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Mann: “Hast Du Grapefruit-Bier in Dir, kannst Du tippen wie ein Stier!”
Danke, Mann, hast wohl zu viel Truthahn-Post bekommen, was?
… die ich nicht mag: Kevin und Chantal (auch: Chantall, Chantalle).
Es gibt Dinge, die braucht kein Mensch. Waldboden-Vertikutierer zum Beispiel. Kennen Sie nicht? Doch. Vielleicht gehören Sie ja selbst dazu: das sind die Menschen, die mit Hilfe von zwei umfuntionierten Skistöcken den Boden unserer heimischen Fauna durchlöchern.
Meist treten diese Vertikutierer im Rudel auf und haben sich von gelangweilten Verkäufern in Sportgeschäften schlecht sitzende, funktionale Nordic-Walking-Wäsche andrehen lassen. Diese tragen sie dann im Wald spazieren. Anders kann man dieses Rumgehüppel von 90% der Stöckchenschwinger wohl nicht bezeichnen.
Da werden die Gehhilfen uninspiriert hinter sich hergezogen und mit den andere der Gruppe über Kochrezepte oder Dorfklatsch neuester Art gesprochen. Ja, gesprochen. Denn um ihren Atem müssen sich diese Waldbesucher keine Sorgen machen, ebenso wenig, wie darum, ob sie ins Schwitzen kommen könnten. Denn das wird auch nicht passieren.
Warum die überhaupt diese Stöcke mit sich schleppen, ist mir schleierhaft, denn der aktive Einsatz dieser wird wohl von den allerwenigsten beherrscht oder im Ansatz gekonnt.
Persönlich glaube ich ja, dass Spazieren gehen in gewissen Kreisen out ist und viele gelangweilte Hausfrauen und Senioren einfach nur eine Ausrede brauchen, um sich mal wieder mit den anderen Lästerbacken zu treffen. Naja, mir soll es recht sein. Dann bevölkern die wenigstens nicht die Laufbänder im Fitness-Studio ![]()
Warum gibt es keine Briefmarken mit Erdbeergeschmack auf der gummierten Seite?
Wie wir auf die sensationelle Idee kamen, ein bekanntes schwedisches Möbelhaus an einem Samstag nachmittag um 15 uhr zu besuchen, ist mir immer noch schleierhaft. Das, was wir dort aber erlebten, grenzte an meinen letzten Zahnarztbesuch: es war schmerzhaft und trieb meinen Puls hoch.
Familien mit Sören und Maltes sprangen mir durch die Beine, russische Paare gestikulierten wild vor völlig entnervtem Fachpersonal und die Schlacht um die letzten Bleistifte forderte erste Opfer – die jedoch in einem der praktischen Ablagesysteme in der Einkaufshalle unten versteckt wurden und wohl nicht vor der nächsten Inventur gefunden werden.
Shoppingwilde Hausfrauen mit Einkaufswagen wie Waffen rammten mir diese in die Hacken, so bald ich nicht rechtzeitig zur Seite sprang, weil ich zu spät registrierte, dass es mal wieder extrem günstige Bettwäsche gab. Toll. Man bekommt ja alles dort, außer Pflaster.
Aus den Hacken blutend schleppten wir uns in die Bäderabteilung in der Hoffnung, dort einen trendigen und gefüllten Erste-Hilfe-Kasten zu finden. Bis wir allerdings dort waren, hatte die Verletzung aufgehört zu bluten und sich schon zartes Narbengewebe gebildet. Brauchte jemand schon mal weniger als zwei Stunden im Rundparcour da?
Nachdem wir uns kurzzeitig zwischen den Großregalen mit den Kleiderschrankteilen verloren und in der Fundgrube wiedergefunden hatten, standen wir dann erschöpft, blutverschmiert und halb verhungert mit vier Packungen Teelichter, einer neuen Lampe, drei Grünpflanzen, vier Aufbewahrungsboxen und ein paar Dekoartikeln (deren Sinn wir immer noch nicht verstanden haben, die aber irgendwie aussahen, als ob wir sie brauchen würden) an der Kasse und kamen nach guten zwei Stunden in der Warteschlange dran.
Hunger und Durst trieben uns dann in den schwedischen Hotdog-Shop, wo wir uns würgenderweise (der Hunger trieb es rein) ein komisches Würstchen zwischen die Zähne trieben.
Im Auto sitzend war die Suche nach der Ausfahrt dann nur noch halb so schlimm, traurig stimmte mich lediglich die Tatsache, dass ich nicht im Bällebad war. Die Heimfahrt verschlief ich dann. Die eingekauften Gegenstände haben wir direkt im Müll entsorgt, weil wir uns wirklich schämten, wieder dem Kaufzwang nicht widerstanden zu haben.
Warum wir samstags dorthin fuhren, ist uns immer noch schleierhaft…
Wickie, der kleine Wickinger-Junge, der seine Kindheit in den 70er Jahren im Schoße einer harten, aber herzlichen Wickinger-Meute verbrachte, ging den Weg des typischen Kinderstars.
Vier Jahre nach dem Einstellen der Serie stürzte er in eine tiefe Krise, hervorgerufen durch seine Nasenamputation. Diese wurde erforderlich, da der Knorpel der Nase durch zwanghaftes Reiben freigelegt und chronisch entzündet war. Der Kinderstar kam kaum mit dem Verlust seines berühmten Aussehens klar, der ihm bis dahin nicht nur die Türen zu den Clubs der Wickinger-Szene öffneten, sondern auch den Weg in die Betten seiner – meist weiblichen – Fans.
Als Grund für die entzündete Nase wurden oft auch Drogen wie Kokain vermutet, deren Einnahme man dem einstigen Kinderstar nachsagte. Bilder, die durch die Boulevardpresse in Skandinavien gingen, zeigten ihn mit zwei Prostituierten ein weißes Pulver auf einer Damentoilette konsumieren. Besonderes Aufsehen dabei erregte die Tatsache, dass die Beteiligten die Drogenunterlagen – die Kloschüssel – vor dem Konsum nicht reinigten.
Wickie, dessen Vater die Familie schon früh verließ (entgegen der landläufigen Meinung, Halvar sei sein richtiger Vater), wuchs bei seiner Mutter auf, die jedoch nicht gegen die Starallüren ihres Sohnes ankam. Ihr Einfluss auf den beim Dreh bereits 12-jährigen wurde immer geringer und verlor sich spätestens, als Wickie im Alter von 16 Jahren seine damalige Filmpartnerin Lotta ehelichte.
Der Absturz Wickies erfolgte schließlich nach dem Drogentod Lottas zwei Jahre nach der Hochzeit. Drei Jahre lang vegetierte Wickie in Drogenentzugskliniken vor sich hin, bevor er sich der Sekte der lächelnden Sonnen anschloss und clean wurde.
Wickie lebt seit 1994 in den Niederlanden und betreibt einen Esoterikladen mit Originalartikeln aus der Wickingerzeit.
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So. Ich bin ausgeschlossen von der Zählung.
“ich liebe Stiefel”
Der Ausspruch könnte von der Katze meiner Nachbarin sein, die sich gestern bei meinem Besuch ausgiebigst und hingebungsvoll an meinen ihr Köpfchen rieb. Das Lecken der Stiefel unterließ sie glücklicherweise. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das verkraftet hätte.
“Anschwellen der füße beim sex”
Gute Dame: nicht alles, was sich Dreibein schimpft, hat dort auch einen Fuß.
“Was-suchst-du”
Was suchst Du mit was suchst du?
“Peter Gabriel Mother of Violence”
Göttlich. Genial. Wunderbar. Auch von seiner Tochter gesungen bekommt dieses Lied eine ganz neue Intensität.
“Fotos mit kackenden Weibern”
1. finde ich deine Ausdrucksweise mehr als unterirdisch und
2. finde ich das, was Du da suchst, so widerlich, dass ich kotzen könnte. Und davon schick ich Dir dann gern ein Foto.
“Erzählungen von Swingern”
Ja, so Musiker haben viel zu berichten.
“Porno 60er Jahre”
Seniorensex? Ich denk da grad an das hier…
Den werden Sie hier nicht sehen. Den Aufprall. Denn ich gehöre zu den Menschen, die den Tod eines Menschen nicht auch noch in Bildern zeigen müssen.
Im Gegenteil: den Freitod zu wählen ist schlimm genug. Am schlimmsten für die Angehörigen, die ihr Leben lang die Frage stellen werden: “Warum?” Warum der Selbstmörder sich ihnen nicht anvertraut hat. Warum er den Freitod wählte. Warum er keine Ausweg sah. Warum man ihm nicht helfen konnte. Warum man es ihm nicht angesehen hat. Warum man nicht auf stumme Hilferufe reagiert hat. Warum man es nicht ernst nahm, was er sagte. Warum, warum, warum.
Warum nun diverse Medien Amateuraufnahmen eines möglichen Suizids veröffentlichen müssen, übersteigt meine Akzeptanz. Reicht es nicht, blutige Leichen im Vorabendprogramm zu zeigen? Reicht es nicht, traumatisierte Opfer von Verbrechen vor die Kamera zu ziehen? Reicht es nicht, dass man sich unwillkürlich vor dem inneren Auge vorstellt, wie grausam ein Toter aussehen muss, wenn er mit hoher Geschwindigkeit aus großer Höhe auf die Erde prallt? Muss man auch noch die letzten Sekunden vor seinem Aufprall zeigen?
Nein. Muss man nicht. Und es spricht in meinen Augen nicht für die “Journalisten”, die dies tun (unter welchem Deckmäntelchen auch immer). Ich hoffe, dass die Verantwortlichen niemals einen geliebten Menschen verlieren müssen durch Suizid und Jahre später erleben müssen, wie sein Selbstmord und seine letzten Minuten der breiten Öffentlichkeit vor die Füße gekotzt werden.
x Verlinken und vielleicht helfen.
Für einen wirklich lieben Menschen suche ich eine Tarnkappe, damit dieser Mensch sich nie mehr hinter Bäumen verstecken muss, wenn er noch nicht von Herzklopfenverursachern entdeckt werden möchte.
Klingt kryptisch, ist aber so.
Heute war ich doch wieder mal baff, was die Menschen so suchen:
“Monty python rülps tastatur”
Na? Wer war es?
Er war es, er war es, äääh, sie war es, sie war es…
Unglaublich. Sagt mal, gibt es so ein Ding wirklich?
“Pinkelpause”
Ich sollte doch dieses Buch schreiben…
Geburtstagswünsche für Mädchen
Vielleicht: Herzlichen Glückwunsch? Oh je, was seid ihr eigentlich für Überlebenskünstler?
“elefantensex”
Nochmal: eine echt gewaltige Angelegenheit.
Einkaufszettel
Guck mal hier, da gibt es den ein oder anderen. Meinen kannst Du eh nicht lesen
Wenn Stammtische Recht sprechen dürften, wäre die Welt sicher schon untergegangen und nach Gutdünken und Gutsherrenart würde nach Ermessen, nicht nach Gesetz geurteilt.
Je nachdem, wie man es grade braucht – oder wer da vor Gericht stünde.
Ja, die gute alte Stammtisch-Polemik. Wie verräterisch sie doch ist, wie entlarvend. Ups, Vorsicht, sonst komme ich noch vor das Thekengericht.
Ich bin zutiefst ergriffen ob der Verbalakrobatik, mit der ich zur Zeit beglückt werde:
Nimm die Pille, sei kein Dummer, sonst schaffst du nie ‘ne gute Nummer!
Wirkt das Zeug nun schon positiv auf den IQ? Wäre ja schön. Pille statt PISA. Super.
Nimm die Pille, sei kein Tor, dann steht er wie ein Ofenrohr!
Was aber, wenn das Ofenrohr oben einen Knick hat, lieber Heinrich, lieber Heinrich?
Wer abends mit der Pille wurzt, sich nachts auf seine Alte sturzt!
Wem tages dann der Duden fiehlt, der abends den der Freundin stiehlt.
Hast du blaue Pille in der Blutbahn, kannst du bumsen wie ein Truthahn!
Mit so einem rosa Kropflappen, der beim Sex dunkelrot wird? Igitt.
Fernsehspot: “Lenor-Mystery”.
Mann: “Da stinkst Du und weißt nicht mal, warum.”
Danke. Mein Bauch tut immer noch weh vom Lachen.
Es ist ja so einfach: besuchen Sie uns im Internet und sichern sie sich die starken Vorteile des neuen Tarifes kostenlos!
Ja, schön. Die Internetseite ist einfach besucht. Das Formular sieht ja auch schön simpel aus, also schnell mal ausgefüllt und *schwupp*: mehr Leistung zum gleichen Preis.
Schön, wenn mir dann nach kurzer Wartezeit ein weiteres Formular gezeigt wird, das ich bitte auch noch auszufüllen habe. Leider werden hier Dinge abgefragt, die ich nicht mal eben so einfach weiß, sondern mit Hilfe einer großen Suchaktion in den entsprechenden Ordnern nachschlagen muss.
Danke, lieber Internetanbieter für so viel einfachen Tarifdschungel. Aber wenn ihr glaubt, dass ihr mich mit diesem Wirrwarr zur entnervten Aufgabe zwingt, bevor ich mir diesen finanziellen Vorteil gesichert habe, dann habt ihr euch geschnitten. Jawoll.
Es gibt Tage, wie diesen, an denen können manche Frauen irgendwie schwer zu ertragen sein. Heute ist so einer bei mir. Jedes Klingeln des Telefons bringt die Nerven nah ans Zerreißen, das Reinholen der Post wird zu einer mittelschweren Sinnkrise und der Kaffee ist selbst nach fünf Minuten noch “irgendwie zu heiß”.
Das Lieblingsteil aus dem Kleiderschrank sitzt heute nicht so richtig, die Klamotten will man eh nicht mehr sehen und überhaupt scheinen die Hüften viel breiter geworden zu sein seit gestern. Auf jeden Fall wirken sie heute im Spiegel überdimensioniert.
Selbst die kurzen Haare verhelfen mir heute zu einem Bad-Hair-Day und der Eyeliner-Schwung missglückt auch beim vierten Versuch mit grandioser Regelmäßigkeit. Der Blick in den Schrank offenbart dann noch das Fehlen jeglicher Damenhygieneartikel und man ist ernsthaft versucht, sich eine Mullbinde aus dem Erste-Hilfe-Kasten umzufunktionieren. Das scheitert dann aber daran, dass das Ergebnis einfach nicht mit der dicken Hüfte zusammen in die Jeans passen will – jedenfalls nicht, ohne unschöne Dellen hervorzurufen, die jeden Mann neidisch gucken und beschämt auf seinen eigenen Schritt blicken lassen.
Erstrebenswert? Vielleicht, wenn ich besser drauf wäre. Aber nicht heute.
Da ich ja ein praktisch veranlagter Mensch bin, habe ich eine für mich optimierte Lösung: aufs Sofa legen (Achtung, Verbandskasten bei hellen Sofabezügen nicht vergessen – ansonsten hoffen, dass es keiner merkt…), den Mann anrufen und um einen Besuch bitten, um den benötigten Drogerieartikel vorbeizubringen, ganz laut den liebsten Musikmix auflegen und im Internet surfen.
Dabei dann grauenhafte Frauenilllustrierte und VIP-News konsumieren und hoffen, dass abends jemand da ist, der so einfühlsam ist, dass er die leicht gereizte Stimmung nicht noch als Grund für Hänseleien a lá “Na, kriegste deine Tage” nimmt.
Schönen guten Tag.
… wenn man Teile der Nacht mit einem fremden, spitzen Ellbogen im Rücken erträgt, weil der andere so süß schläft, dass man ihn nicht wecken möchte.
Wenn man morgens aufwacht und die erste Amtshandlung darin besteht, den ausgetrocketen Mund mit Wasser zu spülen und dann feststellt, dass die Nase so verstopft ist, wie die Gullis beim letzten Unwetter, dann kann der Tag nur schlecht werden.
Wenn dann der Schmerz im Kopf auch ohne das Gelaber von besserwisserischen Vollidioten zahlungsunwilligen Deppen Kunden mit offenen Rechnungen Anrufern so weh tut, dass selbst Tabletten lediglich eine kurzfristige Linderung bringen und man schon über den Einsatz eines Vorschlaghammers nachdenkt, sieht es nicht nach Besserung der Laune aus.
Wenn nachmittags dann der Run auf dem Stepper nach sechs Minuten abgebrochen wird, weil das Ohr anfängt zu sausen und der Kopf den Vorschlaghammer adoptiert hat, hilft nur noch der Gang nach Hause.
Dort dann mit Rücken- und Gelenkschmerzen anzukommen und neben sämtlichen Medikamenten der Hausapotheke noch einen Erkältungstee zu trinken, lässt den Tag echt beschissen enden.
Da bleibt dann nur der Anruf bei der Mutter zuhause, um mal wieder so richtig bemitleidet zu werden und sich anhören zu können, wie arm man dran ist… Danke, Mama. Mir gehts zwar nicht besser, aber es fühlt sich besser an.
Die Nachrichten. Ich bin schockiert, welche Meldungen von wirklich unwichtigen Dingen den Sprung in die sogenannten Hauptnachrichten einiger Privatsender schaffen. Da wird über ausgiebig Knastentassungen, Magersucht-Verdacht von Promis und Vaterschaftstest von Schauspielern “berichtet”, während Nachrichten aus Nahost, über unsere Wirtschaft und Tarifverhandlungen im Kurzformat a lá “ach, da war noch was unwichtiges, was unsere Zielgruppe eh nicht verstehen würde” abgehandelt werden.
Schade. Hoch lebe die Volksverdummung. Ich guck weiter Tagesschau. Da weiß ich wenigstens, wovon die sprechen.
Kennt wohl jeder. Kommt man ja auch irgendwie kaum noch drum herum, schließlich drängen sich wochenends auch B- und C-Promis um den Herd. Für einen guten Zweck – was für viele wahrscheinlich bedeutet, dass sie PR in eigener Sache machen möchten. Geschenkt. Zurück zu den Normalos.
Die scheinen immer weniger normal, je länger es das Serienformat gibt. Denn jeder dieser Hobby-Gourmets scheint die perfekte Küchenbeherrschung für sich gepachtet zu haben und zieht auch dementsprechend gern über die (Un-)Fähigkeit der anderen her. Da wird schon die Begrüßung zum Anlass genommen, um gehässig auf die Nervosität des Gastgebers hinzuweisen.
Danach kommen die obligatorischen fiesen Sprüche über den Aperitif – und sei es nur, dass man ja “Champagner sehr gewöhnlich fände” oder “Kir Royal niemals reichen würde”. Das ganze im Ambiente der unambitionierten Schwedenmöbel – aufgehübscht mit schlechten selbstgezimmerten Ölbildern, die den Wunsch des Gastgebers zeigen, doch auch mal superkreativ zu sein.
Der erste Gang beginnt meist mit kollektiver Weinkritik. Gut, die meisten können vielleicht grade noch einen Weiß- von einem Rotwein unterscheiden (wenn es hell ist) und wird dicht gefolgt von Möchtegern-Gelaber über die einzelnen Komponenten des Essens. “Leicht überwürzt”, “etwas wenig Salz” und “nicht mein Geschmack” sind dabei wohl die gängigsten Kommentare.
Der Gastgeber kommt dann auch noch mal zu Wort und ist wie immer davon überzeugt, dass alles super ist. Schön, wenn die Gastgeber erst beim Betrachten der aufgezeichneten Sendung von den herablassenden, unqualifizierten Sprüchen der Gäste hören.
Die liebsten Gäste sind dabei eh die, die immer alles schlecht finden und sich sogar daran stören, dass der Untersetzer farblich suboptimal für die Blumendeko ist. Manchmal möchte man diesen dann einfach den Untersetzer in den Mund stopfen.
Die Tour durchs Heim des Gastgebers ist dabei meist tödlich langweilig, schließlich hat der Bewohner die für ihn tierisch wichtigen Deko- und Einrichtungsgegenstände gekonnt schlecht platziert. Schlimm, wenn die Gäste uninteressiert am auffällig zufälligen Gegenstand vorbeischlendern und sich statt dessen den Dildo aus der hintersten Schublade schnappen. Und innerhalb von zwei Minuten wird jeder, der größsten Wert darauf legt von seiner Umwelt als besonders intellektuell eingeschätzt zu werden, als frustierter Single-Rammler geoutet.
Nach dem letzten Gang dann das Finale im Fond des Autos, in der die Gäste dann mal so richtig ihre miese Seite rauslassen dürfen. Und dies auch gern tun. Ätzend wird da jeder vermeintliche Dinnerfehler auf ein Maximum hochgeputscht und wie eine Schildkröte auf Speed wird die Zahlentafel dramatisch in die Höhe gehalten mit den Worten “Leider, liebe Sabine (Hans, Karin, Dingenskirchen), von mir nur 4, aber dafür gaaanz, gaaanz liebe Punkte.” Gut. Sabine (etc.) wird es dir zurückzahlen am nächsten Abend, wenn sie bei dir Gast ist.
Mein Eindruck: völlig selbstüberschätzende, mediengeile Typen möchten einfach mal den Nachbarn zeigen, dass sie viel besser und interessanter sind. Und dabei mal so richtig mit ihren auf die Fresse fallen.
Danke, ich fühle mich bestens unterhalten und back mir jetzt erstmal einen Pfannekuchen.
… ist es soweit: der längste Tag des Jahres.
Und ich werde mir die schwitzenden Extremis mal ganz gemütlich vom Liegestuhl am Wegesrand aus der Nähe betrachten. Schön bei Cocktail und Bratwurst. Und Regenschirm, falls nötig ![]()
Kennt das jemand: da kommt ein Schreiben von der Rentenkasse, in dem man dazu aufgefordert wird, die “ungeklärten Zeiten” im Versicherungskonto zu klären.
Davon abgesehen, dass die meisten meiner ungeklärten Zeiten nach dem übermäßigen Genuss von Alkohol auftreten (was aber definitiv auch Jahre später nicht geklärt werden muss…), kann ich nun heute einfach nicht mehr sagen, was ich in einem bestimmten Monat im Jahr 1993 getan habe. Und erst recht habe ich keinen Nachweis darüber. Und überhaupt schon mal nicht beglaubigt. Auch Nachfragen bei meiner Mutter haben keine Klärung dieser nebulösen Zeiten ergeben, schließlich war ich damals Schülerin und sämtliche Schulbesuchsnachweise (damals ausgestellt für Kindergeldkassen und Unterhaltszahlungen) sind bei eben diesen Ämter verschütt gegangen oder im Nirwana diverser Aktenvernichter verschwunden.
Schön, denke ich mir. Die Rentenkasse schickt mir seit 15 Jahren jährlich einen Wisch Beleg über meinen Rentenversicherungskontostand und meine Einzahlungen. Hätte denen die Lücke denn nicht im entsprechenden Jahr auffallen können? Wäre das nicht für alle Beteiligten einfacher gewesen im Jahr 1993 zu sagen: “Ach, huch, schau mal an, da hat die Wortteufelin doch tatsächlich keinen lückenlosen Nachweis für ihr Versicherungskonto erbracht.”
Nun stehe ich hier, weiß nicht, ob ich vielleicht in dem entsprechenden Monat zwischen Schulende und Praktikumsbeginn (oder war das noch wann anders? Moment, erstmal die Nachweise suchen…) einfach nur mal Urlaub gemacht habe.
Keine Ahnung. Danke, liebe Rentenkasse, nun darf ich irre viel Zeit in sinnlose Sucherei investieren und – falls ich Nachweise finden sollte – Unmengen an Geld für beglaubigte Kopien.
Und das, obwohl meine Rente eh nicht sicher ist, ihr also wohl in dreißig Jahren mit den Schultern zucken und sagen werdet: “Tja, die Nachweise sind eh egal. Sie bekommen doch gar keine Rente.”
Aber das ist wieder ein anderes Thema.
Neulich las ich, dass Frauen, wenn sie sich die Wimpern tuschen, den Mund weit öffnen. Jemand in den Weiten des Internets nannte das den Carpenter-Effekt.
Ich habe das überprüft und festgestellt, dass ich beim Tuschen der Wimpern den Mund geschlossen lasse. Das liegt wohl daran, dass meine Wimpern so lang und nach außen gebogen sind, dass ich nicht mal in die Nähe der Augen komme – diese also auch nicht öffnen muss
Cool, oder?
Ich könnte kotzen, wenn ich in die Dusche des Fitness-Studios gehe, um mich vom Schweiß des Trainings zu säubern. Nicht, weil ich gegen Wasser allergisch bin. Viel mehr, weil es dort scheinbar viele Frauen mit zu vielen Haaren gibt. Warum sonst würden sie vermehrt eben diese verlieren?
Da rotten sich auf den Bodenfliesen ganze Knäuel dunkler, nasser Kopfbehaarungen (wie ich hoffe) zusammen, legen sich in die Fugen und widersetzen sich dem Bemühen, sie mit Wasserstrahl und Schrubber zu entfernen.
Wie Fadenwürmer kringeln sie sich abstoßend aussehend um die Struktur der Kacheln und – ich schwöre – feiern dort mit Fußpilzen und Kopfschuppen eine wilde Orgie. Oder die Ankunft einer Duschwilligen. Der haften sie sich dann an die Badelatschen in der Hoffnung, in eine neue bessere Welt übersiedelt zu werden.
Ich geh jetzt los, mich übergeben – in der Dusche des Studios, damit die nach mir auch was davon an den Füßen kleben haben.
Take a look
Siehe Mainz Zitadelle – Bild “PG verbeugt sich”.
Seht ihr den Baum? Da neben stand ich. Richtung Mitte.
Yeah.
War das geil.
Liebe Frau aus der Wetterau,
ja, genau, Du! Wie angekündigt sende ich Dir nun meine Wünsche für dein neues Lebensjahr in schriftlicher Form – aus praktischen Gründen und weil ich hier gelernt habe, dass man Wünsche durchaus auch mal laut dem Universum mitteilen kann – hier im Blog. Und weil Ordnung sein muss, in alphabetischer Reihenfolge
Alternativen, wo Du welche brauchst
Ausdauer für Durststrecken
An wichtigen Hexentagen einen Besen
Zum Betören deines Umfeldes eine dicke Portion Charme.
Chaos – zum Genießen
Um das zu bekommen, was Du möchtest: Durchsetzungsvermögen
Auch mal Egoismus
Im Einklang mit Dir und der Welt zu sein
Erfolg ohne Ende
Freunde
immer eine Flasche Rotwein zur Hand
Freude bis zum Umfallen
Geborgenheit durch Freunde und Familie
Geduld. in allen Lebenslagen
Gesundheit
Glück bis zum Abwinken
Echte Harmonie
Genug Funken Hoffnung
Immer eine Illusion parat für schlechte Zeiten
Irritation, falls mal notwendig.
Eine warme Jacke im Winter
Immer die Fähigkeit zur Kommunikation
Kraft.
Genug Kräuter für alle Anwendungen
Ein strahlendes Lächeln lieben Menschen
Mutter Erde auf deiner Seite
stets den passenden Nagellack für die richtige Stimmung
Orient und Okzident in Frieden miteinander
Pasta. Basta. Mit Soße.
Genug Platz um dich herum – mental und physisch
Querdenken
Gekonnte Reikimeisterei
Stärke für alle Lebenslagen
Viele Freuden-Tränen
Unterwäsche, die nicht zwickt
Bedingungsloses Vertrauen
Wachsamkeit, um die schönen Momente des Lebens nicht zu verpassen
Immer ein gesundes X-Chromosom übrig
Ein Yps-Heft, falls deine Tochter Urzeitkrebse will
Zufriedenheit mit Dir
In letzter Zeit scheint sich (nach Elefantensex) ein neuer Suchbegriff an die Spitze zu setzen.
“Kackende Frauen”
Wer sowas sucht, warum er das tut und was er dann mit der entsprechenden Info anfangen möchte, ist mir schleierhaft – und soll es auch bleiben. Dann lieber Elefantensex.
“Krampfadern”
Wer sucht Krampfadern? Himmel, die meisten Frauen versuchen, diese loszuwerden. Generell empfehle ich Dir in so einem Fall den Besuch beim Phlebologen.
“Unwetter Kanada 2007 Juni”
Na, wenn keiner da war, ist wenigstens niemandem was passiert, oder? Aber da ich ja den Servicegedanken an sich nicht schlecht finde und die Wünsche meiner Leser ernst nehme (außer die der Kackende-Frauen-Sucher), gibt es hier nun ein Unwetterbild:
“Mini Pimmel”
Such Dir ein paar Leidensgenossen und dann könnt ihr Mini-Würstchenkette aus dem Glas spielen. Toll, oder?
“Bilder von wassertragenden Frauen”
Ich weiß nicht, wie Du auf meinen Blog gekommen bist. Aber um Dich nicht enttäuschen zu müssen, hier auch für Dich das gesuchte Bild:

“Klofrau”
Ich bin ja ein großer Sanifair-Fan, denn bei meiner Blase kenne ich alle Autobahnraststättentoiletten und bevorzuge diese saubere Form der Pinkelpause. Irgendwann werde ich dann auch mal einen Toiletten-Guide veröffentlichen für alle Autobahnen Deutschlands. Ob es da Interesse gibt? Vielleicht kann ich dann auch irgendwie die “Kackende Frauen”-Sucher … ach, vergesst es.
“Puck Porno”
Gut. Übersetzt heißt der Begriff so viel wie: Trendgeil. Nähere Infos zu Puckbrillen habe ich hier schon von mir gelassen. Wenn Du jedoch scharf auf Pornobildchen von Puck – die Stubenfliege bist, kann ich Dir das anbieten:

Bild: photocase.com
“dolly buster in abu dhabi”
Ich war selbst noch nie dort. Warum also sollte mich interessieren, ob Dolly Buster dort war? Oder ist Abu Dhabi womöglich ein Codewort für ihre “Ernie & Berts” (ihr wisst schon…)? Egal.
“Baby mag nur Fertiggerichte”
Könnte das daran liegen, dass Du dem Baby aus Faulheit nur Fertiggerichte gegeben hast? Womöglich noch den Burger im Mixer püriert, mit Cola verflüssigt und mit dem Fläschchen verabreicht – und das Spielzeug von der Kindertüte dann dem Zweijährigen zum Verschlucken gegeben.
“Neue Rezepte mit Bild”
Ich find Rezepte mit Mengenangaben besser
“Kreolischer Hähnchensalat”
Mag ich persönlich äußerst gerne. Gibt es da ein Bild von?
“Hula Hoop kreisen lassen”
Nein, die Hüften kreisen lassen! Funktioniert besser.
So, zum Schluss mein hessischer Liebling:
“errodisch frauen”
Gut, Maddin, schön, dass Du auch hier mal vorbeischaust.
Ich muss für eine Kundenseite texten, wie einfach und gut Linux ist und stelle fest, dass es im Gegensatz zu Linux selbst nicht einfach ist, einfach darüber zu schreiben.
Harte Nuss.
Haben grade bemerkt, dass heute ein Jahrestag ist
Schnell eine Flasche Sekt geköpft, die noch im Kühlschrank für Notfälle gebunkert war, und auf unsere Geduld und das Durchhaltevermögen sowie die nächsten Jahre angestoßen!
*prost* Schön, wenn man so unkompliziert mit sowas sein kann.
In den vergangenen 13 Monaten
Den Stein ins Rollen brachte ein Besuch in einem Technikgeschäft, um eine Waage zu kaufen. Spaßeshalber stellte ich mich nach Jahren mal wieder drauf und sprang direkt wieder runter. Konnte das sein? Täuschten mich die Zahlen auf dem Display?
Meine Nachfrage bei einem unfähigen Mitarbeiter Serviceberater den ich gefunden angesprochen hatte, holte mich auf den Boden der Tatsachen zurück: ja, die Waage sei geeicht.
Gut, dachte ich bei mir, zieh doch mal den Mantel aus. Der wiegt sicher auch eine Menge. Ja, wog er. Ich aber auch.
Konnte es wirklich sein, dass das Aufhören mit dem Rauchen diese fatale Gewichtszunahme hervorgerufen hatte? Oder war doch die Ersatzbefriedigung in Form von Naschwerk jeder Art der Grund?
Was auch immer: da ich auf das Naschwerk nur bedingt verzichten und nicht wieder rauchen wollte, blieb mir als Alternative nur die Bewegung. Da ich nach dem Rauchentzug mit dem Laufen begonnen hatte (1 Minute Laufen, 5 Minuten nach Luft ringen. Dann irgendwann der erste Riesenerfolg, als ich 10 Minuten ohne Pause gelaufen bin) intensivierte ich diese Bewegung, war jedoch oft durch Rückenschmerzen gehandicapt. Ja, die Computerarbeit.
Also hieß die Devise: Muskeln aufbauen, Rücken stärken. Im September ging es dann los im Gesundheitsstudio.
Der Erfolg? Siehe oben. Mein Fazit? Sport ist jedes Mal eine Überwindung – aber das Wissen, kaum noch Schmerzen zu haben, naschen zu können und wieder in viele alten Sachen zu passen, lässt mich weitermachen…
Danke, für die Aufmerksamkeit.
Was mir so richtig den Tag verschönt?
Wenn mein Mann frühzeitig aus Klagenfurt zurück kommt und im Gepäck lauter leckere Dinge hat: saftigen Schinken, selbstgemachte Wurst in allen Variationen, Mozartkugeln, Waffeln und Nougat. Und obendrauf noch den guten Stroh-Rum (die Erwachsenenversion für 1a selfmade Rumkugeln nach österreichischem Rezept) und den besten Marillenschnaps, den ich kenne…
Nur das Wörthersee-Wasser für den hiesigen Klagenfurt-Fan hat nicht mehr geklappt. Macht nix, ist eh mit Schwanenpipi versetzt und für den heimischen Selbstweihritus absolut ungeeignet
Noch Fragen?
Ach ja: hier nochmal für alle der Wörthersee im Herbst – fotografiert von einer die auszog, romantisch am Wörthersee spazieren zu gehen und wiederkam als geerdete klitschnasse Realistin.
Wortteufel, Legionär der Legion des Dynamischen Diskords, ist nun Mitglied in der Planet Pluto Kabale.
Ok, was ich damit anfangen kann, weiß ich noch nicht. Aber ich denke darüber nach. Eine Ehre ist es auf alle Fälle. Glaube ich. Oder?
Im Waschsalon und hier wird man zur Zeit aufgefordert, die 50 besten Dinge seines Lebens aufzulisten. Die Idee finde ich schön. Und nach meiner Top-20-Liste gestern, ist das sicher nicht schlecht fürs Karma. Oder so.
1. Mein Freund und Partner | 2. meine Familie | 3. Hoffnung | 4. Gesundheit | 5. Extrem-Couching | 6. ein Glas Rotwein genießen | 7. Zeit haben zum Vertrödeln | 8. Buchseiten beim Umblättern rascheln hören | 9. Geliebt werden | 10. Lieben können | 11. Erdbeeren mit gerösteten Pinienkernen auf einer Picknickdecke naschen | 12. Sonnenstrahlen fangen | 13. Peter Gabriel live sehen/hören/fühlen | 14. nach Hause kommen | 15. das Meer sehen | 16. Tiere beobachten | 17. Flip-Flops im Sommer | 18. (Stern-)Schnuppen-Gucken | 19. im Wald spazieren gehen | 20. ein leckeres Essen | 21. ein Abend mit Freunden | 22. abends im Bett bekuschelt werden | 23. Blumenwiesen | 24. ein Lächeln geschenkt bekommen | 25. mein Lieblingslied hören | 26. vom Zwitschern der Vögel geweckt werden | 27. alte Geschichten von Zeitzeugen hören | 28. einen Menschen zum Lächeln bringen | 29. Würstchen | 30. das gute Gefühl nach einem langen Lauf oder Training | 31. Schmetterlinge im Bauch | 32. ins Museum gehen | 33. mit Kindern spielen | 34. im Sommerregen tanzen | 35. ein Kuss | 36. Erinnerungen an gemeinsame Urlaube | 37. Holz riechen | 38. rot lackierte Fußnägel | 39. Tanzen bis in die Morgenstunden | 40. Kuchen backen für Geburtstagskinder | 41. schöne Träume haben | 42. Kaffee mit Milch und Zucker am Morgen | 43. einen regnerischen Sonntagnachmittag mit einem Filmklassiker auf dem Sofa verbringen | 44. Bloggen | 45. rumalbern | 46. in der Sauna schwitzen | 47. Muscheln suchen | 48. Blätter in Büchern wiederfinden, die man als Kind dort gepresst hat | 49. alte Freunde wiederfinden (und gefunden werden – Grüße an Veronika in England!) | 50. das Gefühl, noch mehr Dinge aufschreiben zu können, die man liebt, gut findet und die hier noch gleichberechtigt stehen könnten…
Wurden die Aspirin mit zur neuen Agentur genommen? Wird BBH neue Kreative finden, die gute Musik hören? Werden wir wieder dabei sein? Wird Tibor seinen Herzschmerz überwinden oder sich in ein buddhistisches Kloster zurückziehen? Fragen über Fragen – wir warten auf Antwort!
Nach der Lektüre frage ich mich, wann die Maulkorbpflicht für Männer kommt.
Wonach richtet sich die dann? Dem Stockmaß, haha, des Mannes? Der Größe seiner Keiler? Oder sollte man kategorisch alle Männer in die Maulkorbpflicht nehmen? Wer ist zuständig für die Erziehung von Männern? Die Mutter, die Eltern, die Ehefrau?
Wird es dann bald einen “Männerführerschein” geben, der zur artgerechten Haltung eines Mannes im Haus berechtigt? Die Idee ist nicht die schlechteste, kommt aber wohl für die meisten Frauen zu spät. Für die meisten Männer leider auch.
Eine Stunde auf dem Sportradsattel merken merkt ungeübte zarte Hintern man durchaus auch noch Stunden später.
Nein, nicht meinen. Den meiner Ex-Kollegin, die eiiiigentlich gestern Termin hatte. Nun sitz ich hier und bin schon ganz aufgeregt, wann es denn soweit ist – und was es wird.
Vielleicht sogar ein Baby?
Die beiden haben das einzig richtige gemacht, was werdende Eltern tun können: niemandem erzählt, was es wird und vor allem mit niemandem über mögliche Namen gesprochen, die sie sich überlegt haben. Die Diskussionen im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis wollten sie sich ersparen.
Denn was könnte schlimmer sein, als die nölende Verwandtschaft, wenn man ihnen den Wunschnamen verrät und der so gar nicht dem Wünschen der Großtanten und Nichten entspricht. Oder man sich noch rechtfertigen muss für den Namen des eigenen Kindes. Grauenhaft.
Bei Nachwuchs und Hochzeit fühlen sich eh immer viel zu viele Unbeteiligte involviert. Jeder möchte nochmal ein paar gute Tipps und Ratschläge loswerden und die Pläne der Betroffenen kritisieren.
Daher: gut gemacht, ihr Zwei! Aber so langsam möcht ich doch mal das Ergebnis Eures Brutbauches sehen und mir mein eigenes Urteil darüber erlauben, was es denn nun ist – außer das größte Wunder.
… im Fitness-Studio kommt eine “ältere” Frau auf mich zu und beschwert sich, dass sie ihr Training nicht ihrem Plan entsprechend absolvieren könne, da ich es wagen würde, eine Stunde am Stück auf dem Laufband zu stehen.
Sage ich: gute Frau, Sie möchten also, dass ich meine Plan-Trainingseinheit unterbreche, damit Sie ihre Plan-Trainingseinheit nicht unterbrechen müssen?
Bitte nicht vom Beckenrand pinkeln…
Herzlich Willkommen zu meiner Top-20-Liste mit Dingen, die mir heute echt auf den Zeiger gehen:
1. Die Nachricht einer Freundin auf dem AB abhören, in der sie mich schon ganz neugierig auf die Neuigkeiten macht, sie dann aber nicht verrät – und wenn ich zurückrufe, ist dauernd besetzt! Leg auf!
2. Kein Auto zu haben, weil der andere damit unterwegs ist.
3. Aus der Dusche zu klettern und fünf Minuten später schon wieder schweissnass zu sein von der Schwüle.
4. Dass die “n”-Taste an meinem Laptop kaputt gegangen ist und nun das “n” nur noch aus dem Gummi”nupps” unter der Abdeckung besteht. Echt irritierend beim 10-Finger-System.
5. Im Fitness-Studio, in dem ich heute schon war, war es noch wärmer, als draußen.
6. Nicht mit in Klagenfurt sein zu können (Grüße an dieser Stelle an den Wörthersee).
7. Zu sehen, dass sich in meiner Klematis ein paar dicke Spinnen breit gemacht haben – und Arachnophobiker zu sein.
8. Nur Fertiggerichte im Haus zu haben und keine Lust zu Fuß einkaufen zu gehen.
9. Den Berg hoch zu unserem Wohngebiet mit dem Fahrrad zu fahren – und danach direkt wieder duschen zu können müssen.
10. Dass meine Aprikosen verschimmelt sind.
11. Schmeißfliegen.
12. Geschichten über Gülcan.
13. Kalten Kaffee und warmes Mineralwasser.
14. Dass ich die Freundin aus Punkt 1 immer noch nicht erreichen konnte. Verdammt: leg auf!
15. Keine Kekse im Haus zu haben und
16. die Schokolade im Kühlschrank lassen zu müssen, die sonst innerhalb von 10 Minuten wegfließen würde.
17. Auf einen Espresso in die Druckerei eingeladen zu werden, die 15 Kilometer entfernt und mit dem ÖPNV so gut wie nicht zu erreichen ist – siehe hierzu auch Punkt 2.
18. Keine Idee für das Layout für eine Klinikbroschüre zu haben.
19. In den Waschkeller zu müssen, um die Wäsche aufzuhängen.
20. Bloggen in der Gluthitze, die so das Hirn vernebelt, dass man um Regen fleht, um einigermaßen geradeaus gucken zu können.
Nachdem mir hier ein Stockstöckchen zugeworfen wurde, musste ich wohl fangen. In Ermangelung von Kinder, die mir eben diese Stöcke in natura bringen könnten und meiner seltenen Anwesenheit im heimischen Unterholz, hier also mein Stock:
Wer es errät, darf es aufheben und mitnehmen.
Beantworten Sie keine Fragen und werfen Sie den Stock weiter. Aber bitte Nachricht hinterlassen, wo es dann rumliegt.
Wenn ich mir die Suchliste anschaue, die mir täglich von meinem Anbieter vorgesetzt wird, bin ich doch immer bass erstaunt über die vielen schönen Dinge, die gesucht werden. Kurioses, Absurdes, Lustiges, Trauriges. Eine Auswahl, die alles zeigt, hier:
“gestank im Keller kopfschmerzen”
Komm da einfach mal raus, setz Dich an die frische Luft und nimm eine Kopfschmerztablette.
“fotos von männern mit kleinen pimmeln”
Gibt es hier nicht. Will ich auch nicht sehen.
“Beta sweet karotte saison”
Ich muss gestehen: ich verstand erst kein Wort. Nun habe ich gegoogelt, bin auf diesen Blog hier geleitet worden – und finde hier einfach nichts von Beta Sweet Karotten… Haha. Ging Dir ähnlich, oder? Und damit das nicht so bleibt: KLICK
“Klofrau”
Willst Du eine werden oder suchst Du eine? Bitte konkretisiere Deine Anfrage.
“Elefanten Pimmel”
Langes Ding. Und das Beste: er hat noch einen vorne. Nennt man Rüssel. Aber das Zeug, was da rauskommt, macht nicht schwanger, ehrlich. Irgendwie fühle ich mich wie Dr. Sommer für Elefantendamen. Verzeihung, Sie, sind Sie eine Elefantenkuh in der Pubertät? Ok, machen Sie sich keine Sorgen, das ist alles gaaaanz normal und gehört zu Ihrer Entwicklung dazu.
“Fernsehprogramm donnerstag”
Steht in der Programmzeitung. Aber mal unter uns: lohnt nicht zu gucken.
“pimmelchen streichen”
Viel Arbeit, wenn es der vom Elefanten ist.
Und nun der Dauerbrenner und den Suchbegriffen:
“Kackende Weiber”
Dazu fällt mir nichts mehr ein.
“+Klitschko +vip-lounge +essen”
Milchschnitte?
“exmänner + lustige geschichte”
Erzähl doch mal! Wenn Du aber unter lustig verstehst, wie Du ihn finanziell ausgenommen hast nach der Scheidung, ihm aus Hass den Umgang mit den Kindern verweigerst (und weil Du nicht ertragen kannst, dass eure Kinder beide lieben), über ihn Mist erzählst, um ihm zu schaden, etc., dann bleib wo Du bist und denk immer daran: es kommt alles zurück im Leben. Und jeder bekommt später das zurück, was er sich verdient hat. Ausgleichende Gerechtigkeit nennt man das.
“Sensemann”
Mein absoluter Liebling. Seit ich hier darüber berichtet habe, finden mich die Suchenden immer wieder. Leute, seid froh, dass Ihr ihn nicht seht! Oder habt Ihr vergessen, wofür er steht?
“bloeder nachbar”
Gibt es hier. Sagt unser Nachbar jedenfalls. Ich find meinen Mann ganz ok. Aber die Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden.
“Peter Gabriel Vorgruppe”
“Charlie Winston Mainz”
Die beiden Suchbegriffe erklären sich wohl gegenseitig. Bitte, Applaus, Applaus, Applaus!
Und mal wieder ein gerngelesener Begriff, den ich immer noch nicht wirklich nachvollziehen kann:
“Geleenasenfisch”
Suchst Du Rezepte? Bilder? Den Grund, warum er eine Geleenase hat? Löst sich Gelee nicht im Wasser auf? Ich bin echt verwirrt und bitte um Hinweise.
Ich glaube, die schlimmsten Spießer sind die Alt-68er.
Seit Mitte der 80er wohnen die nun in Reihenhäusern und haben die abgerundeten Türklinken gegen stylische, moderne und sündhaft teure eingetauscht. Sie tragen die Haare ordentlich und haben oft Chucks im Schuhschrank (”weil die so jugendlich dynamisch wirken). Sie rauchen meist und trinken Rotwein (nee, nicht den günstigen vom Aldi, lieber den teuren vom Weingut in der Toskana – auch wenn er nicht schmeckt).
Sie waschen regelmäßig ihr Auto und beschweren sich hinter den Gardinen, wenn Nachbars Katze auf ihren Rasen geschissen hat. Die Gartenmöbel sind aus importiertem Nobelholz und werden winters in der aufgeräumten Garage verstaut.
Viele sind Lehrer geworden und haben null Verständnis für die Moden und den Musikgeschmack der Jugend. Und versuchen natürlich, die Jugendlichen von den Vorzügen hausgemachter Gitarrenmusik zu überzeugen. Sie leben in dem Selbstverständnis, dass das, was sie gut fanden, das richtige war. Und alles, was folgte ist oberflächlicher, moderner Mist. Früher regten sie sich über ihre Eltern auf, wenn die so redeten, heute über ihre Kinder, wenn die das nicht einsehen wollen.
Ihre Plattensammlung wird zu besonderen Gelegenheiten rausgeholt und auf den Plattenspieler gelegt, dessen Anschaffungswert mal eben dem Bruttosozialprodukt eines “Dritte-Welt”-Landes entspricht.
Wenn sie die Gelegenheit haben, erzählen sie sich im Kreis der Gleichgesinnten von ihren wilden Parties und Kifferorgien, bei denen das Gras natürlich nicht so schlimm war, wie das heutige und auch nur der tieferen Seelenfindung diente – nicht dem stoned werden.
Manche sind Rechtsanwälte und klagen gern gegen ihre Nachbarn, weil die das Auto schief parken.
Abends streiten sie sich um das Fernsehprogramm und lesen immer seltener ein Buch. Warum auch. Es gibt ja arte. Das guckt man zwar selten, gibt es aber nicht zu. Eher versucht man nach außen den Eindruck zu vermitteln, man sei besonders gebildet und gehöre der Wissensoberschicht an. RTL, Sat1 und Pro Sieben wird natürlich nicht geguckt. Offiziell.
Die Kinder dürfen E-Bass lernen und nicht Blockflöte. Aber bitte nicht in der Mittagszeit.
Die Anziehsachen dieser Leute bestehen meist aus Marken der teureren Kategorie. Wenn jemand zerrissene Jeans trägt, so ist das kein politisches Statement mehr, sondern gewollt und hoch bezahlt. Dazu dann das Polohemd (frisch gebügelt). Oder kurze Shorts im Cargo-Stil zu den Segelschuhen.
Lebensmittel kauft man auf dem Markt – auch, wenn die dort die gleichen importierten Waren vom Großhändler geholt haben, wie der kleine Supermarkt um die Ecke. Und zahlen das doppelte. Haben aber das gute Gefühl, sich etwas Gutes getan zu haben.
Über die Nachbarn von gegenüber (falsche Straßenseite) redet man gern mal abfällig, schließlich sind es nur Arbeiter oder Einzelhandelskaufleute, Angestellte oder Arzthelfer. Keine Studierten. Diskussionen mit Menschen anderer “Schichten” werden gern beendet mit einem “Na, woher sollten SIE sowas auch wissen, sie haben ja nicht studiert.”
Kurz gesagt: sie sind so, wie ihre Eltern – und glauben immer noch, sie lebten wie die pubertierenden Studi-Revoluzzer von damals.
Schön.
Es hat mich ja in den Fingern gejuckt, als ich dieses Zettelchen in meinem Einkaufswagen sah. Im Hinterkopf die Erfolge, die manch einer mit seiner Einkaufszettelanalyse feiert, blickte ich dann verstohlen nach links und rechts, um dann in genau dem Moment zuzugreifen, als alle den Blick (gefühlt) in meine Richtung wandten.
Voller Vorfreude und Neugier, mit der Spannung eines Wortteufel an ihrem Geburtstag, entknüddelte ich dann langsam meine Beute:
… und war mit meinem Latein am Ende.
… Wortteufel.
In guter alter Tradition (”War ja klar, dass Dir sowas passiert. Macht nichts, Dich kennt hier niemand. Und die, die dich kennen, denken sich, ach, alles wie immer.”) gibt es in meinem Leben keinen Tag ohne Missgeschick.
Keine Wurst ohne Ketchup, kein Ketchup-Genuss ohne Fleck (siehe unten Mitte rechts) auf dem weißen Shirt:

An alle Hardcore-Peter-Gabriel-Fans: verkaufe an den Meistbietenden (Mindestgebot 70 Euro, damit ich mir noch eine neue PG-Karte holen kann) ein Spaghettiträger-Shirt mit echtem Ketchup-Fleck vom Ketchup des China-Grills auf dem Peter Gabriel-Konzert in Mainz in der Zitadelle
Los, Leute, wer ein echter Fan ist, wird doch wohl auf so ein Andenken nicht verzichten können, oder?
(in Großbuchstaben).
Anders kann ich meinen Eindruck vom Peter Gabriel-Konzert am gestrigen Abend in Mainz nicht beschreiben. WOW.
Entgegen der Meinung einiger anderer Fans, er habe kein Gänsehautfeeling bei alten Songs rübergebracht oder hätte “Mother of Violence” selbst singen sollen, bin ich von allem schwer begeistert.
Die Wartezeit konnten wir entspannt auf der Wiese sitzend bei Bratwurst und Apfelschorle totschlagen, die Vorgruppe “Charlie Winston” erinnerte an eine Mischung aus Rockabilly, Soul und Pop mit lustigen Elementen, wie Beatbox und Sirene dazu. Zwischendrin eine Portion karibische Klänge und die Menge war begeistert.
Etwas nervig waren die Leute, die kurz vor Beginn des Konzertes durch die sitzende Masse stolperten, um noch einen Platz ganz vorne zu bekommen – lustig auch, weil sich alles eh verschiebt, sobald die Masse dann aufsteht und sie wieder irgendwo in der Mitte landeten.
Trotzdem hatte das ganze einen angenehm entspannten Charakter durch die Wiesensitzer, die picknick-like selbst genau vor der Bühne ihre Frühlingsrollen, Steaks vom Grill und Würstchen verzehrten.
Das Konzert von Peter Gabriel war geprägt durch eine minimalistische Bühne mit Lichteffekten, die im Laufe des Konzertes immer intensiver wurden (Bilder gibt es auch unter dem oberen Link) und durch einen unaufgeregten Peter Gabriel, der alte Stücke zum Besten gab.
Hier die Setlist vom Konzert in der Zitadelle in Mainz:
1. The Rhythm Of The Heat
2. On The Air
3. Intruder
4. D.I.Y.
5. Blood Of Eden
6. I Don’t Remember
7. No Self-Control
8. Lovetown
9. Schnappschuß (Ein Familienfoto)
10. Steam
11. Mother Of Violence
12. Humdrum
13. Big Time
14. Not One Of Us
15. Lay Your Hands On Me
16. Digging In The Dirt
17. Solsbury Hill
18. Sledgehammer
19. In Your Eyes
Wer vielleicht etwas jünger ist als die meisten der anwesenden Konzertbesucher (wie zum Beispiel ich mit meinen 31 Jahren) und daher eher in der mittleren Schaffensphase von Peter Gabriel zum Fan geworden ist, zwar die alten Lieder kennt, jedoch mit ihnen keine persönlichen Erinnerungen verknüpft, konnte diese das erste Mal live hören und über diese Vielseitigkeit des Mannes staunen.
Die übrigen Konzertbesucher in der Altersklasse drüber (eher so wie mein Mann und älter) durften dann ihren experimentellen Experimentiertanz auf Patchworkdecken und in (Original-)Batikshirts aus den 70ern zu den Liedern ihrer längst vergangenen Partyzeit ausführen. Man hatte ein wenig den Eindruck, das sei das erste Mal seit 20 Jahren gewesen, dass sie mal wieder Spaß hatten…
Die Stimme von Peter Gabriel hat bei mir Gänsehaut pur ausgelöst – allein “Blood of Eden” war sensationell. Als Peter Gabriel seine Tochter als nächste Generation vorstellte und sie “Mother of Violence” sang, war die Gänsehaut nicht weniger, ist sie doch gesanglich großartig und hat diesem “Klassiker” wunderbar interpretiert.
Die Brüller waren natürlich “No Self-Control”, “Schnappschuss” (auf Deutsch), “Steam”, “Big Time”, “Digging in the Dirt”, “Solsbury Hill”, “Sledgehammer” und “In your Eyes” – nicht nur für mich, auch die Menge tobte.
Die deutschen Ansagen und Kommentare von Peter Gabriel waren nett und sorgten für den ein oder anderen Brüller und Zwischenruf – die er dann auch kommentierte und beantwortete.
Ein kleines Unglück gab es dann bei “Sledgehammer”, als der Gitarist David Rhodes beim gemeinsamen Tanz mit Peter Gabriel und Tony Levin stolperte und sich auf der Bühne lang machte. Hoffen wir für die Hamburger, dass er spielen kann
Ein paar Kommentare zum Gig von anderen Fans kann man auch hier lesen.
Gegen Ende haben wir uns dann immer mehr nach hinten verzogen, um dem größten Gedränge zu umgehen, und durften dafür dann die echten Alt-Fans beim Singen und Tanzen beobachten. Was definitiv den Anblick wert war. die Bilder werde ich mein Leben lang nicht mehr aus dem Kopf bekommen
Fazit: die Zitadelle ist ein echt genialer Open-Air-Ort, leider mit dem Limit 22 Uhr (wegen der Anwohner?), die Bühne war genial schlicht, Peter Gabriel war charismatisch und seine Lieder der Wahnsinn, in der Band waren die üblichen genialen Musiker, die Spaß am Spielen hatten und das Publikum ist entspannt mitgegangen. Wer eine große Bühnenshow erwartet hat, wurde enttäuscht, alle anderen mehr als belohnt. 70 Euronen sind ein sehr stolzer Preis für ein Konzert, aber ich wollte ihn einfach live sehen… Dafür war unsere Heimfahrt in 30 Minuten erledigt und wir hatten noch Zeit, einen starken Auftritt zu verarbeiten.
Lust auf Kunst?
Schön dabei auch der Hinweis auf die Akzeptanz der Münsteraner – und deren Wesensart…
Als Einstimmung auf den morgigen Abend höre ich mich grade durch ein paar von seinen Liedern. Himmel, bin ich aufgeregt.
“Don’t Give Up”
“Games Without Frontiers”
“Red Rain”
“Biko”
“Solsbury Hill”
“In Your Eyes”
“Schnappschuss” (”Family Snapshot”)
Wird er auf Deutsch singen? Wie wird die Bühne aussehen? Kommen die Klassiker? Singt seine Tochter wieder mit? Welche optischen und musikalischen Visionen wird er uns präsentieren? Nimm einer die Aufregung weg…
Als ich das grade gelesen habe, bin ich rückwärts vom Stuhl gefallen – und wundere mich nicht mehr, warum das ein oder andere Paket nie bei mir angekommen ist…
Hohlbroschen, Dumpfnudeln und Volleulen scheinen heute wieder mal das TV-Programm zu beherrschen. Da beneide ich ja Phrixus Coyote für ihre GEZ-Abstinenz. Und werde das wohl zum Anlass nehmen, ein bisschen weiter im aktuellen Krimi zu lesen… Aus aktuellem Anlass ersatzlos gestrichen.
… geht es auch nicht besser. Ist mir hier grade aufgefallen. Da halten sogar meine Blog-Sucher nicht mit.
Aber weil mir ja so selten jemand glaubt, was hier so gesucht/gefunden wird, hier der Beweis:
Als ob wir nicht schon genug Theater mit fensterlosen Kellern hätten, geben sich jeden Morgen und Mittag die Terror-Auto-Mütter an der Kreuzung nahe unseres Hauses die Ehre. Denn wir wohnen gegenüber einer Grundschule.
Nun begibt es sich, dass ungefähr 10 Meter von unserem Gartentor entfernt ein Fußgängerüberweg (inklusive Verkehrsverengung) ist, um den kleinen Würmchen den sicheren Überweg über die Zone-30-Straße zu gewährleisten.
Leider haben einige Kampfmütter immer noch nicht begriffen, warum man Fußgängerüberwege – besonders an Schulen – am besten frei lässt: um die Sicht der Würmchen und auf die Würmchen nicht zu versperren. Denn wie wir ja alle wissen, sind Kinder Anhänger des plötzlichen Auf-die-Straße-Laufens.
Wenn nun also alle Mütter (rote Autos) den Kreuzungsbereich zuparken, ist die freie Sicht der Autofahrer ebenso eingeschränkt, wie die Sicht der Kinder, die über die Straße möchten (schon vergessen, Mütter, Kinder sind klein und können nicht über Eure Geländeautos und Minivans rübergucken). Die grünen sind übrigens Autos, die “richtig” parken, also auf ausgewiesenen Parkplätzen und nicht im absoluten Halteverbot (was da übrigens überall gilt…). Ja, schön, wenn auch diese Mütter Verkehrsschilder lesen könnten.
Wenn nun noch die Mütter den Zebrastreifen, die Verkehrsverengung sowie alles drumrum zuparken, ist schnell mal ein Kind vor ein Auto gelaufen und der Autofahrer hat nicht eine Chance gehabt, das Kind rechtzeitig zu sehen.
Wenn diese Mütter nun auch noch lautstark kundtun, dass sie ihre Kinder von der Schule die 500 Meter nach Hause abholen müssen, weil “die Straßen so unsicher geworden sind”, dann bitte ich doch mal über den kausalen Zusammenhang zwischen Müttern in Autos und vermehrtem Straßenverkehr zur Mittagszeit an Schulen nachzudenken.
Oder rege an, das Abholen zu Fuß oder mit dem Rad in Erwägung zu ziehen. Das täte so einigen der Tröten auch figürlich ganz gut – von der Umwelt mal ganz zu schweigen.
Mein Wunsch? Eine elternlose Schule! Sofort. Den Kindern zuliebe.
Weiter so, Molemission!
Als ich hier erfahren habe, dass manche temporär ohne auskommen müssen, hat mich die Angst gepackt.
Bitte, bitte, lieber Apfelgott, lass mich nie ohne sein! Ich bin auch immer lieb.
Lieber Apfelgott im Rechnerhimmel,
geheiligt sei dein Motherboard.
Dein Apfel erstrahle auf immer,
auf meinem Rechner und allen anderen.
Führe mich stets in Versuchung
zu updaten meine Software.
Sorge immer für das tägliche “Ploong”
das du mir gibst nach dem Einschalten.
Apfel.
“Kackende bösewichte”
Nennt man auch Tauben. Irgendwer sagte mir neulich, die würden nur deshalb auf Autodächer und -hauben scheißen, weil sie denken, diese seien Wasserflächen. Und da angeblich Tauben sehr reinliche Viecher sein sollen, die ein Wasserklosett dem Plumsklo vorziehen… Keine Ahnung, ob das stimmt.
“wenn man Dinge ständig verliert”
… hat man ständig was zu suchen.
“swinger blog meinem mann”
Empfehlen möchtest du ihm Blog? Hat Blog er? Blogt dein Mann mit Swingern? Konkretisiere bitte deine Anfrage.
“wenn eine freundin an respekt mangelt”
.. dann hast Du konkret krasse Problem mit deine Homies!!! Weissu, Respekt ist echt krass wichtig in Beziehung. Sagt der Typ von Strafgericht auch immer, weissu!!!!
“Bester Kurzhaarschnitt”, “Kurzhaarschnitt 2007″, “Kurzhaar”
Immer wieder sage ich hierzu gern: MEINER!
Mein Mann wunderte sich grade laut über mein Leseverhalten, das sich mittlerweile auf das Internet über Laptop reduziert hat. Dafür aber von morgens bis abends.
Ok, früher las ich pro Woche zwei Bücher. Als Pause, beim Essen, im Bett. Da wohnte ich aber noch allein und konnte abends so lange das Licht brennen lassen, bis ich vom aufs Gesicht fallende Buch geweckt wurde wie ich wollte und die Lampe ausmachte.
Nun höre ich abends Hörbücher über Kopfhörer, um mein Alphatier nicht zu stören und verzichte gänzlich auf Bettlektüre in klassischer Printform. Dafür brauche ich aber Ausgleich. Und so lese und lese und lese ich das ganze Internet leer. Bis ich hier angekommen bin.
Kleinod.
Ochgottogottogott! Kleinod ist ein bedrohtes Wort. Ich bin zutiefst verletzt. Wer tut sowas? Ein Wort bedrohen? Muss das denn sein? Habt ihr keinen Anstand? Tut doch mal was gegen diese Gemeinheit. Ladet ein bedrohtes Wort zu euch nach Hause ein; auf einen Kaffee zum Beispiel. Vielleicht auch ein Stück Kuchen.
Und wenn ihr dabei seid: ladet blümerant gleich mit ein. Dessen Leib und Leben (?) wird ebenfalls bedroht.
Und, meine lieben Eltern: Dreikäsehoch! Ne, nicht die Füße in die Luft. Auch ein bedrohtes Wort. Ich fordere nun alle Eltern auf, ihre Dreikäsehochs mal mit diesem Wort zu würdigen und es so am Leben zu halten. Dammichnochmal.
Besonders traurig macht mich jedoch die Bedrohung der folgenden Wörter:
Schlüpfer
bauchpinseln
Augenstern
hold
Alles hier nachzulesen. Ich bin traurig.
Bin so müde, dass ich gar nicht weiterarbeiten möchte.
Sehe grade, dass ich dringend meinen Silber-Anhänger (siehe unten) putzen muss.
Tipps hierzu (Achtung, der Stein darf sich nicht lösen…) bitte an mich in den Kommentaren.
“schuhe mit roten Sohlen”
Gibt es hier. Und an diversen High Society-Füßen. Leider nicht für meinen Geldbeutel. Schaaaaatz….!
“Frau geht fremd”
Böse Sache, das. Kleiner Tipp: sprich mit ihr und versuch herauszufinden, was bei Euch schief gelaufen ist. Nehmt Euch einen Therapeuten und bekommt Eure Probleme in den Griff.
“hinsehen ohne zu bezahlen sex”
Fernsehporno. Ach nee, da hängt ja die GEZ wieder dran. Mist.
“opale schleifen filme”
Meinst du nun “opale Schleifenfilme” oder “Opale schleifen im Film” oder möchtest Du sogar Filme machen von Opalen in Schleifenform? Fragen über Fragen. Aber für alle, die meine Leidenschaft für Opale teilen:











