Sie bringen mich zum Schmunzeln. Aus einem einfachen Grund: dieser Blog ist Satire. Ich schreibe überspitzt und ziehe damit Alltagssituationen ins Lächerliche. Ich übertreibe, um manches Mal Dinge klarer darzustellen.

Das steht nicht nur auf der Seite über den Wortteufel (schon mal über den Namen des Blogs nachgedacht?) sehr deutlich, sondern auch in den einzelnen Themenbereichen. Oder glaubt wirklich jemand, ich würde einem Kind eine Badarmatur auf den Kopf hauen? Wenn, dann soll er. Ich sehe es nicht als meine Aufgabe, meinen Humor zu erklären.

Normalerweise.

Soso, geärgert haben Sie sich. Worüber? Weil ich satirisch mit bösem Blick schreibe? Weil…? Tja, weil? Warum eigentlich?

Ach, weil ich keine Kinder habe, denen ich hinterher laufen muss und deshalb keine Meinung dazu haben kann? Weil ich wahrscheinlich umgeben bin von vielen Singles ohne Kind? Familien in meinem Umfeld nicht vorkommen? Weil auch bestimmt der Wortteufelmann niemals ein Vater sein kann und ich vielleicht doch ein klitzekleines bisschen Einblick haben könnte? Oder sogar selbst Einfluss auf die Erziehung nehmen könnte?

Ärgern Sie sich ruhig weiter, wenn ich über Marten-Levins schreibe oder inkonsequente Erziehung, wenn Sie das möchten. Oder schmunzeln Sie einfach, weil nichts so schön ist, wie das Lachen über sich selbst und andere, wenn man sieht, dass manchmal ein Fünkchen Wahrheit drin steckt in der Satire, wenn man sich angesprochen fühlt oder sich sagt: Ach, das kenn ich nur zu gut.

Sonst sollten Sie vielleicht nur in Blogs lesen, die ihren Humornerv treffen oder mit Ihnen konform gehen.

Und ob ich für die schwierige Aufgabe von Eltern, ihre Kinder zu erziehen, Verständnis aufbringe, gehört meiner Meinung nach nicht in meinen Blog. Denn meine Sicht der Dinge, mein Verhalten “in echt” hat zum Teil wenig mit der Satire in meinem Blog zu tun.

Aber ich zitiere hier gern eine Bloggerin, die mir vorhin so schön schrieb: “Wem der Schuh passt, der zieht ihn sich an.” Und “Tja, manche haben scheinbar ein Problem damit, dass Du Dinge aussprichst bzw. aufschreibst, die jeder mal gedacht hat oder ständig denkt.”

Ach ja. Schöne, heile Bloggerwelt. Ich geh jetzt mal in den Benimmkurs – und dann lauf ich dem Trainer weg und strecke ihm die Zunge raus. Das passt so schön. Denn ich bin einfach so gerne ungezogen.