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“Let’s fetz” gehört zu den Sprüchen aus den 80er Jahren, die ihre Aufenthaltsberechtigung im Vergessen zu Recht bekommen haben.
… aber grade wäre uns beinah der Kragen geplatzt.
Als wir nämlich den Drogeriemarkt verließen stand ein kleines Mädchen von circa 3 Jahren davor, das wir eine Minuten vorher noch drinnen mit ihrer Mutter an der Kasse gesehen haben.
Diese fand es aber scheinbar bedeutend spannender, sich mit einer Verkäuferin zu unterhalten, als auf ihr Kind zu achten. Diese nämlich zog mal los in die weite Welt.
Wie gut, dass es so Menschen wie uns gibt, die das Kind nicht aus den Augen ließen, nicht wegfuhren, sondern es nach 100 Metern an der Haupteinkaufs- und Verkehrsstraße einfingen und zurück zur Mutter brachten, die noch nicht mal bemerkt hatte, dass ihr Kind überhaupt weg war…
Ganz toll. Ganz, ganz toll.
Dann war da noch die Wagenschupse, die ihren Einkaufswagen galant halb vor der Kasse stehen ließ und dann erstmal in der Gemüseabteilung rumkramte. Da das Fließband vor ihr leer war, gingen wir an ihr vorbei (Schande über uns) und wollten aufladen – denn von der Wageninhaberin war nichts zu sehen.
Da stürmte die Gute vor und blökte den Wortteufelmann erstmal an, er habe sich hier nicht vorzudrängeln.
Himmel. Die Gute kann froh sein, dass der Wortteufelmann Urlaub hat und “fuuuurchtbar ruhig und entspannt” ist. Denn mit einem süffisanten “Ach, das konnte ich ja nun wirklich nicht ahnen, dass Sie sich in der Gemüseabteilung getrennt von ihrem Wagen anstellen. Na, da lassen wir sie doch gerne wieder vorbei.”
Der Wortteufel selbst konnte da nicht ganz so ruhig bleiben und ließ ein “Ja, klar, anstellen. Deshalb ist ihr Wagen voll, das Fließband leer und alle müssen warten, weil Sie sich noch nach Möhrchen suchen. Das nächste Mal finden Sie ihren Wagen in der Milchabteilung wieder.” los.
Die Dame sahen wir im nächsten Supermarkt nochmal wieder. Dort umging sie uns aber weitläufig. Sie wird schon wissen, warum.
Dann wäre da noch das Froschweibchen, das vor dem Deodorant stand und uns ein Riesengrinsen ins Gesicht zauberte. Denn diese Mischung aus Robin-Hood-Stiefeln und Froschmantel in grellem Frühlingsgrün war einfach zu viel für uns. Ich war kurz davor zu fragen, ob sie ein Frosch wird, wenn man sie küsst. Aber die Ohrfeige wollte ich nicht kassieren (vor allem, da die Lippen der Guten schon so einen Duffy-Duck-Style hatten und sicher ganz hervorragend quaken können).
Wir fuhren dann noch mit der Frage nach Hause, ob man der heutigen Jugend Hormone ins Essen mischt. Denn selten haben wir so große Euter Milchtüten Wassermelonen gesehen, wie in der heutigen Zeit und vorhin an der Supermarktkasse gegenüber. Gibt es eigentlich für Körbegröße Doppel-H noch BHs?
Naja. Das nur am Rande.
So. Auch hier ist die Apfelweinsaison eröffnet worden. Mit einem 5-Liter-Kanister fürs Wochenende
Lecker vom Schneiderhof.
Und weil es beim Schneiderhof so lecker Zeuchs gibt und morgen Vaddertach ist (und der Wortteufelmann ja auch einen Vater hat…) haben wir gleich noch den lecker Apfelhefebrand mitgenommen – obwohl ich mir noch nicht sicher bin, ob ich mir den nicht unter den Nagel reiße
Bei Euch so?
Mit frisch rotlackierten Fußnägeln nicht schwungvoll in die Sabots schlüpfen…
Heute ist mein letzter Tag in Freiheit. Denn ab morgen habe ich den Wortteufelmann den ganzen Monat Mai zu Hause
Beamter müsste man sein.
(Hach, Schatz, ich freu mich so
)
Wenn das Kind beim Grillen mitteilt, es sei Vegetarier, ist das ok.
Wenn das Kind dann den Teller mit Shrimps vollschaufelt und auf die fragenden Blicke mit einem “Ich mach ja noch vegetarische Zitrone drüber” reagiert, ist das auch ok.
Wenn das Kind dann um ein Steak vom Grill bittet, darf man wohl mal nachfragen, oder?
Sprachlos sind wir dann nur, wenn das Kind konsterniert sagt: “Na, ich bin Vegetarier. Ich esse nur Tiere, die sich von Pflanzen ernähren.”
Darf man doch sein, oder?
Tyndra schreibt über Folter. Und schreibt eigentlich genau das auf, was ich denke. Und weil ich das, was sie schreibt, sehr wichtig finde, möchte ich hier nochmal explizit darauf hinweisen. Und auch hier nochmal sagen, dass Folter sich selbst ad absurdum führt. Denn jeder würde unter Folter alles gestehen. Nur, um zu überleben. Egal, ob es wahr ist oder nicht.
Alles schreibt zur Zeit über die schockierenden Nachrichten über die eingesperrte, vergewaltigte Frau und ihren Vater, den Täter. Und über die Mutter, die wegschaute. Und über die Nachbarn, die nichts bemerkten. Und alle fragen sich: Was sind das für Menschen, die sowas tun?
Es sind die Menschen, die wir lieben, die sowas und noch viel mehr tun. Denn die meisten Kinder und Frauen werden nicht von Fremden misshandelt, vergewaltigt oder grausamst verletzt. Sondern von den Menschen, denen sie vertrauen oder vertraut haben. Oder denen andere vertrauen. Ihre Partner, ihre Familie, ihre Freunde.
Alle schauen also auf das Monströse dieser Nachricht. Und sollten doch schauen, wie präsent Missbrauch und Misshandlungen vor – oder sogar hinter… – den eigenen Türen ist.
Wurfholz von links. Knapp an meiner Nasenspitze vorbei wirf Lucky Jack mit Baumbestand. Ein Fortsetzungsroman. Ich übernehme hier der Einfachheit halber die Regeln im O-Ton:
Paul hat dieses Stöckchen zunächst als Experiment ins Leben gerufen - eine Forsetzungsgeschichte, die Satz für Satz von verschiedenen Autoren weiter geschrieben wir. Pauls Regeln sind folgende:
- die Vorgabe ergänzen, dabei darauf achten dass ein Zusammenhang erkennbar ist
- muss keinen Sinn haben, aber: Darauf achten, dass ein Zusammenhang erkennbar ist
- einen Link auf mich setzen, damit ich verfolgen kann wie es weitergeht
- hab ich erwähnt, dass ein Zusammenhang erkennbar sein sollte?
(Paul): Schlaftrunken, aber dennoch zielsicher schlug eine Hand den klingelnden Wecker aus.
(lenope): … und wusste, dass in Kürze die zweite, für den anderen, ihren Dienst aufnehmen wird müssen.
(chiefjudy´s): …, , da der Notdienst erst gerade angefangen hatte und der andere schon wieder besoffen war.
(christian in wien): …, und das schon zum 4. mal in diesem Monat, was wohl bald zu einem ernsten Gespräch mit dem Chef führen wird.
(petronella): Der Chef hatte sowieso seltsame Ansichten, ganz abgesehen von seiner allgemeinen Intoleranz dem besoffenen Zustand gegenüber.
(tyndra): Mit etwas Glück könnte das alles diesmal unbemerkt bleiben, denn der Chef befand sich nun schon seit einigen Tagen in diesem eigenartigen Zustand, den bisher niemand so recht einordnen konnte.
(stilke): tagsüber hatte niemand etwas von ihm zu befürchten. erst, wenn die nacht zurück kam, und das büro nur noch von den gelbgrün blendenden neonröhren erleuchtet wurde, dann brach es aus ihm heraus, wie eiter aus einer entzündeten wunde.
(Luckyjack): “Hiiiildeee!” - es dauerte Sekunden, bis der Widerhall seines Schreis auf dem langen Flur verklungen war und er mit einer weit ausholenden Bewegung aufgebracht die Bürotür hinter sich in Schloß warf, dass das nur noch von einem Nagel gehaltene Schild mit dem Aufdruck “Chefarzt” schwankend wie bei starkem Seegang abzufallen drohte, während er sich schwer atmend auf seinen Schreibtisch stützte um gleich darauf mit einem unmenschlichen Schrei seinen Arztkittel aufzureißen, dass die Knöpfe in hohem Bogen davonflogen. Was zum Vorschein kam, hätte jedem Betrachter das Blut vor Entsetzen gefroren:
(Wortteufel): Sein von eingeritzten satanischen Symbolen entstellter Oberkörper, deren wulstige Narben in allen Schattierungen von verletztem und heilendem Fleisch im Licht der Schreibtischlampe glänzten, beugte sich nach vorne, als Hilde, seine Sekretärin und Vertraute, dein Chefarztbüro betrat.
So. Ich werfe zu Kirsten, die ja einige Erfahrung im Schreiben aufbringt. (Und entschuldige mich für diese verdammten fehlenden Absätze, die mir WordPress jedes Mal wieder löscht… und bin froh, nun dieses Absatzproblem gelöst zu haben…)
Datensicherung von iTunes auf eine externe Festplatte über Wlan ist langwierig – jedenfalls bei knapp 30 GB (aber ich hab gleich die Buchstaben A–D geschafft…).
Ich überlege ernsthaft, ein paar Arbeiten zu einem Designwettbewerb zu schicken. Kostet nur mindestens 110 Euronen Teilnahmegebühr.
Soll ich oder soll ich nicht?
Hach, bin ich unentschlossen…
Kontrastprogramm dazu.
(Der Shrimp im Gras war Grillabfall.. Es hatte ihn kurzzeitig etwas irritiert, warum das was, das nach Meer riecht auf der Wiese lag. Aber dann siegte der Appetit.)
Die Grillsaison ist eröffnet. Heute, am 27. April wurde in der Wetterau (aber sowas von mitten in der Wetterau, purer Vogelsberg – hamle Gegend!) der offzielle Start in die diesjährige Saison zur Fleischbereitung unter freiem Himmel gefeiert.
Mit Wein, Weib, ohne Gesang. Dafür mit MP3-Player an Aktivboxen. Ja, so ist das heutzutage.
Und weil die Männer so schön Feuer gemacht und den Dinosaurier gebraten haben, bekommen sie ein großes Danke an dieser Stelle. Ebenso wie die Dame des Hauses, die zauberhaftes Fenchelgemüse und Möhrensalat sowie Grillgemüse gezaubert hat. Es war lecker.
(Wackelpudding, Cohiba und Kindertheater lasse ich mal außen vor. Glaubt mir eh keine Sau, dass ich die Hälfte der Zeit mit dem Kind des Hauses auf der Wiese verbracht hab. Außerdem umkreiste uns ein Milan, der wohl scharf auf die Katze des Hauses oder eventuelle Grillabfälle war. Schön, dieses Landleben…)
Für die Ehefrau hab ich auch noch was:

Ja, doch, so kann der Sommer weitergehen ![]()
… aber machen tu ich sowas ja gern. Via.
Es hilft jedenfalls gegen die Sonntagmorgenlangeweile…
| Du bist 32 Jahre und 111 Tage alt Du bist an einem mittwoch geboren an einem kalten Wintertag Seit dem Du geboren bist, sind: 11799 Tage vergangen Seit dem Du geboren bist, sind: 387 Monate vergangen Seit dem Du geboren bist, sind: 1685 Wochen vergangen Dein nächster Geburtstag ist in: 254 Tagen Dein chinesisches Sternzeichen ist: Hase Dein Sternzeichen ist: Steinbock Dein Planet ist: Saturn Deine Farbe ist: Dunkelgrau Dein Stein ist: Onyx Die Grundziffer Deines Geburtsdatums: 4 |
Die Bedeutung der Grundziffer
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Für Euch sieht die Zukunft keine Glücksfälle voraus. Das Erreichen eines Zieles bedarf gewissenhafter Arbeit mit langwieriger Planung. Ihr riskiert nichts, weil Ihr es verlieren könntet: nur mit geduldiger Vorangehensweise wird es Euch gelingen Glück zu erreichen.
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Meine Wurst oder Wein-Kategorie bekommt scheinbar ein wenig Futter ins letzter Zeit. Vielleicht liegt es daran, dass die Genussblogs mich angesteckt haben – oder einfach daran, dass ich mich aufraffe, hier öfter die kulinarischen Ergüsse aus unserer (mehr Wortteufelmanns, als meiner) Kochkunst poste.
Erwähnte ich, dass wir seit drei Jahren Bilder von zubereiteten Essen sammeln, weil wir mal ein eigenes, kleines Büchleich mit unseren Lieblingsrezepten machen möchten? Nun denn. Dieses Gericht kommt ganz sicher rein:
Kassler mit Lauchgemüse
Unser Nachbar ist ja ein Schätzchen. Mit seinen 82 Jahren schwimmt er jeden Tag seine 1000 Meter, fährt immer mit dem Fahrrad herum und schwört auf sein selbstgezogenes Obst und Gemüse. Recht hat er. Und weil sein Garten sehr groß ist – und die Ernte reichlich – bekommen wir ja ab und an einen “Gartengruß” von ihm. Wir freuen uns darüber, denn so, wie bei ihm Gemüse schmeckt, kenn ich es nur aus meiner Kindheit. Das Gemüse schmeckt noch richtig “echt”. Das Lauch schmeckt nach Lauch. Nicht nach Wasser mit Schärfe. Und die Möhren haben eine unglaubliche Süße.
Ein weiteres Highlight für mich ist ja sein schwarzer Rettich. Schön scharf und intensiv im Geschmack. Auf Brot gerieben mit Salz und Pfeffer – ein Genuss.
Nun aber zu gestern. Der Gartengruß umfasst dieses Mal unter anderem vier Stangen Porree und zwei Möhren. Und die verarbeitete der Wortteufelmann dann zu einem leckeren Lauchgemüse mit einem Schuss Sahne (der von der Herstellung des Vanillegrießpuddings übrig geblieben war). Gewürze? Ganz klassisch Pfeffer, Muskatnuss und Salz. Ein bisschen Gemüsebrühe noch dazu zum Köcheln und fertsch.
Das Stück Kassler war da nur der Begleiter. Da es zwei kleine Stücke waren und kein ganzer Brocken, haben wir es uns auch gespart, ihn zu würzen/marinieren oder ihn sonst wie zu bearbeiten. Manches Mal kommt an unser Kassler nämlich Honig. Oder eine Kruste aus gestößeltem ganzem Koriander. Hach, die Werke des WTM sind vielfältig…
Also, guten Appo.
Wir haben heute unsere Vanilleschotenlieferung bekommen. Dank dieses Beitrags in einem der wunderbaren Genussblogs, die ich immer gerne durchforste, sind wir zu diesem Vanille- und Gewürzversand gekommen – und haben jetzt hier in der ganzen Wohnung den Duft von 250 Gramm Vanilleschoten.
Ich bin ja ehrlich. Meine persönlichen Erfahrungen mit Laubenpiepern sind völlig andere als die, die ich im vorherigen Bericht aufschrieb. Nämlich so gut wie keine…
Ein Schwank aus meiner Jugend (Mama, bitte lies nicht weiter…): Wir waren 16 Jahre alt und eingeladen auf einer Geburtstagsfeier, die in einer Kleingartenkolonie stattfinden sollte. Die Kleingartenkolonie war irgendwo beim Fernsehturm in Münster. So viel wussten wir. Eigentlich wussten wir noch mehr, aber die Freundin, die die Adresse aufgeschrieben hatte, hatte diese glorreich zuhause vergessen.
Das fiel aber erst auf, als wir aus dem Bus stiegen “irgendwo in der Nähe”.
Wir begannen also und spiralförmig dem Ziel zu nähern. Oder dem, was wir für uns als Ziel definiert hatten: eine Kleingartenkolonieanlage in unfassbarer Ausdehnung. Man konnte das Ende der kleinen Dächlein kaum sehen, so groß war diese Anlage.
Und wir fanden keinen Zugang. Wir liefen und liefen und liefen an Zäunen und Bretterkonstruktionen vorbei, ohne dass sich sowas wie eine Pforte in dieses Blumenkohlheiligtum auftat. Wir liefen eine Stunde. Und hatten doch gar nicht so viel Zeit, denn die Freundin musste um 23 Uhr wieder zuhause sein. Und wir hatten schon 21 Uhr.
Irgendwann fanden wir den Eingang. Mit großen Buchstaben stand der Name der Kolonie auf einem Schild über dem Tor angeschlagen. Wir schauten uns an und überlegten, ob der Name uns was sagen würde und fanden ihn wenig bekannt. Aber wie Jugendliche so sind, schoben wir den unbekannten Namen auf unser schlechtes Gedächtnis.
Wir enterten das Piepenparadies. Und verirrten uns.
Nach einer weiteren Stunde intensiver Suche, die uns an befremdlich schauenden, neugierig kneisternden und unverhohlen misstrauisch glotzenden Kleingärtnern vorbei führte, setzten wir uns hin, um zu beratschlagen. Wir hatten keine Ahnung, wo wir waren, ob das der richtige Pflaumenzuchtverein war und wo diese Geburtstagsfeier stattfinden solle.
Der Mut der Verzweifelten trieb uns dann an die Pforte eines Handtuchgartens und wir sprachen den stolzen Besitzer der Holzhütte mit einer Armee von Gartenzwergen an, ob er denn wisse, wo die Geburtstagsfeier von XY sei. Er sagte, er glaube, dass sechs Gänge weiter einer Geburtstag feiere.
Wir also hin.
Dort angekommen trafen wir auf eine Menge feiernder Leute. Wir kannten niemanden. Was uns aber nicht weiter irritierte, denn das Geburtstagskind entsprang einer anderen Clique – und damals hatte man mit anderen Gruppierungen (womöglich sogar Poppern…) nichts zu tun.
Wir gesellten uns dazu, wurden mit großem Hallo empfangen und versuchten, die Gastgeberin zu orten. Das gelang uns nach einer halben Stunde. Nein, eigentlich hatten wir sie schon vorher gesehen. Aber wir hatten sie nicht als Gastgeberin identifiziert. Sie war uns gänzlich unbekannt.
Bevor der Irrtum auch auf Gegenseite bemerkt würde, machten wir uns aus dem Staub und setzten uns auf einer dieser Gartenbänke, die auf den Wegen rumstanden.
Zum Glück hatten wir ein Partymitbringsel dabei: eine Flasche Martini.
Wir saßen also ein einer Kleingartenanlage unbekannten Ausmaßes, an einer Stelle, die wir nicht mehr definieren konnten in der Dämmerung, hatten keine Ahnung, wie wir dort wieder rausfinden sollten – und kippten uns Martini in den Kopf. Ein Gesöff, dass ab da bei uns einen gewissen Kultstatus erreichte.
Wie wir nach Hause gekommen sind? Wir hängten uns heimlich an ein paar Laubenpieper und folgten ihnen zum Ausgang. Die Haltestelle befand sich nur 200 Meter entfernt (wir waren anfangs einfach mal anders herum gelaufen…) und der Bus kam direkt um die Ecke.
Hach, schöne alte Zeit…
Eine Gartenkolonie ist ein kleiner Mikrokosmos. Es gibt eine Menge Häuptlinge, die über ihre Indianer und das Reservat wachen. Pingeligst genau werden da die Rasenlänge und die Anordnung der Hecken und Gartenzwerge überprüft. Der Obermeister der Erbsenbeete läuft tagein, tagaus durch die genau abgestochenen Wege und scheut sich auch nicht das Zentimetermaß aus der Tasche zu ziehen, um die Länge und Breite der neuen Terrasse der Hanselmanns von E6 nachzumessen.
Die haben nämlich in den letzten Wochen die Siedlung in Aufruhr gebracht, weil sie einen Natursandstein als Bodenplatte gewählt haben, statt der sonst hier durchaus üblichen roten Steine, die Harry von B2 besonders günstig an die Laubenpieper veräußert. Der ist nämlich Inhaber eines Gartengeschäfts und hat fast die ganze Kolonie hier ausgestattet – und sich nebenher eine goldene Nase und ein neues Einfamilienhaus daran verdient. Aber darüber redet man nur hinter vorgehaltener Hand…
In der Kolonie gehts sowieso grade etwas turbulent zu. Neuankömmlinge stören die Ordnung. Und die ist schließlich Gesetz. Steht ja auch vorne im Schaukasten für jeden angeschlagen. Deutlich. Findet jedenfalls der Blockwart der Kolonie. Da steht zum Beispiel drin, dass man am Wochenende nur in der Zeit von 13–20 Uhr Grillen darf. Und Feiern sind in der Gartenlaube sowieso nicht gestattet. Dafür kann man sich schießlich beim Aufseher den Clubraum mieten.
Und letzten Samstag dann war es soweit: das junge Paar von G5 (Das ist Gang G, Parzelle 5, Namen sind für den Dominator der Siedlung unwichtig… G5. Das reicht. Und alle Alten wissen Bescheid. Denn alles nach “E” ist eh Neuvolk und wird argwöhnisch beäugt) feiert Geburtstag. Gegen 20 Uhr, man muss ich das auf der Zunge zergehen lassen, 20 Uhr! Also eigentlich der Zeitpunkt, wo man bitte schön, wenn man schon draußen ist, den Flüstermodus einschalten sollte, kamen Gäste.
Hinter der Hecke versteckt verfolgen die Augen der Alteingesessenen die Ankunft des grölenden Packs, die Sixpack schwingend die aufgeräumten Wege entlangschlendern auf der Suche nach G5. Dort angekommen gibt es ein großes Hallo, dessen Dezibelpegel gegen alle Lautstärkeregeln des 980 Seiten starken Reglements der Gartenkolonie verstößt.
Das erste Mal betritt der Oberlaubenpieper um 20.48 Uhr G5, um die Feiernden auf die Regelübertretung aufmerksam zu machen. Das Schmunzeln übersieht er geflissentlich. Sein nächster Auftritt um 21.14 Uhr entlockt einigen Gästen schon ein leises Kichern, was der Boss der Gartenzwerge aber mit einem bösen Blick versucht zu unterbinden. Ohne Erfolg. Das Kichern schwillt in seinem Rücken zu einem Grölen an, als er sich zwei Parzellen weiter hinter der Hecke versteckt und in sein Notizbuch genau notiert, was da los ist.
Vier Mal noch versucht er das lauter werdende Partyvolk zur Aufgabe zu zwingen. Beim letzten Mal reagiert man nicht mal mehr auf ihn. Die Feiernden haben durch Druckbetankung ein lautstarkes Stimmungshoch erreicht und beginnt zu singen und zu tanzen.
Um 22 Uhr kann die hinter den Hecken vereinte Koloniebevölkerung beobachten, wie zwei torkelnde Stadtfrauen den Weg entlang laufen und hinter Parzelle 15 verschwinden. Das Giggeln und Rascheln veranlasst die Koloniker, einen Freiwilligen zu schicken. Dieser sieht entsetzliches: die beiden haben sich bei Parzelle 15 in den Garten gehockt – und bewässern den Kohlrabi.
Das ist dem Obermotz zu viel und er und sieben weitere Schuppenbewohner bewaffnen sich mit Harken und stürmen G5. Mit möglichst leisem Gebrüll platzen sie in die Feiermenge und packen sich das überraschte Jungvolk. Dieses versucht vor den spitzen Harkenenden zu fliehen, zerfetzt beim Sprung über die Hecken den Hibiskus des Nachbarn und zertrampelt den Kräutergarten der alten Frau Schulte. Gut, das stört die Partyterroristen weniger – und auch die Laubenpieper nicht, den so ganz geheuer ist ihnen Frau Schulte mit ihren Kräutertees auch nie gewesen.
Keinen Spaß verstehen die Harkenschwinger aber, als die Flüchtenden die Gartenzwergsammlung des Vereins köpfen und zerdeppern. Da sieht der Obermotz rot und packt sich eine grazile Blondine, die torkelnd versucht über die Außenmauer zu klettern. Er reißt sie runter, dreht sie um – und bekommt einen Schwall Erbrochenes ab, den die Blondine mit Hilfe von übermäßigem Alkoholkonsum produziert hat.
Eher überrascht, als angeekelt lässt er die Blondine los, die grinst blöd über beide Backen und entschwindet.
Die Bewohner von G5 hat der Gartenmop mittlerweile dingfest gemacht und sie an den Vereinsfahnenmast gefesselt. Mit lautem Gejohle tanzen die Kleingartenterroristen um den Marterpfahl und feiern ihre Beute durch das Schwingen von schnell organisierten Fackeln aus dem Vereinsheimsgarten. Lautstark. Denn die Hetze der Jagd hat sie alle ihre Regeln zur Abendruhe über Bord werfen lassen.
Eine vorbeifahrende Polizeistreife hört das ohrenbetäubende Kriegsgeheul und sieht den Schein von Feuer. Sie rufen Verstärkung, die wenige Minuten später eintrifft. Die Polizisten stürmen die Kleingartenkolonie und stoßen auf ein Szenario, das der Schlussszene vom Herrn der Fliegen in nichts nachsteht. Der Oberaufseher der Kolonisten hat schon begonnen, dem gefesselten jungen Mann von G5 die langen Haare mit Harke zu kämmen, die junge Frau von G5 schreit um Hilfe, als Frau Rammseldumm ihr das Gesicht zerkratzt.
Am nächsten Tag steht ein Bericht in der Zeitung:
Sadisten in der Gartenkolonie
Am gestrigen Abend konnte die Polizei ein junges Paar aus der Gewalt von sieben Kleingartenbewohner befreien. Das Bild, was sich den Einsatzkräften bot, war erschreckend. (…) Die Kleingartenbewohner wurden festgenommen und stehen unter dem dringenden Tatverdacht der Freiheitsberaubung und schweren Körperverletzung. Das junge Paar wurde ärztlich versorgt. Fraglich ist bis zum jetzigen Zeitpunkt, ob die Tatverdächtigen auch für das Verschwinden eines anderen jungen Paares aus der Kolonie verantwortlich sind, die im vergangenen Sommer nach einer Geburtstagsfeier spurlos verschwanden.
Wenn man drei Cappuccino und eine Schüssel voll (600 ml) Wackelpudding isst (dieser geile, englische Wackelpudding, der aus so Gummiquadraten hergestellt wird und ganz viel künstlich drin hat), dann sollte man sich nicht wundern, wenn man danach öfter mal auf Klo muss.
Wenn man um 11 Uhr halb offene Pumps anzieht, heißt das nicht, dass das Wetter auch sonnig bleibt.
Regenwasser in halb offenen Pumps trocknet nicht schneller, als in geschlossenen Pumps.
Wer glaubt, dass Klinken an Türen sind, damit man sie beim Schließen der Tür benutzt, hat noch nicht wie der Nachbarsjunge den Spaßfaktor erkannt, wenn man die Haustür und die Wohnungstür (und alle anderen Türen…) einfach laut zuknallt oder zufallen lässt.
Spinnen, die von dicken Regentropfen getroffen werden, bleiben dann einfach mal in ihrem Netz hängen. Harte Gesellen, diese Achtbeiner.
Wenn in Hanau die Anzugmanufaktur seinen vierteljährlichen Saisonverkauf hat, hat mein Bruder Glück und der Wortteufelmann Pech. Denn ich finde für den kleinen Bruder jedes Mal hunderte Kleidungsstücke (von der Unterhose bis zur Jacke), der Wortteufelmann findet in letzter Zeit so gut wie gar nichts mehr. Gut für seinen Geldbeutel, schlecht für meinen…
Wenn Sie, liebe Polofahrerin in der türkisfarbenen Gurke, auf eine Autobahn auffahren auf der Richtgeschwindigkeit 130 ist, dann sollten Sie doch den Beschleunigungsstreifen für selbiges nutzen, statt mit 50 links rüber zu ziehen und die nachfolgenden Autos zu einer drastischen Bremsung zu zwingen und fast einen Unfall zu provozieren. Und es macht Sie auch nicht cooler, wenn Sie dann den hochgereckten Daumen zeigen, weil sie mal so richtig den sich aufregenden Autofahrern ihre unqualifizierte Meinung kundzutun, die aufblinken um sie auf ihr lebensgefährliches Manöver hinzuweisen. Wenn Ihnen die Autobahn zu schnell ist, fahren Sie Landstraße. Aber bringen Sie nicht Ihre Mitmenschen in Lebensgefahr, weil sie scheinbar zu blöd sind, das Gaspedal zu bedienen und sich dabei auch noch überlegen fühlen. Dummbratze. Hol Dir ‘nen Fahrrad.
Im Einkaufszentrum in der Umkleidekabine Regelkrämpfe zu bekommen, ist nicht lustig. Seitdem das Gefühl zu haben, innerlich zu zerreißen, ist auch nicht besser.
100 Euro für ein paar halboffene Schuhe auszugeben, tut mir manchmal schon irgendwie weh. Auch, wenn sie eine atmungsaktive Schuhsohle haben.
Manchmal ist der Besuch beim Steuerberater gar nicht soooo schlimm – auch, wenn man Geld bezahlen muss. Aber wenn die Steuerberaterin sagt, man habe gut gewirtschaftet, denn schließlich wären die Gewinne bei gleichen Umsätzen gestiegen, dann tut mir das auch mal ein bisschen gut.
Edit: ich hab mal den Schnipel da oben weggemacht.. Danke, Martina
Aber weil es so schön war, hab ich ihn noch ein bisschen “stehen lassen”…
Ich bin ja ein Fan der “rustikalen”, ehrlichen Küche. Über ein ordentliches Wurstbrot geht wenig. Nur vielleicht noch die selbstgemachte Avocadocreme. Man nehme eine Avocado, eine halbe Zehe Knobi, Zitronensaft, Salz, Pfeffer. Alles pürieren. Dann noch ein bisschen Öl dazu, umrühren. Lecker!
Der Nachtisch? Den gab es heute abend: Vanilleeis mit karamellisierten Maronen, mit Portwein abgelöscht (ein bisschen Stärke dazu für die Bindung). Doppellecker.
Hier: Sonnenschein und Donnergrollen. Komische Kombination.
Den Donnerstag durfte ich heute nach einer Nacht ohne Schlaf beginnen. Trotz Müdigkeit durfte ich nicht durch die Pforten des Lummerlands eintreten. Gut. Akzeptiert.
Aber warum muss dann ausgerechnet jetzt, zur Mittagszeit, die Lockenwickleroma von nebenan ihren uralten Rasenmäher aus der Wellblechhütte zerren und ihre zwanzig Quadratmeter Rasenfläche mit den vielen Gänseblümchen und Löwenzahnblumen kürzen?
Blumenmörderin. Jawohl.
(Und außerdem wollte ich so gern Mittagsschlaf machen…)
Grade möchte ich einen Artikel schreiben. Ich sehe nämlich aus dem Fenster, erblicke den großen Baum davor und sehe, wie sich eine Taube auf den Ästen niederlässt. Die Äste hängen genau über dem Parkplatz der Grundschule. Sie lässt sich also nieder und – kackt.
Und ich denke mir noch so: Na, toll. Setzt sich das Vieh also extra dorthin zum Kacken, damit sie die Autos trifft. Typisch Taube.
Und ich dem Moment, als ich das denke, hebt die Taube ab – und fliegt voll gegen unsere Scheibe!
HAH! Denke ich. Und dann, ich gebe es zu, ein kleines bisschen schadenfroh: Das nenn ich Gerechtigkeit!
Ich gehe also zum Fenster um zu gucken, wo das Vieh gelandet ist und sehe – einen Fleck! Auf der frischgeputzten Scheibe! (Ich glaube, das war dann die Strafe für die Schadenfreude.)
Kirsten ruft und ich antworte. Ein Inselmusikholz. Sozusagen. Ein Stöckchen das fordert, man möge fünf Lieder benennen, die man auf eine einsame Insel mitnehmen würde.
Leeeicht. Gaaanz leicht.
1. Upside Down – Peter Gabriel (im Duett mit Melanie)
2. City of Blinding Lights – U2 (für die Sehnsucht nach der großen Stadt)
3. Mr Bojangles – Nina Simone (als Energieriegel)
4. Du bist nicht allein – Julia Neigel (ganz klar, wegen des Textes
)
5. Whispering Wind – Moby für Café del Mar (für die Sonnenuntergänge)
Ich schmeiße mal an Stilke. Denn die hat da grade die besten Erfahrungen mit (fast) einsamen Inseln. An Shreki, weil Oger wie Zwiebeln sind und ich schon wissen möchte, was Zwiebeln auf einsamen Inseln hören. Und zum Schluss an die DüneSieben, weil sie immer so schöne Songs in ihrem Blog vorstellt ![]()
Es gibt neben Ballerinas, Puckbrillen und Leggins unter Röcken eine weitere Sache, deren Sinn und Zweck ich nicht begreifen möchte: Hairextensions.
Wenn eine Frau sich diese Kunstzottel an die Haar löten lässt, bekomme ich Würgereize. Knubbel von Haarklebereien dicht an der Kopfhaut versprechen eine natürliche Mähne wie nur ein Topmodel sie für viel Geld in die Kamera halten kann. Die Yetifrau an sich erhofft sich wohl durch die Verlängerung ihrer meist unförmigen Haarreste einen Wallewallewuschelkopf, mit dem sie sich dekorativ auf das nächste Kissen drapieren kann. Oder sich erhofft, ein Prinz könne an ihnen in den zweiten Stock des Miezhauses klettern, um sie aus ihrem öden Hausfrauendasein zwischen HB-Ascher und Kunstblumenküchendeko befreien.
Als prominente Vorbilder dienen da meist Frauen wie Bri.tne.y, die meiner Meinung nach mit Stoppelhaarschnitt das erste Mal normal aussah. Sie trug damit ihren Kampf gegen die innere Bar.biep.up.pe nach außen. Jedenfalls hoffte ich das damals. Heute weiß ich es besser. Und bestaune ihre Haarverlängerungsknoten, die fröhlich vom Wind hervorgepustet werden, wenn sie BH- (und geschmacks-)allergisch durchs Leben trappelt.
Einige der Strähnentiger haben ja schon abgeschworen. Sie tragen nun Bob. Oben rum. Unten rum tragen die meisten dieses Frauenschlages ja scheinbar lieber gar nichts. Wie man zur Zeit wieder eindrucksvoll mitbekommen darf. Bei den aktuellen Bilder der Po.tt.erschnitte konnte man dann wohl entweder die Geburtsstunde eines neuen Partyluders miterleben oder einfach nur einer Blasenentzündung.
Ich stelle mir dann immer vor, wo die sich überall hinsetzen, die Damen, so unten ohne. Und was sie von da, wo sie sitzen, so mitnehmen. Nach Hause. Und – noch schlimmer – was sie uns da lassen. Uns, die wir uns vielleicht nichtsahnend bei Luigis Eisschuppen auf die Plastikgarnitur setzen und fröhlich hin- und herglitschen dürfen.
Womit wir dann wohl beim aktuellen Thema wären: den Feu.cht.gebieten. Aber das Thema wäre mit obigem Abschnitt und den Em.mabildern ja eigentlich schon durch.
Bliebe nur noch zu fragen, wann der Trend der Hairextensions sich auch in den Bereichen durchsetzt, wo er Sinn machen würde. Man denke nur an die vielen sauberen Stühle…
… WEG! Und ich bin wieder allein, allein.
Apfelblogger sind scheue Gesellen…
Es ist nicht leicht, sie aufs Bild zu bekommen…
… das klappt nur, wenn man sie heimlich in Ihrem Element vertieft erwischt:
Das Früchtchen kam, blieb und war viel zu schnell wieder weg. Wie beim ersten Mal muss ich sagen, dass vier Stunden nicht ausreichen, um auch nur annähernd irgendeins der vielen Themen bis zum Ende bequatschen zu können. Da wäre die Diplomarbeit an sich, das DA-Thema (zum dem es hier in der Gegend nun mal viel zu erzählen gäbe), die Beziehungen, die Männer an sich und unsere im Besonderen, das Ausland und die Urlaubspläne, das Skypen – und die Skype-Grüße im Videotext, die leider Kiwi aussparten, die Bloggerwelt und ihre Bewohner, Musik und der Tauschzwang, Kontaktmanie mit iCal, Blackberry und Email, Wohnungseinrichtung, Apfelsucht, Kuchen, Tee und Schokolade. Alles gewürzt mit dem Wettkampf um die Dusselvorherrschaft und die Hoffnung auf beiden Seiten, dass alles diesmal unfallfrei über die Bühne geht.
Es ging.
Doch ganz ehrlich: ich glaube, ich bräuchte mindestens drei Tage Kiwi, damit wir wenigstens die Grundthemen anklingen lassen könnten… Und danach jedes Mal wieder mindestens vier bis sechs Stunden für die Updates.
Ich hoffe, meine Liebe, Du bist gut angekommen, Otto weiß zu würdigen, dass wir wegen ihm auf Dich verzichtet haben und Dich nicht hier einsperrten und bitte um einen neuen Termin
Danke, liebe Kiwi, es war schön, Dich endlich mal wiedergesehen zu haben!
PS: liebe workingmum, das nächste Mal müssen wir auf Dein Kommen bestehen ![]()
… dann ist die Kiwi reif
(Hach, was freu ich mich)
Wenn sich Blogger zum Chatten im Skype treffen, aber ein Blogger/Skyper, der sonst oft dabei ist, arbeiten muss, dann kann es zu einem wahren Crossmediaevent kommen:
Da gibt es Grüße im Videotext, auf die dann im Skype hingewiesen wird. Und die Fotos davon gibt es dann in den ganzen Blogs zu sehen
Hach, schöne neue Welt! Und danke, lieber XX, für die Grüße ![]()
14:48 Uhr
Ich sitze auf unserer (Wohnzimmer-)Couch und warte auf unser Sitz-Sofa-Bett-Möbelstücke, das zwischen 15 und 18 Uhr geliefert werden soll. Heute. Ich bin ja sooo aufgeregt. Wird das orange des Bezugs zu den Vorhängen passen? Wird alles gut verlaufen? Wenigstens ist so ein Debakel wie bei der (Wohnzimmer-)Couch dieses Mal nicht möglich: das Sitz-Sofa-Bett-Möbelstück hat kein Ottomane, die an der falschen Seite angebracht sein könnte.
15:10 Uhr
Nichts tut sich hier. Ich gucke “besser essen” im TV. Jetzt hab ich keinen Hunger mehr.
16:04 Uhr
Na, wenigstens muss ich mir nicht alleine die Zeit bis zur Lieferung vertreiben. der WTM hat sich früher freigenommen, um mitzuwarten. Entweder ist es Couchneugier, oder er wollte Kuchen haben. Den hat er auch bekommen – sorry Kiwi, aber wir mussten probieren
– und hat ihn für gut befunden. Nur ein bisschen trocken, wie ich finde. Nun überlege ich, ob Kiwi wohl heiße Vanillesoße zum Kuchen möchte oder ein bisschen Sahne. Der Nachteil seiner Anwesenheit ist, dass er Schokolade an allen möglichen Stellen in der Küche findet… Ich glaube, ich bin zum sauberen Kochen und Backen nicht geboren
16:20 Uhr
Der Wortteufelmann fängt aus Langeweile an Chilli con Carne zu kochen. Alles riecht hier nach Knoblauch und Zwiebel. Da fällt mir doch ein, dass mich die Ordnungspolizei am Sonntag darauf hingewiesen hat, dass ich eine Knoblauchwolke hinter mir herziehen würde. (Nun ja, man sollte vielleicht erwähnen, dass wir die Ordnungspolizei aus dem Dorf hier privat kennen und er mir das sagte, nachdem er mich küssend begrüßt hatte. Aber doof wars schon, vor allen Leuten von den Gesetzeshütern auf die Knoblauchfahne aufmerksam gemacht zu werden…
)
16:45 Uhr
Das Chilli köchelt vor sich hin und entfaltet seine (südafrikanische Chillipulver-)Schärfe. Nachgewürzt wird dann auch noch… Hier duftet es überall und ich bekomme Hunger. Couch immer noch nicht da.
17:20 Uhr
Es klingelt! Die Spedition ist da!
18:11 Uhr
Schön. Es ist da. Das Sitz-Schlaf-Liege-Möbel ist da. Und es ist so, so, so orange
Steuerberater haben auf mich eine ähnliche Wirkung, wie Zahnärzte. Sie machen mir ein mulmiges Gefühl im Bauch. Auch, wenn sie nett sind.
Wir freuen uns, denn wir wurden gestern darauf hingewiesen, dass Kälte nach unten fällt und es deshalb nicht sein kann, dass die Wohnung im Erdgeschoss kalt wird, nur weil im Keller rund um die Uhr die Fenster geöffnet sind. Danke dafür, Sie Querulant.
(Dreck auf der Treppe saugt sich aber nicht von alleine weg.)
Heute morgen durfte eine Callette (so eine Callcenterschnecke) meine volle Wut genießen. Passend zum Wochenstart. Ja, ich weiß, dass sie nichts dafür kann. Aber ich auch nicht. Wenn ich samstags nämlich von der Krankenkasse zwei Schreiben bekomme und ich in dem einen aufgefordert werde, den Wisch, den die schon vor einer Woche von mir bekommen haben, nochmal hinzuschicken und ich vorher kein Krankentagegeld bekäme, dann werde ich wütend. Denn nun soll ich nochmal zum Arzt gehen, um mich wieder gesund schreiben zu lassen ab Datum X.
Also: ich bin krankgeschrieben bis zum 30. Die Nachweise darüber liegen der Kasse vor. Nu soll ich nochmal hingehen damit der Arzt mir ein Schreiben ausfüllt, dass ich ab dem 1. wieder arbeitsfähig bin. Weil “wir ja sonst nicht wissen, ob sie vielleicht doch noch krankgeschrieben sind”. Meinen Einwand, dass sie dann doch aber einen gelben Zettel von mir bekämen, wenn ich weiter krankgeschrieben würde, ließ sie nicht gelten. Nun darf ich also zum Arzt (was Geld kostet), mir ein Attest über meine Gesundschreibung geben lassen (was Geld kostet) und das dann wieder zur Kasse schicken (was Geld kostet), obwohl die alle Unterlagen bereits vorliegen haben. Wenn ich also sowas am Samstag bekomme, ist mein Wochenende leicht angesaut.
Und das bekommt die Callette volle Breitseite ab, da sie mir noch ein “tja, das ist halt so” entgegen donnert. Und ich lasse diese Argumentation einfach nicht gelten. Nein. Hilft mir aber auch nicht weiter – ich muss zum Arzt, will ich meine Versicherungsleistung bekommen. Ich überlege ernsthaft, die Kasse zu wechseln. So langsam geht mir die Si.gn.al echt auf den Zeiger. Die brauchen unglaublich lange zur Leistungsbearbeitung (bis zu vier Wochen) und bürokratisieren sich zu Tode. Und mich auch. Und das regt mich auf.
Da muss ich mich dann zum Abregen um anderes kümmern: zum Beispiel einen Kuchen backen. Für morgen. Und so mixte ich alle Zutaten (laut Rezept) zusammen. Margarine, Eier, Zucker, Mehl, Backpulver, Kakaopulver…
Mist. Kakaopulver. Das war dann der Moment, in dem der Marmorkuchen beschloss zu einem Schokoladenkuchen zu werden, weil ich es mal wieder versäumt habe, einen Teil des Teiges zur Seite zu stellen, bevor ich das Kakaopulver einrühre.

Nun gut. So sei es. Also noch ein paar Schokosplitter raspeln:
Diese dann unter den Teig rühren und ab damit in den Ofen:
Und nach einer Stunde kam dann das dabei heraus:
Nicht genug hochgegangen und an den Rändern leicht braun. Nun, da werden wir nachher wohl mal anschneiden und gucken, wie es aussieht da drin – und ob trotz einer Stunde Backzeit irgendwas da drin noch pampig ist. Damit ich zur Not noch einen Kuchen kaufen kann.. (obwohl mir das ja wirklich gegen den Strich geht). Denn morgen kommt Kiwi. Und Kiwi soll in ihrem DA-Stress doch einen leckeren Kuchen bekommen, wenn sie schon den Umweg über unser Dörfli macht.
Als Ausgleich für den Kuchenfrust schiebe ich mir eine Pizza in den Ofen. Nicht tiefgekühlt, sondern mit normalem Teig und Belag. Sah lecker aus. Im Laden. Auch noch nach dem Ofen. Aber schmecken? Nee. Eine halbe Pizza habe ich geschafft, dann war es mir zu blöd mit dem Gummikauen. Denn anders konnte an den Boden nicht nennen: pures Gummi. Und der Belag? Schmeckte einfach süß. Ja, süß. Sollte Hühnchen sein. Schmeckte fürchterlich.
Nun sitze ich hier, warte auf den Möbellieferanten, bin genervt, dass heute scheinbar alles etwas schief läuft und überlege ernsthaft, mich wieder ins Bett zu legen. Wenn da nicht die erwartete Möbellieferung wäre…
So ein bescheidener Wochenstart.
PS: es geht noch weiter heute. Grade das Gespräch mit der Steuerberaterin, die mir offenbart, das mich eine Nachzahlung bei der Einkommenssteuer erwartet und ich tatsächlich noch 22,30 Euro Umsatzsteuer nachzahlen muss. *seufz* Hach, alle wollense was von mir.
Ich steh ja auf diese doofen Witze. Über solche hier könnte ich mich stundenlang, ach was, tagelang, wegeumeln:
“Was sagt die Schnecke, die auf der Schildkröte reitet? – Huiiiiiiiiiiii!”
Oder dieser hier:
“Was lernen kleine Eskimokinder als erstes? – Gelber Schnee ist bah.”
Und Ihr so? Habt ihr auch so doofe Witze?
Ich finde ja, dass “Kurzanzüge”, also Anzüge mit Bermudashort statt langer Hose, und Stiefel zusammen nicht so schön aussehen. Wenn die Bermudas auch noch zu eng sitzen und optisch im Schritt zwicken, dann wirkt der Aufzug, der schick sein soll, schnell man sehr peinlich…
Vorhin, beim Flanieren über ein hiesiges winziges Volksfest, folgender Dialog zwischen Mutter und Kind (circa acht Jahre alt):
Mutter: “Pass mir auf. Wennde da hinter die Auto gehst, dann kann es Bumm machen. Wennde Auto nämmlich rückwärts fährt, ne, dann biste platt.”
Kind: “Aber vielleicht hab ich ja Glück und es erwischt Dich.”
Manchmal braucht es keinen Wortteufel…
Kennt Ihr die Werbung, in der er sie mit einem Candlelightdinner überrascht, sie die Gläser hochhebt und dann überlegt (die berühmte Stimme aus dem Off soll das wohl zeigen), dass die Gläser ja so unglaublich glänzen und er sich ja nur aus einem einzigen Grund so viel Mühe macht und sich dann umdreht und sagt: “Ja, ich will Dich heiraten!”? Na, kennt ihr die?
Der Wortteufelmann sagte da nur ganz trocken: “Nun weißt Du, warum wir so dreckige Gläser haben.”
Romantik pur, oder? ![]()
Ist hier noch jemand fit im Mathestoff der 8. Klasse, speziell Lineare Funktionen, wohnt hier in der Gegend und gibt Nachhilfe? ![]()
Wenn einer der Och.sen.kn.echt-Jungs in der Bild neben der Headline “Ich kam schon böse auf die Welt” sein “Bübchengesicht” (sorry, meine Meinung) in die Kamera hält, dann muss ich schmunzeln.
Ich denke an Kirsten, die auf einer Hochzeit verweilt und vielleicht ahnt, was ihre Jungs da fabrizieren. Oder sich vielleicht sogar die Ergebnisse via Liveticker aufs Handy schicken lässt. Nee. Da würde sie nicht tun. Und das ist auch gut so.
Denn diese Begegnung ist doof. Nicht nur für die Fans der *pfui* Schwarz-Gelben. Auch für die Schalker. Denn ich habe wieder dieses Dilemma. Freu ich mich über das momentane 0:1? Oder nehme ich Rücksicht auf die Gefühle einiger Leser hier? Hach, schwierig.
Ich tröste mich mit viel Knoblauch als Gegenprogramm zur fress:publica08, deren Teilnehmer wohl schon in seliger Apfelweinstimmung die hiesigen Spezialitäten verkosten – oder die Küche geentert haben. Hach, mein Neid, mein Neid. Käse, Wein und Brot wird hier zum Knoblauch gereicht. Sozusagen. Und ich freue mich, dass wir beide hier solche Knoblauchliebhaber sind. Ich könnte nicht mit einem anderen. Nee, wirklich nicht.
Das Spiel macht keinen Spaß. Auch nicht kurz vor der Halbzeitpause. Und die Kommentare noch weniger. “Hitzfeld steht immer öfters auf.” Öfters. Soso. In meiner Jugend war “öfters” ähnlich verpönt wie “das Kommentar”. Oder “nähmlich”. Mit h. Biddeschön.
Aber die Zeiten haben sich geändert. In den 90er Jahren trug man Dauerwelle. Ihr wisst schon: diese Pudellöckchen. Sauber gewickelt in kleinsten Schamhaardrehungen zierten sie die Köpfe modebewusster Damen und Herren. Immer seltener sieht man diese Abart der Kopfverzierung. Glücklicherweise. Aber wenn, dann sind die Trägerinnen meist älter. Oder sie zeigen Führerscheinbilder aus dieser Zeit
Da wundert man sich, dass die Frisöre nicht zum Streik aufrufen. Ähnlich wie bei den Postlern zur Zeit. Da wird der Postwerbespot in der Sendepause mit dem Satz “Ihre Post ist da” zu reinem Hohn. Schaun wir mal, wann sie kommt, unsere Post.
Das Pokalspiel geht gleich weiter und ich habe wieder Zeit mich in die Twitterwelt zu begeben, zu überlegen, ob ich mein Rumgetwitter auf meinem Blog veröffentliche – und wie das geht. Und mir überlegen, warum ich das überhaupt tun sollte. Ich kann mir das Netvibes weiter einrichten und versuchen, meine ganzen Lesezeichen zu importieren. Oder es lassen und mir einreden, dass ich das alles deshalb nicht mache, weil ich es nicht will – nicht, weil ich mich überfordert fühle.
Nun denn. So sei es. Die zweite Halbzeit beginnt.
Nun bin ich zwei Mal wach geworden, es ist Fressack-Tag – und wir können nicht hin. Die Gesundheit will nicht mitspielen.
Wir wünschen allen Genuss-, Gourmet- und Fressbloggern einen wunderschönen Abend mit geilem Essen und ordentlich Stöffsche. Feiert wild und esst lecker! Lasst es Euch rundum gut gehen.
Und seid Euch sicher: unser Neid ist mit Euch.
Mag mir einer den Sinn und Zweck von Twitter erklären? Im Ernst jetzt.
SPON berichtet, ein Russe habe nicht bemerkt, dass ein Messer in seinem Rücken steckte, dass sein Saufkumpan ihn im Streit hineingestoßen habe. Erst am nächsten Tag habe seine Frau den Griff entdeckt, der aus seinem Rücken kam. Was trinken eigentlich die Russen, dass die nicht mal sowas merken?
In FAZ.NET steht heute ein kurzer Bericht über Weltraumschrott, der unsere Erde umkreist. Die Grafik dazu nimmt mir irgendwie meine romantisch-verklärte Vorstellung, wie eventuelle Besucher von woanders (na, bei dem Müll könnte man auch meinen, die Vogonen seien schon da gewesen…) unsere Erde sehen würden, kämen sie und mal besuchen: blau und klar, farbfrisch im dunklen Raum. Nix da. Wahrscheinlich sind alle Katastrophenfilme eh übertrieben. Wie sollen denn Angreifer da durchmanövrieren, um bei uns zu landen? Ach, keine Chance.
In allen Gazetten und im TV wird heute ständig über das mögliche Eheaus von Holmes/Cruise berichtet. Da macht auch ein Nachrichtensender nicht halt. Zwischen Börsennews und Umfrageergebnissen berichtet man da vom möglichen schlechten Einfluss des Schauspielers auf das Gemüt seiner Frau. Fast so wichtig wie die USA-Vorwahlen, oder? ![]()
Normalerweise laufen Gespräche über Musik bei uns oft so ab:
Sie: “Oh, hör mal, geiles Lied.”
Er: “Ja, ist ein Cover.”
Sie: “Echt? Ich kenn das Original gar nicht.”
Er: “Da warst Du auch noch nicht mal flüssig.”
Heute war es anders:
Er: “Das hab ich ja noch nie gehört.”
Sie: “Was? Das ist Hans Albers‘ Flieger.”
Er: “Ich kenn das nur von Extrabreit.”
Jaja.
Wenn man aus einem kleinen Örtchen kommt und in der Presse liest, wer mal wieder wegen einem dicken Furz in einer Organisation eine Pressekonferenz einberufen musste und dann liest, wer da alles dabei war von Furzseite, der hat ein Bild von zehn (Möchtegern-)Häuptlingen vor Augen, die an einem Tisch sitzen und zwei oder drei (gelangweilten?) Pressevertretern ihren Furz für eine innovative Antriebsidee verkaufen möchten.
Es ist erstaunlich, wie viele Menschen umbedingt wegen jeder Kleinigkeit in die Zeitung möchten.
Früher dachte ich immer, ein Besuch beim Frisör wäre dafür da, dass der Frisör sein Wissen über die Geschehnisse im Dörfchen und die Skandale, Sünden und Affären durch aufmerksames Zuhören des Geplappers seiner Kunden auf den immer neuesten Stand bringt.
Heute denke ich, dass ein Besuch beim Frisör dafür da ist, dass ich über die Skandale, Sünden und Affären meiner Frisörin, ihrer Kollegin und des Chefs auf dem Laufenden gehalten werde.
Ich habe nicht nur einen anständigen Haarschnitt und meine Streifenhörnchen Californiablonde Strähnchen für das “Frühlingsgefühl auf dem Kopf” (bisher dachte ich, Frühlingsgefühle habe man woanders… Aber ok. Ich lass mich gern eines besseren belehren) bekommen, sondern auch ein Update in Bezug auf das Chefgewicht, den Freund der Kollegin und einen Bericht über den Besuch in der Spielbank.
Ach so: und ein Kotelett am Ohr hab ich wahrscheinlich jetzt auch.
… werden wir noch wach, heißa, dann ist Fressack-Tag.
(Hach, ich muss noch zum Frisör.. Was zieh ich nur an? Was Dunkles, falls ich kleckern sollte… Oje. Mach ich ein Namensschild ans Blüschen? Nee, besser inkognito. Und wann fährt der Bus ins Nachbarörtchen? Muss ich auch noch raussuchen. Und ein Geschenk. Ein Gastgeschenk! Oje. Ich kann ja nicht kochen will mich ja nicht mit mangelhafter Kochkunst blamieren. Außerdem bringen die ganzen Gourmetblogger ja was mit.. Da essen wir lieber nur und staunen. Aber was bringt man einem Fressack mit? Eine Zauberzange vom Mälzer? Ein Strauß aus Chiliblatt? Ein Paar Grübchen? Oder einen leibhaftigen Porenverschließer? Hach, ist das schwiiierig…)
Und ich glaube, für Kurzentschlossene (workingmum? Tilla?) ist noch ein Plätzchen frei ![]()
So. Fertsch. Die Seite “Hörbar” wurde nun durch eine “Top-knapp-200″-Liste erweitert mit Liedern, die ich irgendwie immer wieder gern höre.
Büddeschön.
Gestern wurde ich angeregt, doch mal den Stand der Genesung zu posten. Nun, was soll ich schreiben?
ICH HASSE ES!
Nein, nicht das Schreiben, auch nicht die Genesung. Sondern die Dauer dieser. Ich bin ein furchtbar ungeduldiger Mensch und kann es nicht leiden, wenn ich nicht funktioniere. Wenn mein Körper nicht das leistet, was ich von ihm gewohnt bin. Wenn er mich im Stich lässt.
Schwankend zwischen Lachkrampf und Wutanfall kämpfe ich mich die Treppen hoch. Ein Spaziergang artet schnell mal in das Gefühl eines Marathonlaufs aus. Bei jedem Meter wird erwogen, ob er es wert ist, gegangen zu werden. Denn wenn ich nicht mit den Metern haushalte, schaff ich vielleicht am Ende den Rückweg nicht mehr.
Ich bin genervt. Denn die einfachsten Dinge im Haushalt scheitern an dem Verbot zu heben. Mal eben den Wäschekorb in den Keller bringen? Nö. Das Bügelbrett rausholen? Nö. Nudeln abgießen? Nö. Einkaufen gehen und die Sachen dann vom Auto reintragen? Nö. Einen Bücherstapel umräumen? Nur einzeln. Selbst das Heben des Wortteufelmann-Laptops, der ungefähr doppelt so schwer wie meiner ist, war anfangs tabu. Den Stuhl hochstellen, um zu Saugen? Keine Chance. Überhaupt den Staubsauger hochheben – undenkbar.
Im Bauch selbst rumort es ab und zu. Alles scheint in Bewegung und die Organe tanzen Limbo. Scheinbar haben sie sich noch nicht ganz geeinigt, wohin es sie zieht. Oder welches der Platz ist, an dem sie gerne für den Rest meines Lebens bleiben möchte. Ich denke an diesen 80er-Jahre-Sketch von Otto, in dem seine Leber mit dem Kleinhirn kommuniziert.
“Uterus an Großhirn, Uterus an Großhirn.”
“Hier Großhirn, was willst Du Uterus.
“Ich will mehr Platz.”
“Wieso?”
“Die Blase meint, sie bekäme den ganzen neuen Platz für sich alleine. Und das gilt nicht.”
“Dann kämpft drum.”
Und das tun sie. Lebhaft. Es wird zwar weniger von Tag zu Tag, aber für mich nicht schnell genug.
Noch nie hatte ich so sehr das Bedürfnis, mir die Turnschuhe anzuschnallen und durch den Wald zu laufen. So lange, bis die Lunge brennt und der Schweiß in Bächen läuft. Ok. Das mit den Sturzbächen Schweiß habe ich jetzt schon nach 500 Metern Fußweg… Aber die Lunge brennt nicht. Ich bekomme einfach nur Schnappatmung und Seitenstechen.
Ich habe abgenommen. Für einige wäre das sicher etwas ganz wunderbares. Für mich nicht. Denn die fünf Kilo weniger, auf die es sich jetzt eingependelt hat, sind sicher auch durch die Muskelmassenrückentwicklung zu erklären. Nicht alle Kilos. Aber doch so zwei. Bestimmt. Vor drei Tagen zog ich meine Lieblingsstiefel an. Kniehoch und ohne Gummizug. Nur Leder. (Bilder für Lederstiefelfetischisten gibt es gegen Kohle
) Die schlackerten um die Wade, dass es aussah, wie bei den von mir belächelten Magerstecken.
Und so häng ich hier und genese vor mich hin. Höre dem Rumoren in meinem Körper zu und hoffe, dass kein Paketbote kommt mit einer Lieferung oder jemand auf die Idee kommt, er müsse Klingelmäuschen spielen. Denn dann müsste ich mir die Rennschlappen anziehen und die Verfolgung aufnehmen, um den Übeltäter in den Keller einzusperren zur Strafe. Und wie so eine Verfolgungjagd zur Zeit aussähe, kann man sich nach dem Bericht wohl vorstellen, oder?
Da bin ich heute errötet. Denn Yvonne hat den Wortteufel in ihre persönliche Liste der “You make my day”-Blogs aufgenommen. Und das finde ich ganz wunderbar und hüpfe innerlich so hier rum wie ein Springfloh im Hundeblutrausch. Danke, liebe Yvonne, liebe Dreikaisers. Eine tiefe Verbeugung auch hier für diese Ehre. Da ihr diesen Award schon habt, gebe ich ihn nicht nochmal an Euch (obwohl es passen würde…), sondern vergebe weiter
Und ich möchte diesen Award gern weitergeben an meine 10 “You make my day”-Blogs, die ich in der Blogrunde zuerst lese und ohne die ich den Tag nicht überstehen möchte
Stilke
Kiwi
Kirsten
Tilla Pe
Düne7
Ehefrau
Soulsilence
littleb
Phrixus
Fressack
(Dann wären da noch workingmum, DreiKaisers, Hannes, Petzi, Shreki, Sternchen, Bigi, Blabbermouth, NebeLmädchen, Bollenhut, Familienpolitik, Idas Welt, Journaliya, Rebenwanderin, Kadda, Bulgariana, Curriculum, Herr und Frau A., Chrizzonik, lamiacucina, Amidelanuit, Moritz Abenteuer, Stadt.Frau, Claras Loft, Mel, Martina, Moby Dick, Aoife, Nibblet, Tyndra, Lucky Jack, Löwenkind, June, Kassiopaia, Kassiopeia, Kaanu, Zeroterm, Schildmaid… Und noch sooo viele andere.)
Knapp 400 Euro für die Inspektion. 25 Euro für das Wechseln auf Sommerbereifung. 60 Euro Tanken. 200 Euro für die Versicherung.
Das Auto ist glücklich. Der Mann nicht.
Neues Auto hat sich damit erledigt. Sollte mir nun vielleicht einen neuen Mann besorgen. Einen, der noch Geld übrig hat
Ach Mist. Mobilität wird überbewertet…
… könnte man denken. Ist aber nicht so. Eher habe ich die Hälfte des Tisches mit dem Mäntelchen des Ungewissen überdeckt, da er mich an das erinnert, was noch liegen bleiben muss: die Arbeit. Und so hülle ich das Elend in gnädige Dunkelheit und nenne es den Ausdruck meiner dunklen Seite.
Liebe Tilla,
Dein Stöckchen ist so schön. Und grade jetzt ist es hier so dunkel
. Nun ja. Auch ein Ausdruck. Irgendwie. Bevor wir heute daran essen können, werde ich wohl noch alles zur Seite schieben etwas aufräumen müssen.
Für die anderen sei gesagt: Tilla hat ein Holz auf den Tisch gelegt. Dieses besagt: Schnappt Euch ein fotografisches Werkzeug und fotografiert Euren Küchentisch so, wie er ist.
Da mein Küchentisch grade eben so aussieht (das Glas kam grade aus der Spülmaschine und wartet dort sehnsüchtig darauf, dass es jemand zu seinen Freunden ins Nachbarzimmer bringt):
… war der Wohnzimmerlebetisch eine Alternative. Finde ich.
So. Nun ihr. Nehme es, wer will und verbreite es. Schnell, schnell.





















