Frau Antonmann und Düne Sieben beschrieben es schon ganz schön. Und als ich bei Düne Sieben kommentieren wollte, merkte ich – ähnlich wie sie bei Frau Antonmann – dass es zu einem eigenen Post reicht. So auch bei mir.

Es gibt Blogs, die lese ich täglich. Weil sich zum Beispiel ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt hat, man teilnimmt am Leben. Ähnlich wie ein Telefon oder Treffen mit Freunden. Es ist wie ein Gespräch auf der Straße, wenn man sich beim Einkaufen trifft. Mal ganz kurz, weil man in Eile ist, mal länger, weil man sich festgequatscht hat. Manchmal sind die Blogbesuche wie Freundinnenabende auf der Couch mit Rotwein. Man palavert und palavert und redet über dies und das.

Einige Blogs lese ich seltener. Nicht, weil ich sie nicht schätze oder die Inhalte nicht mag, sondern weil ich aufgrund meines Zeitmangels Prioritäten setzen muss. Läse ich alle Blogs, die ich mag, wäre ich täglich mit mindestens zwei bis drei Stunden dabei. Und das lässt mein Job oft nicht zu.

Ich kommentiere manchmal. Manchmal nur ein Wort, ein Lachen, weil mich der Beitrag amüsiert hat und ich das gern hinterlassen möchte. Aber ich kommentiere nicht immer. Zum Beispiel dann nicht, wenn schon fünf andere vor mir dasselbe geschrieben haben oder ich einfach keine Lust oder Zeit zum Kommentieren habe.

Manchmal sind mir Themen so wichtig, dass ich öfter vorbeischaue und die Diskussion verfolge.

Meine Blogrolle spiegelt nicht meine favorisierten Blogs in ihrer ganze Pracht wider. Meine Blogrolle soll vielmehr eine kleine Auswahl an Blogs sein, die ich lese oder aufgestöbert habe. Und sie soll als Surftipp, Lesetipp oder Anregung dienen, die ich meinen Lesern sozusagen als Service biete. Alle paar Wochen fliegen Blogs aus der Liste und werden durch andere ersetzt. Entweder, weil es mal Zeit für Neues war, oder weil sich dort nicht so viel tat oder einfach nur so. Die “gelöschten” Blogs verschwinden auch nicht im Nirwana. Sondern bleiben in meinen Lesezeichen!

Ich nutze keinen Feedreader. Ich surfe nach Gefühl durch die Blogs. Nach Lust und Laune. Wenn ich viel Zeit habe, nehm ich mir einen Kaffee und surfe von fremder Blogrolle zu fremder Blogrolle und nur durch Blogs, die ich noch nicht kenne. Einige landen dann in meinen Lesezeichen.

Auf eine Handvoll Blogs möchte ich jedoch täglich kaum mehr verzichten. Auf die anderen wöchtentlich nicht… ;)

Mir ist es wichtig Euch zu schreiben, dass ich viele von Euch lese, auch wenn ich nicht kommentiere. Auch lese ich Euch manchmal regelmäßiger, manchmal seltener – einfach wie es meine Zeit zulässt. Aber ihr seid alle in meinen Lesezeichen und ich schaue regelmäßig vorbei. Aber eben so, wie ich es schaffe.

Ich schreibe hier über mein Leben, meine Eindrücke und meistens über die Absurditäten des Alltags, die mir passieren. Und freue mich, wenn ich damit jemanden unterhalten, ablenken oder belustigen konnte. Ich freue mich über Leser jeder Art und über Kommentare genauso. Doch niemand sollte sich verpflichtet fühlen, alle meine Beiträge zu lesen oder seinen Senf dazu geben zu müssen.

Ich schreibe hier, weil ich mich gerne mitteile.
Hier und woanders.
Aber nicht verpflichtend. Für niemanden.