Achtung. Satire. Also bitte, liebe Mütter und Väter, Gehwegverstopfer und Drogenschieber, nicht schimpfen – lachen.
Kennen Sie die Zeil in Frankfurt? Ja? Dann muss ich Ihnen ja nichts von den Horden von Tripplern erzählen, die mit mindestens vier Personen nebenher laufen müssen – im Trippelschritt, versteht sich.
Daneben wird dem schnelleren Geher der Weg durch Panflötenquäler und Handtaschendiebe versperrt, die sich ihr Stelldichein mit den Dealern und Punks geben. Natürlich genau neben dem Brezelmann.
Vor den Kaufhäusern (sogar vor Karstadt…) stehen sich unglaublich wichtig nehmende Security-Kerlchen mit durchschnittlich ebenso viel Haaren, wie Hirn. Jedenfalls könnte man den Eindruck gewinnen, wenn sie den Mund aufmachen, um irgendeinen “Verdächtigen” zu schikanieren. Die meisten tragen Glatze zur dunklen Sheriffuniform.
Hat man dann einen Laden betreten und sich an den Farbschnecken vorbeigequält (Sie wissen schon, diese stark parfümierten Frauen (?) mit Farbmaske, die sich wohl Gesicht schimpft, wenn man die Paste mal abkratzen würde, die einem elanlos ein “Pröbchen” unter die Nase halten), dann hat man die Wahl zwischen unglaublich engen Wuselgängen oder durch Kinderwagen blockierte Hauptgänge.
Ist Ihnen mal aufgefallen, dass Leute mit Kinder- oder Einkaufswagen sich immer genau in die Mitte der Gänge in Kaufhäusern oder Supermärkten stellen, um “zu beratschlagen, wo es denn nun hingeht” oder weil sie grade mal jemand bekanntes getroffen haben und ein Schwätzchen halten müssen. Sie stellen sich nicht an die Seite des Ganges, damit die anderen Leute noch vorbeikommen. Nein, sie stellen sich in 95% der Fälle genau mitten rein. An ein Vorbeikommen ist kaum zu denken. Und wenn man dann einen des Trupps, der sich um den Kinderwagen aufgebaut hat “um zu beratschlagen…”, auch nur ein klitzekleines bisschen berührt beim Vorbeischlängeln, kann man sich auf ein mittleres Donnerwetter a lá “passen sie doch auf, wo sie langlaufen” gefasst machen.
Meist meide ich die Zeil zu Haupteinkaufszeiten, allein schon, weil mir die Unfreundlichkeit überstrapazierter, unterbezahlter Einzelhandelskaufleute tierisch auf den Nerv geht, wenn sie acht Stunden an der Kasse das “Piep piep” des Scanners im Ohr hatten. Leider war das heute nicht möglich – ich benötigte Bewerbungsmappen, die es nicht überall gibt. Und das noch heute.
Ich bin kein Frankfurter Mädsche. Das merke ich immer wieder. Diese Klongesichter, die dort rumlaufen (sei es in Glitzeroberteilen, weißer Hose und Ballerinas oder tausendfach in grauen Anzügen wie die Typen bei Momo) sind nicht mein Fall. Ich deren wohl auch nicht. Diese Einkaufsmassen machen mich agressiv, die Arroganz des Geldadels entlockt mir nicht mal mehr – wie anfangs – ein müdes Lächeln. Nur noch den Wunsch nach Hause zu fahren.
Parkgebühren sind kaum zu bezahlen, wenn man nicht noch einen zweiten Job hat. Der ÖPNV von uns dahin und zurück kostet circa sieben Euro (pro Person).
Wobei mir grad der geniale Gedanke kommt, die Innenstadt Frankfurts für den Autoverkehr dicht zu machen und die Leute nur noch mit dem ÖPNV anreisen zu lassen. Dann kämen Familien nicht mehr mit Kind und Kegel hin – und die High Society auch nicht. Die fährt nämlich nur mit dem Maybach, nicht mit der S-Klasse der Bahn… Und ich hätte die Stadt für mich alleine ![]()




1 comment
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29 Juli 2007 um 10:03 Uhr vormittags
eine Familie wie andere auch
Mir ist es immer sehr peinlich eine andere Mutti mit Kinderwagen in einem Geschäft zu treffen, die dann einfach im Gang stehenbleibt, um ein Pläuschchen zu halten. Während ich pflichtbewußt (!) meinen Kinderwagen zur Seite schiebe - in der Hoffnung sie möge es mir gleichtun - ziehen sämtliche Passanten kopfschüttelnd und fluchend an uns vorbei. Echt peinlich…