Sind wir doch mal ehrlich: wer von uns ist das letzte Mal auf der Autobahn schneller als 130 km/h gefahren – und das über einen längeren Zeitraum? Wanderbaustellen die seit acht Jahren die Autobahnen bevölkern, Brummifahrer mit Überholmanie und Senioren mit eingebautem Tempolimit 70 auf der linken Spur. Hinzu kommt, dass schneller fahren mittlerweile fast unbezahlbar wird. Man schaue sich mal die Spritpreise an.

Hierzu möchte ich anmerken, dass ich vor einiger Zeit für 1,13 Euro getankt habe. Ja, Diesel. Am Samstag dann habe ich mich gefreut eine Tankstelle zu finden, die mir ihren beschissenen Dieselkraftstoff für 1,19 Euro statt für 1,22 Euro wie bei uns im Dörfli verkauft hat.

Man stelle sich das vor: sechs Cent Erhöhung innerhalb weniger Tage. Ich denke dann immer an früher (ihr wisst schon: damals sind die “Vor-Euro-Zeiten”), wenn ein Aufschrei durch Deutschland ging, weil der Spritpreis um drei Pfennig hochging…

Ja, und heute? Da denkt man nicht an Klimaschutz, wenn man den Wagen stehen lässt und die 40 Kilometer zur Großmutter zu Fuß läuft, sondern an den Geldbeutel.

Und wenn dan ein Trip quer durch Deutschland bevorsteht, rechnet man mal kurz durch, wie viel Fliegen quer durch Deutschland kostet und wie viel Autofahren für zwei Personen. Na, fliegen gewinnt. An die Bahn denke ich schon gar nicht mehr, da die immer noch mal teurer sind, als der Flieger… Ans Klima übrigens lieber auch nicht.

Dafür fällt der Urlaub flach. Das Urlaubsgeld ist fürs letzte Tanken draufgegangen…