normalisiert hat.
Kobaltblau soll ja in sein diesen Sommer…
Ich habe Alpträume. Seit dem letzten Donnerstag quälen sie mich jede Nacht. Ich träume davon, dass sich ein Sensemann unter meinem Schreibtisch versteckt. Wahrscheinlich, weil er Angst hat, dass ich ihn ausräuchern könnte.
Ok, nicht ich. Aber ich hab Beziehungen. Ich kenn da jemanden, der jemanden kennt, der mit einer Hexe befreundet ist. Und diese Hexe könnte ihre Kräuter in den Mörser werfen und dem ollen Sensemann mal Dampf unterm oder wahlweise auch im Hintern machen. Das ist ähnlich wie bei der Mafia oder so. Es ist immer gut, gewisse Beziehungen zur Beton verarbeiteten Industrie zu unterhalten. Oder halt zu Hexen.
In dem Fall ist das sogar ein und dasselbe. Denn die Hexe ist italienischer Abstammung und gehört zur Famiglia. Glaub ich jedenfalls. Nun frage ich mich, ob sie nachts auf dem Betonmischer zum Bloxberg reitet.
Wie ich überhaupt zu dem Sensemann-Traum komme? Ganz einfach: sie hat mir davon erzählt. Und davon, dass dieser Sensemann ausgeräuchert wurde. Bei jemand anderem zu Hause. Nun sitzt er scheinbar unter meinem Schreibtisch und hat Asyl bei mir beantragt. Aus Angst, irgendwann ein Rauchschinken zu werden, der seine Schneidwerkzeuge zur Zerkleinerung praktischerweise gleich mitbringt.
Ich sollte aber dringend über die Begleitumstände mit ihm sprechen: wenn er eh unterm Schreibtisch hockt, könnte er seine Utensilien ja durchaus zur Beseitigung meiner Hornhaut verwenden, oder? Ich schlag ihm das mal vor heute nacht. Vielleicht vertreibt ihn das ja ebenso effektiv, wie Rauchwerk…
Ansonsten muss ich dringend mal wieder Pasta essen gehen.
Blau, blau, blau sind alle meine Adern,
blau, blau, blau ist alles, was ich seh.
Als eine Freundin neulich entsetzt feststellte, dass sie mit fast dreißig nicht nur ihren ersten Zahn einbüßen musste und nicht verheiratet ist, sondern auch noch auf der Suche nach ihrem Traumjob, weil der alte einfach klimatechnisch nicht optimal war, dachte ich mir nichts böses.
Als sie dann jedoch erwähnte, dass sie voll Entsetzen etwas blaues, wurmförmiges an ihrem Bein entdeckt hat, beschlich mich die Angst, ob ich sowas auch haben könne. Immerhin bin ich drei Jahre älter…
Und tatsächlich ist es so. Ich habe ebenfalls eine Krampfader.
Nun überlege ich ernsthaft, ob ich mir die Haare grau färbe und mir eine Krücke kaufe, um wenigstens auch optisch meinen körperlichen Verfall zu zelebrieren. Meine Freundin ist da anders: sie setzt auf Kobaltblau als Trendfarbe. Passt auch gut zu ihren Falten.
“Danke, lieber Musiksender, dass ihr mein Auto aufgemotzt habt. Nun hat mein Leben endlich einen Sinn und ich bin endlich jemand!”
Danke, lieber Musiksender, dass ihr mit solchen Sendungen mein Bild des dummen Amis immer wieder bestätigt. Beziehungsweise mein Bild von Amis, die ihre Autos in schlechten Sendungen “pimpen” lassen. Scheinbar ist in den USA der Ursprung des Selbstbewusstseins das eigene Auto, welches in einen lustig bemalten und tiefergelegten Zustand versetzt werden muss, um dem Fahrer ein Gefühl des Selbstwertes zu suggerieren.
Hallo? Gehts noch? Wen interessiert denn, was für ein Auto jemand fährt, um den Wert seiner Persönlichkeit zu sehen? Niemand. Ok, außer Fahrer von Sportwagen. Aber die haben eigentlich nur einen kleinen Pimmel und null Selbstwertgefühl. Und weil sie sich (nach der Anschaffung ihres Sportwagens) kein Kabelfernsehen mehr leisten können, werden sie nie den Ausweg aus ihrer Misere sehen: Aufmotz-Sendungen auf Musiksendern. Da hätte dann statt des Sportwagens auch der Golf I gereicht, um dem Leben wieder einen Sinn zu geben.
Und weil sich der Pimmelzwerg dann keinen Flitzewagen mehr hätte holen müssen, hätte er noch genug Kohle gehabt, um eine Penisvergrößerung bezahlen zu können…
Ein Bekannter von uns erlebt grade die Nöte der Rollifahrer: sein Bein ist mehrfach gebrochen und er bewegt sich mit einem Rollstuhl vorwärts. Jedenfalls wenn es geht. Oder läuft?
Denn er braucht als Gelegenheits-Rolliant permanent Hilfe: bei jedem kleinen Huppel in der Pflasterung der “Fuß”-Wege bleiben seine vorderen, kleineren Rollen hängen – und er hat Angst wie eine Mülltonne nach vorne ausgekippt zu werden.
Erst jetzt, sagt er, fällt ihm mal auf, mit welchen Hürden Rollifahrer jeden Tag zu kämpfen haben.
Ich finde, man sollte jeden Mal für einen Tag in einen Rolli setzen und ihn seinen normalen Tagesablauf bewältigen lassen. Vielleicht werden die Wege dann gangbarer und die Gebäude zugänglicher. Für alle.
Ich wollte Euch nur mal eine Beobachtung mitteilen: wenn Männer kritisiert werden (und vielleicht sogar merken, dass es zu Recht ist) reagieren sie in 90 Prozent der Fälle über und mit Wut. Sie feuern irgendwas in die Ecke, fangen an zu meckern und geben dem Gegenüber, das sie kritisiert hat, an irgendwas anderem die Schuld, sprich: sie greifen an.
Sie beschäftigen sich nicht mit der Sache an sich. Sie setzen sich nicht mit der Kritik konstruktiv auseinander. Nein, sie beißen um sich. Sie suchen nicht nach Lösungen, sie versuchen nicht zu verstehen, worum es geht. Nein, sie leugnen, sie meckern, sie greifen an.
Sie reagieren auf Kritik mit Vorwürfen.
Frauen sind da anders: wenn sie kritisiert werden, geraten sie erstmal in eine mittlere Lebenskrise, ziehen sich für ein paar Stunden zurück, um zu grübeln, rufen dann eine Freundin an, um bei ihr nachzufragen, ob ihr der Kritikpunkt auch schon negativ aufgefallen ist, surfen dann im Internet in diversen Foren oder lesen Frauenzeitschriften, die grade zufällig so ein Thema als Selbstfindungs-Story haben.
Dann verfallen sie in Selbstzweifel, überlegen sich Wege aus diesem “Fehlverhalten” und geloben für das nächste Mal vor dem Spiegel Besserung.
Welche Art die Bessere ist? Keine Ahnung. Aber die der Frauen ist definitiv die effektivere. Denkt mal drüber nach, Männer. Und werft jetzt bitte nichts gegen die Wand, ok?
Eigentlich wollten wir nur streichen, weil das mal wieder notwendig ist.
Nun starren wir an eine Zimmerdecke, die Löcher hat, auf lange Bahnen abgerissener Tapeten-Pappe und ein großes Musterbuch mit Vlies-Tapeten in allen erdenklichen Farben.
Unsere bevorzugten Farbvarianten sind “kirsch” und “cappucchino” und lassen eher an eine lecker Sahnetorte denken, als an Farbtöne. Aber die Thematik hatte ich neulich noch mit einem Bekannte, der sich auch irritiert am Telefon äußerte, dass seine Frau das Wohnzimmer nun in Pinie machen möchte, er aber Bedenken hat, dass eine holzvertäfelte Wand etwas drückend wirkt. Ich habe ihn dann darüber aufgeklärt, dass Pinie wohl den Wandfarbton definiert und er keine Angst vor abgeholzten Wäldern in seiner Wohnung haben muss.
Bei uns wird es noch zwei Wochen dauern, bis das Chaos hier ein Ende nimmt und unser Maler bei uns Kirsch an die Wand malt. Irgendwie bekomm ich jetzt Hunger, auf Erdbeeren mit Schlagsahne.
Mmh, könnte an der Wand auch super aussehen…
Oder wie auch immer dieser seltsame Film vorhin hieß. Meine Erwartungen an diesen asiatischen Film waren extrem hoch, da ich ein absoluter Fan der bild- und farbgewaltigen Martial Arts-Streifen bin.
Voller Vorfreude liehen wir uns diese DVD aus und machten es uns bei Popcorn und Cola auf der Couch gemütlich. Die Enttäuschung kam mit den ersten schlechten Animationen, bzw. Computereffekten. Normalerweise bestechen die Filme durch grandiose Landschaftsaufnahmen oder stilsichere Studioszenen. Die Bildsprache ist unbeschreiblich, aber wenn computeranimiert, dann doch sehr unauffälig…
Dieses Mal leider nicht und wir haben nach einer halben Stunde begonnen, vorzuspulen… Kommt selten vor, war aber unvermeidbar. Notiert habe ich mir: höre nicht auf Auszeichnungen, gebe nichts auf Preise. Bilde dir dein eigenes Urteil…
Vorhin im Drogeriemarkt wurde ich Zeugin einer Unterhaltung: zwei Frauen standen mit ihren Einkaufswagen vor den Gesichtsreinigungsprodukten diverser Hersteller und hatten das spannende Thema Sorgerecht. Scheinbar ist Frau A frisch geschieden und regte sich fürchterlich über das Verhalten ihres Ex-Mannes auf.
Dann regte sie sich noch gewaltig über das Verhalten ihrer Kinder auf, die es scheinbar wagen würden, zu ihrem Vater zu wollen – und das könne Frau A gar nicht verstehen, schließlich sei ihr Ex ja das größte Arschloch vor dem Herrn.
So, meine lieben Damen, Exfrauen, Alleinerziehende und sonstigen von Hass zerfressenen Weiber: ihr tut euren Kindern keinen Gefallen, wenn ihr schlecht über eure Ex-Männer sprecht. Im Gegenteil: ihr traumatisiert sie und zerstört nachhaltig ihr Weltbild von den männlichen Vertretern unserer Spezies. Und das wiederum bewirkt bei euren Söhnen, dass ihnen ein normaler Umgang mit ihrer Rolle als Mann verwehrt wird und bei euren Töchtern, dass sie niemals ein Urvertrauen in ihre zukünftigen Partner haben werden – es sei denn, sie unterziehen sich einer langjährigen Psychotherapie. Eure Töchter werden dann wahrscheinlich die gesunde Einstellung zu sich selbst verlieren, eure Söhne werden im schlimmsten Fall zu genauso widerlichen Vertretern, wie ihr Vater und machen auch noch den gleichen Scheiss.
Hinzu kommt, dass das Bild, das eure Kinder von euch dadurch bekommen, nicht sonderlich positiv ist. Ihr wirkt schwach, verletzt und strahlt eine Aura der Minderwertigkeit aus, da ihr es nötig habt, lautstark im Drogeriemarkt euer Leid zu klagen, ungeachtet der Tatsache, ob wildfremde Menschen dabei zuhören. Ihr verletzt aufgrund eurer seelischen Wunden die Intimsphäre eurer Kinder.
Danke, liebe Kampfmütter, für eurer tolles Verständnis für eure Knider und eure egoistische Art, mit Trennungen umzugehen. Denn auch wenn eure Exmänner die fiesesten, miesesten Drecksäue sind: macht das mit ihnen aus – nicht mit den anderen Einkäufern in Drogerien, Supermärkten oder Frisörkunden und Mitpatienten.
Danke.
Scheisse. Sonne. Und ich hab noch keine neue Sonnenbrille, denn ich hab es einfach nicht geschafft, mich um das passende Modell zu kümmern: Pornobrille oder Puck die Stubenfliege.
Nee, ehrlich jetzt mal: ich bin ja ein großer Fan dieser überdimensionierten Sonnenbrillen, da die meisten Träger(innen) dieser Modelle auch echt die Fresse dafür haben. Also, ein Gesichts-Optik, die eine kleine Brille, die nicht die Hälfte versteckt, nicht ratsam erscheinen lässt. Oder für Dumme ausgedrückt: je hässlicher das Gesicht, desto größer sollte die Sonnenbrille sein.
Wenn Ihr also die nächsten Male durch die Stadt lauft, achtet mal auf besagte Brillenträger. Ich verspreche euch: die Hälfte trägt auch noch weiße Ballerinas und einen Glitzergürtel. Oder versucht die 60er (Jahre…) zu imitieren. Meist auf grauenhaft hochtoupierte Art, die von hinten wie ein Eichhörnchenschwanz auf Strom aussieht.
Ich hoffe, die türkischen und nordafrikanischen Billig-Basare haben sich auf den Run der Brillen-Dumpfbacken eingestellt und wieder viele Gucci-Imitate in Übergröße produziert. Denn es gibt doch kaum amüsanteres, als uffgebrezelte Schnecksche, die stolz ihre Chanel-Fakes durch die Prärie tragen und glauben, niemand bekäme es mit, wenn die Füße in Schuhketten-Billigtretern für 14,90 Euro mit Glitzerapplikation stecken und oben eine “Marken-”Brille.
Ich mach mich jetzt mal auf den Weg zum Optiker meines Vertrauens und lass mich mal typmäßig beraten – ob Puck oder Porno.
Hier mal einfach so ein Tipp für Münsteraner Wellness-Freunde (und die, die es werden möchten): “Traumhaft” in Münster-Hiltrup – ein Wellness-Studio der kleinen und besonderen Art.
Die angebotenen Wellness-Massagen, Anwendungen und Behandlungen haben so klangvolle Namen, wie “Hot Chocolate”, “Orangen-Ingwer” oder “Lotus” und machen neben schöner Haut und Entspannung auch noch Appetit…
Warum ich das heute in meinem Blog schreibe? Einfach nur so. Ich hab nämlich Langeweile, habe grade mit der Besitzerin telefoniert und wollte mal wieder ein bisschen Werbung machen. Ein Besuch lohnt sich nämlich.
So. Das von mir.
Mir sagte mal eine Freundin, für sie bedeute Freundschaft, dass es überhaupt kein Problem sei, wenn man sich mal ein paar Wochen nicht spricht – aber wenn es dann soweit sei, wäre es so, als wenn man sich erst gestern gesehen hätte.
Tja, mir fallen dabei einige Dinge ein, über die ich mir nicht im Klaren bin:
1. wie viel sind “ein paar” Wochen? Und ab wie vielen Wochen muss man immer und immer wieder erst acht Stunden bei einem Treffen den anderen auf den neuesten Stand bringen, damit man sich überhaupt mal über Dinge tiefer unterhalten kann, die man gern mit einer Freundin bespricht?
2. Wenn nach “ein paar” Wochen die Freundin überhaupt keinen Plan hat, wie man tickt, was man so erlebt und was einen beschäftigt, was unterscheidet dann eine Freundin von einer flüchtigen Bekannten?
Für mich bedeutet Freundschaft nicht, dass man mal alle halbe Jahr eine Email schreibt und darin versichert, man würde es sicher irgendwann schaffen, sich zu treffen. Für mich bedeutet Freundschaft, dass man sich kennt.
Ich habe mir überlegt, nicht mehr diesen Worthülsen hinterher zu telefonieren und Kontaktpflege zu Menschen zu betreiben, die von sich aus nichts ähnliches tun. Die nicht bereit sind, die Freundschaft zu pflegen.
Und darüber hinaus keinen blassen Schimmer haben, was in meinem Leben so alles passiert – dann aber meist tödlich beleidigt sind, wenn man sie zum Geburtstag nicht anruft, um zu gratulieren. Oder nicht für ihre Hochzeit quer durchs Land reist, obwohl sie es in vier Jahren nicht einmal geschafft haben, die 300 Kilometer zu Besuch zu uns zu kommen – oder sich einen Abend zu reservieren, wenn wir zu Ihnen fahren.
Ich glaube, ich gründe eine Initiative zur Abschaffung unsinniger Bekanntschaften. Meine erste Amtshandlung wird sein, Telefonnummern von Hanseln zu löschen, die ich eh nicht mehr anrufen werde. Macht mit, liebe Leser. Befreit euch von unsinnigem social garbage und macht Platz für die Menschen in eurem Leben, die wirklich wichtig sind. Whooha!
Grrrr, ich könnt den ja, den Dr. House. Da überlegt man sich schon, ob man nicht irgendeine seltsame Krankheit haben könnte, die so komische Symptome hat, dass Dr. House sich dafür interessiert.
Einmal von Dr. House ignoriert werden, einmal von seinen blauen Augen nicht angeschaut zu werden… Das muss wohl der Himmel auf Erden für alle Serien-Patientiennen sein. Wie viele Schauspielerinnen würden ihre letzten gesunden Hirnzellen dafür geben, einmal vor Hugh Laurie einen Krampfanfall spielen zu dürfen.
Wer hätte das gedacht, wenn man ihn in seiner liebenswert trotteligen Rolle bei Stuart Little gesehen hat.. Ein Sexsymbol? Ich bitte Euch. Nicht mal bei ausgeschaltetem Licht.
Was also die richtige Verkleidung mit einem dämlichen Gesichtsausdruck bewirken kann: ein lebender Sabber-Auslöser wird zur grauen Maus.
Nun frage ich mich, wenn ich mir die ganzen Halbaffen und Mode-Legastheniker auf der Straße ansehe, wen von diesen Mode-Verweigerern und Anti-Sportlern man mit dem richtigen Styling zu Helden des Delta-Dreiecks machen kann?
Ich weiß es nicht. Aber ich behalte das im Auge. Wortwörtlich…
Heute morgen kam ich auf die Idee, mal wieder einen Sportsonntag einzulegen und begab mich ins Fitness-Studio. Um 10 Uhr war ich eine der ersten und eine Putzfrau ging noch ihrer Arbeit nach. Das war durch die nassen Bodenflächen nicht zu übersehen – und leider nicht zu überriechen. Denn erstaunlicherweise waren die Sportler die, die schwitzten und die Frau mit den Wischlappen diejenige, die roch.
Nein, nicht roch: sie stank. Erbärmlich. Dieser furchbare Gestank nach altem Schweiß, ungewaschenen Haaren und ranzigen und getrockneten Körperflüssigkeitsresten. Sie schaffte es innerhalb einiger Sekunden, einen riesengroßen Raum mit ihrer eigenen Marke zu versetzen und den Anwesenden die dringend benötigte Sauerstoffzufuhr zu vermiesen.
Ich denke mir in solchen Situationen: wie kann jemand sauber machen, der schon bei sich selbst dazu nicht in der Lage ist?
Hinzu kommen im Studio oft die Leute, die schon nach Schweiß stinken, bevor sie überhaupt angefangen haben zu trainieren. Einfach, weil sie ungeduscht/ungewaschen losziehen – weil sie zu bequem sind, Wasser zuhause sparen wollen oder keine Ahnung von Körperhygieneartikeln haben.
Schön sind auch die Frauen (nur bei denen kann ich es beurteilen), die nach dem Training direkt verschwitzt in ihre Alltagsklamotten schlüpfen, ohne sich abzuduschen oder zu waschen. Wie unglaublich ekelerregend, wie gollum. Und wer mir jetzt erzählen möchte, die duschen sich dann zuhause, sei gesagt: diese Frauen streichen sich Deo unter die Arme, schminken sich ausgiebig und frisieren sich, als ob sie gleich in den In-Club in der Innenstadt gehen würden.
Wer nach dem Training direkt nach Hause geht zum Duschen, muss sich wohl nicht erst nochs schminken, aufbrezeln und anhübschen (sofern das überhaupt möglich ist).
Interessanterweise sind meist die übergewichtigen, “unsportlichen” Trainingspartner diejenigen, die Wert auf saubere Unterwäsche nach dem Sport, Duschen und ausreichend Hygiene legen. Die vermeintlich hippen, jungen und trendigen Mädels legen scheinbar nicht so viel Wert darauf.
Ich weiß nicht, welche Erfahrungen ihr gemacht habt… Aber wenn ich was von Euch höre, werde ich berichten. Bis dahin rufe ich die Initiative “Pro Duschen – Pro Deo” ins Leben. Viel Spaß beim Sporteln.
Tauschen möchte ich mit den Mitarbeitern in einem der zahlreichen Baumärkte nicht. Meine Nerven hielten den Einfall bau- und kaufwütiger Do-it-yourself-Williger nicht aus. Besonders zur Zeit scheinen die Amateurhandwerker wieder jeden Baumarkt zu einer Kampfstätte um Schrauben und Vierkanthölzer zu machen: pünktlich zur Ladenöffnung stürmen Blaumänner und Jogginganzugträger (inklusive Farbspritzer überall) und Deko-Bleistift hinterm Ohr OBI, Bauhaus und Co. Ohne Rücksicht auf zivile Besucher, die eine neue Glühbirne oder einen neuen Seifenspender suchen.
Neidisch wird auf die Grundierung des Handwerks-Konkurrenten geschielt, missbilligend die Nase über die Auswahl des Putzes gerümpft und müde gelächelt über die “Unfähigen”, die zum ersten Mal da sind und einen vom Personal nach dem Weg oder dem geeigneten Werkzeug fragen.
Denn eins haben alle Hobbybastler gemeinsam: nur sie kennen die richtigen Materialien, die richtigen Werkzeuge und die einzig wahre Art zu mauern.
Wir haben, nach einem dreistündigen Aufenthalt (unfreiwillig, wir haben uns verirrt zwischen Baustoffen und Gartenabteilung) den Hammer hingeworfen und einen Handwerksmeister angerufen, der auch prompt zur Besichtigung kam und nächste Woche ein Angebot erstellt für die geforderten Leistungen.
Das kostet zwar mehr, als wenn man es selbst macht, schont aber unsere Nerven – und die des Baumarktpersonals. Und unsere Nerven sind unbezahlbar…
Wir müssen einen Poltergeist bei uns beherbergen. Anders ist der Vorwurf unseres Nachbarn, wir rückten nachts Möbel, nicht zu erklären. Denn wir schlafen.
Wer also ist derjenige, der während unserer nächtlichen Traumreisen lautstark (ok, wir persönlich hören nichts…) diverse Möbelstücke über den Boden schiebt, rückt und klappert. Denn wenn man unserem Nachbarn glauben darf, passiert dies immer wieder.
Aber wenn es um ihn geht, muss auch die Wärmeisolierung des Dachbodens weg, weil sie den oben wohnenden zu Gute kommt. Ok, dass Häuser generell wärmeisoliert werden müssen (es gibt auch einen Energiepass…) spielt dabei keine Rolle. Ach, und wenn seine Waschmaschine überläuft, darf niemand das Wasser aus der Waschküche entfernen, da man dann unrechtmäßig seine Waschutensilien – die da vor und neben seiner Maschine verstreut stehen – berühren müsste. Und das ist nicht erlaubt.
Und wehe, jemand kritisiert die Dreckschicht an allen Flächen auf seinem Treppenabsatz. Dann muss man sich aber auf was gefasst machen. Denn der gute Nachbar ist ein Vorbild an Sauberkeit und Ordnung, putzt regelmäßig und sorgt als einziger für Frischluft. Durch ständiges Fensterkippen in Flur und Kellerräumen. Der Hinweis, dass sowas nicht gut für das Raumklima sei, sondern Stoßlüften zwei- bis dreimal täglich empfohlen würde, wird natürlich als “Unsinn” weggeputzt. Er weiß es besser…
Wie gut er es weiß, zeige ich mal anhand einiger Fotos.
Ach ja: Wohnung zu verkaufen. In Top-Lage in ruhigem Wohngebiet, vier Kilometer von Frankfurt/Main entfernt. Drei Zimmer, 55 qm. Plus großem Kellerraum, Dachboden- und Waschküchen-Mitbenutzung, Gemeinschaftshof. Preis auf Anfrage.
Ein Arbeitskollege meiner Testosteron-Hälfte war so lieb, uns für das Osterwochenende mit DVD-Futter zu bestücken – und lieh uns die erste Staffel von CSI Miami.
Als alte CSI-Häsin kannte ich zwar das Prozedere der einzelnen Folgen, war aber dennoch über einige Details irritiert:
1. Wie schafft es Calleigh eigentlich, zu jeder Tages- und Nachtzeit und in jeder Situation perfekt geschminkt und gestylt zu sein?
2. Wieso haben alle weiblichen Ermittler die gleichen Melonen- äääh, Körbchengrößen?
3. Warum sind alle männlichen Ermittler, trotz permanenter Dauerschichten, sportlich durchtrainiert, als machten sie nichts anderes?
4. Wieviele Sonnenbrillen hat Horatio Caine?
5. Schwitzen die Ermittler nie in ihren schwarzen Anzügen in der heißen Sonne Floridas?
und
6. Warum fahren die einen Hummer?
Fragen über Fragen und keine Antwort in Sicht. Ich schätze, ich muss mal vor Ort recherchieren gehen… Wenn es soweit ist, werde ich berichten.
Ich bin ja ein Serienfanatiker. Nichts geht über CSI in allen Varianten, Dr. House (oh Gott, ich liebe diesen Charakter), Navy CIS und die diversen anderen Serien, die meinen kriminologischen Trieb so befriedigen.
Und alle Serien beginnen für mich mit einem Highlight: die Titelmelodei, die in den meisten Fällen so richtig genial ist.
Da wäre zum Beispiel Dr. House: Der Titelsong ist der Anfang von Teardrops von Massive Attack.
Oder Nara von E.S. Posthumus: das wunderschöne Lied von Cold Case.
Schon seit Jahren meine Favoriten: The WHO, die immerhin für alle CSIs die Lieder beisteuern.
Mir fehlt jedoch noch ein Highlight: die Melodie von Navy CIS.
Hat einer eine Idee, von wem das ist und woher ich das bekommen kann?
Wenn die Frühlingssonne anfängt zu wärmen und die Wolken sich verzogen haben, ist die beste Zeit, um sich den ersten Sauergespritzten des Jahres einzuverleiben. Für uns hieß das am Ostersonntag: rauf auf die Räder und ab zum nächsten Apfelwein-Ausschank mit Frischluft-Sitzgelegenheit.
Un um des Fiieling nu ma so rischtisch hessisch werde zu lasse, gemma ma in de Mundart, gell:
De 5er Bembel war schnell bestellt, de Flasch Wasser dazu un schon konnts los gehe: de Läschterei übbe de heisse Tübbe an de Nachbaatische. Direkt nebbe uns war een Prachtexschemplaa zu sehe: een escht granade-geile Pärsche, die da mit ihre faalsche Marken-Augenverdungelungsapparade in de Geschend rum gugge.
Sie: Maake “verlebbdes Blondsche”. Er: aale Bock mit schleschte Klamodde-Geschmaack.
De Krönung für misch is bei so Leudde imme de Sonnenbrill und de Gürdelschnall, die aus de letschte Türkei-Urlaub vom Basaah mitgebracht wodde sin. Un bei eins kömma uns sischer sin: je grösse de Maakennam, desto schleschta de Geschmaack.
De beide ham auch schnell de Kurv bekomme. Wahrscheinlisch war net de rischtische Klientel für zum Gugge da.
Wir sin dann auch irgendwann nach Hause gefaahn. Isch hab mein LV-Täschchen übbe de Schulde geschmisse und bin übbe de Hoff maschiert. Leider bin isch übbe mei eigen Füss gestolbert: de Äbbler hat sei Wirkung gedan und isch konnt net so gut dursch mei Bogna-Brill sehe im Schadde…
Kennt jemand noch so ei guud Abbelwoi-Wirtschaft inne Näh?
Für den Teig:
Man nehme ein kleines Kind, das kein Wort Englisch spricht und aus einer fremden Kultur kommt. Würze es mit einem neuen Namen, weil der richtige nicht ins Image passt und “Frieden” einfach cooler klingt.
Stecken Sie das Kind nun in ein neues Umfeld mit anderen Kinder, die ihm genauso fremd sind, wie die Erwachsenen, die er jetzt Mama und Papa nenne kann. Verrühren Sie das ganze mit dem absoluten Kulturschock und rollen es auf einem Backblech aus. Schööön gleichmäßig.
Für den Belag:
In einer Rührschüssel vermengen Sie zu gleichen Teilen Kinder aus allen Kontinenten mit verschiedenen Hautfarben, achten Sie hierbei auf das farbliche Gleichgewicht, um die Harmonie nicht zu zerstören. Falls Ihnen eine Farbe zu wenig erscheint, fliegen Sie einfach um die Welt und kaufen Sie sich in einem entsprechenden Kinderheim ein weiteres Exemplar.
Die Menge stellen sie dann zum Ziehen in ihr neues Eigenheim und fahren – um sich die Wartezeit unterhaltsamer zu gestalten – für ein paar Tage zu ihrem neuen Job. Hinterlassen Sie eine Aufsichtsperson, der den Teig im Auge behält!
Wenn Sie lang genug weg waren und sich klar geworden sind, welche Kinder Sie noch für den zweiten Kuchen haben möchten, fahren Sie nach Hause, bestreichen den Teig mit dem Belag und lassen alles bei sonnigen 28° C im Garten backen.
Fertig ist der Blechkuchen nach Hollywood-Art für die ganze Familie.
Ich steh auf Wikipedia. Meine liebste Funktion ist die der “zufälligen Artikel”.
Schon mal ausprobiert? Man lernt irre viel und entdeckt immer wieder spannende Geschichten.
Bei meiner letzten Wiki-Orgie folgte auf den Opel Ascona-Beitrag (”Daneben wurden die folgenden Sondermodelle produziert:
Holiday, Swinger, Plus” – wie geil ist denn bitte diese Modellbezeichnung. Vor allem in Kombination… Waren die Namensgeber grad beim wochenbeendenden Pärchentausch?) ein Bericht über “Anima motrix” (ein (…) Konzept im Rahmen {einer} Planetentheorie – häh?) direkt gefolgt von der Schweizer Fussballmeisterschaft 1962. Meister wurde übrigens Servette FC Genève.
Die Welt besteht aus vielen dieser Informationen, die man vielleicht brauchen könnte, wenn man bei Günter Jauch auf dem Stuhl sitzt und keinen Joker mehr hat… Zum Beispiel was ein Geleenasenfisch ist (mal abgesehen davon, dass er sicher das Gespött seiner Klassenkameraden in der Seeigel-Schule war).
Probiert es auch. Wenn ihr zum Beispiel das nächste Mal nicht wisst, womit ihr euren Blog füllen sollt.
Überall in den Medien wird vor der drohenden Insektenplage gewarnt. Durch den milden Winter haben ungewöhnlich viele Larven überlebt und lecken sich jetzt schon die blutdurstigen Lippen in wilder Erwartung ihrer Metamorphose zu fliegenden, stechenden Mücken.
Und da ich ungern zum Opfer dieser Rüsselviecher im Miniformat werden, habe ich auf den Erwerb von Fliegennetzen für die Fenster bestanden.
Die Reise in den Baumarkt war ernüchternd: mittlerweile scheint es nur noch der besserverdienenden Kundschaft möglich zu sein, sich vor den herannahenden Blutsaugern zu schützen. Wenn man mal von den einfachsten Fliegenschutzgittern mit Klebeband absieht (die auch noch für ein Fenster bei uns circa 10 Euro in der einfachsten Version kosten… Und wir haben nicht nur ein Fenster), müssen wir dringend im Lotto gewinnen, bevor wir uns mit schickeren, hochwertigeren Ausführungen schützen können.
Bleibt also nur der Griff ins Portemonaie oder sich schutzlos der Armada herannahender Plasma-Süchtiger auszusetzen.
Herzlichen Dank. Der Sommer kann kommen.
Frauen! Erhebt Euch, steht auf und schreit Euren Männern ins Gesicht: “Ich will eine Wadenmassage!”
Nachdem ich diesen Blog über meine Schmerzen geschrieben habe, scheine ich noch mehr Mitleid erweckt zu haben und kam in den Genuss einer 1a-Massage für die Beine. Herrrrrlich. Nur zu empfehlen. Mein Alphatier hat da wirklich Talent.
Wenn aber jetzt eine von Euch auf die Idee kommt, mal bei meinem Mann die Beine auszustrecken, muss ich warnen: ich bin bissig.
Nur so als Tipp…
Heute hatte ich Premiere: mein erstes Ticket wegen einer Geschwindigkeitsübertretung! Und weil ich so happy war, habe ich direkt bei der entsprechenden Stadt angerufen und mich freudestrahlend bedankt. Die Dame am anderen Ende war sowas wohl nicht gewohnt. Ihre leicht irritierte Art habe ich aber nicht als Zweifel an meiner Zurechnungsfähigkeit gedeutet, sondern lediglich als Unsicherheit in ungewohnten Situationen ihrerseits.
Bezahlt habe ich natürlich trotzdem. Waren auch nur 20 Euro bei 11 km/h (nach Abzug der Toleranz).
Gehts mir schlecht, körperlich. Ich liege auf dem Sofa und jammere vor mich hin. Ich war so voreilig, heute ausgiebigst zu trainieren. Und da ich noch ein bisschen Nachwehen vom Training vorgestern hatte…
Ein bisschen Stolz schwingt ja auch mit, wenn ich leidend auf meine temporäre Bewegungsunfähigkeit aufgrund der unglaublich harten Muskelbeanspruchung hinweise – und dann mit zartem, unschuldigen Augenaufschlag um den Saft aus der Küche bitte.
Und um mich selbst zu belohnen, hab ich grade fast eine ganze Tafel Schokolade genossen. Das mindert zwar den Effekt des Trainings und wirft mich um circa zwei Wochen zurück, aber das zufriedene Schokogrinsen hat bisher noch kein Training auf mein Gesicht zaubern können.
Denn nichts geht über Schokoloade.
Ich hab es ihm gesagt. Am Donnerstag abend habe ich es ihm noch gesagt: Ski fahren ist ungesund. Er fuhr trotzdem am Freitag nach Österreich, um über die Piste zu wedeln.
Am Samstag abend lag er schon im OP. Dumm gelaufen. Oder eben nicht mehr.
Das Bein sieht ungefähr so schlimm aus, wie der Polizist, den Hannibal Lector an den Käfig gehängt hat. Nur nicht mehr offen, sondern schon zugenäht. Schlimmer ist jedoch, dass er für einige Wochen so stark gehandicapt ist, dass er nicht zur Arbeit kann.
Da ist es um so besser für den Arbeitsgeber, dass die Arbeit ins Lazarett kommen kann und der Patient nur einige Meter vom Hauptquartier entfernt wohnt.
Tja, und was soll man denn auch groß machen, wenn man krankgeschrieben zu Hause rumlangweilt und nichts tun kann? Na, man schnappt sich das Firmennotebook und arbeitet. Und weil man auch abends Langeweile hat, arbeitet man halt ein bisschen länger. Kurz gesagt: er ist aus Mangel an Möglichkeiten fast produktiver, als bei der Arbeit selbst.
Was folgern wird daraus? Chefs, schickt eure Mitarbeiter in den Urlaub. Ski fahren, Hochsee-Segeln, Haitauchen, Fallschirm springen… Wer weiß: vielleicht geht es mit Deutschland dann wirtschaflich bergauf?
Hach, das Leben könnte so schön sein: sonntags. Man könnte sich mal die Zeit nehmen durch die erste Frühlingssonne zu spazieren und eine heiße Schokolade im Straßencafé trinken. Dabei ein bisschen über die zu großen, ääh, zu kleinen, Sonnenbrillen der vorbeiflanierenden Dorfschönheiten lästern und den ein oder anderen geringschätzigen Blick auf das bauchfreie Outfit der Teenager werfen, die das zwar nur machen, um die Aufmerksamkeit zu erregen (oder was auch immer – was ihnen damit dann aber auch gelungen ist..), aber es immerhin können. Im Vergleich zu einem selbst.
Aber weil die Endorphine bei dem Sonnenschein durch den Körper rauschen, ist einem das mal so völlig egal und man bestellt noch einen großen Eisbecher hinterher. Diesen Sommer wird eh wieder länger getragen. Obenrum jedenfalls.
Wem das nicht gefällt, der könnte sich an so einem Sonntag auch eine super gruselige DVD ausleihen und den Nachmittag bei Schokolade und Chips auf der Couch verbringen – aneinander gekuschelt. Sie würde sich zärtlich hinter ihm verstecken, während er ihr gentlemanlike die Augen zuhält, wenn es besonders blutig wird im Film.
Leider kommt es meist anders, als man denkt und die DVD wird nicht kuschelnd auf der Couch genossen und auch die Sonne sieht man nur durch das Fenster. Denn der Wäscheberg im Korb wächst von Woche zu Woche und der Blick in den Kleiderschrank lässt leider nichts gutes hoffen. Es ist einfach nichts mehr da, was man zur Arbeit tragen könnten. Nicht ungebügelt. Selbst den Freunden möchte man das nicht antun.
Und so hab ich heute meinen besten Freund mit dem eisernen Herzen mal so richtig in Fahrt gebracht und ihn über meine knittrigen Blusen und seine faltigen Hemden gleiten lassen. Mit Volldampf.
Jetzt läuft die zweite DVD und die Wäsche ist fertig. Die Sonne versteckt sich hinter den grade aufgezogenen Wolken und ich sehe das Blinken der Spülmaschine, die mir zuflüstert: Räum mich aus.
Ich liebe Sonntage.





Senf dazu