Kirsten hat mich an “früher” erinnert. Früher bedeutet bei mir: Mindestens zehn Jahre zurück. Denn meine Oma ist schon länger tot.
An sie und ihre Eigenheiten habe ich meine ganz eigenen Erinnerungen. So ist dieses Beschriften, das Kirsten in ihrem Post erwähnt, auch mir bekannt. Auf Leukoplaststreifen wurde alles beschriftungswürdige mit Informationen bedacht.
Und nicht nur das. Alles wurde aufgewahrt und verpackt. Mit einer mir völlig fremden Akribie wurden Gummibänder gesammelt und in Dosen verpackt, beschriftet. Ebenso Radiergummis, Bleistifte und sonstige Dinge des täglichen Lebens.
Als ich die Beschrifteritis bei DüneSieben las, dachte ich schon mal daran. Aber erst durch den Beitrag von Kirsten mit den Bildern hat mich die Nostalgie gepackt und ich denke intensiv daran zurück.
Meine Oma hatte einen Schubladenschrank in der Küche stehen, der von oben bis unten mit Kleinkram bestückt war, der nicht nur für ihr, sondern auch für die Leben unserer ganzen Familie gereicht hätte. Mal war es amüsant, dies zu sehen. Mal war es nervig.
Als sie starb, war es nervig. Jetzt, Jahre später, muss ich grinsen, wenn ich Leukoplast sehe. Und mir fällt auf, dass ich vielleicht wegen ihr so viel wegschmeiße und so wenig sammel.
Danke, Kirsten und DüneSieben, für diese Erinnerung.




2 comments
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14 April 2008 um 11:37 Uhr nachmittags
June
das scheint echt ein generationsding zu sein.
meine oma hat auch alles aufgehoben, was für ein desaster beim wiehnachtsfest, nichts da mit papier aufreissen. schön ordentlich, dass man es auf jeden fall noch mal verwenden kann…
nach ihrem tod war das beim ausräumen schwierig…unter anderen kamen aber auch echte schätze zum vorschein.
hach ja…omas eben
15 April 2008 um 8:07 Uhr vormittags
wortteufel
Ja, das Geschenkpapier! Es wurde mitunter gebügelt und ordentlich weggepackt. Wir fanden Unmengen davon!