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Wenn bei einem Baby bei der U2 plötzlich rechtsseitig ein Kephalhämatom auftritt, dann ist das nicht schlimm. Erklärt aber einiges im Erwachsenenalter
PS: danke, Mama, dass Du mich regelmäßig zu den Us geschleppt hast und ich nun über 30 Jahre später sehen kann, wie unglaublich “unauffällig” ich mich entwickelt habe – abgesehen von Hämatomen, Knickfuß und dem Befund, den ich einfach nicht entziffern kann bei der U8…
Heute hatte ich eine etwas längere Strecke hinter einem LKW der Firma Schwälbchen zu überbrücken und kam dabei ins Grübeln, an was mich dieses “Schwälbchen” erinnert.
Erst ein paar Kilometer weiter (ich hasse Überholverbote, unübersichtliche Kurven und enge Gassen) kam mir die Erleuchtung: die Schwalbe ist ein Pinguin.
Finde ich. Irgendwie. Irgendwie kann ich nie abschalten.
Jetzt war ich gestern beim Frisör, hab die Haare soooo kurz, dass ich überlege ein neues Bewerbungsfoto machen zu lassen, da das andere irgendwie nicht mehr passt…
Es ist mal wieder die Zeit dafür: Suchbegriffe.
“Nase läuft zwei Stunden”
Vielleicht trainiert sie auch für den Marathon?
“Männer auf dem Damenklo”
Hässliche Sache, wenn die immer das Waschbecken mit dem Pissoir verwechseln.
“Frau im Damenklo”
Na, die ist jedenfalls schlauer, als der Typ obendrüber, oder?
“Sex”
Hab ich. Du scheinbar nicht (mehr).
“Wortteufel”
Ja, hier, ich! Das ist aber schön, dass es nun auch Suchende gibt, die wirklich zu meinem Blog wollen.
“Postsendung Abholschein”
Sach nich, die Email wurde nicht zugestellt! Och, so watt von Mist. Immer diese digitalen Postleute. Sowas von bürokratisch.
“ich ziehe die getragene Unterwäsche meiner Mutter an”
Bah, ich würde nicht mal die von mir getragene ein zweites Mal anziehen. Bah, bah, bah. Pfui.
“Bierstand”
Hätt ich jetzt auch gern einen im Wohnzimmer. Ehrlich.
“Scheidung: geschieden”
Ja, das ist die Konsequenz.
“First tauben”
Ich habe im Wörterbuch nachgeschlagen: tauben ist definitiv kein englisches Wort, womit es wohl weder first, noch second tauben gibt. Dann wird wohl der Dachfirst gemeint sein. Wenn dem so ist, präzisiere bitte deine Anfrage, ob Du auf dem Dachfirst Tauben siehst, hast oder sie von dort entfernen möchtest. Vorab: letzteres ist so gut wie unmöglich…
“Sex + Sonntag”
Nein, Samstag ist der Wasch-, Bade- und Geschlechtstag. Weißt Du das etwa nicht? Ts ts ts. O tempora, o mores.
“Vorbaukönigin”
Gut. Da muss ich wohl passen. Aber frag mal bei Architekten nach. Die haben sicher eine Idee… Mit ordentlich Holz vor der Hütt’n.
“Hunde helfen Kids”
Zum Beispiel lesen zu lernen. Oder was?
“omas heiser ritt”
Kein Wunder: versuch Du mal mit 80 und Gebiss stilvoll ein lautes Wort rauszubekommen, wenn Du ausreitest. Da leiden schon mal die Stimmbänder.
“weltmännertag 2007″
Den müsst ihr euch erst noch verdienen. Und wenn ihr das dann geschafft habt, dann dürft ihr ihn auch feiern. Den Weltmännertag. 2078.
“Katzenkonvent”
Nein, hier gibt es nur Katzenkontent.
“hula hoop fettzellen”
Find ich süß, seinen Speck Rettungs Bauch ring Love Handles so zu bezeichnen…
“lackschuhe füsse schwitzen geruch”
Super. Eine feine logische Kette hast Du da gebildet. Und nun zurück zur Wurzel allen Übels… Rrrichtig: Lackschuhe. Einfach weglassen und die Füße haben nicht mehr diesen penetranten Geruch.
“kind fällt oft runter tollpatschig”
Und? Aus mir ist trotzdem was geworden… Und zwar: Erwachsener fällt oft runter tollpatschig.
“Bienen Sex”
Blümchensex?
“Der Katalog der Prothesen des Beines ist”
Weg? Dumm gelaufen… Haha.
“Wandfarbton Kirsche”
Passt geschmacklich gut zu unserem Karamell. Lass uns einen Kuchen tapezieren, ok?
“Sprüche zur Treppenhausreinigung”
Putz, Du Sau.
“Frisuren zum Gesicht einsetzen”
Ja, gute Idee, wenn ich mir die Hackvisagen manchmal so ansehe. So ein Austauschgesicht zur neuen Frisur wär schon super.
“Riemchen abgeschnitten”
Hihi, ich hoffe nicht Deins.
Ok, sorry, ist mir so rausgerutscht.
“Frauen trauen sich haare abzuschneiden”
Ja, furchtbar, oder? Und als nächstes wagt sie es, die Hausarbeit zu verweigern und dich um Mithilfe zu bitten. Und wenn Du nicht aufpasst, will sie bald sogar alleine raus…
“Zu viele Cashewkerne sind ungesund”
Stimmt. Schön, dass wir drüber gesprochen haben.
“Darf man künstliche Fingernägel in der Waschmaschine säubern”
Nein, vom Hersteller dafür vorgesehen ist die Spülmaschine. Die hat ja auch unten die sogenannten Nagelkörbchen (leider von vielen Verbrauchern als Besteckhalterung missbraucht). Wichtig dabei ist jedoch während des Spülganges vor der Maschine den Fingernagel-Swing zu singen.
“Blechkuchen kinder”
Nein, die werden anders gemacht. Guck mal bei google unter Blümchen und Bienchen
“Dringend Toilette müssen”
Ja, kenn ich. So dringend, dass man nicht mal alle Wörter in die Suchmaschine eingeben kann. Ja, kenn ich. Und deshalb … ||||||||||| ||||| |||| || | wusch und weg.
Hab ich mich heute gefreut, als ein pensionierter Lehrer aus dem Dörfli hier (für den ich ein paar grafische Arbeiten ehrenamtlich gemacht habe) heute morgen vorbei kam, um uns zwei Tüten mit “frischem Obst, garantiert ungespritzt, Sie wissen doch, aus unserem Garten, wir haben ja so viel davon, das wird uns schlecht und da dachte ich, ihr jungen Leute mögt doch bestimmt Obst und weil ich euch so gern hab, dachte ich, ich bring mal was mit” zu schenken.
Hach, lieber Herr H., ich hab mich so riiiichtig gefreut. Und jetzt hab ich schon Bauchweh von den vielen Mirabellen
Herzlichen Dank.
Wenn Sie sich einmal dazu entschlossen haben, einen Telekom-Tarif zu wählen, dann machen Sie sich auf eine Menge Anrufe von Callcentern gefasst.
Die Telekom hat scheinbar nicht nur ein Callcenter mit der Kundenwerbung und Tarifbequatschung beauftragt, sondern ein paar mehr – so gefühlte 200.
Leider sind diese Callcenter (”Söörwiss-Edschents”, wie grade die nette Berlinerin, wa, die et dann ma juut sein lässt, wenn ma schon de Comfort Plus habn, wa?) untereinander nicht vernetzt und greifen auch nicht auf einen gemeinsamen aktualisierten Telekomkundendatenstamm zurück, sondern haben schööön jeder seine eigene Datenbank.
Das bedeutet, dass die neuen Tarifinformationen (z.B. dass man Comfort Plus hat) weder an ein Callcenter gehen, geschweige denn an alle… Und so klingelt regelmäßig das Telefon und ein weiteres Mal hat man eine nette Telefonstimme dran, die ihren Spruch runterleiert, um den neuen Tarif Comfort Plus an den Kunden zu bringen.
Und täglich grüßt das Murmeltier.. Nur die Stimme ändert sich.
Eine gute Art, mit sowas umzugehen. Bravo, Cottbus!
Ich könnte mir auch ein Szenario vorstellen, bei dem die Straßen gesäumt sind von Menschen, die schweigend und anklagend den Aufmarsch anblicken. Kein Wort an die verschwenden. Nur anklagen. Gespenstische Stille, Rassismus erdrückendes Schweigen.
Nicht der, der schreit, hat Recht.
Abby ist einfach die Beste:
Direktorin: Ich bin eigentlich gar nicht hier.
Abby: Wissen Sie eigentlich, wie lange ich schon darauf warte in eine andere Dimension zu wechseln?
Ich liebe diese Jamie-Oliver-Interpretation unserer heiligen Schwarzwälderkirschtorte. Eine liebe Freundin setzte uns vor einigen Wochen das Ergebnis eines Rezeptes von diesem englischen Hibbel-Kochs vor – und was soll ich sagen: es war soooo lecker, dass ich es heute direkt nachmachen musste.
Den Rest, der noch übrig ist, könnt ihr hier sehen:
Lecker.
PS: und psst, die Zubereitung dauert 10 Minuten und ist sooo einfach.
Immer wieder zu beobachten: Guten Geschmack und Stil kann man nicht kaufen. Oder: Proportional zum Bankkonto wächst scheinbar der schlechte Geschmack. Zu sehen bei Kleidung, Schmuck und Kriegsbemalung der High Society-”Damen” auf diversen Events.
Leider sind die Damen nicht der Meinung, dass sie stillos sind. Im Gegenteil. Ihr Motto: “Was teuer ist, ist gut” wird konsequent verteidigt und mantragleich jedem Reporter ins Mikro gesabbelt.
Warum bloß ist das so? Haben die einfach kein Geld mehr übrig für einen Stilberater oder Kosmetiker?
PS: Schwarze, aufgemalte (Block-)augenbrauen sind hässlich, hässlich, hässlich. Make-Up, das sich in den vergrößerten (weil durch permanente Sonneneinstrahlung zu Lederhaut mutierte Haut-) Poren festsetzt und mit Tonnen von Puder überkleistert wird, ist auch nicht schön.
Bäh.
Heute. Fünf Kilometer auf Zeit. Nur ich und die Uhr.
15 Minuten Warmlaufen. 35 Minuten für die fünf Kilometer. Jetzt ess ich Kuchen.
Das hab ich mir ja sowas von verdient.
Kachelmanns Wetter, Samstag 22 Uhr:
“Egal, wie kurz oder klein – Hauptsache, man bekommt überhaupt ein Hoch.”
Schön, Herr Kachelmann, wie schnell sowas ausgesprochen doppeldeutig sein kann…
Meine andere Hälfte verbringt Fernsehabende gern schlafend liegend auf der Couch. Ebenso gern, wie er auf der Couch wegknackt, wenn er nachmittags die Gelegenheit dazu hat.
Oft erinnert er mich an die “Klimperpuppen”, die ihre Augenlider schließen sobald man sie in die Waagerechte kippt. Ähnlich ist das bei ihm. Sobald sein Körper in einen Neigungswinkel von unter 45° gerät, klappen die Augenlider zu und er schläft ein.
Die Hände stecken dabei in den Hosentaschen (”damit die Arme nicht runterrutschen”) oder die Hände auf der Brust gefaltet. Auch diese Position der Hände lässt ihn schon schlummrig werden (Pawlowscher Reflex?).
Falls er irgendwann mal aufgebahrt in einem Bestattungsinstitut vor mir liegen sollte, werde ich vermutlich den Unterschied nicht sonderlich gravierend finden… Lediglich die “Couch” unter ihm wird mich irritieren…
Vor einigen Wochen erwähnte ich bereits meine Affinität zu Preisausschreiben. Heute nun werde ich die Konsequenzen erwähnen:
Zuerst mal habe ich bei einem Rätsel (sorry, keine Ahnung bei welchem bei den 457) Lipgloss, Lidschatten und Mascara von Revlon im Wert von knapp 40 Euro gewonnen.
Dann habe ich mein Los der Aktion Mensch gekündigt, weil ich das Gefühl habe, nach 12 Jahren mit Los, aber ohne Gewinn, vorerst genug finanziell Gutes getan zu haben. Immerhin waren das gut 1000 Euro, die ich sozusagen für gute Zwecke investiert habe.
Das wären dann 27 (!) oben genannte Revlon-Sets gewesen. Also ein Halblebensbedarf.
Liebes Universum (aufmerksame Leser – oder die, die dem obigen Link gefolgt sind – werden wissen, warum ich das nun tu),
bitte, bitte lass mich mal wieder gewinnen. Irgendwas, was mir wirklich Freude bereitet, mein Outfit aufpeppt oder dem Welt Hausfrieden dient. Einen Urlaub zum Beispiel. Schön wäre zwei Wochen auf den Malediven im 5 Sterne Hotel.
Danke, liebes Universum, für deine Aufmerksamkeit.
LiLo (für alle nicht boulevardisierten: Lindsay Lohan) muss – nach PaHi (Paris Hilton) – auch ins Gefängis. Gut.
Aber warum lassen die sie wieder raus? Verdammt.
Haialarm an Englands Küste. Die Engländer sind verängstigt.
Ich frage mich: Sind das die gleichen Inselbewohner, die im Frühjahr bei 14° in Mini und T-Shirt rumlaufen und die Geistererscheinungen auf Landsitzen hegen und pflegen? Hallo? Und ihr habt Angst vor einem Hai?
An eurer Stelle hätte ich mehr Angst davor, Camilla oder Charles im Hellen zu begegnen oder an einen schlechten Koch zu geraten.
Achtung. Satire. Also bitte, liebe Mütter und Väter, Gehwegverstopfer und Drogenschieber, nicht schimpfen – lachen.
Kennen Sie die Zeil in Frankfurt? Ja? Dann muss ich Ihnen ja nichts von den Horden von Tripplern erzählen, die mit mindestens vier Personen nebenher laufen müssen – im Trippelschritt, versteht sich.
Daneben wird dem schnelleren Geher der Weg durch Panflötenquäler und Handtaschendiebe versperrt, die sich ihr Stelldichein mit den Dealern und Punks geben. Natürlich genau neben dem Brezelmann.
Vor den Kaufhäusern (sogar vor Karstadt…) stehen sich unglaublich wichtig nehmende Security-Kerlchen mit durchschnittlich ebenso viel Haaren, wie Hirn. Jedenfalls könnte man den Eindruck gewinnen, wenn sie den Mund aufmachen, um irgendeinen “Verdächtigen” zu schikanieren. Die meisten tragen Glatze zur dunklen Sheriffuniform.
Hat man dann einen Laden betreten und sich an den Farbschnecken vorbeigequält (Sie wissen schon, diese stark parfümierten Frauen (?) mit Farbmaske, die sich wohl Gesicht schimpft, wenn man die Paste mal abkratzen würde, die einem elanlos ein “Pröbchen” unter die Nase halten), dann hat man die Wahl zwischen unglaublich engen Wuselgängen oder durch Kinderwagen blockierte Hauptgänge.
Ist Ihnen mal aufgefallen, dass Leute mit Kinder- oder Einkaufswagen sich immer genau in die Mitte der Gänge in Kaufhäusern oder Supermärkten stellen, um “zu beratschlagen, wo es denn nun hingeht” oder weil sie grade mal jemand bekanntes getroffen haben und ein Schwätzchen halten müssen. Sie stellen sich nicht an die Seite des Ganges, damit die anderen Leute noch vorbeikommen. Nein, sie stellen sich in 95% der Fälle genau mitten rein. An ein Vorbeikommen ist kaum zu denken. Und wenn man dann einen des Trupps, der sich um den Kinderwagen aufgebaut hat “um zu beratschlagen…”, auch nur ein klitzekleines bisschen berührt beim Vorbeischlängeln, kann man sich auf ein mittleres Donnerwetter a lá “passen sie doch auf, wo sie langlaufen” gefasst machen.
Meist meide ich die Zeil zu Haupteinkaufszeiten, allein schon, weil mir die Unfreundlichkeit überstrapazierter, unterbezahlter Einzelhandelskaufleute tierisch auf den Nerv geht, wenn sie acht Stunden an der Kasse das “Piep piep” des Scanners im Ohr hatten. Leider war das heute nicht möglich – ich benötigte Bewerbungsmappen, die es nicht überall gibt. Und das noch heute.
Ich bin kein Frankfurter Mädsche. Das merke ich immer wieder. Diese Klongesichter, die dort rumlaufen (sei es in Glitzeroberteilen, weißer Hose und Ballerinas oder tausendfach in grauen Anzügen wie die Typen bei Momo) sind nicht mein Fall. Ich deren wohl auch nicht. Diese Einkaufsmassen machen mich agressiv, die Arroganz des Geldadels entlockt mir nicht mal mehr – wie anfangs – ein müdes Lächeln. Nur noch den Wunsch nach Hause zu fahren.
Parkgebühren sind kaum zu bezahlen, wenn man nicht noch einen zweiten Job hat. Der ÖPNV von uns dahin und zurück kostet circa sieben Euro (pro Person).
Wobei mir grad der geniale Gedanke kommt, die Innenstadt Frankfurts für den Autoverkehr dicht zu machen und die Leute nur noch mit dem ÖPNV anreisen zu lassen. Dann kämen Familien nicht mehr mit Kind und Kegel hin – und die High Society auch nicht. Die fährt nämlich nur mit dem Maybach, nicht mit der S-Klasse der Bahn… Und ich hätte die Stadt für mich alleine ![]()
… wenn er heimlich bei The Music den Live-Mitschnitt des Peter Gabriel-Konzertes bestellt, bei dem man dabei war. Wie hier schon geschrieben war es sensationell. Jetzt gibt es was auf die Ohren und die Gänsehaut ist direkt wieder da.
DA IST SIE: Die CD zu Peter Gabriels Konzert in Mainz in der Zitadelle vom 17.6.07! Oh, bin ich uffgerescht.
Forscher haben herausgefunden, dass der Genuss von Cannabis das Psychose-Risiko bei den Konsumenten erhöht.
Gut. Wenn ich mir meine Mitmenschen ansehe, sind die entweder naturstoned oder Dauerkiffer. Anders kann ich mir viele psychotisch wirkende Verhaltensweisen nicht erklären.
Dazu gehören für mich auch die Verkaufsvertreter vor Ort, die gläubigen Hausfrauen Aufbewahrungsboxen, schlecht sitzende Dessous oder Kosmetika zweifelhafter Herkunft andrehen möchten.
Vielleicht sollte ich mich auch dem Rauchwerk widmen, um mal etwas entspannter damit umzugehen. Schließlich muss ich sicher auch mal auf so eine Homeshopping-Party bei Freunden, die danach sicher keine mehr sind.
Die schlimmsten kommen aus den USA. Und die kann man nicht mal auf den Mond schießen. Tolle Sache, das alles. Erst das Eifersuchtsdrama um die Astronautin Lisa Nowak, die sich scheinbar mit ihrer vermeintlichen Rivalin anlegen wollte. Dann noch die Nacktbilder von Fesselszenen, die bei ihr gefunden wurden.
Und jetzt: angeblich besoffene Astronauten. Der Ausspruch “Scotch me up, Beamy” bekommt eine tiefere Bedeutung, die man nicht mal in den Weiten des Universums vermutet hätte.
Und so geht er hin, der Stolz einer Raumfahrernation. Ertränkt in Liebeskummer und Hochprozentigem. Und das in Amerika, dem einzigen Ort, an dem man noch so richtig über Sünde erschrocken sein kann.
Wo liegt eigentlich die Promillegrenze für Weltraumfahrer?
Vor ein paar Tagen war ich ja beim Profi – damit er von mir Bilder macht. Bewerbungsfotos. Ja, ich gedenke mich auf ein, zwei Stellen zu bewerben, die mir äußerst interessant erscheinen. Endlich mal wieder ein geregeltes Einkommen. Und die Firma dann nebenher und nur noch für einige wenige und liebste Kunden, die ich gern weiter betreuen möchte.
Endlich mal wieder Urlaub ohne Reue, gesetzliche Krankenversicherung und Überstunden, die bezahlt werden oder abgefeiert werden können. Kein unternehmerisches Risiko mehr, aber genauso viel Verantwortung und Kundenkontakt.
Leider sind dafür angesprochene Fotos notwendig. Jedenfalls dann, wenn der potentielle Arbeitgeber diese ausdrücklich verlangt – ist halt keine Agentur, die auch kreative Bewerbungen via PDF akzeptiert, sondern eine ganz normale Firma mit Werbeabteilung.
Eigentlich sind die Bilder gar nicht schlecht. Ich habe aber irgendwie das Gefühl, ich sehe mir irgendwie so unähnlich. Wie kommt das bloß, dass man sich selbst immer völlig anders wahrnimmt oder sieht, als die Kamera, das Gegenüber und der Rest der Welt?
Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass ich dringend zum Frisör muss, wenn ich mir die Zotteln so ansehe… Wer sollte so einen Hippie schon einstellen wollen ![]()
Schön, wenn frau etwas hat, bei dem es mal nicht auf die in der Werbung angepriesenen Verschönerungsmittelchen angewiesen ist. Bei mir kommt ein angenehm entspanntes Gefühl auf, wenn ich Mascara-Werbung im TV sehe oder in anderen Blogs die Kämpfe meiner Geschlechtsgenossinnen um den perfekten Augenauftritt lese.
Wenn schon keine gepushten Lippen, keine gepimpten Brüste oder Hosenweite 28, dann wenigstens lange Wimpern mit Schwung – von Natur aus.
Hier die ungeschminkte Wahrheit. Ohne meine Freunde Revlon und Kanebo.
Und für Clara der Hinweis: 60%-Verlängerung? Ohne mich. Dann stieße ich ja gegen die Brillengläser…
Nachtrag: lange Wimpern sind übrigens auf Dauer äußerst lästig. Wer aus der Reihe tanzt, reizt gerne mal das Auge zu Tränen, manche kitzeln beim Wimpern-Klimpern fürchterlich, wer mal gradeaus geht und nicht den Weg nach oben nimmt, wischt die Brille von innen und der Frisör überlegt ernsthaft, ob er fürs Wimpernfärben den doppelten Preis nimmt.
Hinzu kommen die Spitznamen, die man von klein auf hat (Wimperntierchen, Luftverwirbler, Augen-Tausenfüßler, etc.) und die nervige Frage “sind die eeeecht? Boah.” Als Kind kürzte ich sie deshalb öfter mit der Schere, um wenigstens kurzzeitig meine Ruhe zu haben…
Bei jogmap bin ich heute auf folgenden Satz gestoßen:
“Dein Herz schlug 166.942 mal fürs Laufen!”
Danke, jogmap. Das motiviert.
Heute der “lockere” Lauf. 60 Minuten ganz entspannt – und vor allem: langsam.
Sind Läufer hier, die sich schon mal gezwungen haben, langsam zu laufen? Heute waren es bei mir 7,5 Kilometer in einer Stunde. Aber anders funktioniert das Training nicht. Lange Läufe, kurze schnelle Läufe, langsame Läufe.
Es tat weh. Gestern, heute. Die Beine sind schwer und träge. Die Couch sieht noch gemütlicher aus, als sonst. Gestern ein kurzer, schneller Lauf. Nur 5,5 Kilometer. Die aber bitte schneller, als sonst. Heute loszulaufen war eine Qual. Um uns abzulenken sind wir eine neue Strecke gelaufen. Jedenfalls den Großteil der Strecke.
Jetzt brennen die Beine, liegen hoch. Nach dem Lauf das obligatorische Kneipp-Treten unten im Kurpark hat nur kurz Linderung gebracht. Die Schwangere, die uns im Becken Gesellschaft leistete, um in ihren verwässerten Füßen die Lymphe anzuregen, hat es wohl mehr genossen. Ihre Seufzer und wohligen Laute sprachen jedenfalls Bände.
Das beste aber am Training sind die Tage morgen und übermorgen. Da ist Regeneration angesagt. Bedeutet: kein Lauf ![]()
Ich: “Ich bräuchte ein Lehrbuch für das Grafikprogramm Indesign aus der Adobe Creative Suite 3″
Buchhändler: “Jaa, das ist nicht so einfach.”
Ich: “.”
Buchhändler: “Da müsste ich mal nachsehen, ob es sowas gibt.”
Ich: “Sie haben Lehrmaterial für dieses Programm auf DVD da. Mir wäre aber eine gedruckte Version lieber.”
Buchhändler: “Aha.”
Ich: “Könnten Sie vielleicht mal nachschauen, ob es da schon Bücher gibt zu der neuen Version?”
Buchhändler: “Mmh. Ja. Ich glaub schon.”
Wir begeben uns zu seinem Info-Pult mit Computer.
Buchhändler: “Also. Was war das?”
Ich: “Indesign heißt das Programm. Ist von Adobe. Es gibt ein neues Programmbundle, das sich Creative Suite 3 nennt.”
Buchhändler: “Adobe.” Tippt. Return.
Buchhändler: “Uih. Da gibt es aber viel von. Ich probier es mal mit dem Programmnamen. Wir war der noch?”
Ich: “Indesign.”
Buchhändler: “I-N-D-I-S-I-G-N. Hat das was mit Indianern zu tun?”
Ich: “Häh? Nein. Ein Grafikprogramm.”
Buchhändler: “Für indianische Symbole?”
Ich: “Nein. Indesign. I-N-D-E-S-I-G-N.”
Buchhändler, tippend: “Da hab ich was.”
Scrollt durch die Ergebnisse. “Nein, da hab ich nichts.”
Ich: “Aber da sind doch einige Ergebnisse.”
Buchhändler: “Nein.”
Ich, sprachlos: “.”
Buchhändler: “Da gibt es eins, das kommt im Oktober. Das könnte ich ihnen bestellen.”
Ich: “Nein, danke. Ich bräuchte jetzt ein Lehrbuch.”
Buchhändler: “Das ist sogar auf Englisch.”
Ich überlege ernsthaft, ob ich bei der Versteckten Kamera bin oder über Nacht einen Inselaffen-Akzent bekommen haben könnte.
Buchhändler: “Dann könnten sie noch im Internet gucken. Da gibt es manchmal sowas.”
Gut. Danke. Ich werde nun das Internet durchforsten und mit der ISBN dann in einen anderen Buchladen zum Bestellen gehen.
Der Gedanke heute laufen zu müssen (45 Minuten im Wald, inklusive aller Steigungen) lässt meine Beine schon jetzt schlapp werden.
Wie soll ich das bloß schaffen.
Meine sind angekommen – und ein Grundgesetz schicke ich morgen an Herrn Schäuble beim Ministerium des Innern. Mit Widmung. Um ihm zu sagen, wie wichtig mir dieses Dokument und das Vertrauen in seine Unantastbarkeit und Gültigkeit ist.
Und damit Herr Schäuble auch weiß, welche Passagen mir besonders wichtig sind ihm mitzuteilen, habe ich die zur Zeit so heiß diskutierten mal angestrichen. Hier ein Beispiel.
Und hier kann der gewillte Leser nachschauen, wie die ganze Aktion vorwärts geht.
… macht es, durch den strömenden Regen zu joggen und dabei das zu hören:
Nicht so schön ist der Muskelkater einen Tag später. Dafür ist heute nur der Kurzlauf mit 15/25/15 Minuten dran (Warmlaufen/Gas geben/Lockern)…
Eins der schönsten (und wie ich finde lustigsten…) Erwachsenen-Elfen-Bücher, die ich kenne, ist “Mein geheimes Elfen-Album” von Terry Jones.
“Jeder kennt wohl die berühmte Fotografie mit dem kleinen, von Elfen umringten Mädchen; sie wurde erstmals 1907 veröffentlicht und sorgte für großes Aufsehen. Skeptiker taten sie als Schwindel ab; viele andere dagegen begrüßten sie als endgültigen, unwiderlegbaren Beweis für die Existenz von Elfen. Kein Geringerer als Sir Arthur Conan Doyle war von ihrer Authentizität restlos überzeugt. Von dem jungen Mädchen auf dem Foto war bis vor kurzem noch erstaunlich wenig bekannt. Man wußte, daß sie Angelica Cottington hieß und ein zurückgezogenes Leben führte. Hier nun hält der Leser das Faksimile eines der faszinierendsten, sensationellsten und epochalsten Bücher aller Zeiten in Händen – ›Lady Cottingtons geheimes Elfen-Album‹. Hier endlich wird – in allen grafischen Details – erklärt, wie es zu jenem ersten Foto kam. Mehr noch, dies ist eine glaubwürdige Dokumentation der vielen weiteren Elfen, die Lady Cottington in ihrer Kindheit und Jugend erschienen. Dieses Buch liefert nicht mehr und nicht weniger als einen physischen Beleg für die Existenz von Elfen. Ein einzigartiges, bemerkenswertes Buch – vielleicht das außergewöhnlichste, mit dessen Herausgabe ich bisher betraut war.” Aus dem Vorwort von Terry Jones
Terry Jones dürfte Monty Python Fans ein Begriff sein. Die Art des Humors sollte auf jeden Fall im Hinterkopf behalten werden bei der Betrachtung dieses zeichnerischen Kunstwerkes, denn geklatschte Elfen (so sexy und lustig sie auch aussehen mögen) sind wohl nicht jedermanns Sache.
Wer das Buch erstehen möchte, sollte auf diese gebundene Variante (auch auf Deutsch erhältlich) zurückgreifen. Der Einband ist einfach schöner, als bei dem.
Da bekommt man fast Lust, Elfen fangen zu gehen…
Ein Stöckchen, ein Stöckchen. Mit absolut verwirrendem Inhalt. Nun hier also meine drei Dinge, die mich verwirren.
1. Verwirrung
Neulich öffneten wir nichts ahnend unseren Briefkasten, als uns ein normaler weißer Umschlag entgegen kam. Fest verschlossen, nicht beschriftet. Neugierig, wie wir sind (es könnte ja die angeforderte Millionen eines edlen Spenders sein, der uns einen Verrechnungsscheck eingeworfen hat), öffneten wir den Umschlag und spähten hinein. Innen: ein Haufen Papierschnipsel. Dazu ein Zettel. Handbeschrieben: Kommt Ihnen das bekannt vor? Viele Grüße von der Poncho-Frau. Die Begebenheit ist schon einige Zeit her, ruft jedoch bei uns gelegentlich immer noch Irritation und Fragen hervor…
2. Verwirrung
Sehr verwirren mich die Durchsagen in Kaufhäusern und Supermärken. “18 bitte 23″ oder “3-4-1 bitte 2-8-4″. Diese Durchsagen haben scheinbar keinen direkten Einfluss auf das Personal, denn niemand steht auf, verlässt seinen Arbeitsplatz oder greift zum Telefon. Meist hört man eine ganze Zeit lang nichts, dann kommen einige dieser Durchsagen nacheinander. Ich tippe auf geheime Botschaften an die Kundschaft. Vielleicht kaufen wir wegen der Durchsagen oft mehr, als auf dem Einkaufszettel steht…
3. Verwirrung
Kosmetische und pflegende Produktsortimente in Drogerien und Supermärkten verwirren mich zutiefst. Ich stehe dann vor den Regalen wie der Hase vor der Schlange und weiß weder vor, noch zurück. Die Vielzahl der Tübchen, Tigel und Döschen macht mich schier wahnsinnig und fordert mir eine enorm hohe Konzentration ab, um das zu finden, was ich suche.
So. Da ich mir nicht sicher bin, wer noch Lust hat zu Stöckeln, lasse ich es hier mal liegen und freu mich über jeden, der es an sich nimmt – gern auch mit kurzem Hinweis, wo es dann so rumliegt.
… sind wohl die wirkungsvollsten Erziehungsmethoden. Bedeutet, dass man durch Lob und Kritik einen Menschen stärken und weiterbringen kann. Lob und Kritik stehen gleichberechtigt nebeneinander. Das Zuckerbrot an erster Stelle.
Wie schnell sind wir mit Kritik zur Stelle, um unser Gegenüber auf seine Unstimmigkeiten hinzuweisen, sein Werk und sein Sein zu hinterfragen. Leider sind wir nicht so schnell beim Loben. Ein Lob scheint den meisten schwerer über die Lippen zu gehen, als die Kritik.
Dabei kann man durch bewusste Stärkung und ehrliches Loben, wenn etwas gut war, so viel mehr bewirken. Auch, wenn man etwas zu kritisieren hat, ist das für das Gegenüber besser anzunehmen, wenn das Positive vorher benannt wurde.
Mancher sagt, wenn was nicht stimmen würde, würde er es schon sagen. Wenn er nichts sagt, ist alles in Ordnung. Warum aber sagt man nicht mal was, wenn alles in Ordnung ist? Und macht einem anderen damit eine Freude.
Mich macht diese Art des Miteinander sehr nachdenklich.
… gibt es hier nicht. Denn, lieber Potter-Fan im Vollrausch des x-ten Bandes: Noch kein Potterbuch wurde von mir gelesen, keine kleine Zauberer-Geschichte von mir mit Spannung erwartet oder gekauft.
Der werten Autorin hingegen gebührt mein Respekt. Aus einer Kinderbuchserie über einen Superstreber eine Erfolgsstory zu machen inklusive Fortsetzungen und Verfilmung: grandios! Die Marketingleistung war phantastisch und für 1% der Umsätze würde ich … mmh, vielleicht sogar Handstand machen.
So. Mehr Potter wird es hier nicht geben.
Typisch Spielverderber: Wenn sie Kinder haben, möchten sie möglichst nah am Geschehen wohnen, kurze Wege zum Sportplatz und zur Schule haben und fordern vehement Toleranz für ihren Nachwuchs.
Dann ist der Nachwuchs aus dem Haus, sie haben Zeit – und werden aus Langeweile bösartig.
Das endet dann meist in Prozessmarathons gegen Fussballvereine oder Dauerklagen wegen öffentlichen Veranstaltungen. Sportplätze dürfen dann mitunter nur noch von maximal 15 Spielern gleichzeitig genutzt werden, Fussbälle nur zwischen 15 und 17 Uhr benutzt und Jubel bei Spielen der Heimmannschaft nur von 40% der Besucher ausgeführt werden.
Bei Veranstaltungen, z.B. Straßenfeste oder Open Air Konzerte, rufen diese Menschen meist um zwei Minuten nach 22 Uhr die Polizei, um den barbarischen Klängen und der Lust und Laune der Besucher den finalen Rettungsschuss zu geben. Geht ja auch nicht. Schließlich muss Ruhe herrschen im Ort.
Gern wollen sie bewirken, dass auch die seltenen Großveranstaltungen in der weiteren Umgebung ihres Wohnhauses abgesagt werden und drohen mit Klagen gegen Veranstalter und Stadt.
Aber wehe, wenn der 70. Geburtstag gefeiert werden soll und sich die Nachbarschaft des Spaßtyrannen die Gunst der Stunde nutzt, um dem alten Sack und seinem gehässigen Zickenweib mal einen reinzuwürgen: Einfach, in dem man ihn mit Nichtachtung straft und sich nicht mal über die Marschmusik aus dem Keller beschwert. Das verunsichert ihn so sehr, dass er vielleicht einen Monat lang nicht mal die Schulkinder auf ihrem Weg am Haus vorbei mit Hundegebäll aus versteckten Lautsprechern erschreckt…
Liebe lebensgelangweilten Superspaßbremsen: gucken sie doch mal zu beim Spielen, statt sich über die Lautsprecherdurchsage zu beschweren, sponsern sie doch mal ein paar Trikots ud Bälle, statt die versehentlich über den Zaun gekickten zu zerstechen oder setzen sie sich beim Straßenfest mal zu den Nachbarn und geben eine Runde aus, bevor sie mit ihrer Frau zur Bandmusik eine heiße Sohle aufs Parkett legen. Da entspannt – und nachher im Bett läuft sicher auch mal wieder nach 20 Jahren was …
Grade gehört, was viele Urlauber auf Mallorca so für eine Musik hören, wenn sie auf die Piste gehen. Zehn nichtbekleidete Haarstylistinnen gehört da zu den klassischen Vertretern dieses für mich inakzeptablen Hörhorrors.
Positiv gestimmt hat mich, dass scheinbar die feier- und saufwütigen Urlauber in die Discos und Clubs gesperrt gesteckt werden zum Feiern und Singen und somit die Strände wieder sicherer werden.
Bei der Trendentwicklung kann ich vielleicht dann auch mal so in acht Jahren nach Mallorca fahren, um mir die Insel anzugucken – ohne Angst vor bleibenden Schäden durch Hörattentate.
Sie: Gleich kommt Fussball. Willst Du das sehen?
Er: Ja.
Sie: Ok.
Er: Möchtest Du lieber was anderes sehen?
Sie: Ja.
Er: Pech gehabt.
Sie: Warum fragst Du dann überhaupt?
Er: Na, wir leben doch in einer demokratischen Diktatur. Wir diskutieren über alles, aber ich entscheide, wenns um Fussball geht.
Ja, nee, is klar. Und dafür schläfst Du heute auf der Couch. Direkt beim Fernseher.
Morgens, halb 8 in Deutschland. Wortteufel erwacht. Jedenfalls scheint es so: ihre Augen sind halbwegs geöffnet.
Sie weiß, dass es gleich los geht. Ihre bessere Hälfte hat den 100-Minuten-Lauf für heute morgen angekündigt. Eigentlich ist es sein Lauf, nicht ihrer. Aber wer den Halbmarathon schaffen will, darf dem Schweinehund nicht gehorchen.
Das Bett ist so gemütlich und die Sonne scheint durch die Ritzen der Jalousie, funkelnde Sonnenfetzen tanzen über die Wände. Die Kühle der Nacht ist noch nicht der Hitze des Tages gewichen und das schlummrige Gefühl übermannt die Wortteufelin erneut.
Ein paar Seiten lesen muss die Müdigkeit vertreiben. Kaffee ist tabu vor dem Lauf. Das Buch ist spannend, aber nicht so wie der Traum, der immer noch nach ihr ruft. Zum Glück kommt die bessere Hälfte rein. Er ist natürlich schon seit einer halben Stunde wach (senile Bettflucht) und entsprechend frisch.
Sein Angebot, doch wieder die Augen zuzumachen, wenn sie so müde sei, klingt viel zu verlockend. Der Kampf gegen die Verlockung lässt die Wortteufelin mutig werden und verkünden: Nein, kein Schlaf mehr. Ich will doch mitlaufen.
Die erste Schritte merkt sie kaum, dafür ist das Lummerland noch zu präsent. Die Schritte ab der fünften Minute tun weh. Das ist die Phase, in der die Wortteufelin merkt, dass sie sich tatsächlich schon im gemäßigtem Dauerlauf befindet, der Körper aber noch nicht laufen will. Ihre bessere Hälfte kann sich ein “Du bist ja süß, Du schläfst ja noch beim Laufen” nicht verkneifen.
Ab der zehnten Minute schmerzt das Schienbein, der Schnürsenkel muss etwas gelockert werden. Wenigstens weckt der Schmerz den Geist auf und bittet ihn ziemlich unhöflich, doch endlich mal ein bisschen Motivation in die Muskeln zu schicken.
Nach einer Viertelstunde lockerem Laufen wird der Schritt regelmäßiger, das Tempo etwas schneller. Nicht viel schneller. Kräfte müssen eingeteilt werden, der letzte Lauf ist fast eine Woche her. Laut Trainingsplan soll das so. Am letzten Wochenende die 100 Minuten in drei Läufen an drei Tagen hintereinander. Dann heute die 100 Minuten durch. Morgen Ruhepause. Montag dann 45 Minuten, Dienstag 25 Minuten, Mittwoch 45 Minuten. Samstag dann 5 Kilometer im höchstmöglichen Tempo.
Das Nachdenken über den Trainingsplan lenkt vom Laufen ab. Weiterlaufen. Den Trott finden, die Atmung verhaspelt sich noch ein bisschen. Noch denkt Wortteufel viel zu viel über die Atmung nach. Die Angst vor dem Seitenstechen ist groß: Vor drei Läufen haben die Stiche sie zur Aufgabe gezwungen nach fünf Kilometern. Entspanntes Atmen war nicht mehr möglich. Übelkeit machte sich breit.
Heute nicht. Kurze Gehpause. Schnelles Gehen, um Trinken zu können. Laut Galloway sind Gehpausen das A und O. Gehen, auch wenn man fit ist, auch, wenn man Laufen möchte. Eine Minute Gehen. Weiterlaufen. Die Muskeln sind durch die andere Bewegung gelockert und der Lauf geht plötzlich besser.
Die ersten 40 Minuten sind plötzlich vorbei. Noch zehn Minuten bis zur Umkehr. Sie sind weitergekommen, als die letzten Male. Eine zweite Gehpause von einer Minute zum Trinken. Weiterlaufen. Der Lauf geht immer leichter. Die Luft im Schatten der Bäume hat sich noch ein wenig der Frische der Nacht behalten können, die stehende Wärme, die sich langsam breit macht, ist ein Vorbote des heißen Tages, der kommen wird. Es wird langsam schwüler durch die Feuchtigkeit, die vom Fluss hochkommt. Der Fluss, an dessen Verlauf die Strecke entlang führt. Mitten durch Felder und Wiesen. Renaturiertes Uferland mit wilden Kräutern und hohem Gras.
Umkehren nach 50 Minuten. Mit Erstaunen stellt die Wortteufelin fest, dass sie die halbe Strecke innerhalb der Wunsch-Zeit geschafft hat – eine Premiere. Das entspannt und beflügelt sie gleichzeitig.
Eine Feldmaus kommt über den Weg gelaufen. Wahrscheinlich haben die Rinder auf der Weide sie erschreckt. Oder der Greifvogel, der über ihnen kreist. Einen halben Kilometer weiter traben die ersten Dressurreiter vom Pferdehof über den “Truppenübungsplatz”. Eine Domina im Schatten des Baumes schreit Kommandos zu Pferd und Reiterin, die in der Sonne ihre Dressurrunden drehen. Schade, dass sie so laut ist. Die Vögel werden lauter angesichts dieser Ruhestörung, um gegen die Domina anzukommen.
Die beiden Läufer sind bald an ihnen vorbei. Die Wortteufelin wird kurz von einem Hund begleitet, der freudig mitläuft. Sein Herrchen überholt sie aber bald auf dem Fahrrad und der Hund freut sich über das schnellere Tempo oder sein Herrchen. Oder beides.
Ab und zu kommen ihnen andere Läufer entgegen. Einige kennt man vom Sehen: Der langhaarige Surfertyp in schwarz zum Beispiel, der nie grüßt und wohl ein echter Lauffreak ist. Zwei oder drei Läufer ohne Funktionsbekleidung, denen das Arschwasser vom Schwitzen schon unten aus der Hose rausläuft. Der Stoff ihrer Hosen saugt sich voll mit Schweiß, ohne ihn abzugeben. Wie unangenehm das sein muss. Die Wortteufelin und ihre bessere Hälfte lobpreisen ihre Laufsachen.
80 Minuten. Die Wortteufelin hat den Eindruck, dass ihre sonstige Hausstrecke, die sie auf dem Rückweg ein Stück laufen müssen, nur ein kleiner Klacks auf dem Rückweg ist in Anbetracht der Strecke, die sie zurück gelegt hat.
Die Gespräche zwischen den beiden Läufern werden weniger. Viel weniger. Wortteufelins bessere Hälfte spricht es aus: Seine Beine sind ein wenig schwer. Kurze Gehpause von einer Minute einlegen, trinken. Der Puls geht fünfzehn Schläge nach unten. Innerhalb einiger Sekunden. Trainingseffekt.
Weiterlaufen. Entspannter. “Du hast den Stallgeruch in der Nase,” sagt die bessere Hälfte. “Du wirst schneller.” “Nein, Du wirst langsamer.” Stimmt nicht. Die Wortteufelin wird schneller. Die letzten zwanzig Minuten des Rückwegs sind geprägt von Ungeduld. Und der sich langsam einstellenden Zufriedenheit, sich heute morgen doch aus dem gemütlichen Bett gequält zu haben und was getan zu haben.
Jedes Mal der gleiche Kampf. Vor dem Lauf die Unlust. Nach dem Lauf die Lust. Wirkliche Euphorie hat die Wortteufelin noch nie gespürt. Dafür ist das Laufen für sie eine zu große Anstrengung. Sie läuft noch nicht so lange. Vor drei Jahren hörte sie mit dem Rauchen auf. Von mehr als einer (großen) Packung auf Null in zwei Stunde Hypnose. Vorher bedeutete Laufen für sie 600-Meter-Bundesjugendspielhorror und Raucherhusten beim Warmlaufen beim Berufsschulsport. Die Hölle.
Hätte ihr damals jemand gesagt, sie würde aufhören zu rauchen und mit dem Laufen beginnen, sie hätte gelacht. Laut gelacht. Und eine Kippe angezündet. Seltsamerweise wog sie damals acht Kilo weniger. Aber ihre Gesundheit war kurz vor dem Aus. Burnout vom Agenturalltag, körperliches Aus vom ungesunden Leben mit unregelmäßigem Essen (und wenn, dann Pizza vom Lieferservice, chinesich zum Mitnehmen oder Döner zwischendurch) und langen Wochenend-Treffen in Stammlokalitäten mit genügend Alkohol.
90 Minuten. Tempo drosseln. Lockeres Auslaufen. Entspannen. Der Nacken ist verspannt vom Wasserflasche tragen. Nächstes Mal mit Trinkgurt. Auch, wenn es echt blöd aussieht. Aber ein Lauf über einer Stunde bei Wärme ohne Getränk ist noch blöder.
Zivilisation. Die ersten Heimwerker und Hobbygärtner, die ihren Abfall zum Wertstoffhof bringen wollen, kreuzen unseren Weg. Wir auf dem Laufpfad, sie auf der Straße. Eine Eidechse liegt grün und tot auf dem Weg. Überfahren und nun Futter für unzählige summende Tiere, die sich an ihr laben. Eine Feldmaus, auch tot, knapp daneben. Aber schon ausgefuttert und vertrocknet. Frösche quaken, vom Tennisplatz das fast regelmäßige “Klock” vom Ball auf den Tartanbelag und die Schlägerbespannung.
Freibad. Die ersten Familienkutschen parken vor dem Eingang, die ersten erfrischten Senioren kommen schon raus, um dem Kinderansturm Platz zu machen. Der Kurpark kommt in Sicht. Die bessere Hälfte beschleunigt, ruft: “Lauf Du langsam.” Wortteufel stutzt kurz, ist aber zu müde, um ehrgeizig hinterher zu sprinten. Die bessere Hälfte passiert die Brücke, bleibt stehen, ruft: “Und da kommt sie, wird sie es in der angestrebten Zeit von 100 Minuten schaffen? Ja, ja, sie schafft es und – Wortteufelin läuft ins Ziel ein!”
Lächeln geht noch. Locker sogar… Stolz kommt in ihr auf, die Strecke in der entsprechenden Zeit geschafft zu haben. Das erste Mal. Sie gehen nebeneinander her, halten am Kneippbecken. Schuhe aus, Socken aus. Pflaster ab. Rein ins eiskalte Wasser. Die Sonne wirft tanzende Lichtpunkte durch die Blätter der großen, alten Bäume im Kurpark. Das Wasser glitzert und sieht aus wie tausend Diamanten. Erfrischende Diamanten. Die Beine werden eiskalt. Vögel rufen aus den Bäumen runter. Ein Hund bellt.
Zwei Stunden am Samstagmorgen sind um. Das Frühstück wartet.
Bei einem Franzosen wurde durch Zufall entdeckt, dass er lediglich über 10% der normalen Gehirnmasse verfügt. Dies sei vorher nicht weiter aufgefallen, der Mann führt ein völlig normales Leben.
(…) Der Mann (…) arbeitet als Verwaltungsbeamter.
Sehr lustig. Fand mein Mann auch. Trotz seines Jobs als Verwaltungsbeamter. Oder hat er es vielleicht gar nicht verstanden, worum es geht?
Oh, war ich verliebt in Captain Future…
Habe mich mal wieder köstlich amüsiert. Danke, an P. für den schönen Tipp.
Paul und Heather streiten ums Geld. Er bietet 20 Millionen Pfund, sie will 50 Millionen haben.
Mir persönlich würde dicke eine langen. Wenn da draußen also einer eine übrig hätte …?
Na, wer gestern überrascht war, dass die Tour-de-France-Teilnehmer dopen, der gehört eigentlich in den Sat 1-Nachrichten angeprangert. Ach, die gibt es ja nicht mehr…
Macht nichts, dafür wissen wir jetzt alle, warum vielleicht die Nachrichten gehen mussten: Sat 1 brauchte den Sendeplatz für die rollende Apotheke. Ab sofort gibt es die Tour auf dem Privatsender – und damit für mich ein weiterer Grund, Sat 1 tagsüber garantiert nicht mehr einzuschalten. Und die Öffentlich-Rechtlichen haben mir durch ihre Nachrichten und die gestrige Übertragungsboykott-Entscheidung wirklich einen Grund geliefert, mal wieder bei denen einzuschalten.
Jetzt müssten nur noch die “Alle klatschen degeneriert zu grottenschlechter Musik vom Band”- Volksmusik-Sendungen abgewürgt werden und Programm für Menschen mit Geschmack anderem Musikstil und anderen Interessen gemacht werden.
Ach, Mist, da gibt es ja noch die Lustige-Musikanten-Fraktion, die meinen ein verbrieftes Recht auf Schunkelschmu zu haben und nun laut Onlinenachrichten auf Spiegel.de klagen wollen.
Vielleicht sollten Sat 1 die Nachrichten von denen machen lassen. Dann hätten die was zu tun, Sat 1 erschlösse sich eine weitere Zielgruppe und könnte den Tour-de-France-Sendeplatz nach dem Radrennen mit Volksmusik füllen. Mich störts nicht, ich guck ja kein Sat 1.
Eigentlich müssten doch Geld für gute Sendungen da sein, wenn die teure Tour-Übertragung wegfällt. Und die Telekom-Werbesendung Bundesliga ist ja auch noch nicht. Und wenn ARD und ZDF nun auch noch ihr Online-Angebot ausweiten, könnte ich fast zum Fan werden.
Gut gemacht, ARD und ZDF. So langsam schafft ihr es, mich für meine GEZ-Gebühren Gebühren zu unterhalten.
Die Aktion, von Sven Scholz gestartet, zieht mittlerweile Kreise in die niederen SPD-Etagen. Die Jusos Hessen sind auf den bereits fahrenden Zug aufgesprungen und geben diese Idee einfach mal als die eigene aus.
Und da die Jusos auch vernetzt sind, folgen schon andere Hessen-Jusos und machen mit beim Ideenklau. Und obwohl Herr Scholz sie darauf hingewiesen hat, dass das ursprünglich seine Idee sei und bitte darauf hingewiesen werden solle, statt sich die Idee auf die eigene Fahne zu schreiben, sagen die Jusos nicht mal höflich “Entschuldigung”, sondern verweisen darauf, dass “… wir Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis davon aus Juso-Kreisen (erfahren haben). Das zuvor bereits ähnliche Aktionen in der Blogsphäre angedacht/durchgeführt wurden, war uns nicht bekannt – ob es anderen Jusos, die parallel scheinbar zu ähnlichen Aktionen aufgerufen haben, bekannt war, wissen wir wiederum nicht.”
Gut, Unwissenheit schützt ja bekanntlich nicht. Weder vor Strafe, noch vor Fehlern. Aber wenn man darauf hingewiesen wird, sollte es doch wenigstens aus Höflichkeit möglich sein, die angekreideten Formulierungen zu ändern. Oder?
Allein schon, um der Sache Willen.
Oder steht es so schlecht um Euch, dass Ihr jede fremde gute Idee schon als Eure verkaufen müsst?
Klingt schon ganz schön bundesregierungstauglich, oder? Wenn die Idee gut ist, wird sie imitiert und als die eigene ausgegeben, wenn die Sache schief geht, waren es die anderen, die ja die Idee hatten. Man selbst musste es halt mitmachen. Wartet es ab, Herr Scheu dreht die Sache noch so hin, dass nachher der Regierungspartner der ist, der den “Mist” gebaut hat – und schickt die Grundgesetze an die SPD-Spitze weiter. Und man stelle sich vor, liebe Jusos, dann stünde Euer Name drauf… ![]()
Seit heute bin ich wieder ein vollwertiges Mitglied der digitalen Gesellschaft. Meine Zwangsabstinenz dauerte zwar nur einen Tag, aber der hat mich davon überzeugt, dass ich ohne Internet und Email nicht mehr kann können möchte.
Call & Surf Comfort Plus ist eine tolle Sache, wenn man, jaaa, wenn man den passenden Router dazu hat. Gut, im Online-Bestellbereich von T-Online ist das für den Laien nicht wirklich nachvollziehbar, welcher Router die 16.000 schafft – und welcher nicht. Das findet man aber ganz schnell raus, wenn man dann auf den Plus-Tarif gestellt wird. Unserer schafft es nicht.
Da der Telefonservice von T-Online ja nur 14 Cent pro Minute kostet, denkt sich der gewillte Kunde, er könne ja da mal alles weitere regeln. Doch so einfach ist es nicht. Denn zwischen ihm und dem Kundenberater steht die Frau mit dem immer gleichen Spruch:
“Willkommen beim Telefonservice von T-Online. Wenn Sie Fragen haben zu ihrem Tarif, dann drücken Sie die 1, wenn Sie Fragen zu DSL haben, drücken Sie (…) Technische Hilfe finden sie auch im Internet…” Haha.
Nach gefühlten drei Jahren kommt dann endlich der entscheidende Satz: “Sie werden gleich mit einem Kundenberater verbunden.” Gut. Dann aber die Ernüchterung: “Leider sind alle Kundeberater im Gespräch. Versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal.” Nicht gut.
Der Blick aufs Display: 50 Sekunden für nichts. 14 Cent für überflüssiges Zahlendrücken.
Nach dem fünften Anruf dann das Durchkommen. Nach einem vierminütigem Gespräch die niederschmetternde Nachricht: “Sie brauchen einen neuen Router”, ach…, “oder lassen die Geschwindigkeit wieder auf 6.000 stellen. Geht aber nur bei T-Com. Haben Sie einen T-Com in der Nähe?”
Ja, so circa acht Kilometer entfernt. Immer überfüllt. Gut. Hin.
Die freundliche (!) Dame wollte mir dann direkt den neuen Router verkaufen (”… zum Vorzugspreis von nur 59 Euro.”), statt umzustellen. Nach kurzer Überzeugungsarbeit beiderseits dann ihr Anruf beim Service (”Bitte mal nichts sagen, sonst versteht der Computer mich nicht und lässt mich das nochmal wiederholen.”) und das Versprechen, dass sich der Kollege noch heute darum kümmer würde.
24 Stunden später sitze ich immer noch von der Welt abgekoppelt in meiner Urzeithöhle. Gut, dass ich keine Lebensmittel über das Internet bestelle, sonst müsste ich noch verhungern.
Fünf weitere Anrufe (”Willkommen beim Telefonservice…”) und ein Baldriantee später (sicher ist sicher) dann eine sehr freundliche Call-Center-Dame, die etwas irritiert ist ob der schlechten Leistung der Kollegen in der Technik, die “den Auftrag schon seit gestern mittag vorliegen, sich aber einfach nicht darum gekümmert haben – warum auch immer.”
Eine halbe Stunde später dann die SMS “Wir haben die Störung lokalisiert.” Danke.
Eine Minute (!!!) später eine weitere SMS “Die Störung ist nun beseitigt.”. Doppeldanke.
Seit dem bin ich wieder vollwertig. Und kann endlich wieder arbeiten.
Gibt es eigentlich Leser meines Blogs, die Erfahrungen mit der Galloway-Methode haben? Ich bitte um Kommentare, falls dem so sein sollte.
Ach, wofür denn? Um den Zuschauern ein Mindestmaß an Informationen zu liefern? Ok, die Nachrichtenqualität auf einigen Privatsender lässt manchmal zu wünschen übrig. Aber ist das ein Grund, um dem typischen Privatsenderfan gleich ganz die Chance zu nehmen, über die Welt da draußen jenseits von Schrankwand und Supernanny-Besuch Bescheid zu wissen?
Sat1 hat Konsequenzen gezogen: weil die Nachrichtensendungen viel kosten, müssen sie weg. Nachrichten? Ach, warum. Vielleicht denken sich die Investoren, die Zielgruppe, die Sat1 gucke, merke das vielleicht gar nicht. Und die paar, die sich informieren möchten, können ja N24 gucken. Gut, tun sie wahrscheinlich eh lieber…
Die hohen Quoten, die die Nachrichten gebracht haben, sind wahrscheinlich nicht durch werberelevante Zielgruppen geprägt, sondern durch kritische Konsumenten. Ach nee, auch nicht, die gucken ja N24. Mist.
Tja, wer guckte denn dann die Nachrichtensendungen auf Sat1? Etwa arbeitsverweigernde Nichtsnutze? Gibt es doch noch Hoffnung für degenerierte Proleten, die ihre Tage auf der Couch mit Dauerberieselung bestreiten und mittags schon die ersten Schoppen gepetzt haben? Sollten die tatsächlich Nachrichten geschaut haben?
Vielleicht hatte Sat1 ja Angst, das Publikum könne auf den Geschmack von Bildung und Information kommen, sich weiterentwickeln und dann womöglich die Qualität des übrigen Programms hinterfragen? Und dann vielleicht – umschalten? Man stelle sich das vor: umschalten! Undenkbar…
Vielleicht um dem vorzubeugen wurde nun die altbewährte Waffe gegen das Denken gezückt: die Gerichtsshow. Sicher ist sicher. Nachher würde der Zuschauer noch zu schlau werden. Und wer will das schon. Ach ja, N24…
So langsam sinkt die Betriebstemperatur meines Denkorgans wieder auf ein Level, auf dem es auch voll funktionsfähig ist – und nicht minütlich an Eis und Pool denkt.
Schönes Gefühl. So kann es bis zum Wochenende bleiben. Und dann bitte wieder “hot”.
Heute mal keine Lästereien.
Erstens ist es zu warm, selbst zum ablästern.
Zweitens habe ich so viel Arbeit, dass ich damit bis heute abend Vollzeit zu tun habe.
Drittens, ach, drittens hab ich grad so gar nichts zu lästern…
Es ist heute morgen schon so warm, dass die Tasten unter den Fingern wegschmmmmilznnnnn
Nach Stiftung Ökotest enthielt ein Wellnesswasser (?) eines örtlichen Herstellers eine erhöhte Menge Uran. Die entsprechende Quelle wurde daraufhin geschlossen, das Wellnesswasser ist nun laut Ökotest und Wasserhersteller uranfrei.
Ganz schön kurzsichtig, wie ich finde. Wäre doch passend zum Simpsons-Film ein Super-Werbegag gewesen, Uran angereichertes Wasser auszuschenken und damit schnell noch ‘nen flotten Euro zu kassieren, oder? Die Leute kaufen doch eh alles…
“Springfield-Wasser. Lässt Ihre Augen leuchten.”
“Springfield-Wasser. Mit dem 1:1 von Uran zu Radium.”
“Springfield-Wasser. Macht Sie strahlend schön.”
“Springfield-Wasser. Macht Ihren Körper zum Kraftwerk.”
Bewaffnet mit einer Flasche Wasser machten wir uns gestern nachmittag auf, die Welt zu erkunden. Wenigstens erstmal einen zehn Kilometer entfernten Nachbarort, der sonntags seine Tore für Unkundige öffnet. Wengistens ein Teil dieses Ortes: der Erlebnisgarten.
Stadtkindern wie mir muss man ja durchaus mal näherbringen, dass nicht alles Ginster ist, was wächst. Und dass an Brombeersträuchern durchaus auch diese wachsen können.
Sind wir mal ehrlich: aus freier Wildbahn kennen doch die wenigstens die 100-g-Schale, oder? Meistens sind die Hecken so leergefuttert, dass man sich fragt, ob die anderen auch schon die grünen Früchte vernascht haben, nur um eine Handvoll zusammen zu bekommen.
In der Nasch(h)ecke des Erlebnisgartens war das anders. Denn die Äste hingen schon ganz schwer runter von so viel Brombeer-, Stachelbeer- und Johannisbeerpracht. Und so entwickelte sich die Nasch(h)ecke auch zum beliebten Treffpunkt auf dem Weg durch Apothekergarten und Barfußpfad.
Und so sah man nicht nur mich staunend vor Salbei, Fingerhut und Apfel am Baum stehen, sondern auch eine kleine Menge enthusiastischer und nimmermüder Eltern, die ihren Kindern rechtzeitig beibringen möchten, dass Basilikum nicht in Tomatensoßengläsern in Italien wächst und ermunterten sie, alles mal fröhlich zu probieren. Bei den Kaulquappen aus dem großen Teich hörte dann jedoch für eine Mutter der Spaß auf und sie gab dem Zögling lieber ein zuckerhaltiges, süßes, ungesundes Kaubonbon, um den Lärm abzuschalten das Kind von den Kaulquappen abzulenken.
Die Bauchschmerzen abends von zwei Kilo Frischobst bekämpften wir tapfer und erfolgreich durch Rinds- und Käsewurst vom heimischen legalisierten Todesschützen Metzger. Und zupften uns gegenseitig liebevoll die Dornen aus den Fingern.
Die Füße vom Barfußpfad (toll: Sand, Holz, Zapfen und Kieselsteine für die Stadtkinder – inklusive Erklärung) tun immer noch weh (HighHeels sind bequemer, als Kiesel) und die letzten Insekten sind vom Körper entfernt. Übrig blieben nur ein paar unangenehm juckende Quaddeln.
Ein gelungener und lehrreicher Sonntag eben. Nächsten Sonntag geh ich wieder in der Stadt spazieren.
Manchmal. Und sei es nur meinen Blog.
“porno stadtbus müller”
Muss ein heißer Ritt durchs Gässchen gewesen sein… Stelle mir das hocherotisch vor, wie der Busfahrer (vollgefressen, unförmig und schwitzend) in seiner Uniform nach hinten geht, um Fahrscheine zu kontrollieren… Oh, mir wird schlecht.
“tarnkappe pic”
Selbst wenn ich Dir ein Bild zeigen würde, würdest Du eh nichts erkennen. Ist doch einer Tarnkappe. Dummerle.
“swinger segeln bericht”
Immer mit der steifen Brise hart am Wind.
“mein ex hat einen mini pimmel”
Und? Ist doch dein Ex, oder?
“hochzeit migräne vermeiden”
Nicht heiraten?
“virtuelle pinwand sex”
Schmerzhaft, sehr schmerzhaft…
“verjährt fremdgehen”
So emotional? Frag mal deinen Partner…
“glückwunsch”
Danke.
“güllegürtel”
Steht mir nicht so gut. Und macht einsam.
“kribbeln in den ohren”
Ach Du je, nimm endlich den Kopf aus dem Ameisenhügel!
“rollstuhl vor lkw grill”
Pass auf: wenn Du vor deinem LKW-Kühlergrill einen Rollstuhl hängen hast, dann fahr mal bitte zurück und guck, wo der Rollstuhlfahrer abgeblieben ist.
“handstand über monate”
Ob das gesund ist?
“kackende taube”
Wenn Du eine suchst, dass stell einfach ein Auto an eine beliebige Stelle, warte ein, zwei Minuten und folge dann dem Klecks auf dem Dach senkrecht nach oben.
Dann noch hier mein Highlight heute:
“Ta ta ta taaa liedtext”
Könntest Du vielleicht noch die zweite Zeile tataaaten? Vielleicht weiß ich es dann…
wenn ein Epohersteller Sponsor des Bundes Deutscher Radfahrer ist. Finde ich jedenfalls.
Ja, klingt schon logisch: da kommt ein Kind auf die Welt und hat dummerweise unterhalb der Oberschenkel – nix. Kann passieren. Ärgerlich. Sehr ärgerlich. Und wohl für die Mehrheit der Menschen ein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.
Anders Oscar Pistorius aus Südafrika. Er beginnt einfach mal mit Sport. Und endet als 20jähriger neben den ganz großen Leichtathleten ohne Behinderung an der Weltspitze im 400-Meter-Lauf. Seine Unterschenkelprothesen sind ein Blickfang.
Als Zweiter kommt er ins Ziel und sein Traum ist die Olympia-Teilnahme 2008. Jeder normale Mensch denkt nun: Wow. Der leistet mit Ersatzbeinen Sachen, die normale Läufer mit Beinen nicht hinbekommen. Ein Ausnahmeathlet.
Nicht so der Leichtathletik-Weltverband IAAF. Die haben nämlich mal schnell vorausschauend im März beschlossen, dass Behinderte einfach mal nicht an Nicht-Behindi-Wettkämpfen nicht teilnehmen dürfen. Weil, jaaaaa, weil ihre Prothesen möglicherweise einen Vorteil sind…
Gut. Vielleicht, wenn man einen Behinderten-Parkausweis haben möchte. Aber sonst? Soll das heißen, dass eine Beinprothese besser ist, als ein voll funktionsfähiges durchtrainiertes Sportlerbein? Dass die Prothese locker mit den phantastischen, wunderbaren Eigenschaften und Möglichkeiten eines gesunden Beines mithalten kann? Wenn dem so wäre, warum lässt man sich dann nicht seine Beine amputieren und durch diese Wunderstöckel im Titanlook ersetzen? Vielleicht muss der Sportler dann auch nicht mehr so viel trainieren, sondern kann das sozusagen “von ganz allein, dank “Superbein” – die Alternative zum normalen Körper”.
Armer Herr Pistorius: wenn er langsamer ist, als die anderen, wird ihm anerkennend auf die Schulter geklopft und sein Elan und sein Mut gewürdigt – und hinter vorgehaltener Hand gemauschelt, er sei halt ein Behindi und der habe ja nichts dort verloren, sondern solle wieder zu den Paralympics gehen.
Wenn er schneller ist (was meiner Meinung nach wahrscheinlich ist und wohl durch hartes Training und ein unglaubliches Talent erreicht würde), dann haftet ihm an, es läge ja an seinen Superprothesen, die ihm zum Sieg verholfen hätten…
Was auch immer: kämpfen Sie weiter, Herr Pistorius. Ich glaube sogar, viele Kollegen unterstützen sie.
Stöckchen-Alarm von dort. Da fang ich doch und lade auch mal den Desktop an sich hoch.
Bei mir sieht er so aus, bin mir jedoch nicht so sicher, dass irgendein Psychologe etwas daraus lesen kann. Und wenn, dann bitte eine Abschrift an mich. Bin doch schwer interessiert, was ich so für eine bin und so.
Da Skype bei mir ebenso ständig geöffnet ist, wie das Internet, hab ich es einfach mal offen gelassen. Sonst wäre es ja nicht authentisch. Und natürlich hab ich ein bisschen gefakt mit dem Fenster unten… Aber, wie meine Oma immer sagte: Ein bisschen Spass muss sein! (Bitte mit Doppel-S für den westfälischen Schnack)…
Immer, wenn Telebörse im Fernsehen kommt, könnten die auch Kiswahili sprechen. Ich versteh nämlich kein Wort.
Ok, anders ergeht es mir bei 9Live auch nicht.
Diese Aktion find ich mal richtig gut.
Na, sollen wir mal ein GG an Herrn Scheu schicken?
Ich hab mir mal was bestellt.
Manchmal ist die Welt gerecht: Rechtsextremist von Rohrbombe verletzt.
Er wollte grade eine Rohrbombe bauen, als diese explodierte. Schön. Wurden wenigstens keine unschuldigen Frauen, Männer, Kinder verletzt, die nichts getan haben, außer aus einem anderen Land zu stammen – wenn überhaupt.
Vielleicht lernt er draus, wenn er aus dem Koma erwacht (was ich ihm wünsche) und beginnt mal nachzudenken. Ja, es kommt alles zu einem zurück im Universum.
Darum, liebe Extremisten aller Art und Weise: erst denken, dann die Illegalität verlassen und was Vernünftiges machen zum Wohle aller.
“Hirn beim Verdrängen beobachtet” titelt Spiegel Online.
Schön, dass man überhaupt eins in Aktion gesehen hat.
Und alles nur, um “Endorphine bei leichten bis mittleren Pronierern auszuschütten”, als “Adrenalinjunkie, Dämpfungsfetischist” oder Support-Sucher.
Sie: ich dachte, Du hättest auch nur einen Laufschuh.
Er: Früher kaufte ich mir Turnschuhe. Heute studiere ich erst.
Ein Kommentar hat mich zu einem Resümee veranlasst, was sich verändert hat in den letzten sechs Monaten ohne. Ohne? Ja, ohne. Ohne lange Haare.
Einigen Bloglesern wird sicher mein innerer Kampf Anfang des Jahres nicht entgangen sein, als ich mich dem Thema Kurzhaarfrisur etwas intensiver widmete. Nach 20 Jahren mit langen Haaren musste einfach was anderes her.
Denn nur lange Haare, um lange Haare zu haben oder dekorativer auf dem Kissen auszusehen: nein. Meine langen Haare verschwanden meist im Laufe des Tages in einem Haargummi, um sie mir aus dem Gesicht zu halten. Offen ging nur nach aufwändigen Fön- und Rundbürstenaktionen, zu denen ich meist morgens weder Lust, noch Zeit hatte.
Abends konnte ich dann auch meist genau riechen, in welchen Lokalitäten ich mich tagsüber und abends befunden hatte, speicherten die langen Haare doch jedes “Duft”-Molekül – auch gegen meinen Willen. Um in Ruhe schlafen zu können, ohne Kneipengeruch direkt vor der Nase, musste ich sie nochmal waschen.
Frisörtermine kosteten selten unter 65 Euro. Scheinbar berechnen Frisöre nach Haarlänge, nicht nach Aufwändigkeit und Kreativität der Frisuren. Waschen, Spitzen regulieren, fönen, stylen. Teuer. Wenn man noch ein bisschen Farbe wollte, war die 100 Euro-Schwelle schnell überschritten.
Bei Bettaktivitäten litt meist der Mann unter den langen Haaren, mussten diese doch irgendwie gebändigt werden, um nicht in Nasen zu kitzeln und in Münder zu geraten. Anstrengend auch das ewige Freischaufeln des Ohres, um mal daran zu knabbern – ohne Haareinlage. Die “Hexennester” danach wieder zu entwirren war eine einzige Tortur. Bei diesen tollen Liebesszenen in Filmen sieht das alles immer ganz anders aus. Aber da haben die wahrscheinlich fünfzig Hairstylisten rumstehen, die immer für die richtige Fönwelle mit Haarspray und Klämmerchen sorgen. Bei mir zuhause sind die aber nicht…
Heute ist alles anders. Die Haare im Waschbecken können nicht mehr eindeutig als meine identifiziert werden. Die Säuberung der Bürste geht wesentlich schneller, morgens brauch ich selten einen Fön (sehr Energie sparend) und kann länger schlafen. Die Shampoo-Rationen sind deutlich geschrumpft und selten nur benötige ich eine Haarkur (wenn sie kaputt gehen sollten, schneid ich sie halt wieder ab…) oder Spülung, um mit der Bürste durchzukommen.
Im Urlaub muss ich nicht immer zum Wind stehen, um was sehen zu können, sondern seh auch mit dem Wind im Rücken alles. Beim Autofahren kann ich das Fenster öffnen, ohne die allgemeine Verkehrssicherheit durch temporären Blindflug zu gefährden. Bad-Hair-Days gibt es so gut wie gar nicht. Wenn die Haare zicken, nehm ich Gel und mach mir nen Iro. Hoch damit und gut ist.
Die Komplimente zu Frisur, Typ und Gesicht haben sich vermehrt. Die Komplimente von Männern erst recht. Bis auf einige wenige, die von sich selbst sagen, sie würden Frauen nur mögen, wenn die lange Haare hätten. Meinen Kommentar, ich fände intelligente Männer auch besser, wird mit Stirnrunzeln quittiert. Ich werde mehr als Frau mit Charakter, nicht als Langhaarkätzchen wahrgenommen. Im Geschäftsleben hört man mir aufmerksamer zu, nimmt die Ideen ernster und im Computerladen nimmt man mir durchaus ab, dass ich weiß, was ein Netzwerk ist und wovon ich spreche, wenn ich einen neuen Router brauche.
Wenn es regnet sehe ich amüsiert den hochtoupierten Damen nach, die hektisch und mit Handtäschchen über dem Kopf einen Unterstand suchen und wuschel mir kurz die Tropfen aus dem Haar. Und seh danach noch gestylter aus, als vorher.
In meinem Umfeld gibt es immer mehr Frauen, die sich die Haare abschneiden und sagen, dass sie das bei mir so toll fanden und ich ihnen Mut gemacht hätte. Viele andere sagen, sie würden so gern, aber trauen sich nicht, weil ihre Männer das nicht wollen… Kein Kommentar.
Einen Nachteil gibt es, der mir letzte Woche Freitag auf eine Metro-Party in Münster wieder schmerzlich bewusst wurde: Moshen ist nicht mehr. Wenn die Gitarren rocken, bleiben die Haare still. Schade, sieht man dann doch das leicht schmerzverzerrte Gesicht, weil man wieder merkt, dass der Nacken zu alt für sowas geworden ist….
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