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Wenn vor mir ein Mädchen zu einem anderen Mädchen sagt, sie wolle Topmodel werden, dann möchte ich manchmal dazwischen gehen und sie darauf aufmerksam machen, dass dafür ein anderes Gesicht notwenig ist als eins, dass aussieht wie der Fleischsalat vom Discounter.

Ich weiß, einige Mütter die hier lesen werden neidisch werden, einige Angestellte auch: ich geh jetzt mal duschen.

Der Vorteil, wenn man zuhause arbeitet ist einfach, dass man durchaus auch im Schlafanzug im Büro sitzen und mit Kunden telefonieren kann, wenn man mal Lust dazu hat. Und genüsslich seinen Morgenkaffee schlürfen. Und erst gegen Mittag mal unter die Dusche hüppt.

Jawoll. :D I freu mi.

“Wenn sie schön auf unserer Linie bleiben, dann wird hier auch was aus ihnen.”

Zitat eines Parteibonzen bei der Besetzung einer Stelle.

Ich weiß nicht, wer das noch kennt: dieses Knacken, wenn man den Kopf dreht.

Heute habe ich es. Ständig. Immer, wenn ich den Kopf in eine beliebige Richtung drehe, macht es “im” Kopf (gefühlt…) ein kleines “Knack”. Es fühlt sich an, als ob dieses “Knack” genau hinten im Kopf wäre, wo die Wirbelsäule in den Schädel reingeht.

Ekelig. Fürchterlich! Ich glaube, ich verharre heute regungslos.

Heute im Supermarkt. Kassenschlange.

“Hallo Hedwig, meine Liebe.”
“Ach, hallo Hilde.”
“Hedwig, was ist denn mit dir los? Du bist ja ganz durcheinander?”
“Hilde! Hast Du denn nicht gehört?”
“Was denn, Hilde?”
“Na, das mit dem großen Knall!”

“Hedwig, den einzigen großen Knall, den ich kenne, den hat mein Hans.”
“Nein, Hilde, wirklich! Ich meine das mit dem großen Allknall! Haste nicht gehört?”
“Ich hab keinen Knall gehört. Wann soll denn das gewesen sein, hömma? Du weißt doch, wenn ich die Geräte aus den Ohren nehme, bin ich taub. Muss ich ja auch sein, Du weißt schon… Hans, der schnarcht doch so und da …”
“Mensch, Hilde, liest du denn keine Zeitung?”

“Hedwig, die Frau im Spiegel. Wegen der Rezepte.”
“Nein, echte Zeitung. Die Bild!”
“Nee, hab ich nicht gelesen. Die nehm ich für die Kartoffelschalen.”
“Da stand doch drin, dass man da jetzt sowas am Himmel sieht, weil das was zusammen gestoßen ist.”
“Was denn? Na, sag doch mal Hedwig.”
“Na, Sterne oder Planeten oder sowas.”
“Och, sach bloß? Na sowas.”

“Na und da hat es wohl einen Unfall gegeben. Mit einem anderen Stern oder sowas. Und nun ist da so viel Staub und so.”
“Staub?”
“Ja, Staub. Die schreiben, dass da so viel Staub und Steine rumfliegen drumrum da.”
“Ja und warum bist Du so durcheinander?”
“Na, weil ich hab doch kein Meister Propper mehr daheim! Und jetzt musste ich noch schnell los und was holen. Weil wenn der Staub hier runterrieselt, möcht ich nicht, dass da alles so dreckig wird bei uns.”

“Ach, da haste Recht. Da muss ich wohl doch noch mal zum Putzzeug. So viel hab ich auch nicht mehr zuhause. Für so einen Stern reicht das wirklich nicht mehr aus. Nachdem mein Hans da heute morgen so gekrümelt hat beim Frühstück…”

“Siehste, Hilde. Aber ich muss jetzt mal los. Bevor der Staub kommt. Hab doch keinen Schirm dabei und ich war gestern erst beim Matuschek für die neue Dauerwelle. Also, machs gut, ne?”

Merkt ihr was? Ist euch was aufgefallen? Ja? Mir auch. Diese himmlische Ruhe. Draußen. In den S-Bahnen, Bussen, Supermärkten. Eine gespenstische Stille herrscht draußen. Kein Ballspielen, kein Geschrei…

Nein, die Körperfresser haben nicht die jüngsten von uns gefressen – der neue Harry Potter ist raus.

Himmlisch. Es ist wunderbar. Scheinbar haben sich die ganzen Unter-1-Meter-vierzig-Menschen in ihre Höhlen Kinderzimmer zurück gezogen, um sich in die Abenteuer dieses Narbengesichts zu stürzen.

Mir kann es recht sein. Die Mütter in den Supermärkten sind irgendwie entspannter, der Lärm geringer und man hört weniger geschmacklose Klingeltöne auf der Gasse.

Von mir aus könnte diese Autorin noch tausend Bände von diesem Zauberhansel auf den Markt bringen…

Viertel nach 10 und ich sitze vor meine weißen Scribbleblock (ja, meine ersten Ideen versuche ich immer klassisch zu visualisieren) und habe keine Idee. Müsste aber bald mal eine haben. Denn der Kunde hätte gern eine. Bis Donnerstag, wenns geht. Bitte.

Und so hänge ich hier mit weichem und abgerundetem Bleistift und starre auf das Papier. Weiß ist es. Leer ist es. Zu leer.

Mein erster Versuch ähnelt mit seinem ausgefüllten “o” im Namen dem alten Konica-Logo. “Guck mal, Konica”, denke ich unerfreut und kritzel ein paar Mal quer drüber.

Der zweite Wurf hat dann ein Wirbelsäulen-S im Namen. Idee? Gar nicht so weit entfernt von der Aufgabe, geht es doch um den Arzt einer orthopädischen Chirurgie. Ist aber doch sehr oft gesehen. Gut, man könnte das “S” im Namen durchaus verwirbelsäulen. Aber will ich das? Ich kritzel die Wirbelsäule nicht durch und beginne etwas weiter unten wieder zu scribbeln.

Ein Bogen. Unten. Ooooch, watt langweilig. Außerdem hab ich das schon mal gemacht. In der Art. Und ich imitiert mich nicht selbst. Das überlasse ich anderen.

Der Arzt ist Künstler. Vielleicht seine Unterschrift als Logo? Naja, erkennt wahrscheinlich keine Sau, was das heißen könnte. Also, gar nicht erst anfangen damit.

Kurz vor 11. Das Papier ist immer noch mehr weiß, als grau und die Ideen sind immer noch nicht da.

Ich glaube, ich klapp das Buch mal zu und geh einen Kaffee trinken. Man sollte die Gedanken nicht so einengen und auf Kommando dann hervorkitzeln. Sondern ihnen die Chance geben, sich selbst aus dem Hut zu zaubern. Tataaaa, da bin ich. Wie das weiße Kaninchen.

Hauptsache, es hüpft nicht schneller weg, als ich es schlachten kann. Bald ist Donnerstag…

Nachtrag
Scheinbar macht mir das Schreiben über keine Ideen neue Ideen. Denn kaum, dass ich diesen Artikel verfasst habe, meldete sich eine dieser verflixt scheuen Ideen und bat um Realisierung. Nun schauen wir doch mal, was der Kunde zum Entwurf sagen wird 8)

Aufmerksame Leser dürften bemerkt haben, dass ich neben dem Zuhause der Banken wohne. Frankfurt ist nur einen Katzensprung entfernt: je nachdem, in welche Richtung ich aus dem Dorf fahre, bin ich in einem oder in drei Kilometern in der Geldburg. Gut, bei einem Kilometer lande ich in einem Stadtteil, der ländlicher ist, als dem Bauer Jupp sein Acker…

Nun ist mir neulich aufgefallen, dass ich schon nachrechnen muss, wie alt ich bin – einfach, weil die Jahre immer schneller vorbeigehen und ich mit dem gefühlten Alter nicht mehr hinter dem biologischen her komme. Es ist so: früher war ich unendlich lange 17, bis ich endlich 18 wurde. Und heute? Kaum 31 geworden steht schon der 32. vor der Tür. Und ich fühle mich immer noch wie so circa 30. Höchstens.

Da geht mir aber erst so, seit ich hier wohne. Hier, neben den grauen Männern, die wohl dafür verantwortlich sein müssen. Momo-gleich stehlen sie mir scheinbar die Zeit, wenn sie in Massen aus den Hochhäusern mit den Geldlogos strömen und durch die Hausfluchten zu den S-Bahnen wandeln. Geldzombies. Graue geklonte Männer und Frauen, die wie Männer aussehen.

Ob dieser graue Geldverwaltungsbrei meine Zeit anlegt? In Zeitaktien? Was machen die damit? Bekomme ich meine Zeit irgendwann zurück? Bin ich dann 45 und *schwupps* ist mein Körper so knackig wie damals mit 22? Wo muss ich das Guthaben abholen? Muss ich das versteuern?

Seit ich diesen Gedanken habe, fahre ich noch seltener in die Stadt mit der Finanzskyline. Und wenn ich da bin, versteck ich mich, wenn die graue Masse auf mich zustürmt…

Sind wir doch mal ehrlich: wer von uns ist das letzte Mal auf der Autobahn schneller als 130 km/h gefahren – und das über einen längeren Zeitraum? Wanderbaustellen die seit acht Jahren die Autobahnen bevölkern, Brummifahrer mit Überholmanie und Senioren mit eingebautem Tempolimit 70 auf der linken Spur. Hinzu kommt, dass schneller fahren mittlerweile fast unbezahlbar wird. Man schaue sich mal die Spritpreise an.

Hierzu möchte ich anmerken, dass ich vor einiger Zeit für 1,13 Euro getankt habe. Ja, Diesel. Am Samstag dann habe ich mich gefreut eine Tankstelle zu finden, die mir ihren beschissenen Dieselkraftstoff für 1,19 Euro statt für 1,22 Euro wie bei uns im Dörfli verkauft hat.

Man stelle sich das vor: sechs Cent Erhöhung innerhalb weniger Tage. Ich denke dann immer an früher (ihr wisst schon: damals sind die “Vor-Euro-Zeiten”), wenn ein Aufschrei durch Deutschland ging, weil der Spritpreis um drei Pfennig hochging…

Ja, und heute? Da denkt man nicht an Klimaschutz, wenn man den Wagen stehen lässt und die 40 Kilometer zur Großmutter zu Fuß läuft, sondern an den Geldbeutel.

Und wenn dan ein Trip quer durch Deutschland bevorsteht, rechnet man mal kurz durch, wie viel Fliegen quer durch Deutschland kostet und wie viel Autofahren für zwei Personen. Na, fliegen gewinnt. An die Bahn denke ich schon gar nicht mehr, da die immer noch mal teurer sind, als der Flieger… Ans Klima übrigens lieber auch nicht.

Dafür fällt der Urlaub flach. Das Urlaubsgeld ist fürs letzte Tanken draufgegangen…

Ich habe den Eindruck gewonnen, dass diese Finanzoptimierungsfirmen jeglicher Buchstabenfolge ihre Frischlinge erstmal einer Gehirnwäsche unterziehen. Wie sonst könnte man erklären, dass man jahrelang von fernen Bekannten nichts hört und dann urplötzlich, wenn sie zum Beispiel in ihrem abgeschlossenen Studienbereich (z.B. BWL oder Jura) keinen Job finden und sich von Versprechungen zu einem Finanzoptimierungsanbieter locken lassen, plötzlich eine Email bekommt, die so lautet:

“Hallo Wortteufel!” <– Name von mir in diesen geändert.

“Wie geht’s Dir? Hoffe, die Nähe von Frankfurt liegt Dir noch immer! Die email, die Du erhalten hast, habe ich veranlasst! Tut mir leid, wenn ich Dir damit keinen Gefallen getan habe! Weil viele Gesellschaften die Tarife enorm ändern werden, hat XYZ uns die Möglichkeit gegeben, den Vergleich, den wir unseren Mandanten anbieten auch anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. Das Ganze eben im Rahmen einer email – Aktion. Da wollte ich nur, dass möglichst viele Leute, die ich kenne, diese Riesen-Vorteile auch nutzen können!”

(Erklärend möchte ich noch erwähnen, dass ich kurz vorher eine “Mandanteninformation” (Hallo? Ich bin kein Mandant!) von diesem Anbieter bekommen habe, in dem mir ein Kfz-Versicherungswechsel nahe gelegt wird, zusammen mit der Info, ich könne mir von meinen Finanzberater XY persönlich beraten lassen. Dieser Finanzberater ist ein alter entfernter Bekannter…)

Es scheint diesen Frischlingen eingehämmert zu werden, sie mögen doch bitte alle ihre privaten Kontakte nutzen, um die Produkte loszuwerden.

Auch passiert ist mir bei einem Vertreter einer anderen Firma schon folgender Dialog:
“Ach, hallo XY. Lange nicht gesehen. Wie gehts Dir?”
“Hallo, Wortteufel. Mir gehts gut, ich hab ja meine private Altersvorsorge bei unserem tollen und unabhängigen Unternehmen XYZ unter Dach und Fach. Und Du?”

Ich finde es absolut unverschämt, wenn diese Dünnschissagenten mir ungefragt, unaufgefordert und im privaten Kontext ihre Waren anbieten. Wurst ist Wurst und Schnaps ist Schnaps.

Und so lange diese Finanz- und Vermögensanlageberatungsoptimierer mir weiterhin mit diesen Verkaufsmethoden kommen, werde ich ihnen die Freundschaft kündigen – und niemals bei ihnen irgendeinen Vertrag abschließen. Geschweige denn, ihnen auch nur die Chance geben, mir was von ihrem Gesülze zu erzählen. Und der nächste, der das versucht, den zeige ich an.

… für die kleinen Halloween-Plagegeister, die bestimmt wieder anklingeln werden 8)

halloween.jpg

Foto: Mann

Nachtrag: André bezieht sich in seinen Kommentaren auf das Bild, welches er mir freundlicherweise bearbeitet hat… Na? Gruselig genug, Herr Moritz Papa?

halloween2.jpg

(Wobei ich jetzt neugierig auf die Halloweenmasken der Zivic-Kids bin…)

Mir gefällt das Wort an sich ja schon nicht. Muss es ja auch nicht, denn es ist mir schnurzepiepsegal, ob das, was mir gefällt, Mainstream ist oder sonstwas. Ja, ich bin so. Es ist mir wirklich schnuppe.

In der Grundschule schon war ich keins dieser Mädchen, denen Puppen und Kleidchen wichtig waren, lange Haare und Prinzessinnenoutfits. Klar, wenn ich mal wollte, dann verkleidete ich mich als Prinzessin zu Karneval. Aber es war für mich kein Lebensinhalt oder eine Orientierung.

Ich eiferte keinen anderen Mädchen nach, wenn sie irgendwas toll fanden und wollte es dann auch haben. Irgendwann wollte ich mal eine “Pipipuppe”, so eine, die das, was man oben mit der Flasche gab, unten wieder rausfluppte. Ich bekam eine Jungenpuppe und wickelte ein paar Wochen fließig. Dann kam sie in die Ecke und meine Mutter bekam meinen kleinen Bruder. Den wickelte ich dann auch fleißig – und in der Ecke landete er nie.

Meine Freundinnen fanden meinen kleinen Bruder sooo süß und nahmen ihn so gern mit zum Aufpassen. Ich fand das schlimm, denn auf Bäume klettern und auf den Bruder aufpassen ging nicht. Also pfiff ich auf die Freundinnen (die dann zuhause mit ihm spielten) und ging mit den Jungs auf Bäume klettern.

In der Schule gehörte ich nie zu den Mädchen, die gesteigerten Wert auf die neuesten Trends legten. Manche Sachen gefielen mir (und manches davon bekam ich auch, wie zum Beispiel einen unglaublich neonfarbenen pinken Winterblouson – ja, der war in den 80er sehr modern) und manche fand ich furchtbar. Ich hatte nie eine Dauerwelle, fand Nagellack doof und MC Hammer noch mehr.

Die Dirty Dancing-Welle bekam ich zwar mit, guckte den Film aber erst sehr viel später, weil er mich in seinen Hochzeiten im Kino schlichtweg nicht interessierte. Dann kamen Kylie Minogue, Rick Astley und Jason Donovan und ich fand Depeche Mode und The Cure toll. Dann eine kurze Phase mit den Kinks, Stones und anderen Größen dieser Zeit (mit dem entsprechenden Schluderoutfit in Schlabberpullis, Jeans und Doc Martens, dazu Palituch und Schal), die zu Gunsten von Soullegenden und Skagruppen weichen mussten.

Während die meisten in meinem Umfeld sich in Popper oder Hippies zu verwandeln, kam bei mir die Zeit der gepflegten Erscheinung und ich wurde eine Anhängerin dieser Subkultur. Vor allem der Musik und der Mode. Nicht der anderen Anhänger, die plötzlich vermehrt auftraten. Immer mehr Mods und Skins erschienen auf der Bühne und alle hörten Soul und Ska und machten die Mode und Musik, die ich liebte (und auch heute noch liebe) zu einer Modeerscheinung.

Also erweiterte ich meinen musikalischen Horizont und addierte zu meinen Klassikern noch die gute Rockmusik, die ich ebenso schätze. Für viele war ich dadurch eine Persona non grata, schließlich grenzte ich mich nicht ab, sondern war “nicht authentisch”. Und so kämpfte ich eine Zeit lang für meine Musik und gegen das Gejaule der Menge, bis ich abwinkte und lieber meinen eigenen Weg ging, auf dem ich mich nicht rechtfertigen, sondern weiter das machen konnte, was ich wollte: mich anziehe, wie es mir gefiel und die Sachen hören, die ich mochte. Wann ich es mochte.

In dieser Zeit lernte ich, dass Subkulturen und Mainstream etwas gemeinsam haben: sie sind intolerant. Und ich lernte, dass nichts so wichtig ist, wie sein eigener Weg. Egal, ob sich das im Musikgeschmack äußert oder in seiner eigenen Meinung, die man nach außen trägt.

Egal, was das Umfeld sagt, man sollte mit sich im Reinen sein – nicht mit den anderen.

Und das merke ich auch heute noch in vielen, kleinen Bereichen. Zum Beispiel, wenn das Umfeld merkwürdig reagiert, wenn man seine Meinung äußert, die nicht konform mit der Masse ist. Oder wenn man es wagt, zu hinterfragen. Sogar sich selbst.

Wenn man nach seinen Prinzipien handelt, nicht nach der Richtung, die das Geld bestimmt oder der Mann, der im Dorf den meisten Einfluss hat. Wenn einem wichtiger ist, sich selbst noch in den Spiegel schauen zu können, als sich beliebt zu machen.

Manchmal überlege ich mir, ob das Leben einfacher wäre, wenn ich die Dinge toll fände, die viele toll finden. Wenn mich andere Sachen interessieren würden (die mir oft einfach am Arsch vorbei gehen) oder ich “mehr Mainstream” wäre oder “Mainstream” denken würde. Ob ich dann mehr Blogleser hätte, wenn ich weniger lästern und mehr Nettigkeiten und Alltagstrott erzählen würde.

Wenn ich die Desperate Housewives gut fände und die Supernanny. Wenn ich Kinder haben wollte, statt kinderlos bleiben zu wollen. Wenn ich mich jeden Abend mit Freunden treffen wollte, statt lieber meine Ruhe zu haben. Wenn mir wichtig wäre, ein Darling zu sein und bei allen beliebt, statt meine oft unbequeme Meinung kund zu tun (aber dadurch sicher sein kann, dass die, die bleiben, echte Freunde sind).

Ja, ich glaube, das Leben wäre bequemer. Aber nicht meins.

Und so höre ich weiter Musik, die mir gefällt, trage Klamotten nicht nach der Mode, sondern nach Gefallen und sage und schreibe das, was ich für richtig halte – auch auf die Gefahr hin, dass das dem ein oder anderen nicht schmeckt. Aber dafür bin ich ich.

Wenn der Sonntag damit anfängt, dass man völlig verwirrt ist, weil alle Uhren verschiedene Zeiten anzeigen, sich kaum bewegen kann, weil der Muskelkater vom Möbelschleppen gestern bei jeder Bewegung laut aufschreit und man die Augen kaum aufhalten kann, dann ist man froh einen Partner zu haben, der einen aufs Sofa verfrachtet und den Kaffee bringt :)

So, fertsch. Zurück im schönen Zuhause. Was soll ich über meinen Tag sagen? Wenn das Chaos umzieht, wird es nun mal chaotisch…

Ich mach jetzt Feierabend hier. Der Whiskey ist schon eingeschenkt. Tschüss. Bis morgen oder so.

Wenn früh am Morgen die Bergsirene dröhnt und die Stechuhr beim Stechen der Wecker klingelt und es ist Samstag, dann kann das nur heißen, dass hier irgendwas im Hause Wortteufel nicht stimmt.

Rrrrrischtisch.

Er muss arbeiten und Wortteufel muss umziehen. Nicht sich, aber andere. Und deshalb schwing ich mich gleich auf meinen Hobel in mein Wägelchen und düse, düse, düse, düse im Sauseschritt fahre mal schnell rübber in die Wetterau.

Mein Rücken tut jetzt schon weh, meine Beine sind so schwer (nimm doch eine Aspirin) und die Arme haben schon jetzt gefühlte zehn Zentimeter mehr. Aber gut. So isses eben.

Noch ein Kalauer zum Schluss?
Hessische Wurstsorte mit U?
Na, na, na?
Erraten?
Rrrrrischtisch.
Uffschnitt.

Kurz möchte ich mal darauf hinweisen, dass die Zahl der wirklich absurden, merkwürdigen und abartigen Suchbegriffe, die manchmal auch in einen Bereich abgleiten, der mir Würgereize entlockt, bedeutend höher ist. Diese Suchbegriffe werde ich hier nicht veröffentlichen. Ich möchte nicht, dass noch mehr von diesen asozialen, perversen und kranken Menschen auf meinem Blog landen.

Doch möchte ich diese Menschen, die nach Dingen suchen die so unaussprechlich widerwärtig sind, darauf hinweisen, dass ich nicht zögern würde, bei rechtlichen Schritten gegen sie die Informationen, die digitalen Spuren, die sie hinterlassen, an die Polizei zu übergeben, wenn damit ein Straftäter überführt werden kann. Das Internet ist nicht anonym. Zum Glück, denn so kann man Schweine wie euch finden!

Jeden Tag erfreuen mich neue Leser mit ihrer Anwesenheit hier. Die Gründe sind vielfältig, doch manche so lustig, dass ich sie Euch nicht vorenthalten möchte. Daher mal wieder in der beliebten Rubrik “Suchen & Finden” die neuesten Suchbegriffe.

“schakeline komm mal”
Liebe Mutter von Schakeline, sag das doch einfach mal deiner Tochter persönlich und nicht bei google. Aber falls es dich beruhigt, ich sags weiter. … Schakeline! Du sollst bitte zu deiner Mutter kommen!

“Maus lol”
Findest Du das gut? Über eine arme Maus zu lachen? Wahrscheinlich bist Du ein Elefant, der seine Angst versucht zu kompensieren, in dem er sich über den Grund seiner Angst lustig macht. He, Elo, mach eine Therapie und lass die Maus in Ruhe. Sonst ruf ich die Mäusepolizei und schick sie in eurer Elefantenhaus…

“Kachelmann unbeliebt”
Sagt wer? Lass doch den Wetterfrosch mal in Ruhe. Der ist wahrscheinlich eh schon gestraft genug, schließlich muss er dauernd zu Werbezwecken dieses Zeug trinken…

“oma sex rote haare”
Dolly mit Karotinüberschuss?

“hellhöriges Haus schnarchen”
Nachbarin? Bist Du es?

“fettspalten”
Ich hoffe wirklich, dass das nicht wieder ein idiotischer Suchbegriff von jemandem mit Vorliebe für Rubensfrauen ist…

“hüfthose rutscht”
Gürtel tragen oder mal eine anständige Hose kaufen, die das nötigste verdeckt. Und denk bitte dran, deine Nieren vor Kälte zu schützen.

“eichhörnchen beim vicken”
… buschiger Schwanz?

“suche bild wo bill kaulitz klaver spielt”
Aber bitte nicht hier.

“besoffene Frauen”
Guckst Du hier. Da gibt es eine :D

“igitt”
Das kenn ich.

“was ich nicht mag liste”

  • Blöde Suchbegriffe
  • Blöde Suchbegriffe und
  • blöde Suchbegriffe
  • “WWW, porno weiber, com”
    Schon mal versucht, sowas in der Adresszeile des Browsers einzutippen? Und dann mit Punkten, statt mit Kommatar?

    “im alltag ohne höschen”
    Kalt. Besonders im Winter. Probier es aus.

    “hosen knie flecken”
    Stehen Sie auf und laufen Sie, statt auf den Knien rumzurutschen. Himmel, muss man denn für jeden mitdenken?

    “Modetrends bei Jugendlichen”
    Oft einfach nur billig und geschmacklos.

    “diabolisches Lachen”
    Muuuuaaaahahahahahaaaa :D

    “Warum nimmt man beim Rauchentzug zu?”
    Weil so viele Leute Nikotin gegen Kalorien austauschen.

    “Sex truthahn”
    Bist Du so ein American Pie-Typ, oder was?

    “chantalle komm wech”
    Schakeline! Sag bitte deiner Schwester Bescheid, dass sei dort weg gehen soll!

    “aufgemalte augenbrauen”
    Hässlich. Behalte deine echten.

    “Test Pardini”
    Würde mir entsprechender Blogger vielleicht erklären, was das soll?

    “Schalke Meister”
    Jawoooollja! Dieses Mal klappt es sicher!

    “Streichhölzer in den Augen”
    Schmerzhaft.

    “Wann sagt man feel free”
    Wenn man es so meint.

    “pumsen”
    Danke, Stilke. Das kommt seit damals immer öfter…

    Gestern abend, Rückfahrt vom Flughafen, Schwiegerleute im Auto.

    Mein Mann: “Und stell Dir vor, extra wegen Euch haben wir jetzt die Winterreifen draufgezogen.”
    Vater lacht. Lauthals. Dann: “Die Mutter hat mich schon in Ägypten verrückt gemacht mit ihrer Sorge, ihr könntet noch die Sommerreifen drauf haben.”
    Mutter: “Schließlich habe ich gehört, es habe hier schon Bodenfrost gegeben. Und jede Mutter würde sich Sorgen machen.”
    Mein Mann: “Nein, würden sie nicht. Vor allem dann nicht, wenn sie nicht mal Auto fahren könnten…”

    Jaja, ich hab es Euch gesagt.

    Der Internetseite von LTU, die mir sagt, dass der Urlaubsflieger mit den Schwiegerleuten pünktlich landet? Oder der Frankfurt-Airport-Seite, die mir sagt, dass der Flieger Verspätung hat?

    Das Problem ist: wenn man zu früh am Flughafen ist, gibt es nichts langweiligeres, als in der Ankunftshalle warten zu müssen mitten in der Nacht. Kein Geschäft ist geöffnet, kein Kaffeestand noch im Einsatz. Wenn man zu spät ist, kann man sicher sein, dass die Schwiegerleute sich beleidigt ein Taxi genommen haben, weil sie dachten, man hat sie vergessen. Ganz toll.

    Und leider weiß man auch nie, ob sie wie gut sie mit der Schmuggelware durch den Zoll kommen ;)

    Ja, bald ist Weihnachten. Kann ja nicht mehr lange hin sein, schließlich verschimmeln schon die Lebkuchen und Marzipankugeln in den Supermärkten, das Wetter lässt an heißen Äppelwoi denken und im TV kommen die weihnachtstypischen Werbespots: Parfüm, Backzutaten und -hilfsmittel sowie Spielzeug. Dazu Technik in allen Variationen (mein Favorit zur Zeit: die Saturnfrau ohne Nippel) und DVD-Tipps.

    Ich glaube, ich hab schon jetzt keinen Bock auf die Feiertage.

    iPod Touch Blogger Aktion

    Ich mag ja diese Gewinnspieldingenssachen. Leider ist es mir noch nie gelungen, auch zu gewinnen. Eh habe ich ja ein sehr gespaltenes Verhältnis zu Gewinnspielen, wie man hier bereits lesen konnte.

    Aber vielleicht ja dieses Mal… Dieses eine Mal nur… *seufz* Es wäre ja so passend nach dem Artikel. Und die Frage nach iPod und Handy oder iPhone hätte sich erledigt…

    (Liebes Universum…)

    Ende November steht mein Vertrags-Update bei meinem Handy an und ich muss eine schwere Entscheidung treffen: Wage ich es und kaufe das iPhone oder hole ich mir ein Nokia und einen iPod?

    Ganz große Sch****, das.

    “Ihr solltet vielleicht zur Kenntnis nehmen, dass ich sehr niedergeschlagen bin.”

    Marvin in “Per Anhalter durch die Galaxis”

    (Einfach, weil ich es so lustig finde)

    Leser mit Niveau, bitte weglesen (hier kommt ein Karton eine bodenlose Satirefrechheit :)

    Habe grade Halle Berry im TV gesehen. Und ihre Brüste. Und als ich die sah, dachte ich bei mir: wie komisch muss das sein, wenn man Drillinge bekommt und zwei davon oben austrägt.

    … wird immer aktuell sein – irgendwo in Deutschland… –, auch wenn man es schon vor längerer Zeit geschrieben hat.

    Ich komme grade vom Dach. Was ich da gemacht habe? Ich habe die Regenrinne dem Dachdeckermeister gegen den Kopf gehauen. Jetzt hängt er an der Dachkante und schreit. Ich habe mir Ohrstöpsel reingemacht.

    Frau Wortteufel, was machen Sie denn da?

    Mit Dauerkopfschmerzen seit einer Woche und dem Wunsch, dem Gefühl der Müdigkeit mal auf der Couch Platz einzuräumen und zu entspannen, saß ich heute morgen bei einem Hörspiel auf der powerbeigefarbenen Sitzgelegenheit in unserem Wohnzimmer. Ich weigere mich immer noch, dieses Möbel als Sofa zu bezeichnen. Es verdient diesen Ausdruck nicht, auch wenn es per Definition wohl eins ist. Für mich aber nicht und da bleib ich stur.

    Die Leiche im Hörspiel war grade gefunden worden und die Protagonistin wurde über die merkwürdigen Umstände aufgeklärt, als ich durch ein lautes Hämmern und Bohren aufgeschreckt wurde und vor lauter Hektik vom Sitzmöbel fiel. Mit Schmerzen im Hinterteil rappelte ich mich auf und versuchte, das Hämmern genauer zu lokalisieren.

    Es kam von nebenan. Wobei man nun erklärend sagen muss: Nebenan steht ein Haus genau neben unserem, jedoch ist auf Höhe unseres Wohnzimmers deren Dachboden schon zur Hälfte zu Ende. Das Hämmern kam also von deren Dach.

    Nun haben wir in einem Raum im Erdgeschoss eine nasse Wand. Diese nasse Wand ist nass, seit im vergangenen Jahr die Dachdecker nebenan einen neuen Regenablauf an die Brandmauer gebohrt haben und wir vermuten (da in der Wandseite keine Leitungen laufen), dass von oben Wasser in die Wand eindringt, in der Wand nach unten sickert und sich oberhalb der Horizontalsperre im Keller staut – bis es im Erdgeschoss aus der Wand kommt. Da die Dachdecker nun hier rumlärmen und an der Mauer rummachen, scheint unser Verdacht sich zu bestätigen.

    Was mich wenig tröstete, als ich vom Sitzmöbel fiel.

    Meine Hoffnung, die Hämmerei wäre nur von kurzer Dauer, erwies sich als trügerisch und nach zwei Stunden Ohrenterror öffnete ich das Fenster und guckte mal rüber.

    “He,” brüllte ich dem Hammerschwinger zu. “Wie lang brauchen sie denn noch?”
    “Datt, mein Frollein, geht sie gar nüscht an. Et dauert so lang, wie et dauert.”
    “He,” begann ich erneut. “Wenn mir die Ohren abfallen und die Bilder von den Wänden, dann geht mich das was an.”

    Er grinste nur. Dann sagte er: “Wissense, Frollein…”
    “Wenn sie mich noch einmal Frollein nennen”, unterbrach ich ihn, “dann komm ich ihnen da rüber und zeig ihnen mal meine ganze Frolleinpower. Danach sind sie das Frollein hier!”

    “Frollein…”

    Nun bin ich ein Wortteufel, der zu seinen Worten steht. Und so ging ich kurz zum Schuhschrank, zog mir meine gepolsterten Winterstiefel an und schwang mich aus dem Fenster. Die Blätter in der Regenrinne erwiesen sich als Stolperfalle und ich schlitterte in Surferposition auf das Nachbardach, versuchte mich am Regenablauf des Nachbarhauses festzuhalten, welcher jedoch morsch wie er war abbrach. Grade noch konnte ich mein Gleichgewicht wiederfinden, als ich mit dem Rohr in der Hand über einen losen Dachziegel stolperte und die Regenrinne schwungvoll nach vorne schleuderte. Genau dem Dachdeckermeister in sein vorlautes Grinsen.

    Das erstarb schlagartig. Grinsen ist auch nicht so einfach zu bewerkstelligen, wenn einem ein Stück Metall im Mund steckt. Eine spontane Ohnmacht seinerseits blieb zwar aus, sein Gleichgewicht jedoch auch und so rutschte er auf dem nassen Dach nach unten. Grade noch bekam er die – neue? – Regenrinne am Dach zu fassen und konnte so einen Sturz aus dem dritten Stock vermeiden.

    Nun hing er also da, hielt sich mit einem Arm arm an der Dachkante fest und versuchte sich mit dem anderen von der Regenrinne in seinem Gesicht zu befreien.

    Das Grinsen war weg. Verschwunden. Von oben schaute ich auf ihn hinunter, grinste und rief: “He!”

    Er guckte zu mir hoch.
    “He”, rief ich wieder. “Na? Wer ist nun das Frollein?” Und ging so imposant wie die nassen Dachziegel es zuließen zum Fenster zurück, schwang mich rein und legte mich wieder auf das powerbeige Sitzmöbel.

    Liebe Leser, sie fragen sich nun sicher, was ich denn wohl für eine bin, die sowas macht. Tja, was soll ich sagen. Scheinbar jemand mit einem gesegneten Schlaf. Denn ich erwachte just in dem Moment aus meinem Dachdeckermeistertraum – nebenan fing nämlich grade jemand an zu bohren…

    “Meinung von unserem Kunden:
    Ich bin weit über 60, nehme Ciiiaaaaaalis 20 mg. und das Wochenende ist gerettet. Ich kann pro Nacht 4-5 mal, und am Morgen wieder, für den nächsten Abend reicht eine Halbe. Meine Freundin ist begeistert. Für meine Frau nehme ich eine halbe Tablette, das reicht für einen netten Abend.

    Ich muss sagen, Ciaaaalis ist wirklich nochmals viel besser als Viiiaaaagra. Es ist alles viel natürlicher als mit Viiiaaaagra. Aufgrund der langen Wirkungszeit von 24 Stunden kann man sich richtig Zeit lassen und mehrer Runden einlegen.”

    Wenn man als Frau diese Emails bekommt, überlegt man erstmal, ob man laut loslachen sollte. Danach überlegt man, was einem diese Email sagen möchte.

    “Meinung von unserem Kunden”
    Scheinbar gibt es nur einen. Sonst hieße es ja “Meinung eines unserer Kunden”. Das Produkt scheint also nicht sonderlich erfolgreich zu sein.

    “ich bin weit über 60″
    Das wird den meisten von uns blühen.

    “… nehme Ciiiaaaaaalis”
    Und dieser Mensch hat scheinbar ein Problem mit seiner Tastatur, denn die Vokale klemmen. Da er dies nicht mal merkt, gehe ich davon aus, dass er unter einer Sehschwäche leidet.

    Wir fassen also bisher mal zusammen: ein 60jähriger mit Brille und defekter Tastatur ist der einzige Kunde einer Firma, die mir unerlaubt und ungefragt Werbung für ein Potenzmittel sendet.

    “ich kann pro Nacht 4–5 mal”
    Das tut mir sehr leid. Inkontinenz oder eine generelle Blasenschwäche ist ärgerlich, kann man doch nicht wirklich erholsam durchschlafen. Ich empfehle den Besuch beim Urologen und die Verabreichung von Medikamenten gegen das Problem. Bis die wirken sollte der Herr lieber eine Windel tragen.

    “und am Morgen wieder”
    Ja, das kenne ich und glaube, dass es durchaus im normalen Rahmen ist.

    “Für den nächsten Abend reicht eine halbe”
    Das würde ich nicht tun. Eine halbe Windel schützt nicht wirklich vor Bettnässe.

    “Meine Freundin ist begeistert”
    Der Mann leidet wohl auch an Wahrnehmungsstörungen, scheint er doch die “Begeisterung” seiner Freundin ernst zu nehmen. Ich denke ja eher, sie findet es unangenehm, wenn ihr Freund nur eine halbe Windel anliegt, weiß sie doch, was das bedeutet. Und so schläft sie vielleicht lieber auf der Couch.

    “Für meine Frau nehme ich eine halbe, das reicht für einen schönen Abend”
    Dieser inkontinente 60jährige scheint wirklich penetrant rücksichtslos zu sein. Sogar gegenüber seiner Frau. Ob die beiden voneinander wissen? Wahrscheinlich. Die meisten Ehefrauen sind nach 30 Jahren ja froh, wenn sie mal das Bett für sich haben, weil der Gatte bei der Freundin schläft. Es ist so erholsam – und der Geliebte will ja schließlich auch nicht jeden Abend nach Hause gehen… Ob also die Frau den Abend so schön findet, wenn er eine halbe Windel nimmt? Ich weiß ja nicht.

    “nochmals viel besser als Viiiaaaagra”
    Dieser Satz (hier nur auszugsweise als Beispiel zitiert) unterstützt meine Theorie, die ich oben bereits erwähnte.

    “Aufgrund der langen Wirkungszeit von 24 Stunden kann man sich richtig Zeit lassen und mehrer Runden einlegen.”
    Aber dann wird man doch wund, oder? Ich meine, wer 24 Stunden mit Windel da sitzt und diese immer und immer wieder nutzt… Was sagt uns diese Aussage über den 60jährigen? Er muss Rentner sein und wenig Freunde haben. Denn immerhin würde sein Umfeld wahrscheinlich olfaktorisch belästigt die Nase rümpfen und irgendwann das Weite suchen.

    Fazit: Der inkontinente 60jährige Rentner ist rücksichtslos, Windelträger und wundgescheuert. Ich kann nicht nachvollziehen, warum er das dem Dienstleister mit ihm als einzigen Kunden (Scheinfirma? Steuerschummler?) erzählt hat und einer Veröffentlichung zugestimmt.

    Vielleicht ist er sehr, sehr einsam und die Freundin ist imaginär. Seine Frau hat ihn schon vor zehn Jahren für einen Jüngeren verlassen – und lebt glücklich auf Barbados.

    Man weiß es nicht. Aber ich bleibe dran.

    Bild titelt heute “Bahn-Streik legt Osten lahm”.
    Ist gemein. Das wäre, als ob sie schreiben würden “Blinder kann mit Brille nicht sehen.”

    … gewinnt Schalke. Ganz sicher sogar.

    (Und Meister werden die auch… Und wer jetzt lacht, der bekommt Ärger)

    Och, Mist. 4. Minute und die Inselaffen haben ein Tor geschossen. Jetzt ist der Moment gekommen, in dem ich mich unter meine Bettdecke verkriechen möchte…

    Nein, die Schalker haben kein Tor-Trauma. Nein, sie sind nicht verunsichert durch das Tor. Die kennen das. Da stehen immer zwei von auf dem Platz 8)

    20. Minute
    Mann: “Also, Verunsicherung sieht anders aus.”
    Frau: “Sag ich doch.”
    Mann: “Das ist pure Panik.”

    40. Minute: Wenigstens ist das halbe Elend bald zu Ende. Ich kann kaum hinsehen…

    43. Immerhin schießt mal ein Schalker in die grobe Richtung, in der das Tor steht.

    Liebe Schalker, die Blauen sind heute nicht die Spieler eurer Mannschaft. Also, bitte, spielt denen heute mal nicht die Bälle zu, ok?

    Halbzeit: ich sollte Schalke verklagen auf Schmerzensgeld. Die körperlichen Schmerzen, die mir diese Mannschaft zufügt, kann kaum in Worte gefasst werden und wird mich wohl mindestens 10 Jahre meines Lebens kosten…

    So, ich guck jetzt im Bett weiter. Da fällt wenigstens nicht auf, wenn ich mich unter der Decke verstecke.

    Tierheimsendung.

    Die Moderatorin mit einem Hund vor sich sitzend: “Das ist Johnny, ein Rüde, der ein Bein verloren hat.”

    Ich: “Und einen Steifen hat er auch.”
    Er: “Ja, irgendwie muss er sich ja abstützen, wenn er nur drei Beine hat.”

    rudolph.jpg

    (zur Erklärung siehe die Kommentare)

    An manchen Tagen In manchen Nächten, wenn ich schlaflos bin, wünschte ich mir so viele nächtliche Besucher, wie an manch anderen Tagen in manch anderen Nächten… Dann wäre mir nicht so grüblerisch.

    Aber ich geh nun trotzdem ins Bett.

    Ironie-/Satiremodus aus. Für alle, die mich als lästernden, lamentierenden Menschen kennen gelernt haben, sei hier gesagt: wartet auf den nächsten Beitrag. Dieser hier ist einfach nur mal ganz privat.

    Es gibt Abende, die beginnen so, wie man sich manche Abende wünscht: man packt Portemonaie und Schlüssel in die Tasche, um sich mit einer Freundin zu treffen, die man seit über einem Jahr nicht mehr gesehen hat – obwohl sie keine zwanzig Minuten entfernt wohnt.

    Man ist gespannt, warum das wohl so war und freut sich auf ein Wiedersehen.

    Und ehe man sich versieht, sitzt man beim Italiener und spökt über diet und dat. (Erklärend sei erwähnt, dass besagte Freundin früher eine Kollegin war, die ich in einer Werbeagentur nahe Münster kennen- und schätzen lernte, bis sie offerierte, sie zöge nach Frankfurt. Danach kannte und schätzte ich sie immer noch, konnte jedoch nicht nachvollziehen, wie man dorthin ziehen konnte. Dann zog ich auch dorthin. Aus anderen Gründen. Bei mir war es die Liebe, bei ihr die Heimatverbundenheit, kam sie doch – wie sich dann herausstellte – aus dem gleichen kleinen Dörfchen nahe Frankfurt, in das ich dann zog. Sie zog dann mit fast volljährig ins schöne Münster, wo wir uns dann viele später beruflich über den Weg liefen. Und lustigerweise kannten sie und mein Mann sich sogar aus ihrer Kindheit. Und so trafen wir uns 300 Kilometer vom Ort unseres Kennenlernens wieder und blieben auch weiterhin sporadisch in Kontakt).

    Nun denn. Wir palaverten und erzählten, wie Frauen das nun tun. Viele Dinge, die erklärten, warum der Kontakt rar geworden war, wurden erzählt (kryptisch hier zum ersten, es sei mir verziehen…). Leider war die Zeit viel zu kurz, um auch nur ein Ansatzweiselste der Infos des letzten Jahres wirklich auszutauschen und wir verblieben in der Hoffnung, uns bald wieder zu treffen. (An dieser Stelle möchte ich kurz darauf hinweisen, dass ich da wirklich dran glaube und nur auf die Einladung zu ihr in ihr neues Heim warte ;) Grüße an dieser Stelle an deinen Kerl.)

    Nach Pizza und Pasta, dem Wein und dem Absacker ging es dann nach Hause, wo ich eigentlich einen schlafenden Mann erwartete. Dem war nicht so. Er war noch wach. Und erzählte mir von einem Besuch, den er bekommen habe an diesem Abend, der ihn sehr gefreut und sehr irritiert habe (kryptisch zum zweiten, ich weiß. Aber ich möchte keine Details nennen, wenn die Betroffenen nicht damit einverstanden sind).

    Und so saßen wir nach einem ereignisreichen Treffen bei mir und einem noch ereignisreicherem Treffen bei ihm auf unserer Couch und haben berichtet. Und uns erzählt, was alles passiert ist.

    Und nun sitze ich hier, den Kopf schwirrend vor neuen Gedanken, und kann vor lauter Schwirren nicht schlafen. Manche Abende beginnen so normal. Und manchmal haben sie ein Ende, auf das man einfach nicht vorbereitet, das man nicht mal hätte erahnen können… Ver(w)irrend, das.

    Wer Dosensuppen isst, sollte nicht mit Glasnudeln werfen.

    Ja, gewonnen! Heute ist es soweit. Um eventuellen Diskussionsrunden mit den Schwiegerleuten aus dem Weg zu gehen (der Hamburg-Trip steht vor der Tür… und wir fahren mit dem Auto), werden heute die Winterschluffen aufgezogen. Bei 12 Grad.

    Gut. Hätten wir das also auch erledigt.

    Wenn ich nicht gleich ins Bett gehen würde, weil ich so furchtbar müde bin, würde ich jetzt laut fragen, wer alles hier ist. Aber so schaffe ich lieber eine Plattform für alle, die sich hier gern ein bisschen tummeln möchte – und sich austauschen.

    Also, kommentiert, meine lieben Leser!

    Der beste Zeitpunkt, zum schwedischen Möbelhaus zu fahren, ist ein Montag Mittag. Definitiv. Und darum stürze ich mich jetzt ins Getümmel – beziehungsweise hoffe ich, eben nicht ins Getümmel. Wir sehen uns!

    Nachtrag: Jetzt weiß ich wieder, warum ich sonst nur in das überfüllte schwedische Möbelhaus fahre – ich habe dann keine Lust auf Bummeln. Zu viele Paare, die um die Teppichfarbe streiten. Zu viele Einkaufswagenschieber, die keine Sekunde daran verschwenden zu überlegen, ob es für die anderen vielleicht störend sein könnte, wenn sie mitten im Gang stehen bleiben. Zu viele Frauen, die einen argwöhnisch von oben bis unten mustern, um abzuchecken, ob man in das Beuteschema ihres Mannes passt, um ihn dann demonstrativ aus der Gefahrenzone weg zur Bettwäsche zu ziehen. Zu viele kleine Kinder auf die man achten muss, weil 80% von denen die Angewohnheit haben, vor den Einkaufswagen zu springen – bevorzugt hinter einer Kiste in einem schmalen Gang hervor.

    Alles das hat man an einem Montag Mittag nicht.

    Das ist ja durchaus nett. Verführt aber so Antishopper wie mich dazu, dann doch noch mal ein bisschen nach unnützem Dekoschnicki zu gucken und meist auch was zu finden (in meinem Fall sind das dann Platzdeckchen, Sitzkissen, Kuscheldecken und Bilderrahmen. Zu meiner Ehrenrettung sei gesagt: die Aufbewahrungsboxen, wegen derer ich dorthin gefahren bin, habe ich nicht vergessen), weil man mal so herrlich ungestört ist.

    Leider weniger ungestört ist man dann auf der Autobahn. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, die wild gestikulierende “Dame” in dem silbernen Kombi, die ich bei 140 km/h im Rückspiegel ganz hervorragend fluchen sehen konnte (es hätte mich auch nicht gewundert, wenn ich sie bei ihrem Drängeln hätte hören können…) zu grüßen und sie darauf aufmerksam zu machen, dass ich ihr Kennzeichen habe und noch darüber nachdenke, sie wegen Nötigung im Straßenverkehr anzuzeigen. Über den Scheibenwischer und den Vogel, den sie mir gezeigt hat, weil ich ihr nicht schnell genug auf die rechte Spur gehuscht bin, als sie Lichthupe machte, sehe ich mal gnädig hinweg.

    Ich hasse Dummbrumseln, die auf Autobahnen drängeln. Ihr widerlichen Schleimbeutel: wegen Dränglern sterben Menschen auf unseren Straßen. Und es müssen nicht immer die sein, die vor dem Drängler fahren… Denkt mal drüber nach.

    Scheinbar, aber nur scheinbar, ist der Herbst die Zeit der Nostalgie. Wie sonst ließe es sich erklären, wenn meine Mutter sich nicht nur überdurchschnittlich oft meldet (zur Erklärung: meine Mutter ist keine typische Mutter. Sie ruft nicht ständig an, fordert keine Besuche an Sonn- oder Feiertagen und ist auch sonst erstaunlich selbstständig im Vergleich zu den ganzen anderen Müttern von Freunden und Bekannnten, die anfangen zu maulen, wenn man mal an einem Wochenende nicht angerufen hat… Oder blöde Sprüche reißen im Sinne von “Na, habt ihr einen neuen Kompass – oder wie habt ihr mal wieder den Weg zu uns gefunden?” Und das, wenn man das letzte Mal vor einer Woche dort war. Nein, so ist meine Mutter nicht. So, zurück zum Satz:), sondern mir auch Fotos von früher mailt?

    Hier also für alle, die schon immer mal wissen wollten, wie so ein Wortteufel damals wohl ausgesehen hat – und ob den Wahnsinn hätte früher erkennen können/müssen, um ihn zu fördern zu unterbinden:

    Mit Mutter:

    kleinerwortteufel.jpg

    Ohne Mutter (aber definitiv in Planung einer großen Sache):

    wortteufelklein.jpg

    Und: Jaa, ich trage Hosenträger und Gürtel (meine Mutter sagt erklärend dazu, die Hosenträger und der Gürtel wären mein “must have” dieser Modesaison gewesen. Ebenso, wie dieser zauberhafte tannengrüne Lederanzug).

    Meine Mutter schreibt zu Mutter übrigens folgendes zur Berichtigung:

    “Die Frage wurde übrigens in der samstäglichen Kabarettsendung auf WDR5 gestellt und entspringt nicht meinen seltsamen Gehirnwindungen.”

    Ok, Mama. Ist übermittelt. Kannst wieder beruhigt sein ;)

    Ich gehöre nicht zu den Menschen, die nachts fernsehen. Doch wenn ich dann den ersten Teil eines einen Film sehe, der nachts ausgestrahlt wurde, wird mir bewusst, warum:

    “Sende Manga 3 an die … – und Du siehst Mangapornos unzensiert”.

    Welcher Schnuppdösel lässt sich Zeichentrickpornos gegen Gebühr auf sein Handy schicken? Die Welt ist ja so verderbt geworden. Und so blöde.

    comic3.jpg

    Videorekorder zu programmieren macht nur dann Sinn, wenn die Fernsehsender sich auch an die Ausstrahlungszeiten halten. Denn sonst nimmt der Rekorder ungefähr eine halbe Stunde von dem anderen Zeugs auf, bevor er das aufnimmt, was er eigentlich aufnehmen sollte.

    Leider fehlt dann hinten eine halbe Stunde auf der wohl kalkulierten beschissenen Kassette und der Film hört eine halbe Stunde vor dem Ende auf. Das kommt davon, wenn man zu früh schlafen geht, statt den Film direkt zu gucken.

    Meine Durchschlafschwierigkeiten erwähnte ich ja bereits. Wenn dann ein Abend kommt, an dem ich echt müde werde und ins Bett gehe, um wirklich einschlafen zu können, dann habe ich keine Lust – nein, ich habe keine Lust – um Viertel nach 1 von einem herabfallenden Blumentopf geweckt zu werden.

    Und wenn ich dann aufstehe, die Blumenerde inklusive Basilikum vom Küchenboden aufputze (schön frisch und saftig, weil grade frisch umgetopft…) und wieder ins Bett gehe, dann habe ich keine Lust – nein, ich habe keine Lust – irgendwelche Halbstarken jungen Heranwachsenden auf der Straße rumpalavern zu hören. Nein, nein, nein.

    Acht von diesen Wurstpinseln meinten nämlich, sie müssten es sich mal bei uns vor dem Haus gemütlich machen und sich selbst beweisen, wie toll sie sind. Und ihren weiblichen Begleitungen. Diese jedoch riefen nur lautstark nach einem Taxi. Mehrfach. Eigentlich hätten ungefähr zwanzig Taxen kommen müssen, so laut wie die danach riefen. Vielleicht hätten sie einfach runter in die Innenstadt zum Taxistand gehen sollen. Statt im Wohngebiet ohne Taxistand rumzugröhlen.

    Nach circa einer Dreiviertelstunde haben sie sich dann – größtenteils – bequemt zu fahren. Nicht ohne jede Tür mindestens fünfmal zuzuschlagen.

    Wenn ich nicht zu müde gewesen wäre, um mich anzuziehen, dann hätte ich mir diese Kackstelzen und Rotzpopel vorgeknöpft und ihnen ihren Wunsch nach einer Flasche Bier, den sie laut genug und wiederholt artikuliert haben, persönlich erfüllt. Das hätte dann aber weh getan.

    (Ist man noch Pazifistin, wenn man solche Gedanken hat?)

    Immer, wenn ich im Fernsehen eine Frau sehe, bei der ich mir überlege: “Moment, das Gesicht hast du schon mal gesehen, aber der Name fällt mir nicht ein”, kann ich mir sicher sein, dass es Kim Fischer ist.

    Ich weiß nicht warum, aber ich kann mir diese Kim Fischer nicht merken. (Was macht die eigentlich, außer ab und zu mal via TV für Irritationen zu sorgen?)

    Meine Mutter schickte mir heute folgende Frage:

    “Wenn du mit Schallgeschwindigkeit fliegst und einen fahren lässt, kannst du ihn dann riechen bevor du ihn hörst?”

    Ja, doch, ich stamme wirklich von meiner Mutter ab. Manchmal kann man das einfach nicht leugnen… Mama, falls sich mir mal die Gelegenheit eines Schallgeschwindigkeitsfluges bieten sollte, werde ich vorher ordentlich Zwiebeln, Kohl und Pilze essen und dann berichten 8)

    Bei Kohlköpfen fällt mir ja wieder Luis ein… Aber das möchte ich phrixus nun nicht wieder antun.

    Brauche dringend die Antimüdigkeitspigmente, die mich 16 Stunden strahlen lassen (sonst machten das immer die Wäscheklammern hinter den Ohren), beruhigende Mikroimpulse mit Fusion Power (Fusionskräfte gibt es sonst nur im Bett bei uns…), plop-Bier (wir wohnen leider nicht im Norden, sondern bei Lich), Leistungsstärke ab dem ersten Euro (wäre ja schon froh über den ersten Euro), 434 modische Ideen (obwohl mein Kleiderschrank voll ist) und Action non-stop mit Wunschabo (als wenn mein Leben mit Couch und Handwerkern nicht schon aufregend genug wäre.

    Sonst kann ich wohl nicht mehr lange glücklich sein. Sagt die Werbung.

    Herzlich Willkommen.
    Wer ist denn mal wieder anwesend?

    Nur für den Fall, dass ich nochmal sagen sollte, ich hätte zu wenig zum Anziehen, möchte ich lautstark an den gestrigen Abend erinnert werden, an dem ich den Kleiderschrank sortiert habe und so viele Klamotten wiedergefunden habe, wie ich niemals dachte überhaupt zu besitzen!

    Und das beste: manche Sachen sind mittlerweile sogar wieder modern 8)

    Warum ich es manchmal sehr unangenehm finde, in einem alten Haus zu leben? Weil es einfach nicht toll ist, wenn man einen Vierer-Bohrer nimmt, erfahrungsgemäß einen Fünfer-Dübel bereit hält und dann – ein 12er-Loch in der Wand hat, weil man mal wieder auf eine Sandstein-Ader gestoßen ist…

    lochfrass.jpg

    An einem Samstag Morgen wünsche ich mir einen Post-Alien wie bei Men in Black. Einen, der unter dem Tresen sitzt und alles in Rekordgeschwindigkeit erledigt. Dann würden auch keine Meldungen mehr am Montag in der Zeitung stehen, wie “Mann beim Paket aufgeben vom Bus überfahren”.

    Wieso ich darauf komme? Weil die Schlange heute vor dem Postschalter quer durch den ganzen Schreibwarenladen bis auf die Straße zur Bushaltestelle reichte…

    … ein Model in den Catwalk einbricht, dann ist das wohl im übertragenden Sinne so interessant, wie der Sack Reis in China, der umfällt. Nur nicht so nahrhaft. Aber telegener.

    “Tiefgefroren in die Zukunft – Paris Hilton” meldet Viply. „Mein Leben könnte um Hunderte oder Tausende von Jahren verlängert werden“, begeisterte sich die 26-Jährige (…)”.

    Wenn ich mir überlege, war das strategisch wirklich schlecht durchdacht von der anbietenden Firma, könnte die Aussicht auf abertausende Jahre Paris H. für viele ein Grund sein, sich nicht lebensverlängern zu lassen, oder? Mir jedenfall geht es so.

    … endet ein schön begonnener Tag (Rechnungen schreiben) jäh, wenn man aus dem Fenster blickt und sieht, dass der Nachbar wieder da ist. Und schon könnte ich mich übergeben.

    Eigentlich bin ich ja Langschläfer.

    Gewitzte Leser wissen natürlich bei so einer Einleitung, dass nun ein großes “Aber” folgen wird, ja eigentlich muss. Und richtig: Aber ich kann nicht.

    Das Einschlafen abends fällt mir schwer, tausende und abertausende Gedanken und Gedankensplitter gehen durch den Kopf, Fragen ohne Antworten und immer die Überlegungen, ob alles so weitergehen kann oder soll. Dann in der Nacht das Aufwachen. Und es folgt eine Wachphase von mindestens einer halben Stunde, die sich auch durchaus mal zu zwei Stunden ausweiten kann.

    Wenn dann der lang ersehnte Schlaf wieder kommt, die Augen zufallen und sich der Zustand des Einschlummerns einstellt, wird die bessere Hälfte wach. Neuerdings gern in der Zeit zwischen 4 Uhr und 5.30 Uhr. Er ist dann “glockenhellwach” und kann weder schlafen, noch liegen bleiben. Und so steht er auf und macht sich den morgendlichen Koffeinschub fertig, um den frühen Tag ertragen zu können. Senile Bettflucht, könnte man lästern. Oder einfach den Neid der Besitzlosen beiseite schieben und sagen: Frühaufsteher eben.

    Leider geht es mir dann manchmal so, dass mir die vertrauten Geräusche der Kaffeemaschine (nein, kein wohliges Blubber-Blubb, sondern ein lautes Kreischen der Mahleinheit, gefolgt von einem zischenden Geräusch des Wasserstrahls) und der Dusche (trotz geschlossener Türen) in mein Unterbewusstsein vorzudringen scheinen und dem einflüstern, es sei jetzt Morgen und ich könne durchaus erwachen.

    Gestraft wird das dann mit permanenter Müdigkeit am Tag. Maximal drei Stunden Schlaf am Stück seit Monaten sind einfach sehr anstrengend und nervenaufreibend. Besonders für einen Langschläfer, wie ich es immer war: Sonntage habe ich durchaus mal bis 16 Uhr im Bett verbracht – gut, nach durchfeierten Nächten, aber auch manchmal so. Schlafen war mein liebster Begleiter, doch der hat mich vor längerer Zeit verlassen.

    Geblieben ist das Gefühl, dass ich schon vor Beginn des Tages müde bin und ernsthaft über den Einsatz von Medikamenten nachdenke…

    Wen darf ich auf meinem Blog begrüßen?

    “womit kann der pimmel besser stehen”
    Mit Gips drumrum. Wahlweise auch mit Füßen.

    “wie vernasche ich einen Mann”
    Mit etwas Wasser zum Nachspülen vielleicht? So ein Mann kann durchaus mal schwer verdaulich sein.

    “IAA Hostessen unten ohne Höschen”
    Na, oben mit Höschen sähe wahrscheinlich lustiger aus.

    “nackte frauen im gebirge”
    Nackte Frauem mit Gebirge könnte ich verstehen. Aber mal ehrlich: da oben ist es kalt! … Ach soooooo … darum geht es dir. Du bist ja ein Schlawiner.

    “dringend toilette”
    Solange du noch im Internet danach suchen kannst, kann es ja nicht so dringend sein, oder?

    “Kugelbauch”
    Entweder, Du bist ein Fisch und hast dich tierisch geärgert oder Angst, oder Du bist schwanger. Seeehr schwanger.

    “frau schuhe duften”
    Duften? Können keine Lackschuhe sein 8)

    “vorher Zahnspange”
    Und danach plötzlich nicht mehr? Oh je. Dann mal schnell: suchen! Wer weiß, wo die geblieben ist. Runtergeschluckt?

    “dicke knie”
    Putz doch mal im Stehen.

    “Frauen mit Schweissfüssen”
    Stinken.

    “nackte frauen hinter geta”
    Geta? Ist das eine Abkürzung? Oder meinst Du Gitter? Also schwedische Gardinen? Oh je, seit der Rechtschreibereform bin ich mir nie sicher, ob das einfach nur Legastheniker sind oder mir doch ein neues Wort untergekommen ist, das ich bisher noch nicht kannte.

    “deutsch gebundene schuhe”
    Ist eine völlig andere Technik, als zum Beispiel in den Niederlanden. Da bevorzugt man die flache Bindung. Oder in Polen. Dort zum Beispiel sind die Schnürsenkel gar nicht vorhanden. Geklaut :D Hier in Deutschland bindet man die Schuhe schön grade und penibel. Jawollja.

    “liebling ich hab die kinder geschrumpft”
    … sie waren einfach zu laut – aber jetzt hört man sie gar nicht mehr. Gut gemacht!

    “getragene Unterwäsche”
    Hab ich. Im Wäschekorb. Was bietest Du?

    “Gas geben mit Augenmaß”
    Ich mach das mit dem rechten Fuß.

    “Monika Lierhaus mit Oberteil”
    Ohne möchte ich die bitte auch nicht sehen.

    “lol lustig witzig tiere”
    Nasenbär? Pinselaffe? Reicht das? Also, ich könnte mich immer über die kaputt lachen.

    “lieder chemisch gereinigt”
    Tät einigen sicher gut. Ich denke da nur an die Bloodhound Gang.

    “Insekt schuh treten”
    Sowas macht man doch nicht! Sonst kommt irgendwann das große Mutterinsekt und tritt zurück…

    “Lymphflüssigkeit geht wohin”
    Lass sie doch einfach. Hat sich auch mal einen freien Tag verdient.

    “glückwunsch zu deinen eltern”
    Ja, danke, ich geb es weiter. Jedenfalls an 50 Prozent davon.

    “wie parke ich in die lücke”
    Egal, Hauptsache, Du lässt die anderen Autos in Ruhe. Und wenn Du verdammte Drecksau der Autofahrer/die Autofahrerin bist, die uns hinten beim ein- oder ausparken die Stoßstangen verschrammt hast (dein weißer Autolack hängt noch immer…), dann lass dich nie von mir dabei erwischen! Überweis mir lieber das Geld für das Ausbeulen und Lackieren. Dreckstück.

    :o 8O :? :x :| :twisted: :mrgreen:

    Bestanden 8)

    |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

    Phase II:

    ;)
    :sweat:
    :* oder :-*
    :blush:
    :^)
    |-)
    |(
    :inlove:
    (inlove)
    :yawn:
    :puke:
    :@ oder :-@
    :S oder :-S
    8-)
    8-|
    :angel:
    :rofl:

    … läutet Glocke im Petersdom” titelt SPON.

    Ich frage mich: welche? :D

    (Und: wie laut kann die gewesen sein?)

    Neulich las ich bei Ines, dass bei ihnen so eine Vogelsammelstelle sei und Hichcocks Klassiker durchaus hätte dort gedreht werden können.

    Nun glaube ich ja, dass alle der dort versammelten Luftraketen sich vor dem Flug in Richtung Schäferstadt auf meinem Auto verewigt haben. Und so durfte ich grade mal wieder in Richtung Selbstwaschserviceboxenspritzanlage fahren, um die 28 Vogelscheißflecken vom Lack zu entfernen. Hierbei bevorzuge ich die Hochdruckreinigungspistole in der Selbstwaschserviceboxenspritzanlage, die ich für diese Zwecke gern mit drei bis vier Euro füttere, damit sie mir mit voller Kraft zeigt, was sie kann.

    Und so machte ich mich ans Werk, die Placken von Dach und Scheiben “mit Hochdruck” zu lösen, als ohne besondere Vorwarnung einer dieser Herbstböen durch die Selbstwaschserviceboxenspritzanlage fegte und mir den ganzen verdammten Schwall an in Wasser gelöste Vogelscheiße entgegen wehte…

    Ich bin ja froh, dass ich bei diesen Waschaktionen gern mal meine Regenjacke trage, zufällig eine Brille trug und ausnahmsweise meinen Mund hielt, da ich wohl sonst blind vor Vogeldreck und wild Scheiße spuckend um mich geschlagen hätte.

    So – wie ich gekleidet war – blieb dieses Spektakel glücklicherweise aus und wurde ersetzt durch ein unanständiges, lautes Fluchen in Richtung Selbstwaschserviceboxenspritzanlage und Himmelszelt, an dem sich schon der nächste Schwarm bereit machte, mich bis nach Hause zu verfolgen, um das Auto wieder zuzuscheißen.

    Und ich schwöre euch, ich habe dort oben am Himmel ein paar dieser Windakrobaten mit Flügeln ganz deutlich ganz laut lachen hören. Wirklich.

    Ich wollte mal ein lautes DANKE loswerden an alle meine Leser, die jeden Tag hier vorbei schauen und den Tageszähler auf durchschnittliche 400 einpendeln lassen.

    An den Wochentagen scheint die Mittagspause eine gelungene Zeit zum Lesen hier zu sein, ebenso wie die Abendstunden (meist nach 22 Uhr). Die Wochenenden sind dann eher spärlicher von den Leserzahlen.

    Aber auch wenn es 10 pro Tag wären, würde ich mich genauso ins Zeug legen, Herz hineinlegen und mir die Finger blutig tippen, wenn ich wüsste, dass es diese 10 interessiert – und ich ihnen vielleicht ein paar Minuten Kurzweil bieten kann.

    Danke, an alle Leser – Stammpublikum oder Zufallssurfer! Ich freu mich über jeden von Euch. Täglich.

    Vor einigen Tagen erzählte ich vom Legolas aus der Nachbarschaft, der seine blonden Locken zu Gunsten seiner Freundin schokobraun färbte, die ihn aus geschmacklicher Vorliebe dazu riet.

    Nun sollte am letzten Freitag der Tag der Entscheidung sein. Der Tag, der alles im Leben Legolas verändert könnte. Und so stiefelte er, schokobraun, zu ihr, um das Gespräch der Entscheidung mit ihr zu führen. Und kam nach circa drei Stunden wieder.

    Den Kopf auf die Schulter seiner Mutter legend, leise schluchzend und optisch einem Häufchen Elend nicht unähnlich, seufzte er nur leicht und sagte: Mama, ich glaube ich bin dazu verdammt, allein zu bleiben.

    Dann stand er auf, ging in sein posterverhangenes Zimmer und klimperte traurig und unspiriert auf seiner Klampfe, Liebeslieder intonierend. Seine Mutter konnte diesen Schmerz des Sohnes kaum ertragen und konnte nur schwer davon überzeugt werden, dass ein Junge von fast 17 auch ein Recht auf Liebesschmerz der heftigsten Sorte habe und man ihm einfach mal ein paar einsame Tränen gönnen solle.

    Einen Tag später dann der Anruf: sie wolle mit reden. Und er? Er sprang, hoffnungsfroh und mit neuen Lebensgeistern bestückt. Und eilte zu ihr. Und kam nicht viel später zurück nach Hause.

    “Mama”, sprach er, “Du hattest von Anfang an recht. Sie ist wirklich nicht so gut für mich. Weißt Du, sie hat mir gesagt, sie hätte mich dreimal betrogen. Mit einem anderen Typen, der so schwarze Mäntel trägt und schwarze Haare hat und schon 19 ist. Und ich hätte wirklich auf dich hören sollen. Mama, du bist doch die beste Mama der Welt.”

    Gut, ihr ging das runter wie ein guter Rotwein. Aber zeigen durfte sie es natürlich nicht, sondern nahm ihn nur in den Arm. “Und weißt du, was sie noch sagte?” Begann er wieder. “Es sei ja gar nicht so schlimm, wenn wir nicht mehr zusammen wären. Weil sie fände, wir könnten ja trotzdem knutschen und sie würde auch gern noch öfter mal hier bei mir übernachten. Aber so gehts ja nicht…” Sprach er und ging weg. Zu einem Freund, bei dem er nächtigen wollte, um nicht allein sein zu müssen.

    Am Sonntag Abend dann kam er wieder. Und sah lebendiger aus, als in den Monaten davor. Meine Neugier wurde dann am Dienstag von seiner Mutter befriedigt, die bei uns vorbei schaute und erzählte, ihr Sohn habe bei seinem Kumpel ein Mädchen kennengelernt. Eine, mit der er “ja so viel gemeinsam habe. Und sie sie auch erst 15 und würde bald 16 werden. Und höre auch die gleiche Musik, wie er.”

    Jaja, verdammt dazu, allein zu bleiben… Zum Glück haben Verdammungen in diesem Alter eine kürzere Halbwertszeit, als Würstchen im Kühlschrank von Wortteufel. Und zum Glück war schokobraun nur eine Tönung, keine Färbung. Denn die Neue mag Legolas blonde Haare so gern…

    Mein heimlicher Gespiele, mein Ohrenliebhaber, meine tägliche Dosis die direkt ins Ohr geht, ist meine Portion Hörspiel, Hörbuch, Hörerlebnis. Ohne geht es nicht mehr.

    Leise Hörstücke lauern im Radio und warten nur darauf, dass ich mich ihnen widme und auch ganz leise werde. Vorsichtig. So vorsichtig bis ich ganz verstumme in allem, was ich tue und nur noch lausche, bis es aus ist und ich weiß, warum.

    Die lauteren, die mit Gewalt und Härte aus den Lautsprechern zu mir kommen und mich rastlos durch den Raum laufen lassen, atemlos nach Beschäftigung suchend, um der Unruhe durch so viel Lautstärke Herr zu werden, tun manchmal so weh vor Aufregung, dass ich wünschte, sie seien vorbei. Und sind sie es dann, sehne ich den Anfang wieder herbei und wünschte, sie würden doch nicht geendet haben.

    Vorsichtige, menschliche Erzählungen stoßen mich oft ab und ein Gefühl macht sich Platz, von dem ich noch nicht weiß, ob ich mich gegen das Eindringen in das Private der Erzähler wehre oder gegen das Eindringen der Erzähler in meinen privaten Raum – meine innersten Gefühle, die sie durch ihre Erzählungen berühren. Wer dringt ein in die Intimsphäre des anderen? Ich?

    Modern darf es nicht zu sehr sein. Manche Hörstückchen sind so verwirrend, dass sie mich in eine tiefe Sinnkrise stürzen ob der Sinnhaftigkeit von Hörspielen und der Zeit, die ich ihnen schenke. Ich verstehe manche Erzählung nicht. Oder nur die Interpretation? Irritiert mich die Stimme oder das Gesagte?

    Eintauchen in die Erinnerungen an Island lassen mich die Nordischen. Die Geschichten, die im Dunkeln spielen. In den Regionen der Ruhe und Rauheit. Schroff und gradlinig, ehrlich und direkt. Dunkel und mystisch kommen sie daher und schleichen sich ganz leise in den Abendstunden durch meine Ohren direkt in den Kopf, ins Herz. Packen mich mit ihrer Kälte und faszinieren mich gleichermaßen. Lassen die Sehnsucht nach Gletschern und rauchigen Buchten erwachen – und nach der Ruhe, die man hier in der Stadt niemals finden kann.

    Weg. Die Hörspiele tragen mich weg. Weg aus dem, was der Tag gebracht hat, bevor die andere Welt zu mir kam. Und nimmt mich für ein oder auch zwei Stunden gefangen in den Weiten meiner Phantasie. Und der Welt des Autors.

    Danke. Dafür. Meine Leidenschaft, mein Gespiele. Meine Hörstücke.