Ich bin zwigespalten: soll ich mich nun freuen, dass der Wortteufelmann sich so lieb heute morgen angekuschelt hat nachdem ich gestern mal darauf hingewiesen habe, dass ich es schon schön fände, mal wieder nebeneinander einzuschlafen? Oder soll ich mich ärgern, weil der Wortteufelmann immer noch unter Husten leidet und ich daher seit kurz nach 6 am Sonntag wach bin?

Aber von vorn. Seit einer Woche, also seit ich wieder zurück bin, schlafen wir getrennt. Wir sind in der glücklichen Lage eine Couch erworben zu haben, die eine Schlaffunktion hat und umgeklappt eine Liegebreite von 140 cm. Dorthin verzieht sich der Wortteufelmann jede Nacht und sagt, er schliefe auch ganz gut.

Mir hat er das Bett überlassen, damit ich “in Ruhe schlafen kann und wir uns nicht ins Gehege kommen”. Find ich wirklich sehr, sehr süß. Ich glaube, das muss Liebe sein.

Nun begegneten wir uns heute morgen beim Gang zum Klohäuschen auf dem Flur. Und als ich zurück ins Bett tappste (ich bin da sehr maulwurfartig: geschlossene Augen, tapsig und doch irgendwie zielstrebig) lag er da. “Ist das ok, wenn ich mich mal ankuschel zum Weiterschlummern?” Ja. Klar. Eigentlich. Irgendwie.

Und damit begann das Drama für mich. Jedes Mal, wenn ich grade im Begriff war wegzuschlummern, kam ein Huster. Nur einer. Aber immer genau in dem Moment, in dem ich mich mental verabschiedete.

Das ging eine halbe Stunde so. Dann stand ich auf, nahm meine Decke und zog auf die Couch um. Hier lieg ich nun. Wach. Bin totmüde, aber hellwach. Seit fast zwei Stunden.

Und wer liegt im Schlafzimmer, ohne auch nur noch ein Mal gehustet zu haben?

Was mich zu der Überlegung führt, ob man seinen Partner im Bett mit einem Kissen ersticken darf, wenn der eigene Schlaf gestört wird. Aber das ist wieder ein anderes Thema.