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Kathy ist ein Händegucker. Händegucker gucken zuerst auf die Hände. Sagt ja schon der Name. Von allen Guckern (Arschguckern, Busenguckern, Beinguckern, etc.) sind mir diese – neben den Gesichtsguckern – die liebsten.
Nun bin ich keine regelmäßige Kathyblogleserin (aber ich übe mich) und sie wohl auch keine Wortteufeltreue. Trotzdem möchte ich ihr doch den Gefallen tun und ihr meine Hände zeigen.
Auch, wenn ich da nicht so gut dastehe. Meine Hände sind zwar schmal, aber krumm. Ich habe keinen graden Finger, alle wachsen so aneinander angeschmiegt. Hinzu kommt, dass meine Hände so typische Computerhände sind: kräftig, sehnig und gelenkig. Das Querflötespielen hat damals schon für diese Merkmale gesorgt, die Computerarbeit hat ihr übriges getan.
Im Gegensatz zu Ami, die von rauen und rissigen Händen im Winter schreibt und eine Abneigung gegen Handcremes hat, creme ich regelmäßig. Einfach, weil meine Haut so furchtbar trocken ist und weh tut, wenn ich sie nicht alle zwei Tage mal eincreme und pflege.
Meine Fingernägellänge variiert. Das geht in so Phasen: mal wachsen und gedeihen sie, sehen super aus und sind kräftig, dann beginnt es meist mit einem Nagel, der einreißt. Und dann dauert es meist nur einen Tag bis ich sie mir komplett kurz schneide. Ich mag das nämlich auch nicht, wenn ein Nagel lang, einer kurz, einer lang, einer kurz ist. Grauenhaft.
Wenn sie etwas länger sind (ich betone etwas, weil bei mir “lang” nicht halb so lang ist, wie die Pornoschaufeln der Kassiererinnen beim Drogeriemarkt) dann nur klar lackiert. Wenn sie kurz sind, bevorzuge ich auch mal dunkelrot, braun oder blutrot. Aber nur dann… Lange hält der Spaß bei mir eh nicht. Dafür bin ich einfach zu handwerklich orientiert.
Wovon meine Macken und Narben auch eine Menge erzählen. Ich liebe es nämlich, mit meinen Händen zu arbeiten. Was zu tun damit. Leider bin ich sehr ungeschickt. Meine Grobmotorik lässt sehr zu wünschen übrig. Ja, der Mann würde jetzt sagen: deine Feinmotorik auch. Und genau das sieht man auch. Aktuell habe ich eine Macke am linken Mittelfinger, wo ich mit dem Schraubendreher abgerutscht bin. Am rechten Daumen blutet es noch leicht vor sich hin von den Schraub- und Bastelaktionen vorhin.
Zum Glück habe ich schmale, lange Finger, so kann ich gut so Fisselzeuchs machen, bei dem der Mann mit seinen Fingerwürstchen kapitulieren muss.
So, liebe Kathy. Das mal von mir. So zum Kennenlernen
Ja, hochhackige Stiefel und Schuhe können sexy aussehen – wenn sich die Frau passend zu bewegen weiß…
(Also, ihr Strohhalmbeinschnecken, merkt euch doch mal, dass es nicht nur lächerlich, sondern richtig peinlich aussieht, wenn ihr euch hohe Hacken anzieht, aber darin rumlauft, als hättet ihr zu große Gummi.stiefel an und würdet über rohe Eier klettern. Wenn ihr dann auch noch so einen Blouson mit Gummiband an der Taille anhabt, der euch unvorteilhaft nach oben rutscht und euren Babyspeckbauch entblößt, der über euren zu engen Hüfthosenbund quillt, dann wundert euch nicht über lautes Gelächter, falls ich zufällig anwesend sein sollte.)
Dialog in der Teppichabteilung, zwei weibliche Schlachtschiffe bugsieren gekonnt an den Waren vorbei zu Ungunsten der übrigen Besucher es Möbelschweden und unterhalten sich lautstark.
Schiff 1 betastet Teppich, schaut verträumt und sagt: “Och. Schön.”
Schiff 2 (laut los lachend, so dass mir, die ich grade versuche mich durch den Zwischenraum von Badeteppichstapel und Schiff 2 zu quetschen, beinah das Trommelfell einen Marsch spielt): “Des mocht de Tine auch imma!”
Schiff 1: “Die Tine?”
Schiff 2: “Ja, de Tiiieene.”
Schiff 1: “Kenn die nisch.”
Schiff 2: “Doch, sische kennste die! De Tiiene!”
Schiff 1: “Kenn isch nisch, ey.”
Schiff 2: “Na, die Wittler. Vonne Sendung.”
Schiff 1: “Ach, die. Unn was macht die?”
Wortteuel (leise zu ihrem Weggefährten): “Na, genauso aussehen wie die beiden.”
Frage an die Leser, mal so nebenher: Kennt ihr noch Schiffe versenken?
Da öffne ich den Briefkasten und drin liegt eine Sendungsbenachrichtigung von DHL Express. Man habe mich nicht angetroffen. Stimmt. Also geschwind die Servicenummer angerufen, um einen erneuten Zustelltermin zu vereinbaren. Ich könnte die Sendung auch abholen. Beim Abholcenter. Heute aber erst ab 19 Uhr. Und das Abholcenter ist laut Routenplaner schlappe 51 Kilometer entfernt. Nicht wirklich eine adäquate Option zum Glücklichsein. Also: Servicenummer anrufen und Termin vereinbaren.
Nach Nennung der Sendungsnummer dann die Überraschung: ich werde zum internationalen Service weiterverbunden, da die Sendung aus Österreich käme.
Österreich, denke ich, Österreich… Die Klagenfurter können es nicht sein. Ach, fällt mir da ein, die Stilke womöglich? Und schon ist der Telefonsendungsbeauftragte für internationale Sendungen am Telefon und beginnt einen Schwatz:
Er so: “Und? Wissen sie, was sie bekommen?”
Ich so: “Nö, ich konnte ja noch nicht reingucken.”
Er so: “Erwarten sie denn was?”
Ich so: “Nö.”
Er so: “Wissen sie noch nicht mal, von wem das ist?”
Ich so: “Nö!”
Er so: “Vom Hotel Sacher. Erwarten sie da nichts?”
Ich so: perplex. Aber völlig. Dann: “Nö.”
Er so: “Vielleicht will ihnen da jemand ja eine Freude machen.”
Ich so: “Ganz sicher sogar.”
Nun bin ich sehr irritiert und gespannt auf morgen, weil: ich kenne nur eine Person aus Österreich, die was mit einem Hotel zu tun hat… Aber das Hotel heißt nun mal so überhaupt nicht “Sacher”. Nicht mal so ähnlich. Und da sind auch kaum Verwechslungen möglich, denn das Hotel heißt so ganz anders. Also, entweder kommt da was schönes aus dem Hotel, dessen Bloggerin ich kenne (Kekse?) oder es hat damit so gar nix zu tun und ich bekomme Post von Sacher (Torte?).
Was es auch ist, ich bin extrem neugierig und völlig durch den Wind…
Wollte ich nur mal so erzählen. Nebenher.
Ich wünsche einen herrlichen, kaffeegetränkten guten Morgen.
Gleich ist übrigens Wochenende.
Heute hab ich bei Eva gesehen, was sie so alles irritiert. Viel ist das. Sehr viel. Und die Hälfte der Dinge sagen mir nicht mal ein kleines bisschen was. Gut, müssen sie auch nicht. Dafür kann Eva wohl weniger mit Gradationskurven, ZAB oder FOGRA was anfangen.
Aber heute hat mich persönlich in meinem Blog was irritiert: die meistgelesenen Beiträge (bis auf das Couching und *-Mobile) heute.
3. 6 Monate ohne
2. Nix
Und auf Platz 1: Vicken
Kurze Haare, nix zu lästern und dann noch das Vicken. Und wofür, liebe Leser, schreib ich mir hochgradig intellektuell die Finger wund zu Politik und Zeitgeschehen, wenn doch nur Beauty und Geschlechtsverkehr interessieren?
Sowas…
INFO: Unten stehen die letzten Ereignisse.
9:48 Uhr
Noch gut drei Stunden, dann beginnt der Countdown. Denn ab 13 Uhr soll die Möbelspedition mit dem Sofa kommen. Mal sehen, wie spät es werden wird – und ob alles klappt. Erwähnte ich, dass unser Nachbar eins drunter sein Schränkchen im Hausflur nicht weggeräumt hat? Statt dessen ist er die letzten zwei Tage nicht nach Hause gekommen, nachdem er den Zettel mit der Möbelinfo im Hausflur gesehen hat…
10:28 Uhr
Langsam werde ich ungeduldig
10:57 Uhr
Zum Glück kommt grad ein Anzeigenauftrag rein. Da hab ich Ablenkung.
11.00 Uhr
Bin irritiert. Komme grade vom Briefkasten zurück und bemerke beim Lüften im Treppenhaus, dass der Rosmarin blüht, den ich dort zum Überwintern hingestellt habe. Ich habe noch nie einen Rosmarin blühen sehen.
12.03 Uhr
Anzeige? Erledigt. Besuch bei der Nachbarin? Erledigt. Die Gute ist grad auf Entzug, da sie mit ihrer Bronchitis nicht rauchen darf kann sollte. Und da steht auch noch ein süßes kleines Mädchen vor der Tür, die von den Stadtwerken kommt, um den Gas-, Strom- und Wasseruhr abzulesen. Und der Nachbarsjunge wurde beim Anblick ganz hibbelig. Seit wann ist eigentlich Kinderarbeit hier erlaubt? Na, schnurz. Auf jeden Fall war die Kleine ganz durcheinander, da die Hausnummer auf dem Bogen nicht mit der Hausnummer unseres
Hauses überein stimmte. Und dann war sie noch völlig konfus, weil sie nun die Nummern der Zähler mit den Nummern auf dem Bogen vergleichen musste. Sakrament – ei des war wohl zu viel für sie. Ihre Frage, was sie nun mit dem anderen Eigentümer machen soll, den sie nicht angetroffen hat, konnte ich ihr auch nur damit beantworten, ihren Kollegen bei den Stadtwerken Bescheid zu geben, dass er mal wieder nicht angetroffen worden sei. Ist ja nicht das erste Mal… Na, hier ist heute was los.
12:09 Uhr
Ich muss jetzt erstmal was essen. Und wie ich mein Glück kenne, kommt die Couch genau dann, wenn ich mein Essen fertig hab. Und dann wird mein Essen kalt, ich muss es wieder aufwärmen und vor lauter Couchfreude würde ich mich dann auf die neue Couch setzen zum Essen und dann – schwupps – wäre das Unglück passiert und die Couch wahrscheinlich dreckig. Wäre typisch. Irgendwie. Na, sicher ist sicher: ich mach mir lieber schnell einen Instant-Asia-Nudeltopf…
12:34 Uhr
Nudeltopf leer, kein Kleckern – aber auch noch keine Couch.
Dafür heute jedoch schon die sechste Mail, in der mir eine Lotterie mitteilt, ich sei der Millionengewinner und müsse denen nur noch meine Bankdaten schicken, um das Geld auf meinem Konto nie mehr wiederzusehen zu haben. Jajaja. Mönsch, bin ich reich. (Aber ein Sofa hab ich deshalb immer noch nicht…)
13:02 Uhr
Ab sofort könnte jeden Moment die Couch kommen… Könnte.
13:33 Uhr
Das einzige, was sich hier tut, ist die Uffreschung der inhäusigen Grafikerin, die jetzt sogar schon den Wandschmuck fertig hat. Sprich: die Fotos bearbeitet, ausgedruckt und in diese Sch***-Rahmen vom gelb-blauen Möbelhaus gefrickelt. Jetzt sollte das Sofa aber wirklich mal langsam kommen, oder? Ich habe nämlich nichts mehr zu tun. Außer nähmlich mit h zu schreiben, weil wer nähmlich mit h schreibt ist dähmlich. Und dafür gibts jetzt einen Zehner für die Kalauerkasse.
13:51 Uhr
@ Soulsilence: Leider sind die blöden Möbelschlepper immer noch nicht da. Und wenn sie da sind, wird es sicher eine sehr lustige Angelegenheit, schließlich ist unser Treppenhaus sehr eng… Und die zwei Ersatzcouchen in powerbeige müssen erstmal runter…
14:03 Uhr
Unten hämmert es. Oder nebenan. Scheinbar dekoriert der Nachbarsjunge um. Oder die Frau im Nachbarhaus nagelt sich grade an die Wand. Egal. Mir ist jetzt so langweilig, ich back jetzt Plätzchen.
14:46 Uhr
Zwei Teigklumpen schlagen ach in meiner Brust stehen zum Kühlen im Froster. Die Zimtsternrohmasse und die Schokosündenteigmasse. Das Gehämmer unten hört und hört nicht auf – scheinbar ist es eine etwas größere Umbauaktion da unten oder drüben. Ich werde langsam dappisch ist, weil die Couch einfach nicht kommt. Menno. Und das schlimmste: es waren jetzt schon zwei LKW da, die vor unserem Haus geparkt haben, aber keiner war von der Spedition. Ja sagt mal, Leute, was ist denn heut hier los? Ich glaub, ich muss noch einen dritten Teig fertig machen. Zum Ablenken…
15:16 Uhr
Wenn hier nicht mal bald ein neues Sofa kommt, dann laufe ich Amok und bewerfe die Möbelschlappis mit Zimtplätzchen (die erste Lage ist nämlich gleich fertig…)
15:35 Uhr
Powerbeige Nr. 1 geht (unter lautem Gefluche der Möbelpacker…)
16:26 Uhr
Die Couch ist da und als Serviceleistung (bei Reklamationen…) auch zusammen gebaut. Sonst kostet das auch nochmal 100 Euro. Nun ging es um die Kosten für die Lieferung. Die Couch ist bezahlt, aber wir haben nachgefragt, ob aus Kulanzgründen die Lieferung nicht berechnet würde. Schließlich haben wir genug Ärger gehabt… Der nette, unangenehm riechende Möbelschlepper rief dann bei der Hauptstelle an, um nachzufragen. Und ging dann nach unten mit den Worten: “Wir warten auf den Rückruf im Auto. Ich klingel dann gleich an, wenn ich Bescheid weiß.” Nach fünf Minuten fuhren sie weg. Und waren nicht mehr gesehen. Kommen die jetzt nochmal wieder? Oder was? Auf jeden Fall ist die Couch da und wir glücklich
16:35 Uhr
Die kommen scheinbar nicht wieder. (Dabei habe ich denen doch ein paar Kekse mit einem Schein Trinkgeld fertig gemacht, Mönnoo…)
Hier noch mal (in memoriam) the one and only powerbeige Couchhorror:
Machs juut, olles Dreckstück.
20:04 Uhr
Wir sind angekommen. Da mussten wir doch noch schnell zum schwedischen Möbelchaos, um die letzten vier Sofakissen des alten Sofas im “neuen Look” zu beziehen. Watt mutt, datt mutt. Wir haben hier nach der Flucht der Möbelpacker noch eine Stunde gewartet, dann sind wir los. Un-ver-schämt sowas. Sagen, man würde nochmal klingeln und dann: abhauen. Einfach so. Gut, haben sie also diese Plätzchen verpasst, die ich ihnen liebevoll in kleine Cellophantütchen verpackt hab (nur der Schokoguss war noch nicht drauf):
Zimtkekse
Eischnee mit Puderzucker, Mandeln und geriebener Zitronenschale. Uuuund: ab in den Ofen.
Dann noch die Schokoplätzchen mit Cardamom und Ingwer.
Bleibt nur noch zu erwähnen, wie die Couch aussieht. Allen Anfragen zum Trotz haben der Mann und ich beschlossen, kein Bild zu veröffentlichen. Tja, falls wir mal reich und berühmt sein sollten, wird es sicher mal eine Homestory über uns geben (gegen verdammt viel Cash…), aber da wir weder reich, noch berühmt sind…
Zu erwähnen wäre vielleicht, dass das Sofa dunkelbraun ist und der Bezug optisch grob anmutet (Wortteufel-freundlicher Bezug – Flecken und Macken fallen kaum auf), die vier dazu gehörenden Kissen sind cremefarben, zwei von ihnen uni, zwei gemustert und haben eine Größe von 70×70 cm. Also etwas größer. Die neu bezogenen Sofakissen sind alle in unterschiedlcihe Kissenbezüge gehüllt, jedoch alale in Beige- und Brauntönen.
Wir haben nun auch endlich keine zwei Couchen mehr, sondern eine. Einen Dreisitzer mit einer kleinen Recamiere.
So. Das muss langen.
21:03 Uhr
Diese Couch ist so gemütlich – und harmoniert perfekt mit dem Rioja – dass ich überlege hier heute zu nächtigen…
Ich brauch ein neues Handy. Das 6500 solls sein. Mit meinem alten Tarif. Rel** 50. Punkt. T. Dialog im Servicecenter:
*-Mann: “Möchten Sie denn einen anderen Tarif?”
Wortteufel: “Nein.”
*-Mann: “Möchten Sie ihren Rel** 50 behalten?”
Wortteufel: “Ja.”
*-Mann: “Wie hoch ist denn ihre Rechnung monatlich?”
Wortteufel grübelt, schließlich steht der Mann wichtig vor seinem Terminal, hat meine Daten eingegeben und alle Infos über mich abgerufen…
Wortteufel: “Genug für den Rel** 50.”
*-Mann: “Auch mehr?”
Wortteufel: “Nein, sonst würde mir der ja nicht reichen.”
*-Mann: “Und wie hoch ist ihre Rechnung?”
Wortteufel: “So hoch, wie der Rel** 50 Tarif erlaubt.”
Stille.
*-Mann: “Möchten sie vielleicht den Rel** 50 XL?”
Wortteufel: schweigt.
*-Mann: “Was der mehr kann? Gute Frage.”
Wortteufel unterbricht: “Ich habe gar nicht gefragt.”
*-Mann: “Aber es ist interessant.”
Wortteufel: “Na, dann mal los.”
*-Mann: “Zusätzlich zu ihrem normalen Rel** 50 können sie am Wochenende kostenlos ins Festnetz und zu D1 telefonieren. Für 5 Euro mehr.”
Wortteufel: “Also kann ich nicht kostenlos telefonieren.”
*-Mann: “Doch, am Wochenende.”
Wortteufel: “Aber es kostet doch 5 Euro mehr.”
*-Mann: “Aber dafür können sie kostenlos…”
Wortteufel: “Wäre es kostenlos, würde es keine 5 Euro mehr kosten, oder? Also kostet das Telefonieren am Wochenende ins Festnetz und zu D1 5 Euro. Günstig, ja, aber nicht kostenlos.”
*-Mann: schweigt. Irritation macht sich bei ihm breit und bahnt sich ihren Weg auf sein Gesicht.
*-Mann: “Möchten sie denn den Rel** 50 XL?”
Wortteufel: “Nein.”
*-Mann: “Aber das ist wirklich günstig.”
Wortteufel: “Folgendes Tatsache: wir haben zuhause eine Telefonflat. Ich kann also am Wochenende schon von dort aus kostenlos telefonieren.”
*-Mann: “Hah! Aber nicht zu D1.”
Wortteufel: “Hah, das macht aber auch nichts, weil ich niemanden sonst kenne, der noch D1 hat. Die sind alle bei der günstigeren Konkurrenz.”
*-Mann: schweigt.
Wortteufel: “So, und jetzt weiter.”
*-Mann: “Aber sie sind sicher am Wochenende häufig mal unterwegs. So auf Parties.”
Wortteufel: “Nein.”
*-Mann: “Und wenn sie dann unterwegs sind…”
Wortteufel: “Was ich ja nicht bin.”
*-Mann: “… dann können sie ja zuhause kostenlos anrufen.”
Wortteufel: “Nein, nicht kostenlos. Ich dachte, das hätten wir schon geklärt.”
*-Mann: “Ja, aber für 5 Euro.”
Wortteufel: “Und warum sollte ich das tun?”
*-Mann: “Um zuhause anzurufen.”
Wortteufel: “Wenn ich am Wochenende unterwegs bin, dann selten allein, sondern meistens mit meinem Freund. Wen also sollte ich anrufen?”
*-Mann (kleinlaut): “Zuhause?”
Wortteufel: “Soll ich ein flottes Gespräch mit meinem AB führen, oder was?”
*-Mann: “Mmh…”
Wortteufel: “Fassen wir zusammen: für 5 Euro kann ich am Wochenende unbegrenzt ins Festnetz telefonieren, was ich mit dem Festnetzanschluss eh schon kann, und zu D1, was ich nicht will, weil ich niemanden mit D1 kenne.”
*-Mann: “Genau.”
Wortteufel: “Wo ist da der Mehrwert für mich?”
*-Mann: schweigt. Dann: “Das Handy ist billiger.”
Wortteufel: “Preiswerter oder billiger?”
*-Mann: “Häh?”
Wortteufel: “Ach, vergessen sie es. Und wie viel?”
*-Mann tippt wichtig aufs Terminal ein.
*-Mann, strahlt: “40 Euro günstiger.”
Wortteufel: “40 Euro? Guter Mann…”
*-Mann schaut immer noch strahlend.
Wortteufel: “Guter Mann. Ich schließe hier einen Vertrag über 20 Monate ab. Sie möchten mir den Rel** 50 XL verkaufen, der mich monatlich 5 Euro mehr kostet. Macht bei 20 Monaten? Na? Richtig: 100 Euro mehr. Nun kostet mich das Handy in dem Tarif 40 Euro weniger, als mit meinem alten. 100-40=60 Euro. Unter dem Strich zahle ich also 60 Euro mehr für etwas, was ich nicht brauche. Und sie möchten mir das als was tolles anbieten?”
Ich bin dann gegangen. Das Handy gab es nämlich eh grad nicht und kommt erst wieder übermorgen wieder rein. Aber ich glaub, ich geh in einen anderen *-Mobile-Laden. Und mach das gleiche Spiel nochmal. Hat irgendwie Spaß gemacht… Und ich glaube, der gute Mann hat Feierabend gemacht.
Wie grade schon geschrieben, freu ich mich ja immer über meinen monatlichen Frisörbesuch, kann ich mich doch endlich wieder um die Schönen, Reichen und/oder Adligen in der Printmedienwüste kümmern.
Doch heute muss ich mich mal bei den Redaktussen einer dieser Zeitschriften lautstark beschweren: ja, spinnt ihr denn, soooo eine Seite zu setzen? Was diese Headline-Bild-Komposition (auch, wenn sie nicht genau nebeneinander stehen – aber immerhin auf einer Seite…) Absicht?
Danke jedenfalls, ich hatte kurzfristig einen brauen Streifen längs die Stirn runter in Richtung Nasenwurzel, weil der Frisör den Färbepinsel nicht so schnell wegziehen konnte, wie mein Kopf durch den Lachanfall nach hinten geworfen wurde… So geht das nicht, Leute, ehrlich.
Habe ich was verpasst? Wann genau ist die Zeit vorbei gegangen, in denen Pelze mit Schimpf und Schande bestraft und im besten Falle sogar noch neonfarben angesprüht wurden?
Da sitze ich heute beim Frisör (ja, hab ich doch meine Metamorphose von der blonden Langhaarkatze in die brünette Rassekurzhaar heute endlich abgeschlossen…) und lese Frauenzeitschriften, in denen von Pelzjäckchen und Mänteln in allen möglichen Varianten und Farben als neues Modehighlight geschwärmt wurde.
Und ich war ganz, ganz kurz davor, meine dreißig abgesäbelten Haarspitzen zu spenden, um diesen Großstadtschlampen, die den Sprung aus der Steinzeit scheinbar nicht geschafft haben und immer noch in Fell rumlaufen (oder wieder?), mal ein ordentliches Jäckchen zu häkeln.
Himmel nochmal. Könnt ihr Weiber mit Hirndefizit mir mal verklickern, warum ihr Hunderte von Euronen ausgebt, um Eure Binkinizonen St. Tropez-tauglich zu enthaaren, euch aber dann die Schamhaare von armen Pelztierchen umhängt?
Ich habe ja Glück gehabt, gestern.
Mann und Mutter wollten zusammen in den Großmarkt fahren, um “so Aufbewahrungsboxen für unter die Spüle fürs Putzzeug” zu holen. Und ich hatte Glück. Warum? Weil ich zuhause blieb.
Denn wenn die SM zuhause schon sagt: “Wartet nicht auf mich. Holt euch was zu essen, aber für mich nichts”, dann kann man mit einem Shoppingmarathon rechnen.
Er dauerte dann auch ähnlich lange. 3,5 Stunden später stand mein Mann vor der Tür. Schweißperlen auf der Stirn, aber lebend. Und seine Mutter hat nun tatsächlich ihre Boxen für “unter die Spüle fürs Putzzeug”.
Nachdem Ismael das erste Gewinnspiel ausrief und ich hier den zweiten Teil (notgedrungen, schließlich musste ich diesen Preis ja irgendwie loswerden… Und wie ginge das eleganter, als als Wanderpokal
– ich bin heute noch ein bisschen stolz darauf) geht es nun in die dritte Runde. Und zwar bei Fallenstellers.
Ich bitte alle Leser um ihre rege Teilnahme.
Ich habe grade eine wunderschöne Werbung gesehen: der “Theaterspot” von Mercedes.
Chapeau! Grandios! Bravo, Bravissimo! Ich bin sehr begeistert.
(Nur mal so.)
Warum ich mich manchmal auch darüber freue, wenn die Schwiegerleute wiederkommen? Weil sie mir immer aus Österreich legga Selchwurst mitbringen, den leckeren Schinkenbraten vom Klagenfurter Markt und die Hirschsalami, die der Nachbar dort unten herstellt.
Und wenn dann noch das selbstgebackene Brot dabei ist und als Nachtisch ein Marillenschnaps mit Ildefonso-Nougat lockt…
Herz, was willst Du mehr.
Heute sprechen ja alle, die was auf sich halten die Boulevardsendungen sehen können von Cindys Bauch. Schwabbelig isser und mit Falten. Cellulite und Schwangerschaftsdellen. Oder kurz gesagt: für eine etwas über Vierzigjährige mit Kindern hat die Gute eine super Figur mit den üblichen kleinen “Pröblömzönschön”.
Aber es ist halt einfach schön zu sehen, dass auch vermeindliche Superfrauen, auf die unsere Männer gern mal verweisen (”Siehste, Erna, datt Cindy, hömma, die hat auch Kinner und is nich mehr die jüngste – und trotzdem sieht die so aus. Nich so wie Du, Erna, watt musst du auch immer so watt viel essen, wa? Lass datt ma und gibb datt Pappa. Dem macht datt nix aus, son Bauch.”), auch unter Alterserscheinungen und Schwerkraftfolgen zu leiden haben.
Und so gehts im Hause Crawford wahrscheinlich auch ähnlich ab, wie bei Erna: “Hömma, Cindy, du bist ja ooch nich mehr die knackichste. Da sollteste mal ein bisschen Brettpaddeln… Gegen das Hüftgold, gell Cindy?”
… angeblich werden am Donnerstag diese powerbeigen Sofas abgeholt und durch das bestellte (und hoffentlich dieses Mal richtig angeordnete) Sofa ersetzt.
Man darf gespannt sein.
Uhren sind ja in diesem Haushalt ein ganz großes Thema. Jedenfalls bei 50% dieser Paarung hier.
Oder anders formuliert: mein Mann ist Uhrenfetischist. Kein Tag ohne Uhr am Handgelenk. Kein Gang an einem Juwelier (oder einem Uhrmacher) vorbei, ohne Blick in die Auslage. Und die nächste Investition muss wohl ein Uhrenwender sein…
Ich persönlich trage seit sechs Jahren keine Uhr mehr, seit mir auf dem Eurocityfest in Münster eine uralte, traumhafte Erbuhr geklaut wurde. Diese Uhr hatte ein klassisches Design, hinten einen zauberhaften Deckel, hinter dem sich der Blick aufs Uhrwerk verbarg. Im Uhrdeckel selbst war der älteste Uhrmacherstempel von 1898. Ihr könnt euch vorstellen, wie unglaublich traurig und sauer ich war, als die Uhr verschwand.
Aber: Lebbe geht weida. Wie der Hesse zu sagen pflegt.
Und manchmal geht es ganz schön weiter, zum Beispiel wenn der Uhrenfetischist ein Erbstück bekommt von Eterna von vor circa 50 Jahren. Ein wunderschöner Klassiker, die Eternamatic 3000. Leider mit leicht angeschlagenem Uhrglas. Und so waren wir dann vorhin beim Uhrmacher und bekamen die gute Nachricht, dass man bei Eterna die Originalgläser erwerben kann, die Uhr auseinandergenommen und gereinigt werden kann. Allein das Armband fehlt noch.
Nun sitzt er vor dem Laptop und versucht herauszufinden, wie das Originalarmband denn aussah, als die Uhr ausgeliefert wurde. Damals.
Und ich überlege ernsthaft, wie ich meinen Mann dazu bringe, mir diese Michel Herbelin-Uhr aus der Classique-Serie zu schenken…
Die erste Uhr seit sechs Jahren, die mir wirklich gefallen hat (abgesehen von der Nomos von Glashütte).
Vorschläge?
TV-Beitrag. Boulevardmagazin.
“Und, was machst Du so?”
“Ich bin Dezember.”
Sensationell. Zum Januar hats bei ihr nämlich oben rum nicht gereicht. Also, ganz oben.
(Gibt es für Monate eigentlich eine Prüfung bei der IHK? Oder ist das kein Leerberuf?)
Es mag ja sein, dass vieles günstiger geworden ist. Ok, mir ist bisher so gut wie nichts dergleichen aufgefallen.
Das einzige, was mir auffällt ist, dass ich heute für einen Einkauf mal locker das in Euro ausgebe, was ich vorher maximal in DM ausgab. Ehrlich. Selbst beim Discounter verlasse ich den Laden nach dem Einkauf der nötigsten und wichtigsten Lebensmittel nicht unter 35 Euro. Und dann hab ich noch kein Obst und Gemüse geholt. Geschweige denn Fleisch…
Nun muss ich sagen, dass ich beim Fleisch keine Kompromisse mache und diese immer beim Metzger kaufe.
So wie am Freitag das Rumpsteak. Das schöne, große Stück Fleisch, auf das mein Freund und ich mal so richtig Lust hatten. Wir essen nicht so häufig Fleisch (auch nicht äußerst selten), aber wenn, dann rotes.
Und so betraten wir den örtlichen Dorfmetzger (mit eigener Verarbeitung hinten) und schauten uns die Auslage an. Und da war es wieder: das Umrechnungsmonster. Und die Gewissheit, dass der Metzger vor einigen Jahren ausgelacht worden wäre, wenn dort gestanden hätte: “Rinderfilet 89,– DM/Kilo”.
Jeder Kunde wäre wahrscheinlich laut lachend aus dem Laden gegangen, wenn er Rinderfilet für knapp 90 DM pro Kilo angeboten bekommen hätte. Auch das Rumpsteak für 48,– DM/Kilo im Sonderangebot (!) hätte wohl ein ungläubiges Kopfschütteln hervorgerufen.
Heute? Heute ist das alles anders. Da legt man halt die knapp 20 Euro für die zwei Rumpsteaks beim Metzger auf die Theke, geht nach Hause und hofft, dass es wenigstens gut zu den Kartoffeln für umgerechnet 8 Mark das Kilo, dem Salat für (ebenfalls umgerechnet – Umrechnungsmonster sei Dank) 4,50 DM pro Schale Rucola und dem Wein für 18 Mark passt.
Bin ich froh, dass wir ein Doppelverdienerhaushalt sind…
Die Deutung der Handschrift brachte folgendes Ergebnis:
“Sie ist von sich überzeugt und hat eine eigene Meinung.
Sie lässt sich von anderen nicht so leicht beeinflussen,
auch nicht von einem “Das gehört sich aber so.”
Sie versucht, die eigene Meinung durchzusetzen.
Wenn sie etwas besser weiß als andere, muss sie es ihnen auch unbedingt mitteilen.
Sie denkt sehr praktisch.
An Probleme geht sie stets berechnend heran.
Sie arbeitet sehr genau und zeichnet sich durch rationales, analytisches Denken aus.
Wortteufel ist sehr stark um Gerechtigkeit bemüht.
Sie versucht stets, sich für andere einzusetzen.”
Ach, wie Recht die doch haben…
Heute mal wieder ein Beitrag in der äußerst beliebten Rubrik, die sich mit den Irrungen und (Ver)Wirrungen von Suchenden beschäftigt, die durch eben diese auf diesen, meinen Blog gelangten – und damit in meiner Statistik auftauchen.
“in out”
Drinnen ist dort, wo es trocken ist, wenn es draußen regnet.
“Nackte drecksau”
Pfui! Scher dich zum Donnerdrummel!
“Größe des Truthahns”
Liegt ganz bei der Schnelligkeit des Schlachters.
“knut erschiessen”
Dafür.
“kribbeln in den ohren”
Hol doch einfach mal den Wurm da raus…
“singende Renntiere”
Na, da würde ich auch laufen gehen.
“porno häfte”
Ein Duden würde dich weiterbringen.
“sie ist so schön”
Danke.
“Wie schminke ich mich ?”
Am besten ganz bunt und auffällig. Das lenkt von deiner Dummheit ab…
“Blaue Lippen”
Siehst Du, da hat schon jemand den Rat befolgt.
“selbstgemachter porno”
Da gibt es sicher Rezepte für.
“SCHUHE AUS HOSTESSEN”
Ich kenne Schuhe aus Leder, Schuhe aus Gummi, Schuhe aus Stoff. Aber Schuhe aus Hostessen? Ist das denn auch artgerecht? Und: verändern Hostessen mit Höschen die Qualität? (Ich frag ja nur mal für den Fall, dass Du derjenige bist, der immer noch nach Hostessen ohne Höschen sucht…)
“nacktbilder malediven + alex”
Muss eine Privatinsel gewesen sein…
“Käsefüße lecken”
Beliebter Snack bei den Schweizern, oder? Ach nee, das war Käsefondue.
“erodick”
Der große Bruder von Erodünn.
“Wimpern klimpern und Bild”
Ich möchte ja nicht besserwisserisch erscheinen, aber ist ein Bild nicht eine unbewegte Momentaufnahme und “Wimpernklimpern” eine bewegte Tätigkeit? Na? Fällt der Groschen?
“Rollstuhl Wasser”
Pfui, Pfütze. (Aber gibt es nicht so Rollstühle mit Auffangbecken drunter?)
“wie wärme ich meinen auflauf auf”
Oh je, noch so ein “Männer allein zuhause”-Teilnehmer… *seufz*
“Hallösche popösche”
He, wenn Du mit einem Arsch reden willst, nimm deinen eigenen.
“Elefanten Pimmel”
Groß. Zu groß für dich. Ehrlich.
“sau lustig und komisch”
Immer diese schweinischen Witze.
“saturnfrau”
Sollte man zum Mond schießen.
“paar schuhe hängt ampel”
Worte viel lose Bedeutung.
Falls Du aber meinst, dass Du grade mit den Schuhen an einer Ampel festhängst, dann versuche einen Autofahrer anzuhalten…
“Hundegebäll über Internet”
Genau. Achtung vor dem bissigen CMS-Pudel. Der ist sogar noch gefährlicher, als der Foren-Pinscher.
“curriculum für lkw fahrer”
Yulius, jetzt sind Sie dran.
“lieber locker vom hocker als hektisch übern”
Ecktisch. Rischtisch. Sind wir jetzt auch endlich im neuen Jahrtausend angekommen und können diese dämlichen 80er-Jahre Sprüche vergessen? Danke.
“chef pumsen”
Na? Bist wohl seine Sekret-ärin.
1. Die Rumkugeln von gestern müssen dringend geschmacklich überprüft werden, um festzustellen, ob sie heute so gut wie gestern oder noch besser schmecken.
2. Rosenkohlsuppe mit Thymiansahnehäubchen und Maronen ist eine mächtige Angelegenheit.
3. Vielleicht ist auf Kabel 1 heute Depardieu-Tag. Denn es läuft schon der zweite Film mit dem Mann mit der großen Nase mit der zweigeteilten Nasenspitze.
4. Ich möchte nach Punkt 3 keine Sprüche über “an der Nase des Mannes…” hören. Klar?
5. Dr. House im Film “Der Mann mit der eisernen Maske” zu sehen und auf seine sensationell bösartigen Sprüche verzichten zu müssen, ist fast schon schmerzlich.
6. Jeremy Irons macht das aber optisch wieder wett (bis auf den Bart. Ich mag keine Bärte. Aber Jeremy Irons. Den mag ich.)
7. Die Schokoplätzchen und die Zebrakekse kommen am besten an.
8. Leo ist und bleibt ein visueller Luschilappen.
9. Mein Freund sieht sehr zufrieden aus, wenn er seine Papiere im Büro, die dort seit einem halben Jahr rumliegen, endlich zum größten Teil sortiert und eingeordnet hat.
10. Die Stimme von D’Artagnan ist die des Synchonsprechers von Dr. House. Sehr verwirrend, das.
11. Wenn draußen erst die Sonne scheint und ein paar Minuten später der Regen runtersaust, ist dann schon April hier?
12. Volvic “schwarze Johannisbeere” schmeckt mir nur gekühlt gut.
13. Wenn man sauer ist und schimpft “Schert euch zum Donnerdrummel!”, dann hat man wohl neulich zu intensiv Ronja Räubertochter geguckt.
Mit einem “Reiseveranstalter”-TV-Spezial-Weltpremieren-Preis wird uns heute eine Reise auf der Queen Mary 2 angeboten. Mit Übernachtung in New York.
Und jetzt stellen Sie sich mal vor: der Moderator war neulich auch in New York und hat in einem “3*-Hotel, also nichts besonderes, wirklich 350 Euro – nicht Doller! – pro Nacht ausgegeben.” Also haben ihn “zwei Nächte 800 Euro gekostet”.
800 Euro? 2 x 350 = 800?
War der Bezahlkanal so teuer?
Auf Wunsch habe ich dann heute keine Zimtsterne und Vanillekipferln gebacken, sondern mich den Rumkugeln gewidmet. Da wir noch drei Liter Rum und zwei Kilo Kuvertüre hier rumstehen haben, war das nicht die schlechteste Idee.
Hier also die leckereren, cremigen, zart schmelzenden und unglaublich schokoladigen legendären Mini-Rumkugeln:
Und derjenige, der glaubt, das sei ja viiiel einfacher als Backen, der soll mal hier kneistern:
(Nach dem Erwärmen der Schokomischung über dem Wasserbad und deren Abkühlen, wird jede Kugel einzeln von Hand mit viel Liebe und Körperwärme in eine adäquate Form gerollt – große Schokoschweinerei.)
(Nur um danach einzeln in einem Kakaobad gewälzt zu werden und dann in einer neuen Dose im Kühlschrank kalt gestellt zu werden.)
Und glaubt mir: das Kakaopulver findet man noch Tage später an Kleidung, Kühlschranktüren und Arbeitsflächenecken…
Nachtrag: jetzt hab ich so circa 10 von den Kügelchen zu mir genommen und habe mich so überfressen, dass mir fast ein bisschen übel ist. Mistdinger. Mistdinger. Mistdinger.
Eine Weinverköstigung ist leider der einfachste Weg, um uns zum Kauf zu animieren. Und auch, wenn ich nur zwei Mal nippen konnte (einer muss ja fahren), war der Kofferraum beim Wegfahren gut gefüllt.
Scheinbar geht die Befüllung auf die Probierkappe meines Mannes, der jetzt seelig schlummernd auf der Couch liegt und seinen kleinen Schwipps ausschläft…
Stadtfrau hats von Natalia und ich hab es mir gemopst. Leider muss ich sagen, dass ich nichts, aber auch gar nichts von H&M trage. Nicht mal ein klitzefitzelkleines Stückchen Stoff… Darf ich trotzdem mitspielen?
Unten drunter
Hunkemöller. (Wie es aussieht, ist nur einer Person – ok, und den Leuten in der Umkleide vom Fitness-Studio – vorbehalten…)
Drüber
Strumpfhose von Falke, schwarz mit beigen gestrichelten Streifen. Gekauft im Wertheim Village.
Jeansrock (knielang) von Cecil. Gekauft? Keine Ahnung. Uralt.
Gürtel, schwarz, von Esprit.
Spaghettishirt, schwarz, Benetton (diese One-Size-Dinger. Sehr praktisch. Hab ich wohl so gefühlte 100 Stück von).
Noch drüber
Schwarzer Pullover mit V-Ausschnitt, von s.Oliver. Gekauft in Hamburg bei meinem vorletzten Aufenthalt dort.
Downtown
Socken hab ich auch noch an. Als Schutz für die Strumpfhose, die ich trage. Schutz vor meinen Lieblingsstiefen: schwarz, bis kurz unters Knie, von Jette Joop.
Uptown
Gleich, wenn wir losziehen, kommt noch ein grauer No-Name-Schal dazu (ich habe keine Ahnung, woher ich den hab. Ich glaube aus einem Outlet-Store in Offenbach, in dem so Kollektionsabverkäufe stattfinden), der unten so lustige Wollfransen hat.
Außen
Darüber ein Benetton-Mantel in grau oder braun. Sicher bin ich mir noch nicht, hängt von der Mütze ab.
Ach Du je. Ich bin ein Fashion-Junkie
Habe grade eine österreichische MMS als Email aus einem Stadion bekommen. Leider ist das Bild sooo klein, dass ich nicht erkennen kann, welches Stadion das ist. Ich habe aber das Gefühl, es riecht seit der Email hier etwas streng nach Barzipups – und daher fürchte ich, es könnte was ekeliges sein
WER WAR DAS? (*Zu jemand bestimmten stilkt schielt*)
Wenn man an einer Kasse steht und sich anstellt, die Kassiererin dann plötzlich sagt, dass die Kasse zu macht, dann ist das ärgerlich. Wenn dann aber so eine alte Runzelbrezel vor uns anfängt, die Hausmeisterin Krause zu spielen und sich in das Gespräch einzumischen mit den Worten: “Hier ist zuuu. Zuuuhuuu. Hier ist zuhuhuuu.”, dann stehe ich ganz, ganz kurz davor, ihr einen Salatkopf an ihren Salatkopf zu werfen.
Wenn man dann von der anderen Kassenschlange aus mitbekommt, wie Hausmeisterin Krause auch die nächsten fünf Minuten (ja, fünf Minuten – wir haben das Glück einen Discounter bei uns zu haben, der ein Azubiprojekt ist und daher scheinbar nur die Kassengraupen da rumsitzen, die zwar 1a Kaugummikauen können – und ich dachte immer, das sei intelligenzfördernd…– aber nicht kassieren) jeden Käufer, der sich annähert mit den Worten begrüßt: “Is zuuhuu. He, es ist zuuuhuhuuu!”, dann überlegt man sich, ob man draußen mal warten soll auf sie. Ist ja schon dunkel und die anderen Käufer würden sicher weggucken
Radio: “Absahnen im Möbelhaus, bei XY!”
Er: “Komische Art des Bettentestens. Absamen im Möbelhaus. Schon ekelig, oder?”
*argh*
DVD-Abend. Gestern. Auf dem Programm standen “Fluch der Karibik III” und “Oceans 13″.
Leider verhielt es sich mit den Piraten so, dass mir einfach Teil I und II nicht mehr sooo präsent waren. Und so hangelte ich mich durch eine recht wirre Handlung, die außer eingefleischten Fans wohl ein zufälliger Betrachter nicht so einfach verstehen konnte, unterbrochen von sehr langatmigen und langweiligen Kampfszenen.
Wenn bei Teil I und II alles noch ein wenig gruselig ist, so driftet Teil III einfach nur ins klamaukige ab, gewürzt mit einer furchtbar gesichts-, weil fleischlosen Hauptakteurin, die dann den Familien-Drama-Faktor noch ausschmücken muss – hoch lebe der tote Vater, durch den ja so viel Dramatik in Tüten in den Film gebracht werden kann. Jedenfalls für einen klitzekleinen Moment. Und dann gehts schon weiter mit der Langeweile.
Fazit? Gähn.
So wirklich anders erging es mir bei Oceans 13 dann auch nicht. Nach Oceans 12 war ich zwar voller Hoffnung, da es schlechter nicht werden konnte. Wurde es auch nicht. Aber besser auch nicht. Das Thema Kasinoraub hat sich ausgenudelt. die Charaktere haben an Witz verloren – da hilft es auch nicht, dass sie durch die optischen Sahnehäubchen Hollywoods dargestellt werden. Ach, apropos: Männer kommen da diesmal zu kurz. Wenn die letzten Male noch Julia und Catherine für ein bisschen Stimmung sorgten, so soll diese in Teil II wohl durch die falschen Brüste von – ja, wer ist das eigentlich? – ach, Ellen Barkin? Und die sind keinen zweiten Blick wert. Da wehrt sich sogar Matt Damon gegen eine Verführung mit Nasen und Füßen.
Fazit? Ich hoffe, es wir niemals 14 geben, denn der Witz und Esprit des ersten Teils wird wohl niemals wieder erreicht werden.
… kommen bestellte CDs, Bücher oder sonstige Päckchen immer an den Tagen, an denen man wegen Müdigkeit, Krankheit oder Faulheit noch im Bett rumlümmelt und so wie man aussieht besser nicht zur Tür gehen sollte?
Kurz habe ich ja überlegt, ob ich für Stilke nach ihrem Mackenreport unsere Wasch- und Spülbecken fotografiere, um sie zum Putzen bei uns zu animieren. Da ich aber bei näherer Überlegung nicht mehr sicher war, ob das wirklich ausreichen könnte, sie die circa 800 Kilometer zu uns zu locken und habe mich statt dessen dafür entschieden, meine Macken hier kund zu tun.
Macke 1: Kopfbedeckungen.
Ich liebe Kopfbedeckungen jeder Art und Farbe. Mützen, Hüte, Kappen, … Hier mal eine Auswahl der aktuellen, jahreszeitbedingten Modelle (klick für groß) – links oben das Original “oben ohne”. Und nun, liebe Stilke, darfst Du dich entspannt zurück lehnen und abwarten – denn deine Kinder werden später wahrscheinlich einen Huttick haben…
Macke 2: Farbige Pins sortieren
Ich sortiere – warum auch immer – bei Langeweile die Pins von der Pinnwand nach Farben. Unbenutzte Pins dürfen einfach nicht irgendwo rumpinnen, sondern müssen sich mit ihren Farbverwandten einordnen.
Macke 3: Taschen, Beutel, Frauenzeugsbehälter
Ja, typisch Frau. Ich weiß. Aber ich kann nichts dafür. Sehe ich eine Tasche, greife ich zu. Ist sie auch noch reduziert, hält mich nicht mal mehr die Vernunft (also mein Mann). Tödlich für meinen Geldbestand sind diese Taschenaktionsflächen in Einkaufscentern: da werden dann zum Saisonende die Modelle rausgehauen auf einer atemberaubend großen Aktionsverkaufsfläche… Leider darf ich aus Platzgründen keine neuen Taschen mehr kaufen. (Tu ich aber trotzdem und tausche dann regelmäßig aus.)
Macke 4: Herd
Ich gehöre zu den Menschen, die jedes Mal – aber auch wirklich jedes, jedes, jedes Mal – bei einer längeren Abwesenheit von zu Hause spätestens im Auto auf der Hinfahrt fragen, ob denn der Herd aus sei. Ja, es ist absurd, denn ich frage das auch, wenn wir mitten in der Nacht losfahren und niemand den Herd überhaut angemacht hat.
Macke 5: Autobahnpinkeln
In dem Moment, in dem ich auf die Autobahn auffahre, meldet sich meine Blase. Da ist so. Immer. Pawlowscher Reflex wahrscheinlich. Daher kenne ich auch alle (!) Rastplätze zwischen Frankfurt und Münster, Frankfurt und Hamburg, Frankfurt und München sowie Frankfurt und Köln. Auswendig. (Und bevorzuge diese Sanifair-Geschichten)
Macke 6: Meine Socken
Seit frühester Kindheit an müssen meine Socken zu meinem Oberteil passen. Schwarzer Pulli? Schwarze Socken! Grauer Pulli? Anthrazitfarbene Socken. Und wenn ich mal was buntes trage, versuche ich Stiefel anzuziehen (oder hautfarbene Nylons), um nicht in die Verlegenheit bunter Socken zu geraten.
Macke 7: Schals
Ich liebe Schals. Jeder Form, jeder Farbe, jeden Materials.
Macke 8: Koffer packen
Wenn wir weg fahren/fliegen, dann fange ich schon eine Woche spätestens vor Abfahrt/Abflug an, mir eine Liste zu schreiben, was ich auf keinen Fall vergessen darf. Und beginne mit dem Kofferpacken dann auch mindestens zwei Tage vor der Abfahrt…
Macke 9: Mails
Ich gucke, wenn ich am Rechner bin, spätestens alle 15 Minuten nach meinen Emails – es könnte ja zwischenzeitlich was furchtbar wichtiges und eiliges gekommen sein…
Macke 10: Ich sammle, liebe und kultiviere Macken
Kommt mir etwas merkwürdig vor, mache ich es zu meiner Macke und hege und pflege diese, bis es eine so ausgewachsene Macke ist, dass ich sie meiner Leserschaft präsentieren kann. Ehrlich. Ich glaube, meine größte Macke ist, dass ich Macken liebe und sie wirklich, wirklich sehr charmant finde. Auch bei anderen Menschen. Menschen, die ihre Taschentücher falten, statt knüddeln. Menschen, die ihre Schuhe nur “sortiert” (also linker Schuh auf der linken Seite, rechter Schuh auf der rechten Seite) abstellen können. Menschen, die ohne Lippenstift nicht aus dem Haus gehen. Oder Menschen, die immer einen enorm großen Vorrat an Damenhygieneartikeln bei sich tragen, weil man ja sonst vielleicht in Verlegenheit geraten könnte. Macken sind was feines.
… könnte ich gehen, wenn ich unerwünschte Post von dubioser Herkunft bekomme, mit der ich eine “Einladung zum 25 – Jährigen Jubiläum für Frau Wortteufel” erhalte.
Mal abgesehen von der fehlerhaften Verwendung des Halbgevierts war mir nicht klar, dass zu meinen Ehren ein 25jähriges Jubiläum stattfinden soll. Geschweige denn, welches.
Da werde ich also in das Restaurant eines örtlichen Altenwohnheims eingeladen und bekomme bei Anwesenheit einen “XXL – Präsentkorb mit 5 Pfund sofort zum mitnehmen”. Was soll ich mit fünf Pfund? Ich hab selbst fünf Pfund zu viel. Die können sie gern haben, diese Veranstalter mit Namen “Feinkost & Spezialitäten Kaiser”, deren Adresse einfach nirgendwo auf diesem Wisch oder dem dazugehörigen Briefumschlag zu finden ist.
Statt dessen steht unten eine Firma mit Namen Medi Vital i.Gr. (in Gründung? Heißt das, die gibt es noch nicht mal? Die sind also noch nicht mal als Firma haftbar für irgendwas?) in St. Gallen. St. Gallen? Was zum Henker habe ich mit St. Gallen am Hut? Darunter steht dann noch, dass “Herren nur in Begleitung ihrer Partnerin” Einlass haben. Und “Nur für Erwachsene”.
Nun verhält es sich so, dass diese Einladung “für 1-4 Personen” (hier wäre das Halbgeviert mal angemessen gewesen, statt dessen wird das einfache Divis, oder auch Viertelgeviertstrich verwendet…) ist. Heißt das, ich darf noch drei Personen mitbringen und wenn ein alleinstehender Herr dabei ist, darf der nicht rein?
Und was soll dieser Zusatz “Nur für Erwachsene”? Was darf ich denn bitte unter dem Inhalt des Präsentkorbes verstehen? Ist “Banane” und ein “Apfel” womöglich ein Synonym für Schweinkramutensilien? Sind die “2.500 g Markenbutter” womöglich Gleitcreme? Und was soll ich dann unter dem “Schwarzwälder Nuss-Schinken” verstehen? Na? Na? Was?
Diese Veranstaltung ist, laut billigst kopiertem Einladungsschreiben, eine “beliebte Präsentationsshow mit Clubveranstaltung”. Clubveranstaltung? Abhottende Senioren bei freizügiger Verkaufspräsentation?
Ich sitze hier und schüttel den Kopf. Denn man teilt mir darüber hinaus mit: “Jetzt ist die Freude groß, Sehr geehrte Frau Wortteufel”, (verdammt nochmal, wenigstens die Groß- und Kleinschreibung sollte doch mal jemand kontrollieren, bevor man sowas raushaut, oder?) ich kann mich jedenfalls ob der großen Freude kaum halten, “denn im Auftrag unserer Kooperationspartner”, eben war es nur einer, nämlich dieser Kaiser, “überreichen wir Ihnen ein persönliches Wertgeschenk in Höhe von Euro 200,00!“, wie persönlich kann das sein, wenn die schon mit der Einladung an mich sooo ins Schwarze treffen.
Dann die Halbgeviert-/Viertelgeviertkrönung: “- Da freuen wir uns alle –”
Ja, besonders die Sendung “Nepper, Schlepper, Bauernfänger”, weil sie wahrscheinlich nach dieser Tour de Grauen eine Menge Zulauf haben wird.
Dann gibt es noch in der Einladung die “Treue Prämie für Paare: Zusätzlich das grosse Pflegeset von Aloe Vera im Wert von Euro 49,00″. Schön, wenn nun schon Prämien treu sein können, das Doppel-S seine Ausbreitung feiern kann und Aloe Vera nun schon Pflegeserien heraus bringt. Und das alles in einem Satz. Chapeau!
Ach ja: Ehepaare und Paare erhalten die doppelte Menge, Ehepaare, die mehr als 20 Jahre verheiratet sind, erhalten ein Sonderpräsent (schon mies: da machen die so eine Versprechung in einem Altenwohnheim, in das die meisten gehen, weil ihr Ehepartner verstorben ist und sie nicht mehr allein wohnen wollen/können) und bitte der Umwelt zuliebe Taschen für den Heimtransport mitbringen.
Ich jedenfalls könnte an die Decke gehen bei sowas.
“Wir gucken heute Fußball,” sprach mein Freund. “Ist das ok für Dich?”
“Ja”, antworte ich nach dem Blick in die TV-Zeitschrift. Denn ich weiß, dass es einen Mann sehr glücklich macht, wenn er das Gefühl hat, sich mal in der Auswahl des Abendprogrammes durchgesetzt zu haben. Und heute abend passt es ganz gut, schließlich läuft so gar nichts, was mich interessiert.
Kaum dass die erste Halbzeit angefangen hat, höre ich leises Schnarchen von der anderen Couch. Ich stupse seine Füße an. Ein Brummen, die Augen gehen auf.
“Was ist?” Fragt er.
“Du bist eingeschlafen.” Sage ich.
“Gar nicht.” Sagt er. “Ich gucke Fußball.”
“Aha.” Sage ich.
Fünf Minuten später das gleiche Spiel, der gleiche Wortwechsel.
Nach zwanzig Minuten der ersten Halbzeit wieder wohliges Schnarchen. Dann ein lautes Brummen. Er schreckt hoch, sein eigener Schnarcher hat ihn aufgeweckt und aufgeschreckt. Er linst zu mir rüber.
“Na, hast wohl geschlafen.” Sage ich.
“Nein”, sagt er. “Ich gucke Fußball.”
“Und das Schnarchen?”
“Das war kein Schnarchen. Ich habe geseufzt wegen des schlechten Spiels.”
“Aha”, sage ich.
Schnarchen.
Ich stupse ihn wieder an.
“Du schläfst ja wohl.”
“Nein. Wie könnte ich, wenn Du mich dauernd anstupst. Da wird man ja seekrank von dem Rumgeschupse hier.”
“Du hast aber die Augen zu die ganze Zeit.” Bemerke ich wieder.
“Das täuscht. Ich analysiere lediglich die Spielzüge.”
“Soso.”
Weitere fünf Minuten später wieder das seelige Schnarchen von der anderen Couch.
Kurz vor der Halbzeitpause wecke ich ihn.
“Schatz, es ist gleich Halbzeit. Wenn Du nicht guckst, dann schalte ich um.”
“Ich gucke Fußball. Und Du guckst in deinen Laptop.”
“Ich gucke in meinen Laptop, weil mich das Spiel – welches du ja umbedingt gucken wolltest – nicht interessiert. Jetzt läuft gleich was anderes, was ich mir ansehen würde. Also, wenn Du weiterschläfst, schalte ich um.”
“Nein, ich gucke Fußball.”
Ich wende mich schmunzelnd meinem Laptop zu.
Halbzeitpause. Er schnarcht wieder. Ich stupse ihn an.
“Ich gucke.”
“Es ist Pause.”
Stille. Dann: “Weiß ich doch.”
Er steht auf, geht ins Bad Zähne putzen. Danach räumt er sein Glas in die Spülmaschine und geht rüber ins Büro an seinen Laptop. Musik ertönt.
“Schatz!” Ruft er.
Ich gehe rüber.
“Hör mal, Nina Simone. Schön, oder?”
Er swingt mit.
Ich gehe raus. Vor den Fernseher. Die zweite Halbzeit beginnt. Und wer ist nicht da und jazzt ein bisschen vor dem Laptop? Richtig. Mein Freund. Ich hoffe schon, ich könne umschalten. Er hat sicher vergessen, dass er hier eigentlich was verschlafen gucken will.
Nach fünf Minuten die Frage: “Gehts weiter?”
“Ja.” Ich seufze. Er hat es nicht vergessen.
Dafür schnarcht er jetzt wieder auf der anderen Couch.
Ja, wir gucken heute Fußball.
Angekündigt, ausgeführt, präsentiert.
Zebraplätzchen
Oder auch: Lecker Kekse mit Cranberrie-Limetten-Füllung. Ooooh, sowas von fruchtig und lecker.
Sünde
Der Einfachheit halber möchte ich diese Kekse einfach nur mit Sünde titulieren. Treffender kann man die Mürbeteigtaler mit Schokosplittern drin, eingetunkt in reichlich Kuvertüre und bestreut mit Schokoflocken oder einer Pfeffer-Chilli-Mischung wohl nicht beschreiben.
So. Und nun geh ich abwaschen ![]()
Es war einer dieser Tage, an denen man schon morgens um sieben wußte, dass er mehr gefühlte als tatsächliche Stunden haben würde. Einer der Tage, an denen die Wolken noch grauer, die Sonne noch ferner und die Blätter am Boden nur noch grau wirkten. Wortteufel saß mit hängenden Augenlidern vor ihrem ersten Morgenkaffee, stetig bemüht sich nicht den Kopf an der immer näher rückenden Tischplatte anzustoßen, als es klingelte.
“Mist, verdammter. Wer ist denn da so lebensmüde?”
Sie schlurfte zur Tür und öffnete. Niemand war dort.
“Scheint ja wichtig gewesen zu sein.”
Mühsam ging sie zurück zu der schwarzen Substanz von der sie hoffte, sie würde Wunder bewirken und den Kreislauf wiederbeleben. Wieder ein Klingeln. Wortteufel ignorierte es. Nicht noch einmal würde sie den beschwerlichen Weg von der Küche zur Tür laufen, nur um vor gähnender Morgenleere zu stehen. Das Klingeln wiederholte sich. Lauter diesmal, fast aufdringlich. Wortteufel überlegte, ob sie sich das Klingeln vielleicht nur einbilden würde, schließlich war ihr nicht bekannt, dass die Türklingel energischer werden konnte im Ton.
Ihre Gedanken wurden jäh unterbrochen von einem lauten: “Guten Morgen, ich bin es. Rudolph.”
“Ich kenne keinen Rudolph. Und nun verschwinde aus meinem Kopf.”
“Doch, Du kennst mich. Ich bin dein Weihnachtsalptraum,” ertönte es schadenfröhlich aus dem Nichts.
Langsam wurde es Wortteufel mulmig und sie öffnete das linke Auge so weit es ging. Das war zwar nicht weit, aber weit genug, um ein rotes Licht vor dem Fenster glühen zu sehen.
“Na, also,” kam es aus Richtung des glühenden Lichtes. “Auch schon wach? Und nun lass mich endlich rein. Hier draußen ist es ruprechtkalt und dieses Auf-der-Stelle-Traben in der Luft ist auch nicht so leicht, wie ihr euren Sprösslingen weißmachen wollt.
Etwas irritiert und noch nicht ganz bei Sinnen stand Wortteufel auf und näherte sich dem Licht. Grell war es und rot. Die Fensterscheibe verstärkte noch den Lichtschein um die Quelle herum und das Licht brannte schmerzlich in den Augen. Wortteufel öffnete das Fenster.
“So und nun? Was willst du von mir?”
“Ich will dich einfach nur munter machen. Es wird ein herrlicher Tag heute.”
Das rote Licht war nun direkt vor Wortteufel und ließ ihr Gesicht noch rötlicher erscheinen, als es die nächtlichen Durchblutungsflecken an den Wangen eh schon machten. Wortteufel sah nun auch im Schein der Küchenbeleuchtung das Ding hinter dem roten Licht. Ein Rentier. In der Luft. Mit einem penetranten Klingelglöckchen im rechten Vorderhuf und einem albernen Grinsen auf den Rentierbacken.
Wut stieg in Wortteufel hoch. Es war sieben Uhr, nein, kurz nach sieben am Mittwoch morgen und im Fensterrahmen ließ sich grade ein Rentier mit Namen Rudolph auf ihrer kleinen Fensterbank nieder. Einfach nur, um sie munter zu machen. Die Wut wurde stärker.
“Nun guck doch nicht so grimmig,” begann Rudolph, “jedem Morgen steckt ein Zauber inne, den es zu entdecken gilt.”
Wortteufel merkte, wie ihre Halsschlagader anschwoll und dieses Pochen im Kopf lauter wurde. Ihre Augen begannen rot zu unterlaufen und ihre Atmung wurde zu einem Schnaufen. Ihr Herz klopfte immer schneller und verwandelte sie in eine Wutmaschine.
“Du,” zischte sie mit lautloser Stimme, “lässt mich jetzt in Ruhe meinen Kaffee trinken.” Ihre Stimme wurde lauter: “Niemand, nein niemand, wagt es, mich vor meinem ersten Morgenkaffee anzusprechen!”
“Doch,” flötete Rudolph. “Ich.” Er klimperte Unschuld vortäuschend mit den langen Wimpern seiner riesengroßen Zeichentrickaugen. “Und ich kann auch singen. Pass auf!” Rudolph räusperte sich theatralisch, hob den Kopf und begann laut zu trällern: “Rudolph the red nose reindeer, had a very shiny nose …”
Wortteufel sah Rot. Das rote Glühen verschwamm mit dem Rot in ihren Augen, das Rauschen des Blutes schrie fast in ihren Ohren und sie raste auf das singende Monster zu. Sie packte das singende Ende, zog den Hals lang und den Kopf in ihre Richtung und schmetterte das Fenster zu. Der Fensterrahmen traf Rudolph überraschend im Refrain.
Sein Hals klemmte zwischen Fenster und Fensterrahmen und der letzte Ton seines Liedes kam als Röcheln über seine Rentierschnute. Wortteufel öffnete das Fenster, zog den noch zuckenden Rudolphabklatsch in die Küche und griff zu ihrer Teufelsgabel. Mit zwei geübten Stichen in den Hals beendete Wortteufel den unerwünschten Besuch und sein Comicleben.
Sie schmiss die Comichülle, deren Seele rotglühend zurück ins Lalaland entflogen war, aus dem Fenster und ging hinaus. Das Grab war gleich neben dem Komposthaufen. Kurz fragte sich Wortteufel, ob leere Comics überhaupt verrotten oder plastikverpackungsgleich die Gegend weiter belasten. Doch dann winkte sie ab und ging zurück ins Haus.
Ihr Kaffee war kalt. Seufzend setzte sie sich auf den Küchenstuhl. Sie war wach, hellwach. Ein Klingeln ertönte aus weiter Ferne, ein leises, penetrantes Klingeln. Und dann die gehässige Stimme dieses Morgenbesuchers: “Ich hab dir doch gesagt, ich mach dich munter, oder?”
Das diabolische Lachen der Reinkarnation Rudolphs entschwand in die Mordendämmerung und Wortteufel wußte, dass es ein Tag werden würde, der sich länger anfühlen würde, als er war.
Irgendwas stimmt nicht mit dem Erdmagnetfeld, den unterirdischen Strömen oder den Windverhältnissen. Oder mit was auch immer, an dem sich diese kleinen Dinger mit Federn orientieren, wenn sie durch die Luft fliegen. Zum zweiten Mal innerhalb von ein paar Tagen ist nun schon so ein Vogel gegen unser Wohnzimmerfenster geflogen und hat eine Feder als Andenken an die Scheibe gepappt.
Ich glaub, die brauchen ein Navi.
Schlaflos Oo.
Die Mens Health stürzt uns Frauen in einen Gewissenskonflikt: So schreiben die Autoren, dass Frauen mit Rundungen oder molligen Formen intelligenter sind. Das hätten – mal wieder – irgendwelche Wissenschafter herausgefunden. Die haben ja sonst nichts zu tun.
Leider schreibt die Mens Health auch, dass schlaue Menschen weniger Sex haben.
Nun können wir uns also aussuchen, ob wir dick und schlau sind, aber weniger Sex haben. Oder magersüchtig und blöd, dafür aber sexuell ausgelastet.
Ich hasse Studien…
Wow, sind die süß und lecker:
Limetten-Olivenöl-Kekse
Mit einer traumhaften Puderzucker-Limetten-Glasur plus Zitronenpülverchen oben drüber. Ich sag nur: knusprig, aber sensationell lecker.
Earl-Grey-Kekse
(Eigentlich sollten das ja Plätzchen in Schneeflockenform sein. Da mir aber so ein Förmchen zum Ausstechen so völlig fehlt und ich auch nicht bereit bin, dafür extra in die große Stadt zu fahren und diese zu erwerben, muss es auch die runde Form tun… Wir sind ja hier schließlich nicht in der Weihnachtsbäckerei. Und den Zuckerguss habe ich bei einige Exemplaren ganz weggelassen. So als nicht ganz so süße Alternative zu dem übrigen Gebäck. Außerdem bin ich eh Puristin.)
Vanilleküsschen
Tja. Die guten Dinger sollten eigentlich so baiserluftiglockerleicht sein. Da Wortteufel und Baiser aber auf Kriegsfuß stehen, sind es nun furchtbar leckere “außen knackig, innen zarter Schmelz”-Tupfer auf Bananenchip geworden. Ich finds sogar leckerer…
Und morgen?
Morgen mach ich die Zebrakekse mit Cranberrie-Füllung
Nachtrag: alle Rezepte finden sich im aktuellen Extra-Heft der Brigitte.
Mittags einzukaufen ist ja immer wieder ein Erlebnis. Denn es scheint Personengruppen zu geben, die zwar den ganzen Tag Zeit haben, aber ihr Schwätzchen gern mittags zwischen Obst und Wurstwaren halten. Unsere Zeit ist halt schnelllebig geworden und das Treffen nach der Sonntagsmesse reicht nicht mehr aus, um die Neuigkeiten auszutauschen. Vielleicht sind die Senioren aber auch einfach nur ungeduldiger geworden…
Mir macht das ja meistens nichts aus, sondern amüsiert mich nur, wenn Trude was über Gerti erzählt und Karl-Heinz auch noch seinen Senf aus der Käseabteilung heraus zugibt.
Und so stromere ich also durch die Gänge, belausche den neuesten Tratsch und komme bei den Backzutaten an. Orangeat und Zitronat sind schnell gefunden. Mehl, Zucker, Puderzucker stehen auch schon da. Leider hat sich das günstige Backpulver im untersten Fach versteckt und so muss ich wohl oder übel da runter. Hockend nach dem Backin angelt bellt mich plötzlich was von halb oben an: “Lassen sie mich da durch.”
Etwas erschrocken über den doch sehr herrischen Ton in der Stimme dieser verhärmten Zeitgenossin stehe ich auf, schiebe meinen bereits am Rand stehenden Einkaufswagen zwei Zentimeter näher an das Regal ran und lächle.
“Was soll das denn auch, sie stehen mitten im Weg dumm rum.”
“Na, so dick ist ihr Wagen auch nicht, dass sie da nicht vorbei gekommen wären. Zur Not hätten sie meinen ja noch einen Zentimeter zur Seite schieben können, wenn ihr Augenmaß so schlecht ist.”
“Das ist doch nicht mein Kram da. Das müssen sie wegmachen, wenn ich komme.”
Kurz überlege ich, die Contenance zu verlieren und der ollen Schrappnelle die Butter in die Nasenlöcher zu stopfen, beherrsche mich aber, lächle und sage: “Sie sollten mal einen Proktologen aufsuchen.”
Etwas irritiert schaut mich das Faltenmonster auf zwei Beinen an und ganz kurz sehe ich die Falte des Nachdenkens zwischen ihren Augen aufblitzen – genau da, wo ich ihr am liebsten die Vanillestange reinstecken und bis ins Kleinhirn reindrehen würde. Dann verschwindet sie wieder, die Mundwinkel gehen nach unten und es ertönt ein Laut, der mit viel Phantasie an ein “Häh?” erinnert.
“Sie haben scheinbar”, sage ich, “einen dicken Furz quer sitzen, der sie zu einer boshaften, alten Hexe macht. Lassen sie das untersuchen und behandeln. Und bis dahin halten sie sich von Pfefferkuchenhäusern fern. Sie könnten sonst in den Ofen gestoßen werden.”
Manchmal tut es so gut, unverschämt zu sein. Und ich geh jetzt zur Belohnung Plätzchen backen…
Wenn man vervirt (nicht verwirrt! Sondern mit Viren vollgepackt) Plätzchen backt, sterben die Viren dann in den Plätzchen beim Backen ab oder überleben die und stecken alle Plätzchenesser dann an?
Kann man sich eigentlich selbst immer wieder anstecken, wenn man sich beharrlich weigert das Fenster zum Lüften zu öffnen, weil das dort draußen so furchtbar ekelig kalt ist, und man in seinem Virenbunker sitzen bleibt?
Nur mal als Frage.
… lese ich ja keine Frauenzeitschriften, weil mir die Themen doch zu 90% am Arsch vorbei gehen – und die Themen, die mich interessieren, mal gänzlich vergessen ausgespart werden.
Auch dieses Mal habe die Zeitschrift nicht gelesen. Nur gekauft.
(Wegen des Sonderheftes und weil in dem so sensationell tolle Plätzchenrezepte drin stehen und ich doch so gerne Plätzchen backe und esse…)
Der Spiegel berichtet heute von kistenweise Alkohol, der in einem Polizei-Keller gefunden wurde. Scheinbar konsumierten die Beamten nach Dienstschluß gegen die Vorschriften alkoholische Getränke. Die Beweismittel lieferten die Polizisten gleich selbst mit: Listen mit Namen und Alkoholmenge, um die spätere Bezahlung zu erleichtern. Deckelmentalität am Polizeitresen. Ich frage mich nun, ob die Ficusplantage im Keller vielleicht gar kein Ficus ist?
Dann kann man heute erfahren, dass das bekannte schwedische Möbelhaus mit dem blau-gelben Logo ein paar Matratzen zurückrufen muss. Dies geschah laut Text, nach dem Ökotest nicht so schöne Werte gemeldet hatte und das Möbelhaus daraufhin ebenfalls nochmal testete und – man glaubt es kaum – ebenfalls zu dem schlechten Ergebnis kam. Nun werden einige der Matratzen aus dem Verkauf genommen, “weil sie die (…) Standards nicht erfüllen”. Mich würde nun interessieren, was das denn für Standards und “Überwachungsmethoden” der Standards sind, die solche Mängel nicht selbst bemerken? Oder anders herum: ist ein Standard, bei dem nicht bemerkt wird, ob er eingehalten wird, so sinnvoll? Und ist es wirklich geschickt, seine eigene scheinbare Unfähigkeit als Begründung zu nennen? Ich weiß ja nicht…
Dann – ebenfalls bei SPON – wird gemeldet, dass “Blondinen Männer dümmer machen”. Gut. Jede Blondine wird nun sagen, dass man dafür nun wirklich nicht noch eine Studie brauchte, um das herauszufinden, sondern einfach nur mal mit ihr abends weggehen müsse. Denn Blondinen bemerken dieses Phänomen täglich. Wenn den Männern das Sprachzentrum abhanden kommt und der Gang breitbeiniger wird, nur weil blonde, lange Haare sich mit tiefem Ausschnitt paaren. Auch die Tatsache, dass mit Blondinen gern in Kleinkindsprache mit Vermeidung von Fremdwörtern gesprochen wird, ist nicht neu. Leider scheint bei Männern jedoch dadurch auch das Langzeitgedächtnis gestört zu werden, denn wie sonst sollte man erklären können, dass diese auch beim nächsten Mal – nachdem ihnen eine Blondine in geistig überduchschnittlicher Weise geantwortet hat – wieder in “Dada bubu”-Satzkonstrukte verfallen?
Dann kann man in einer Headline der Bild lesen, dass Britney Spears “nicht gaga ist, sondern schwerkrank”. Ich glaube sogar, da hat sie recht. Sehr recht sogar. Aber warum lässt sie sich dann nicht endlich einweisen und behandeln, statt uns mit diesen Aussagen zu belustigen?
Die FAZ schreibt online über das 24h-offen-Konzept von EDEKA, bei dessen Kette einige der Läden nun rund um die Uhr geöffnet haben. Ich finde das ja super. Sehr super. Froh gewesen wäre ich über so ein Angebot in meinen Agenturzeiten, in denen ich manchmal abends erst nach Hause kam und dann doch nur eine Pizza bestellen konnte, weil die Läden schon zu hatten. Es gab da noch den langen Donnerstag als große Einkaufsausnahme. Und dieses Geplänkel von wegen “angestelltenfeindlich” finde ich mehr als albern. Wie viele Patienten gibt es denn, die Schwestern und Ärzte in Krankenhäusern von ihrer Nachtschicht befreien würden? Oder die nachts auf der Suche nach einem Taxi bis morgens warten würden, um den Fahrern ihre Ruhe zu gönnen? Die morgens auf ihre Zeitung verzichten, damit die Drucker ihre Schicht nachts nicht übernehmen? Oder die Thekenkraft in der Disco am Wochenende nach Hause schicken? Oder, oder, oder. Wir Konsumenten haben mittlerweile viel zu hohe Ansprüche und Forderungen, als dass wir noch an geregelten Öffnungszeiten festhalten sollten.
Dann scheint Diether Thomas Heck seine Showkarriere beendet zu haben. Wenn ich ehrlich bin, habe ich seit Hitparadenzeiten nicht mal mehr gewusst, dass der überhaupt noch lebt – geschweige denn noch was macht… Die Queen und Prinz Philip feiern 60-jähriges Ehejubiläum. Wahrscheinlich haben sie sich in den Jahren so circa 10 Jahre insgesamt davon gesehen. Die übrige Zeit war sie mit ihren Kötern oder dem Repräsentieren beschäftigt und er hat – tja, was hat er wohl gemacht – Polo gespielt? Wahrscheinlich ist auch, dass sie in dem großen Palast eh ständig aneinander vorbei gelaufen sind, ohne sich zu entdecken. Das Geheimnis einer guten Ehe wahrscheinlich…
Die Netzeitung schreibt dann noch von einem Marder in einem Rostocker Umspannwerk, der durch seine Knabbereien an Kabeln zwei Stadtteile verdunkelt hat. Na, wenigstens kurz was das Elend nicht mehr zu sehen und man hat einen realen Eindruck davon gewinnen können, was der Begriff “Dunkeldeutschland” noch so alles bedeuten könnte.
Zum Schluß fällt mir nur noch ein, dass gestern in irgendeiner dieser Herz-Schmerz-Sendungen gesagt wurde, “die beiden erwarten ihr erstes Kind” und es solle Aida heißen. Woraufhin mein Mann sagte, dass es dann wohl keine Geburt, sondern einen Stapellauf gäbe.
So, zurück ins Funkhaus.
12 Taschentuchpäckchen á 10 Taschentücher
4 x 1 Tropfen Nasenbefreiungssaft aus der Pipette
3 Tabletten Antierkältungsmittel
10 Tassen Tee
2 Tassen heiße Zitrone
Mein derzeitiger Tagesverbrauch.
Die Pharmakonzerne freuen sich.
Wenn die Schwiegerleute in spe in Klagenfurt verweilen und Weihnachten fast vor der Tür steht, muss man die Chance nutzen, das Weihnachtsgeschenk nach Rezept zuzubereiten:
Man nehme
91 Kästen mit jeweils 36 Dias
2 große Kisten
1 Auto (Kofferraum entleert)
1 Fachgeschäft
Fahren sie in die Wohnung der Schwiegerleute, in der sich die Dias befinden (die die Schwiegerleute ja soooo gern nochmal sehen würden, aber nicht können, weil der Diaprojektor kaputt und wegen Altersschwäche auch nicht mehr reparierbar ist und die Diakästen nicht in die heutigen handelsüblichen Projektoren passen und alles umstecken und neu kaufen sauteuer und zeitaufwändig ist) und nehmen sie die zwei leeren Kisten mit. Öffnen sie den Schrank mit den Diakästchen und befüllen sie die großen Kisten mit den insgesamt 91 Diakästchen.
Beladen sie den Kofferraum mit den befüllten Kisten. Achten Sie darauf, dass die Diakästchen in den großen Kisten sicher stehen und nicht umfallen können.
Stapeln sie die Diakästchen zuhause auf dem Wohnzimmertisch zu kleinen Türmchen und gehen die Diapositive in den Diakästchen nach Thematik durch. Überlegen sie, ob sie wirklich alle 91 Kästchen á 36 Bilder alle (!) für 17 Cent pro Dia digitalisieren lassen möchten oder nicht.
Sortieren sie danach die Dias, die erstmal zweitrangig sind, aus und belassen sie diese auf ihrem Wohnzimmertisch. Die übrigen stapeln sie wieder in eine der großen Kisten und bringen diese zurück in den Kofferraum.
Vergessen sie beim Durchsehen der Dias nicht, ab und zu laut loszulachen, wenn sie ein Nacktbild ihrer Eltern oder kleine lustige Kinderbilder von sich selbst finden. Auch ihre Hochzeitsbilder mit ihrer mittlerweile Ex-Frau dürfen durchaus zur Erheiterung beitragen – und sei es nur wegen des unglaublich hässlichen Brautkleides in Rüschengardinenoptik, welche 1992 wahrscheinlich totschick war.
Bringen sie nun die Dias in ein Fachgeschäft zur Digitalisierung. Bestellen sie Video-CDs oder DVDs von den Dias und warten sie auf Weihnachten. Freuen sie sich über die Gesichter der Eltern/Schwiegereltern, wenn sie in den Erinnerungen an vergangene Zeiten schwelgen…

















