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Kennt Ihr Radiopannen.de? Nein?
Dann bitte, bitte nehmt Euch eine halbe Stunde Zeit, ein paar Taschentücher für die Lachtränen und hört Euch Klassiker, wie “Röschenhof”, “Thomas Stahlberg” oder die Oma und das Gewitter an. Bitte :D

Warum heißt das defragmentieren und nicht gefragglementieren? Fällt mir nur grade so ein.

Merke: bald mal ein Hobby suchen.

Stelle mir ernsthaft die Frage, wie eigentlich der weibliche Terminator heißt? Terminatine?

Merke: ich muss weniger TV gucken.

Kennt jemand die Apfel-Aufkleber? Die von Apple, z.B. fürs Auto? Natürlich kennt ihr die. Hat ja mittlerweie jeder Hansel auf seinem Auto kleben, da es die Dinger scheinbar zu jedem iPod dazu gibt.

Früher, ja früher, war das anders. Da hatten nur die “Eingeweihten” der Kommune so ein Ding auf dem Heck pappen. Man erkannte sich untereinander daran. An der Ampel wurde ein wissender Blick von Scheibe zu Scheibe geworfen und vielleicht sogar ein “Und? Schon auf das 8er System umgestiegen?”

Die Zeiten, in denen sich andere fragten, was denn das für ein Obststand wäre, an dem man sowas dazu bekäme und man sie zum nächsten Apple-Händler schickte, von wo sie dann entsetzt und neidisch zurückkamen und mit Ehrfurcht jeden Auto-Apfel anblickten, sind vorbei.

Ja, sie sind endgültig vorbei. Wenn ich auf unserer Straße parke, stehen die Chancen gut mindestens zwei Apfel-Aufkleber zu erblicken. Die weißen. Andere gibt es ja nicht mehr.

Und wissen Sie was? Da steuer ich jetzt gegen. Ich lasse den Charakter des Besonderen wieder aufleben, die Only-iPod-User vor Neid erblassen, zaubere erstaunte Gesichter und frohlocke bei den wissenden Blicken der anderen “von früher”, die froh sind, einen der alten Garde zu sehen.

Denn ich hab noch einen gefunden, in bunt, von früher:

applekleber.jpg

… kein Nacht-Blogging mit persönlicher Begrüßung. Heute geht die Wortteufelin mal rechtzeitig zu Bett – alle Aufträge für heute erledigt.

Mann, tut das gut.

Wenn ich Pause mache, dann gehe ich runter in unseren Hof und kümmere mich ein bisschen um unsere kümmerlichen Topfgewächse prachtvollen Pflanzen, die dort langsam eingehen vor sich hin stehen.

Meistens nehme ich eine Gießkanne und tröpfel mal hier, mal dort in der Gegend rum. Dann tue ich so, als könne ich verwelkte Blätter von den gesunden unterscheiden und rupfe fröhlich drauf los. Dieser Vorgang dauert nicht länger als 15 Minuten und ich entschwinde wieder in Richtung Büroraum.

Manchmal jedoch passiert es, das ich beim Rupfen einen Löwenzahn, eine Zitronenmelisse, diverses Kleegewächs oder sonstiges Zeuchs zwischen unseren unglaublich hässlichen äußerst praktischen Pflastersteinen entdecke. Dann beginnt meine Reise über den Hof. Mit jedem Kraut, dass ich rupfe, sehe ich ein anderes, was noch zu rupfen ist. Irgendwann dann stehe ich auf, blicke auf Häufchen mit verwelkten Blättern und Löwenzahnknäueln und dann an mir runter. Was ich sehe lässt mich schaudern: aufgerissene Knie, dreckige Klamotten und Hände, abgeschrabbelte Fingernägel und Staubschwaden in den Haaren.

Dann bin ich froh, dass mich niemand sieht. Und dann ertönt die Stimme über mir: “Ach, guten Tag, Frau Nachbarin. Was macht das Universum?”

1. Kurz vor Mittag in den Aldi zu gehen ist eine sehr, sehr schlechte Idee, weil viele anderen die selbe Idee haben.

2. Laute Mütter haben meistens laute Kinder. Leise Mütter haben meistens leise Kinder. Jedenfalls im Aldi. Die Schreilautstärke des Kindes nimmt proportional zur Schimpflautstärke der Mutter zu. Die Schimpflautstärke der Mutter wiederum proportional zur Lautstärke des Kindes. Merke: nächstes Mal Ohrenschützer mitnehmen.

3. Senioren sind die, die sich an der Kasse vordrängeln. Haben wohl wenig Zeit.

4. Senioren darauf hinweisen, dass sie sich vordrängeln wird quittiert mit einem ungehaltenen Anblaffen und dem Verweis auf das Alter, dicht gefolgt von Sätzen, wie “damals, als ich noch jung war, hatten wir Respekt vor dem Alter”.

5. Solche Sätze zu erwidern mit “Als Sie noch jung waren, haben sie sich wahrscheinlich mit einem Brontosaurus um die besten Fleischstücke gekloppt” kommen nicht so gut an bei den Senioren. Bei den ruhigen Müttern schon. Die lauten bekommen das alles nicht mit.

6. Mütter, die im Auto sitzen und rauchen während auf der Rückbank das Kind schläft, finde ich abartig ekelig widerlich rücksichtslos gewissenlos asozial und verabscheuungswürdig. Auch, wenn sie “das Fenster auf haben, damit das Kind nichts abgekommt”. Das ist schlicht weg dämlich.

7. Wenn man einen Einkaufszettel aus dem Einkaufswagen pickt, den jemand vorher drin liegen gelassen hat und darauf folgende Dinge stehen:

einkaufszettel.jpg

(Klick für groß)

Dann kann man davon ausgehen, dass entsprechende Person wenig Wert auf Gesundheit, ausgewogenes Essen und ihre Figur legt. Wahrscheinlich qualmt sie auch noch ihr Kind zu. Bah.

Aldi? Mittags? Nie wieder.

Der Kunde hat sich nicht mehr gemeldet. Entweder ist alles in Ordnung oder die mistverdammte Email-Technik bei ihm hat die Datei wieder nicht durchgelassen Datei ist nicht angekommen oder er schläft bereits selig und meldet sich morgen mit den Korrekturen oder dem Wunsch nach einer Datei.

Ich glaube, ich lasse es darauf ankommen und schließe jetzt mein Mailprogramm. Ganz schön mutig, oder?

PS: ich trau mich einfach nicht, das Programm zu schließen… ich weiß ganz genau, dass er genau fünf Minuten später was schicken wird.

So, Mutpillen geschluckt, Mailprogramm geschlossen, die Uhr zeigt fünf vor 12, also allerhöchste Zeit in die Falle zu gehen. Zum Abschluss noch ein Kalauer: Nenne eine hessische Wurstsorte. Uffschnitt.

Danke, für die Aufmerksamkeit, die Wortteufelin verabschiedet sich für heute zur ihrer besseren (?) Hälfte ins Bett. Gute Nacht.

… möchte ich heute abend Frau Antonmann, den Wolf und Stilke begrüßen, die scheinbar wie ich unter Schlaflosigkeit, Langeweile oder Arbeitswut leiden.

Noch jemand ohne Fahrschein Kaffee?

Ich wurde hier dazu animiert, mir doch mal in Ruhe die Mode der Jugend anzuschauen. Die Jugend, wie sie tausendfach durch die Städte und Dörfer streift, stetig bemüht um Individualität und darin so konform, dass sie so austauschbar, verwechselbar werden, wie die grauen Männer bei Momo, Mr Smith bei Matrix oder die Banker in Frankfurt. (Bei der Gelegenheit möchte ich mein Erlebnis erwähnen, bei dem ich im Herzen Afrikas saß – ein Restaurant in Frankfurt mit Sandboden und Sitzkissen statt Tisch und Stuhl, ohne Besteck aber mit Maisfladen – und herrlich entspannt von soften Rhythmen gedanklich Richtung Namibia düste, als draußen die fleißigen Überstundenbienen in grauen Anzügen, mit Köfferchen und hochglanzgeleckten Schuhen vorbei eilten, um vom Arbeitsplatz zur S-Bahn zu gelangen. Ein Anblick, der mich dermaßen amüsierte, dass ich kaum noch das Essen auf den Fingern balancieren konnte. Aber das nur so zwischendurch.)

Viele Mädels tragen Pony und dunkel getönte Haare. Zotteln Längere Strähnen zieren das Haupthaar. Ihre Augen sind mit dem Versuch von “Smokey Eyes” arg dunkel bemalt worden, was die steif getuschten Fliegenbeinchen um die Augen zu verschlucken droht.

Lippenstift in Rot ist ein Must. Dass der farblich so gar nicht zum Rouge passt versteht sich von selbst. Die ganz revolutionären tragen nun Schal, Tuch oder ein anderes Utensil um den Hals. Gern mit Totenköpfen verziert – als Druck oder Plastikanhängsel Metallimitat.

Das Oberteil ist ein geringeltes T-Shirt, das gaaaanz locker von der einen Schulter hängt. An den Bündchen ist es etwas gerafft, gepufft. Wenigstens die Länge hat sich bauch- und nierenfreundlich Richtung Oberschenkel verschoben. Farblich ist es schwarz-grau (quer gestreift!) oder blau-irgendwas. Die Hose ist eine Röhre. Möglichst eng. Unten dann die Chucks. Converse. Oder ein Verschnitt, wenn man gegen die Markenidentifizierung rebellieren möchte. Gern in bunt. Ohne Schnürsenkel. Oder mit welchen in Neonfarben.

Als Behältnis dient ein Armeerucksack oder eine Big-Bag, die schon völlig zerfleddert gekauft wird und der danach mit Sorgfalt der Staub aus den Ritzen gepult wird, damit sie nicht zu dreckig aussieht.

Habe ich was vergessen? Ach ja: die Sonnenbrille. Porno oder Puck. Das Spiel hatten wir ja schon. Dazu Ketten, Armreifen.

Unser Nachbarsjunge (der sich übrigens die Klamotten mit seiner Freundin gleichen Alters und gleichen Geschmacks teilt) kam neulich zu uns und stand ehrfürchtig vor unseren CDs. Sein “cooool” und “booah, Hammer” waren irgendwie irritierend, begutachtete er doch die 70er und 80er (Hard-)Rock-Sammlung sowie meine The Who Devotionalien. Sein Nirvana-T-Shirt war genauso verwaschen, wie mein Ramones damals, als ich in seinem Alter war.

Die zweite Kategorie der Jugendlichen sind die Popper. Ganz klassische Popper. Sie tragen rosa Hemden und Jeans, dazu Sneaker und Kappe. Danke. Das wars auch schon. Popper eben.

Irgendwie fällt mir auf, dass die jungen Mädels aussehen wie Nena in den 80ern, die Jungs wie eine Mischung aus Kurt Cobain und Axl Rose oder ein Don Johnson-Double aus Miami Vice.

Also, irgendwie alles wie früher. Vielleicht finde ich deshalb Leggins so grottenhässlich. Nena trug die damals auch. Mit Stulpen. Brrr.

… wer sucht denn sowas?

“haar bembel für sicher wenn nichts arbeiten”
Hier bin sogar ich sprachlos. Grade aus vorderer Kissen ohne weg.

“wie wärme ich vor einem lauf auf?”
Mit Mikrowelle oder Herd. Ganz einfach. Ach, Lauf auf, nicht Auflauf? Guckst Du hier.

“Frau reife Rock stiefel putzfrau”
Bist Du irgendwie der Bruder von “haar bembel”?

“Boys in High Heels”
War nicht diese Olivia damals auch bei den Village People? Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht. Sagt mal, was macht eigentlich Boy George?

“symptome augenringe blau”
Akuter Schlafmangel. Nichts ernstes. Einfach mal eine Woche ausreichend Schlaf und die Ringe sind weg.

“Juckreiz am Sack”
Dieses Jute kratzt aber auch immer… Furchtbar.

“Brillen für lange Wimpern”
… haben keine Gläser.

“Erste Hilfe von Jawoll”
Nun bin ich zum zweiten Mal sprachlos.

“Miro Haar zwei Planeten verfolgt”
Wo bin ich hier eigentlich hingeraten? Hier werden Haare mit Bembeln in Verbindung gebracht, Miros von Planeten verfolgt und Jawolls geben erste Hilfe. Hilfe.

“pimmel gülcan”
Ich hab es gewusst. Womit auch die Anfrage zu den “Boys in High Heels” geklärt sein dürfte. Oder ist der Gedanke sehr abwegig?

“biete geld für sex”
Arme Sau. Besonders hinterher.

Das mal kurz zwischendurch mit der Bitte um Erläuterung – oder bin ich einfach nicht betrunken genug, um die Logik des großen Ganzen zu durchschauen? Hängt womöglich alles zusammen und ich bin mittendrin? Wie passt der Bembel ins Bild? Die Planeten?

42? Ich werde das weiter verfolgen.

Nachrichten. Tagesschau. Ihr könnt mir erzählen, was ihr wollt, liebe Politiker. Ich glaube, dass maximal 5 Prozent von Euch überhaupt wissen, wovon sie reden. Der Rest wirft einfach “Email”, “Trojaner”, “IT-Technologie” und sonstige Begriffe in den Raum in der Hoffnung so zu klingen, als wüssten sie, worum es geht.

Der rappende Dönerverkäufer aus Frankreich. Er hat scheinbar ziemlich Erfolg.

Das nennt man wohl in Zeiten von Gammelfleisch “aus Scheiße Geld machen”. Oder?

Juchhu. Endlich.

Viele Leser werden nun denken: Moment mal, die Wortteufelin hat doch gar kein Kind. Erst recht nicht im schulfähigen Alter. Worüber freut sie sich dann?

Für mich bedeutet das, auf den neuesten Stand in Sachen Namen gebracht zu werden. Mütter und Väter stehen am Zaun und rufen lauthals ihre Kinder (sind die mittlerweile alle taub geworden?) und unterhalten sich auch gerne mal über die Sprößlinge und den lieben Nachwuchs des Dorfes.

Warum ich mich freue? Weil das für mich für mindestens eine Woche eine überaus amüsante Mittagspause gibt, wenn ich mich über die Namenskreationen der Erwachsenen beömmeln kann.

Keanu Schmidt, Justin-Franz Müller und Jean-Jaques Meyer. Schön. Eine garantierte Steilvorlage in der weiterführenden Schule, wenn die Zöglinge von den Mitschülern ordentlich einen auf die Mütze bekommen, weil die Eltern einer Sektlaune oder dem Kinoschwarm aufgesessen sind. Grausam. Zum Ausgleich sollten die lebenslang gestraften Kinder ihren Eltern das Sorgerecht entziehen und sich umbenennen lassen.

Eltern, denkt doch einfach mal nach, was ihr mit Klassenkameraden gemacht habt, die echt beschissene Namen hatten, die nur die eigenen Eltern toll und individuell fanden…

bart-simpson-generator.gif

Von hier über da.

Kommt man mal in die Erinnerungsstimmung, fallen einem viele Dinge ein, die man schon immer mal wissen wollte. Bei mir wird dieser Wunsch ausgelöst durch drei oder vier Fotos, die ich seit Jahr und Tag mit mir rumschleppe. Fotos aus dem Kindergarten in Wuppertal. Irgendwann zwischen 1978 und 1981. Den Namen des Kindergartens kenne ich nicht. Lange war ich wohl nicht dort, war Wuppertal doch nur ein Kurzaufenthalt (der mir einen schlimmen Husten einbrachte) vor dem Umzug zurück nach Münster.

Seitdem frage ich mich, wer die anderen Kinder auf diesem Bild sein könnten – und was sie machen.

Vielleicht erkennt sich ja jemand…

wuppertal.jpg

Wie immer: klick macht groß.

Ich sah das und erinnerte mich.

nutellaklein.jpg

PS: könnte man doch eigentlich ein Schoko-Aufstrich-Stöckchen draus machen, oder? Veröffentlicht werden kann ein Schoko-Aufstrich-im-Gesicht-Foto von damals oder heute, von einem selbst oder dem Nachwuchs/Anhang. Wer will? Frau Antonmann, vielleicht? Sie haben doch sicher sowas in petto. Oder Ines? Sauerstoff? Euch trau ich das besonders zu ;) , Stilke? Na, los!

PS: unfassbar – da hatten wir doch tatsächlich den gleichen Gedanken zur gleichen Zeit. Mehr Schnuten hier.

Wie Lassalle sagte, ist und bleibt die revolutionärste Tat, immer “das laut zu sagen, was ist.”

Rosa Luxemburg

… sind meine. Das wollte ich nur mal kurz angemerkt haben, weil meine Kunden immer so nette Sachen sagen, wenn sie von mir Layouts geliefert bekommen. Dabei müsste ich doch nette Sachen sagen, weil sie die netten Layouts von mir bekommen und nicht woanders hingehen. Und dann auch noch so nette Komplimente machen, wie: “Oooh, wie schön.” oder “Eigentlich lobe ich ja nicht, aber ich bin so begeistert.” oder “Einfach toll.”

Ich hab die besten Kunden mit den besten Aufträgen der Welt. Jawohl.

markt.jpg

Gestern war hier der letzte Tag des lokalen Jahreshighlight: der Jahrmarkt.

Ich persönlich habe als Zugezogene keine weitere Beziehung zu diesem Event. Im Gegenteil. Ich habe ein sehr gespaltenes Verhältnis zu Jahrmärkten – oder wie das in Münster heißt: Send. Der Asitreff schlechthin, Prollopalmen, Schnittlauchlocken, rausgewachsene Dreifarb-Strähnchen, viel zu viele Einblicke in Arschritzen und auf Hängeohrenbrüste. Und als Krönung volltrunkene Aggrodüsen, die ein bisschen zu viel Testosteron im Nachtisch hatten.

Dazu Stände mit unglaublich geschmacklosen T-Shirts, die obligatorischen Putzlumpen-Vertriebler, Billig-Strings (mit Pünktchen für die Dame, mit Elefantenrüssel für den Herrn), Händler mit Gesichtern, als hätten sie zu viel von ihrem Estragon gefuttert und einen Haufen alter Mandeln und Resteobst mit Glasur.

Dazwischen gibt es Kettenkarussell, Geisterbahn (uuah), Asitreff Autoscooter und Festzelt.

Eben dieses war dann auch unser erzwungenes Ziel, da wir uns an zwei andere bekannte Pärchen gehängt haben, die dort die große Verlosung mitmachen wollten.

Der Altersdurchschnitt lag knapp unterhalb des Siedepunktes, der griechische Wein von der Unterhaltungsband klang so fad, wie er scheinbar schon Udo schmeckte und das Bier konnte nicht so schnell getrunken werden, wie die Wirkung nötig gewesen wäre.

Nach einer Stunde und der Enttäuschung der anderen, doch mal wieder keine Radreise um den Bodensee gewonnen zu haben, dann die Flucht raus. Der Klofrau mal kurz Hallo gesagt (wir kennen uns von einem gemeinsamen Alkohol-Erlebnis, das mich seit vier Jahren verfolgt und auf das ich vielleicht mal bei Gelegenheit eingehen werde wenn ich ganz mutig bin) und dann den Heimweg angetreten.

Kurz beim Kölner Senfvertreter angehalten und einen Halbstunden-Schwatz mit einem erfrischend anderen Rheinländer gehalten. Gut. Der Rheinländer an sich hat ja mit den Westfalen, also mit mir, nichts gemeinsam. Besonders seine Leidenschaft für dieses Faschingsgedöns geht mir völlig ab. Dafür teilten wir die Leidenschaft für nordische Länder – und den Wunsch, schnellstmöglich aus unserem Dörfli wieder weg zu kommen. Bei ihm war es nachts soweit, wann mein Abgang hier sein wird.. Sein Tipp war Neuseeland als nächster Wohnort. Ich glaub, wir denken mal drüber nach, ob wir mit Land und Leuten kompatibel sind.

Ob es dort Jahrmärkte gibt? Ich glaube, das muss ich vorher abklären…

Als ich heute das hier gelesen habe, musste ich einfach nochmal das hier posten:

Ich könnte mich fortschmeißen bei dem Film… Immer wieder schön.

So (hier bitte vorstellen, wie ich eine klitzekleine Distanz mit Zeigefinger und Daumen zeige) nah war ich dran – am Halbmarathon. Soooo nah. Also ganz nah.

Und dann? Zwangspause.

Jetzt sind vier Wochen vorbei und ich kann von vorne anfangen mit dem Training. Ich bin frustriert. Und der Schweinehund wird täglich größer.

Die schnelle Suche für die Pause zwischendurch (ich muss das so schnell hinterher posten, weil ich selten erlebt habe, dass innerhalb von drei Tagen so absurde Suchbegriffe zu meinem Blog führten):

“aergere-mich”
Das kann ich gut. Frag meinen Mann.

“Film Klo Furz”
Suchst Du ernsthaft einen Klofurz, dargebracht in epischer, cineastischer Breite? So 16:9? Mit Dolby Surround und so? Bist Du ekelig.

“fraggles allwissende mülltonne”
Symphatisch. Wirklich. Wer sich heute noch an die Fraggles erinnert, ist mir einfach symphatisch. Und wem das nicht gefällt, der bohr sich doch ein Loch ins Knie! Aber war das nicht ein Müllhaufen, keine Mülltonne?

“moleküle + bewegung + richtung + bikini”
Wenn es dich in Richtung Bikini zieht, bist Du entweder eine Frau kurz vor dem Urlaub auf Shoppingtour. Oder Du bist ein kleiner Sausack, der eine Ausrede auf Molekularebene sucht, warum er hinter den Strandschnecken her ist.

“Grund störung Hausfrieden”
Wir haben da einen. Der stört uns alle. Wer will ihn haben?

“Robbie Williams Pimmel”
Wenn ich mir den Hintern anschaue (den er ja gern entblößt), vergeht mir direkt die Lust auf den vorderen Bereich. Ich versteh eh nicht, was ihr an dem findet. Der hat den Sexappeal einer Tomatensoße aus der Dose. Fad.

“Sex sells”
Sagen die, die daran verdienen: Pornoprinzen, Lattenstemmer, Stellungstester…

“Rasen vertikutieren waldboden moos”
Du möchtest gern den Rasen vertikutieren? Kein Problem: lad Dir die örtliche Stockschwinger-Gruppe, auch Nordic Walker-Treff genannt, ein und lass sie in deinem Garten los. Fertig. Wegen des Waldbodens sprich mal mit dem Förster.

“Rinder Pimmel”, “Elefantensex”
Ich hoffe, Du bist ein Veterinärmediziner.

“rotlackierte Fussnägel sex”
Hat das einen kausalen Zusammenhang? Ich werde das eruieren. Schaaaatz..?

“Des Cowboys einsame Nächte Musik”
Geschlafen haben die, Du Wildwestromantiker. Was meinst Du denn, was die getan haben nach einem Tag mit Arbeit? 18 Stunden Dauerschuften, vom Gaul runter und die Stunde danach die Taubheit aus den Klöten schütteln, eine Stulle zwischen die Kiemen und gut ist. Auch noch Lieder schreiben? Dichten? Vielleicht Violine spielen? Oder Klavier? Ja, nee, is klar.

“Gülcan + Malediven” <— allein heute bis mittags fünf Mal gesucht.
Leute, jetzt erzählt mir bitte nicht, dass die Babbelschnüss die Inselbesucher terrorisiert? Im Ernst: auf den Malediven kann man sich nicht so leicht aus dem Weg gehen. Und ihr kennt die Stimme von der Frau.

“italienische pornodarstellerinnen”
Ob die Französisch können?

Ein Bild von Bill Kaulitz – langhaarig, zottelig –, dem Sänger dieser furchtbaren Teenie-Band, untertitelt mit “Die Herzen lausender Mädchen Europa gehören ihm.”

Lausender Mädchen? Wie treffend, denke ich. Wundere mich aber über so viel Mut der Boulevardmagazine. Schaue genau hin. Bin enttäuscht. War doch wieder Freud im Spiel bei den Tausenden Mädchen.

Hole mir grade meine Portion Wahnsinn ab. Beim Zappen bin ich auf die Astro-Tanten gestoßen, die in diesem Fall leider nicht zum Mond fliegen, sondern wild Karten legen und Dauerquasseln.

Die Fähigkeit, drei Minuten Dauermüll zu verzapfen, der so allgemeingültig ist, dass jede willige Anruferin den “ach-so”-Effekt erlebt, ist schon beeindruckend.

Eine Dame orakelt vor bunten Karten über Gesundheit, Beziehung und Selbstständigkeit und fragt im Anschluss, ob noch Fragen offen wären.

Die Anruferin verdattert: “Ja, mein Sohn.”
Astro-Gräte: “Seh ich nicht.”
Anruferin: “Umzug. Ausland. Mit Sohn.”
Astro-Gräte: “Seh ich nicht.”
Anruferin: “Kein Umzug?”
Astro-Gräte: “Seh ich nicht. Nicht dieses Jahr.”
Anruferin: “Also lieber nicht mit dem Sohn ins Ausland umziehen in diesem Jahr?”
Astro-Gräte: “Seh ich nicht. Nein, nicht dieses Jahr. Vielleicht nächstes?”

Wer zahlt denn dafür bitte Geld?

Es kommt einem fast bekannt vor: in Mügeln hat keiner was gesehen oder gehört. In Mügeln schweigt man. Oder beteuert, dass man mit Nazis kein Problem habe. Klar. Hinter vorgehaltener Hand zischelt man dann vielleicht ein “… nur mit den Indern”.

Man kauft Bananen aus Costa Rica, Reis aus China, Tomaten aus Holland, Pfifferlinge aus Lettland, T-Shirts aus Taiwan, Schuhe aus Polen, Fleisch aus – tja, woher eigentlich?, fährt ein japanisches oder italienisches Auto, der Kinderwagen kommt aus Japan, die Schokolade aus der Schweiz, die Möbel kauft man beim Schweden, die Burger beim Ami und die Pizza – ja, die kommt vom Pizzabäcker vor Ort.

Leute, ihr habt kein Problem mit Ausländern, ihr habt ein Problem mit euch selbst.

es ist mal wieder Zeit für ein Gespräch. Nach unserem letzten hast Du dich ja einsichtig und von deiner besten Seite gezeigt. Genau das vermisse ich aber zur Zeit an Dir.

Es freut mich ja, dass Du mir Kunden vorbei geschickt hast. Aber für das nächste Mal wünsche ich mir ein paar mehr Kunden, die – rechtzeitig oder überhaupt – zahlen. Vielleicht könntest Du das einrichten?

Dann noch die Sache mit den Gewinnspielen: ok, es ist schwierig für dich, mich gewinnen zu lassen, wenn ich kein Lotto spiele oder ein Los habe. Aber wäre da nicht mal eine andere Variante toll? So ein Millionär, der “aus Versehen” ein paar Hunderttausend an mich überweist und die dann einfach nicht zurück haben möchte? Dann wäre da noch das Preisausschreiben bei dem Möbelhaus. Da hätte ich gerne das Auto. Eine Reise auf die Malediven oder Seychellen wäre auch nicht schlecht. Mauritius nehm ich auch wohl. Bitte 5* und für zwei Personen. Zwei Wochen all inclusive. Notiert?

Oder wie sieht es aus mit einem Verlag, der ausgerechnet von mir ein paar Illustrationen möchte?

Nicht mehr haben möchte ich Angebote für Viagra oder Penisverlängerungen. Das war ja ganz nett von Dir, liebes Universum, aber einfach der falsche Adressat. Schick das doch an meinen Mann. Vielleicht findest Du jemand anderen, den Du damit glücklich machen kannst?

Also, ich finde, beim letzten Gewinn hast Du nur geprobt. Der nächste sollte dann schon ein Knüller werden. So einer, der mich glücklich macht.

Den Rest erfülle mir bitte bis Ende September.

Danke, für die Aufmerksamkeit.

Was eine Beziehung retten kann:

1. Ohropax, für die nächtliche Ruhe
2. eine “Kopflampe” für die nächtliche Leseorgie ohne Belästigung des Schlafenden daneben, falls das Ohropax nicht gewirkt hat und man wach ist
3. Eine Couch, auf der man nächtigen kann, falls der andere das Bett quer belegt
4. zweckentfremdete Ohropax, falls es Zwiebeln zum Abendessen gab
5. eine Knirschschiene
6. unterschiedliche Weckzeiten, um den Schlaf von der Nacht am Morgen nachzuholen, wenn der andere aus dem Haus ist und man endlich in Ruhe schlafen kann ohne Schnarchen und sonstige Nebengeräusche

… braucht sich um Spott nicht zu sorgen.

“Frau Telefonieren Dixieklo”
Ich bekomme in den Dingern nicht mal richtig Luft, geschweige denn genug Sauerstoff zum Reden…

“dr house intimsphäre”
Leider komme ich wohl nicht drin vor. (Sorry, Schatz.)

“Grillteller Bad Vilbel”
Geh mal in die Krone. Fettig, aber so richtig lecker. Aber schlaf danach alleine.

“kinderstars von gestern”
Sind die gestrauchelten Seelen von morgen.

“stiefel nachbarin”
Erwähnte ich die Katze meiner Nachbarin? Die leckte mir neulich die Stiefelspitze. Ein paar Wochen später rieb sie sich genüsslich an meinen Leder-Hausschuhen. Hab ich was an mir oder das Vieh einfach nicht ganz original?

“döner lied (mallorca) interpret”
Das nenn ich Globalisierung: Deutsche suchen ein Dönerlied, das sie aus Spanien kennen.

“im bauch warm”
Kenn ich. Und dann muss man pupsen. ;)

“Tausenfüssla”
Und jetzt stell dir vor, der hat Fuspils.

“christliche high heels”
Für die Nächstenliebe…

“haare dran nähen”
Was für ein Freak bist Du denn?

“Wie teuer ist eine Tarnkappe”
Keine Ahnung, hab noch kein Preisschild entdeckt. Ha.

“Haarausfall sogar am kissen”
Das ist ja krass! Andere haben den nur am Kopf. Setz dich mal mit dem Freak zwei Suchbegriffe drüber in Verbindung. Der braucht scheinbar welche zum Annähen…

“schönheit in bikini”
Ja, danke. Aber wo hast Du mich gesehen?

“Frauen-Saufen”
Guck mal hier.

“sommertrends usa”
Da gibt es einige. Fett werden durch Fast Food. Dumm bleiben, dank Fernsehen. Krieg führen, den keiner versteht… Und, und, und.

“getragene Wäsche turnschuhe jeans”
Waschen hilft.

“chantall + sprüche”
Lass doch das arme Mädchen in Ruhe. Die hat schon genug zu leiden. Genauso wie Käwwin, Maddelähne, Nattascha, Schastin und Schakkeliene.

“Mauken”
Angeblich gibt es sogar Katzen, die Käsemauken haben. Müssen Kater sein…

“Naturlocken waschen”
Mit Wasser gehts am besten.

“schwanger verdauung”
Hast Du Angst, da sitzt ein Pups quer und kein Baby?

“Mein Mann will nur einmal im Monat”
Männer sind so. Sei froh, dass er überhaupt den Müll rausbringt.

“Pärchentausch ab 55 Jahre”
Spricht man nach so langer Zeit dann noch von Tausch?

“Die Franzosen Käsefüße”
Wer, wenn nicht die? Passt super zum Bordeaux.

“Er hat am letzten Spieltag nix zu feiern”
Glaub mir, als Schalker kenn ich das.

Erwähnte ich, dass ich immer noch vom Sieg meiner Königsblauen zehre?
Wurde auch Zeit, diesen Biene Majas zu zeigen, wo sie hingehören, diese verdammten Dortmunder.

“Die Kartoffeln, die schmeckten mir. Die waren gut. Die schmeckten so… so… so… kartoffelig.”
Aaach.

“Das Champagnerkraut war nicht so berauschend für mich.”
Upps. Klassenziel verfehlt.

“Eis mit heißen Kirschen ist ja so ein 70er Jahre-Klassiker. Ich mag es nicht.”
Ich mag die 70er auch nicht.

“Ich wollte keinen Kükenbonus geben.”
Gab es Huhn? Ich dachte, das sei Fisch gewesen..

Können die eigentlich alle nicht mehr einfach nur genießen und sich über das, was es gibt, freuen?

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Nicht nur die PISA-Studien zeigen den aufmerksamen Beobachtern den schlechten Bildungszustand der Jugend.

Haben heute die Danksagungskarte (erwähnte ich, dass ich die gemacht habe? ;) ) sowie Fotos von der Hochzeit im Mai bekommen. HERZLICHEN DANK!

Die Bilder vom Brautpaar sind ja echt schön. Aber warum, verdammt nochmal, zierte ausgerechnet meine Stirn ein Pickel, der auf den Bilder auch noch leuchtet? Immer ich… Mist.

Na, dafür hat die andere Dame auf dem Bild die Augen halb zu. Hah! Die einzigen, die wieder gut aussehen, sind unsere Männer. Unverschämt.

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… ist doch nur Spaahaaß. Ist doch eine Kuuuh. ;)

Heute im Dörfli: Auflauf der wilden Tiere. Und Wortteufel mitten drin. Mann, war das aufregend.

kuh.jpg schwein.jpg

(wie immer: klicken macht größer)

Gut, dass ich gestern schon meine Currywurst hatte.

Tatort Schuhgeschäft. Ich werde Zeuge des folgenden Dialoges, der einen Regalgang weiter lautstark geführt wird:

Er: “Guck mal, die Schuhe. Gut, oder? Könnte ich zum schwarzen Anzug anziehen.”
Sie: “Spinnst Du? Du kannst doch nicht diiie Schuhe zum Anzug tragen. Ist doch Wildleder. Du hast wohl überhaupt kein Modeverständnis.”

Er geht brummelnd weg. Ich glaube noch sowas wie “dummes Modepüppchen” von ihm zu vernehmen.

Sie kommt um die Ecke. Eine 1a-Dörrpflaume Asitoasterbraut leicht gebräunte junge Frau. Sie bückt sich. Ihr String rutscht circa 20 Zentimeter aus der Hose raus und brennt mir die Linsen weg.

Jaja, Modeverständnis ist alles.

Ich habe sie überlebt – die rote Gefahr.

Sie stöckelte auf 10 Zentimeter-Absätzen an mir vorbei. Eine Pracht in Rot, elegant aufeinander abgestimmt: rote High Heels, rote Dreiviertelhosen, rotes Top, rote Bluse, rotgefärbte Haare hochgetürmt zu einer Prollopalme.

Ob das Rot der Klamotten aus dem Blut ihrer Stiletto-Opfer gemacht wurde?

Immer, wenn ich meinen Schlüssel suche, möchte ich “Apfel F” drücken oder such das Spotlight. Wenn mir was runterfällt, denke ich instinktiv “Apfel Z”. Die Haustür versuche ich immer mit “Apfel W” zu schließen und blödsinniges Gebabbel meines Gegenübers kommentiere ich durchaus mal ungewollt mit “Apfel Q”.

Und stelle dann enttäuscht fest, dass es das im Real Life gar nicht gibt :( Ich hätte gern ein Lebens-Upgrade. Danke.

Darf ich mal kotzen? Meine Verachtung für fremdenfeindliche Übergriffe wie die aktuellen äußern? Mal schreiben, dass ich nicht nur tiefste Abscheu für die Täter, sondern auch für die zahlreichen untätigen Gaffer empfinde.

Schämt Euch. Ihr seid eine Schande für unser Land.

Gravis. Samstag mittag.

Wortteufel: “Ich möchte ein n kaufen.”
Verkäufer: “Ein n?”
Wortteufel: “Psst, genauuu.”

Verkäufer: “N’s gibts bei uns nicht. Nur Vokale.”

Danke, lieber Verkäufer. Das war mal eine gute Antwort. Und einen noch größeren Dank, dass meine Tastatur nun wieder komplett und das “n” wieder klickbar ist.

… hört der Tag gefühlt schon auf, wenn noch nicht mal die Sonne richtig aus den Wolken gekommen ist. Bei mir war heute der Zeitpunkt erreicht, als ich noch wohlig schlummernd einen “Rumms” vernahm und fünf Zentimeter tiefer rutschte.

Unser Bett ist eingekracht. Um 6 Uhr morgens! Hallo, gehts noch? Hat das Leben sonst keine Überraschungen mehr für mich übrig? Ein Lottogewinn vielleicht?

Nun bin ich müde und weiß nicht, wieviel Hochlandbohnen ich noch trinken muss, um die Augen auf zu bekommen. Und ein neues Bett muss auch her. Na, wir waren ja schon länger nicht mehr in Möbelhäusern…

Ich hasse Montage.

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Ich habe hier was gelesen, was mich wirklich völlig fertig macht. Wahrscheinlich, weil ich verderbt seit meiner Jugend bin. Auf dem falschen Weg seit Doc Sommer. Fehlgeleitet seit dem Starschnitt.

Kann denn Bravo Sünde sein? Ja, der Teufel steckt bekanntlich im Detail in der Bravo. Und weil viele christliche Eltern ihre Zeit mit dämlichen bekloppten besessenen merkwürdigen Ideen vergeuden, statt ihren Kindern selbst Werte beizubringen und dafür zu sorgen, dass sie auf die Bravo verzichten, wenn es den lieben Eltern denn nicht ins WeltKirchenbild (bekanntlich zwei völlig verschiedene Paar Schuhe) passen sollte. (Was ich persönlich ziemlich überflüssig und unglaublich unsinnig finde – ich hoffe, ich muss hier niemandem erklären, warum.)

Mal wieder Aktionismus, der über das nette Ziel, Kinder vor Pornographie zu schützen, hinaus geht und irgendein Medium stellvertretend dämonisiert. Wer schützt die Kinder eigentlich vor den Eltern?

Ich wurde beworfen. Mit einem Stöckchen. Einem interessanten seiner Art. So sehr ich auch davon überzeugt war, ein weiblicher Gibbs zu sein (inklusive Kaffeesucht), so sehr war ich vom Ergebnis überrascht ;-)

Und weil es ein Stöckchen ist, würde mich ja mal interessieren, wie Abby die Phrixus ist… Und jeder andere ist natürlich herzlich eingeladen, diesen Test zu machen – macht natürlich nur Sinn, wenn man NCIS-Fan ist 8)

Which NCIS Character Are You?


Congratulations!
You are most like Special Agent Caitlin “Kate” Todd! You are a stick in the mud. On the other hand, you are compassionate and intelligent. You are a strong person and you work well under pressure.

There should be more determined people like you out there!
Take this quiz!


Grade in einer Dokumentation über einen Hotelinnenausbau.

Innenarchitekt (sinngemäß aus dem Kopf zitiert): “Bei der Arbeit mit Bauarbeitern kann man arrogant sein und bei Fehlern sofort fragen, was das denn sei. Man kann sich aber auch auf das Niveau begeben und auf Augenhöhe auf die Probleme hinweisen.”

Geht es vielleicht noch ein bisschen hochnäsiger, Mr. Innenarchitekt? Ich könnte kotzen.

… on stage. Beim Zappen erwischt. Waren geschockt. Dachten, es wären Popstars on stage. Bis wir die Outfits sahen und unsere Vermutung revidieren mussten. Es sind Poppstars.

Still hier, weil ich viel zu tun habe. Manchmal ist das (zum Glück) so.

Gestern im Möbelhaus hatten wir den Eindruck, dass unsere Pos eine Menge Honig zieren musste und die Verkäufer auf Honig dressiert sind.

Es ist nett, wenn man durch eine Sofaabteilung läuft und die Verkäufer, denen man begegnet (ungefähr sieben pro Quadratmeter) einen guten Tag wünschen, auch mal fragen, ob sie helfen könnten.

Nicht schön ist, wenn die dann in drei Meter Abstand hinter einem herschlendern. Penetrant. Und man keine Schranktür öffnen oder kein Sofa probesitzen kann, ohne dass ein Vertreter des Verkaufspersonals losstürmen und die Vorzüge des Glasschliffs oder die Federung, den Bezug und den Aufbau vom Band spulen.

Ich glaube ja, dass das alles ehemalige Geheimdienstler mit entsprechender Ausbildung sind. Anders kann ich mir diese Beschattungsmaßnahmen der Zielpersonen nicht erklären.

Die Verkäuferin, die wir nach 50 Metern Manndeckung freundlich darauf hinwiesen, dass wir uns von hier belästigt und beobachten fühlten und auf das Verkaufspersonal zukommen würden, wenn wir etwas benötigten, wurde leicht patzig und meckerte, sie sei von der Geschäftsleitung angewiesen, dem Kunden zu folgen. Damit immer ein Ansprechpartner da sei.

Von der Verkaufsprovision sagte sie nichts. Ebensowenig zu unserem Hinweis auf die übrigen vier Verkäufer, die in unserer unmittelbaren Umgebung rumstanden.

Es hatte so ein bisschen was loriothaftes.

… was Scheiße ist? Wenn der weiße Pudel in seinen eigenen Kackhaufen tritt.

Hab ich gelacht.

Menschen, die gegen Sachen treten, weil sie ihnen im Weg stehen.
Hochheben tuts auch.

Geht auch weniger kaputt und die Sachen halten länger.

… mit Pfanne. Angeblich. Schreibt Bunte.

Vielleicht hatte sie die Hoffnung, es würde optisch helfen. Ähnlich wie Botox oder so. Ich glaub, so durch ist die Frau gar nicht…

Manchmal überlege ich ernsthaft, ob eine Chatfunktion hier manchmal nicht besser wäre…

Während in unserem Dörfli noch gefeiert wird, dass ein Teil der Geschäfte nun über Mittag ihr Angebot feilbietet (hoho, jaaa, wir haben den Standard von vor 10 Jahren auch mal erreicht…), werden andernorts die Türen von 7–24 Uhr geöffnet.

Hoch lebe der Fortschritt.

Eigentlich wollte ich nur Kaffee. Keine Badartikel oder Kinderstiefel. Nur Kaffee. Ich weiß, damit bin ich beim örtlichen Kaffeeröster allein auf weiter Flur. Das Hauptgeschäft des Bohnenpapstes liegt wohl mittlerweile im Verkauf von Reisen oder Schmuck. Ich persönlich habe das ja nichts gegen, schließlich braucht eh niemand Fachleute wie Juweliere oder Reisebüros. So zurück zum Thema.

Ich stehe also wartend am Bedienaltar und schaue die Verkäuferin eindeutig aufmunternd an. Sie guckt mich eindeutig irritiert an, liegt doch vor mir noch kein Artikel aus dem aktuellen Sortiment.

Irgendwann überwindet scheinbar die Neugier die Ignoranz uns sie tritt zu mir.

Verkäuferin (V): “Möchten Sie zahlen?”
Wortteufel (W): “Ich möchte Kaffee.”

Schweigen. Dann V: “Ooh.”
Ich erwarte ein trauriges “sowas haben wir nicht”, kann dann aber sehen, wie V sich eines besseren besinnt, sich umdreht, um sich selbst davon zu überzeugen, dass es noch Bohnen gibt.

V: “Damit habe ich nicht gerechnet.”
W: “Warum auch. Sie sind ja nur ein Kaffeevertrieb.”
V: “Ja.”
W: “Können Sie mir was empfehlen? Ich bräuchte einen milden Kaffee.”
V: “Gemahlen?”
W: “Nein.”
V: “Dann könnte ich Ihnen unsere Rarität bieten.”
W: “Und wenn es gemahlen sein soll, dann nicht?”

Irritiertes Schweigen.

W: “Sie haben grade die Rarität in einen kausalen Zusammenhang zum Mahlen gebracht.”
V: “Wollen sie mir hier was unterstellen? Ich mach nur meinen Job.”
W: “Ja, und den machen sie bisher sehr langsam.”
V: “Ich werd ja nicht fürs Rennen bezahlt.”
W: “Gut. Was ist denn ihre Rarität?”
V: “Kaffee.”
W: “Ach.”

V: “Ein milder und leichter Arabica mit einem Hauch exotischer Früchte.”
W: “Also fast eine Kahlua Colada.”
V: “Häh?”
W: “Das war ein Witz.”
V: “Ach so.”
W: “Und? Der ist mild?”
V: “Äh, ja. Und was ganz besonderes.”
W: “Das war der Werthers Echte-Enkel auch.”
V: “Der bekommt doch keinen Kaffee.”
W: “Nein, aber Bonbons. Weil er was ganz Besonderes ist.”
V: “Isst?`”
W: “Nein, ist.”

V: “Der Kaffee ist aber ungesüßt. Aber ganz was feines. Wissen Sie, je höher die Bohne angebaut wird, desto edler ist der Kaffee.”
W: “Sagt wer.”
V: “Na, alle.”
W: “Ich bisher noch nicht.”
V: “Fast alle.”
W: “Gut. Davon dann bitte 250 g.”

V geht zu den Abfüllbehältern der Bohnen und langt tatkräftig zu der Massenware.

W: “Aber achten Sie drauf, dass da auch wirklich die schwindelfreien Bohnen drin sind. Nicht die günstigen Talgewächse.”

V schaut geht einen Schritt zurück, guckt auf die Kaffeebezeichnung, errötet leicht.
V: “Tschuldigung. Da war gestern noch die Rarität drin.”

V: “Sie tun da auch was gutes mit.”
W: “Ja, ich werde morgens besser wach und damit meinem direkten Umfeld einen verdammt großen Gefallen.”
V: “Ne, für die Kaffeeanbauer. Der Kaffee ist von der Allianz der Regenwälder.”
W: “Reicht denen der Vertrieb von Versicherungen nicht mehr?”
V: “Die haben auch Versicherungen?”
W: “Ja klar. Die Allianz.”
V: “Na, stimmt. Da arbeitet doch der Herr Kaiser, oder?”

W: “Ja, klar. Und ich finde, so Versicherungen würden doch noch super ins Sortiment passen, oder?”
V: “Super Idee. Wenn wir nur immer so aufmerksame Kunden hätten, wie Sie.”
W: “Ja, dann würden sie einfach nur Kaffee verkaufen…”

Das nächste Mal geh ich zum Juwelier. Vielleicht haben die ja auch Kaffee.

Der Gedanke, puckbebrillt an einem Feiertag mitten in der Woche ein Gläschen zu trinken, erfüllt mich mit Neid. Jedenfalls in Bezug auf 2/3 der Aussage. Die Brille muss nun wirklich nicht sein. Wo heute ein Feiertag ist, hat mir Stilke im Kommentar leider nicht verraten.

Aber dafür gibt es ein entsprechendes Urlaubsbild von mir:

ladolcepuck.jpg

PS: soso. Die Österreicher machen mal wieder Arbeitspause. Ts. Hömma, Frau D., vielleicht doch hinziehen ins wunderschööööne Käääärtnerland?

Hier mal eine schöne Sommervariante des Mädchenbier-Trinkens.

Wer also auf der Suche nach der ultimativen Bierbrause ist, der schaue regelmäßig da vorbei.

bier.jpg

Es kommt wieder die Zeit der großen Männer. Der ganz großen Männer in grauen Kitteln und meist etwas schütterem Haar: die ersten Blätter wurden vom Wind auf die Straße geweht.

Und weil ja die Gehwege und Vorgärten sauber zu bleiben haben, ist die Stunde der Laubpuster gekommen und die Hausmeister haben ihren großen Auftritt.

Ihren Enthusiasmus hinter mürrischer Miene versteckend schmeißen sie morgens zur erstmöglichen Gelegenheit (7 Uhr…) den Laubpuster an und ziehen durch ihr Revier. Wehe, ein anderer Puster kommt ihnen dabei in die Quere. Dann spielen sich Dramen ab: Highnoon auf der Gasse. Die Menschen flüchten in die Häuser, sogar die Eichhörnchen verziehen sich in kleine Asthöhlen und der Wind hört auf zu wehen…

Was dann kommt, ist einfach nur furchtbar: zerzauste Restlocken auf dem Haupt, flatternde Hausmeisterkittel und derjenige, der den Mund nicht schnell genug geschlossen hat, darf noch Tage später die Straßenbeweise aus den Zähnen pulen.

Der Hausmeister der Grundschule gegenüber hat es gut. Kein Widersacher, kein Konkurrent stört seinen hahnengleichen Stolziermarsch über die Wege. Mir fällt auf, dass er die Blätter oft einfach nur von einer Seite zur anderen pustet, um noch länger im Genuss des großen Gerätes zu bleiben.

Ob der Laubpuster der Porsche des kleinen Mannes ist? Ihr wisst schon: je kleiner, desto mehr PS?

Ich bleibe dran.

Ne, Mädels, jetzt mal ehrlich: einige Kleidungssünden, die ihr zur Zeit spazieren führt, sind wirklich inakzeptabel. Entweder generell oder an Euch.

Wenn ich Cowboystiefel zu kurzen Bermudas sehe, wird mir schlecht. Wenn ich dann noch sehe, wie die Gute dinosauriergleich über den Platz stampft, kommen mir die Tränen und ich gedenke voller Wehmut der unzähligen Ameisen, die da aus dem Leben gedrückt werden und nicht mal im Moos zwischen den Steinen eine Überlebenschance haben.

Erstens bin ich der Meinung, dass Bermudas nichts, aber auch gaaar nichts schickes haben. Zweitens finde ich Stiefel im Sommer – ich weiß, entgegen dem momentanen Trend – sowas von ekelig, dass ich mir einbilde kleine Plakate auf dem Stiefelschaft zu sehen, auf denen der heimische Fußpilz seine Kumpels zu einer Super-Schwitz-Poolparty einlädt.

Ich hoffe dann immer, dass diese Damen daheim keinen Anhang haben, der unter den Stiefeleskapaden ihrer Frischfußverweigerinnen leiden müssen.

poolparty.jpg
Wie immer: klicken für größer.

Grade in einem Riesenmöbelhaus gewesen und überrascht worden.

Das Wunschsofa ist nicht mehr im Programm, kann aber ohne Probleme beim Hersteller geordert werden – im Bezug, den wir gern hätten, mit der Recamiere auf der gewünschten Seite und Kissenbezügen nach Wunsch. Alles ohne Aufpreis.

Und dann kam die Überraschung: als wir den Hauspreis des blöden anderen Möbelhauses nannten (999,–) sagte uns der Verkäufer sofort zu, uns den Preis wahrscheinlich auch machen zu können nach Rücksprache mit dem Chef.

Das hieße: unser Traumsofa mit allem, wie gewünscht, zum Preis, wie ursprünglich gedacht, aber kaum noch erhofft.

Danke, Segmüller. Nichts ist wertvoller, als Mundpropaganda von zufriedenen Kunden.

Spannend ist es, wenn man jemanden “wiedertrifft” (in diesem Falle online und dann via Fon) und erfährt, dass da alles neu ist. Neues Kind, neuer Mann – sogar schon mit Ring am Finger, neue Wohnung, alles neu.

Schön ist, wenn man hört, dass einige Dinge noch gleich sind: die Stimme. Das wars dann aber auch schon.

Schade ist, wenn man erfährt, dass genau an DEM Tag die Hochzeit war – und wenn wir das gewusst hätten, wären wir bestimmt alle mal dahin gegangen, statt ins Cafe am Hafen 8) Hat aber keiner gewusst, weil keiner wusste, was aus ihr geworden ist in den letzten Jahren.

Konsequenz: verliere niemals deine ehemaligen Kollegen aus den Augen…

hier gefunden. Danke, Phrixus.

Hier regnet es. Und da June für solche Tage eine Regenwetteraufgabe vorgeschlagen hat, die mir gut gefällt, mach ich doch mal mit. Hier also mein Bild (zum Vergrößern bitte draufklicken):

psychologie.jpg

Und die gewünschten Erklärungen dazu:

Der Kubus ist aus Glas, damit die Sonne besser durchkommt. Macht ja auch Sinn. Schließlich ist man ja in der Wüste. Wenn man den Kubus im Schatten haben wollte, hätte man ihn im Regenwald gebaut, oder? Der Kubus ist natürlich ziemlich groß. Schick, oder?

Die Leiter ist Standard-Aluminium von OBI und fast neu. Eigentlich stand sie mal am Kubus, wird jedoch grade in diesem Augenblick vom plötzlich auftretenden Windstoß zur Seite gekippt und droht umzukippen.

Das Pferd hatte leider Pech und ist dem Besitzer des Kubus über den Weg gelaufen, der Metzger ist. Pferdemetzger. Um seiner Zossenwurst das ganz besondere Aroma zu geben, hängen die Würste nun zum Trocknen im Glaskubus. Dafür hat der Metzger ihn schließlich gebaut. Und da die Sonne in der Wüste die beste ist, dauert der Trockenvorgang nur zwei Tage.

Dieser Windstoß, der da die Leiter droht umzukippen, hat auch noch ein paar der kunterbunten Blumen aus dem Kubusvorgarten entwurzelt und macht nun aus ihnen Blumenkonfetti, dass (wenn er nicht bald aufhört zu stoßen dieser Wind) die ganze Wüste bunt macht. Frau Metzger wird das ärgern, schließlich hat sie die Blumen liebevoll gezogen und fährt sieben Mal täglich raus in die Wüste zum gießen. Die Blumen danken es ihr mit Farbenpracht und stetigem, unaufhörlichem Wuchs.

Glückwunsch, Frau Metzger.

Nun hoffen wir mal, dass der Wind nicht dreht, die Leiter zur anderen Seite kippen lässt und das Gewächshaus in tausend Scherben zerbricht. Wär schade um die Wurst…

Oder: Fernsehsender killed the Schlager Star?

“Tiefen Schmerz in ihren Augen” sah der männliche Part eines Schlagerduos in den Augen seiner Partnerin nach deren letzter Sendung. “Sie klagte über Kopfschmerz.” So berichtet Spiegel Online.

Ist das nun die Mitleidsoffensive? Steht hier womöglich ein Marketingplan erster Güte zur Rettung der Schlagersendungen dahinter? Oder die Vorbereitung auf eine Spendenaktion, bei der der GEZ-gesparte Obulus notleidenden und bodenlosen Schlagermusikern die Kur ermöglicht? Oder einen neuen Lebensanfang auf einer Insel der Glückseligen?

So ein bisschen boshaft bin ich ja und finde es sogar ausgesprochen amüsant, dass Heile-Welt-Besinger nun die Realität des Jobverlustes kennenlernen und ihnen der “Lebensinhalt” genommen wird. Da ich mal davon ausgehe, dass nicht alle “von denen” schlechte (oder gar keine?) Anlage- und Steuerberater haben, ist das wahrscheinlich das klassische Jammern auf höchstem Niveau. Und ändern wird sich bei denen wohl auch nichts. Sie werden weiter lustiges und frohes Liedgut trällern und in der rustikalen Villa diverse TV-Teams empfangen – und bei Promi-Kochshow, Homestory oder “Best-of-Schlager”-Sendungen ihr schönsten Alpenlächeln vorführen.

Jo, mei, ist des schee. Nur hold nimmer im Zweiten.

… Suchbegriffe:

“GUMMIBOOT”
Bitte groß geschrieben, da es wohl ein verdammt großes Gummiboot, pardon GUMMIBOOT, sein muss. Als “knallrotes” gibt es dazu sogar einen Song.

“Swinger segeln”
Sagt mal, ist das ein neuer Sport? Alle nackelig und mal hängt mal der, mal die in der Takelage? Frau Schmitt (mit doppel-t, bitte, so viel ABC muss sein) sucht verzweifelt den Großmast (haha) und “der Kalleinz” (Karl-Heinz hats nich so mit de Bindestriche und ist Hesse) versucht datt Inge mal praktisch Bug und Heck zu erklären… Ich werde seekrank bei dem Gedanken, mir hässliche Menschen in marineblauen Latexstiefeln an Bord vorzustellen – und bestimmt hat einer einen Anker als Kurzzeittattoo auf dem besten Stück platziert.

“sehr geil”
Ja, danke.

“Hochzeit feiern zum alten flies”
Hochzeit feiern in altem Vlies?
Hochzeit feiern mit dem alten Verflossenen?
Hochzeit feiern zum alte Fliesen loswerden?

“geile früchte”
Macht geile Marmelade.

“elefant kopulation film”
Glaub mir, danach wirst Du dich nie wieder im Spiegel anschauen können, ohne dass der Neid oder die Scham dich packt.

“domina reitherrin”
Sag mal, habt ihr auch Pferde auf dem Segelboot?

“störung hausfrieden durch lauten sex”
Schenken Sie den Nachbarn doch einfach mal einen Segeltörn?

“küchenabflüsse”
Hah, ist da wieder so ein handwerklich völlig unbegabter Wochenendschrauber unterwegs, der von seiner Frau getrieben wird, endlich den neuen Wasserhahn anzubringen, der seit vier Monaten originalverpackt da rum liegt. Vergiss es. Er wird tropfen. Vor allem, wenn Du schon danach fragst, wo die Abflüsse oder was Abflüsse überhaupt sind. Liebe Frau dahinter: Rufen Sie sich einen Klempner, nehmen Sie sich einen jungen, knackigen und sagen Sie den Segeltörn mit ihrer Freundin ab, von dem ihr Mann denkt, Sie machen Frauenurlaub im Wellnesshotel.

“kind ticks”
Lassen Sie das arme Kind einfach mal in Ruhe. Beäugen Sie nicht jeden Schokofleck mit Panik und zwingen Sie es nicht zu dauerndem Händewaschen. Der Tick wird sich in Luft auflösen. Falls ihr Kind jedoch “tickt”, dann gehen Sie zum Krankenhaus und lassen Sie den Wecker aus dem Magen operieren.

“Frauen auf dem Klo”
Die Gespräche will niemand mithören. Ehrlich.

“Wie kann ich mich an meinem Mann rächen?”
Die Möglichkeiten sind vielfältig. Holen Sie vier, fünf Flaschen Sekt, laden Sie ein paar Freundinnen ein und werfen Sie nach der zweiten Flasche diese Frage in den Raum. Sie werden viele passable Vorschläge zu hören bekommen! Falls nicht: 1. trennen Sie ein Stück der Hosennaht hinten auf (nur ein bisschen…) und warten Sie auf einen verzweifelten Anruf. 2. Lassen Sie in seiner Stammkneipe das Gerücht aufkommen (Sie als Frau wissen sicher, wie man das schafft), er vertrüge kein Bier, er bekäme davon nachts Juckreiz am Sack. Beobachten Sie dann einfach das nächste Mal das Gesicht von Kellnern, Wirt und Stammgästen, wenn ihm sein Pils auf die Theke gestellt wird. 3. Er will in den heimlichen Liebesurlaub mit der Geliebten? Tauschen Sie doch mal die Tuben- und Flascheninhalte (Shampoo, Zahncreme, Rasierschaum, Duftwässerchen, Deo, Haargel) gegen andere Inhalte (Chilipaste statt Duschgel, Lippenbalsam statt Zahncreme, etc.). Seien Sie kreativ. Und seien Sie sich sicher: keine Minute wird er den Urlaub genießen können, wenn die Haut juckt und der Mund schmiert. Aber bitte, machen Sie nichts strafbares!

“sitzende Elfe auf Kuchen”
Hat wahrscheinlich echt Hunger. Oder ist an der Glasur hängengeblieben.

“vorher-nachher frisuren”
Vor was? Nach was? Dem Sturm? Dem Angriff der Killerameisen? Dem Morgenstyling?

“boys mit schweissfüssen”
Heranwachsende männlichen Geschlechts haben ein paar Eigenarten, die sie erst ablegen, wenn sie älter sind. Dazu gehört die Abneigung gegen regelmäßiges Duschen, lautes Furzen in der Öffentlichkeit mit anschließendem Trommeln auf die stolzgeschwellte Brust und ständiges “Boooah, Hammer, geil”-Rufen, sobald sie eine weibliche Brust sehen. Nicht dazu gehören Schweißfüße. Leider.

“autofahren wiederholungstäter”
Bin ich. Täglich tue ich es wieder. Ich fahre Auto. Es tut mir leid. Ich weiß, ich benötige Hilfe. Aber ich kann nicht anders. Wenn ich es sehe, wie es mit seinen Rädern da vor mir steht, mir mit seinen Scheinwerfern zublinzelt…

“guten morgen”
Ja, danke. Dir auch.

“frisösen möpse”
Haben meist ein eingedötschtes Gesicht und eine Dauerwelle.

“Amerikaner mit langen Pimmeln”
Gibt es nicht. Sonst wären die nicht so scharf auf Stretchlimos.

“komisch free”
Gibt es jeden Tag, überall. Geh raus und guck Dich um. Hör den Menschen zu und genieße die Alltagskomik – für ganz ohne Geld.

“letzte Sekunde vor aufprall”
Vergeht viel zu schnell.

“22.22 auf die uhr gucker”
Spoooooky. Das ist ja was. Mir würde das ja zu denken geben und ich würde mich fragen, ob ich nicht auserwählt wäre. Vielleicht Uhrmacher zu werden. Oder so.

“Woher bekommt man Kaulquappen”
Als ich noch klein war, gab es noch Bäche und Teiche, in denen welche waren. Ist das heute anders? Bist Du so jemand, der auch glaubt, Kühe seien lila und eine Grashalme pieksen, wenn man über eine Wiese läuft?

“Tonerabfall”
Entfärben und am Hauptbahnhof verticken. Aber lass dich nicht erwischen. Das war ein Witz (muss man ja heutzutage dazuschreiben, sonst rennt ein Irrer los und macht das. Ok, wir hätten ein paar Drogenkonsumenten weniger. Mmh. Ach nee, lass mal lieber.).

“mit High heels autofahren ist geil”
Sieht bloß keiner.

Die Ergebnislisten sind da. Tja, was soll ich sagen. Vielleicht nochmal jenen Dialog ein paar Tage vor dem Rennen wiederholen:

“Schatz, wenn Du bei deinem ersten HM unter 2:20:00 h läufst, lade ich dich in dein Lieblingsrestaurant ein.”
“Ok, ich glaub aber nicht daran.”

Erwähnte ich, dass er 2:19:58,5 h gelaufen ist?
Unverschämt, oder? :D

Tja, es gab dann auch das “2:19:58,5-Menü”: Frischkäseterrine, Ruccolasalat mit Garnelen und Limettendressing, Paprikaschaumsuppe, Maispoulade mit Zucchininudeln, Lammrücken mit Balsamico-Gemüse, Panna Cotta mit Pfirsichmus, geeister Espresso, frische Früchte, Zitroneneis…

Ich geh jetzt ins Bett. Ab morgen geht mein Training los.

Mein Mann ist grade seinen ersten Halbmarathon gelaufen. Und auch noch schneller als gedacht. Was wohl auch ein großer Verdienst seines Mitläufers ist, der eigentlich ein schnelleres Tempo läuft und ihn immer mal wieder motivierte – und was noch wichtiger war: unterhielt! Danke dafür, Thomas.

Nun liegt der Halbmarathoni auf der Couch und regeneriert, um heute abend seine Belohnung zu bekommen: das Essen im Lieblingsrestaurant. Das Ziel war “Durchkommen”, der Wunsch “unter 2:20 h”. Die Belohnung war die Motivation ;-)

Ich bin begeistert, stolz und freu mich mit, für und über ihn. Und bin ein klitzekleines bisschen traurig, weil mich seit zwei Wochen ein Muskel am Training hindert.

Dafür ess ich heute mit ;-)

Neulich berichtete ich über die Geschenke des Herrn H., die aus Mirabellen und Gemüse bestanden. “Ein Gartengruß, Frau Wortteufel”.

Aus dem Gemüse wurde eine Gemüsesuppe, die ihresgleichen sucht, aus den Tomaten eine 1a-Pastasauce, in der auch ein paar Zucchini ein neues Zuhause fanden.

Die zweite Ladung Mirabellen war dann doch zu viel zum Naschen. Und deshalb habe ich heute Marmelade gemacht. Mirabellen-Pfirsich-Marmelade. Und weil ich ja sowas kann, hab ich auch gleich noch Marmeladenglasetiketten gemacht. Damit die, die ein Glas geschenkt bekommen, auch wissen was drin ist.

Danke, Herr H., lecker ists geworden.

marmelade.jpg

Wir suchten eine Couch, wir fanden eine Couch. 2-Sitzer mit Recamiere. Wie gewünscht. Stand genauso da, wie wir es wollten. Bis auf die Recamiere. Die sollte auf der anderen Seite sein.

Preis? 70% höher.

Für das gleiche Sofa mit dem gleichen Bezug und Sofakissen, die etwas variierten, aber in der gleichen Preiskategorie der Stoffe lagen. Nur seitengespiegelt.

70% drüber. Unverschämt.

Und dann nicht mal eine saubere Kundentoilette.