Meine Wurst oder Wein-Kategorie bekommt scheinbar ein wenig Futter ins letzter Zeit. Vielleicht liegt es daran, dass die Genussblogs mich angesteckt haben – oder einfach daran, dass ich mich aufraffe, hier öfter die kulinarischen Ergüsse aus unserer (mehr Wortteufelmanns, als meiner) Kochkunst poste.

Erwähnte ich, dass wir seit drei Jahren Bilder von zubereiteten Essen sammeln, weil wir mal ein eigenes, kleines Büchleich mit unseren Lieblingsrezepten machen möchten? Nun denn. Dieses Gericht kommt ganz sicher rein:

Kassler mit Lauchgemüse

Unser Nachbar ist ja ein Schätzchen. Mit seinen 82 Jahren schwimmt er jeden Tag seine 1000 Meter, fährt immer mit dem Fahrrad herum und schwört auf sein selbstgezogenes Obst und Gemüse. Recht hat er. Und weil sein Garten sehr groß ist – und die Ernte reichlich – bekommen wir ja ab und an einen “Gartengruß” von ihm. Wir freuen uns darüber, denn so, wie bei ihm Gemüse schmeckt, kenn ich es nur aus meiner Kindheit. Das Gemüse schmeckt noch richtig “echt”. Das Lauch schmeckt nach Lauch. Nicht nach Wasser mit Schärfe. Und die Möhren haben eine unglaubliche Süße.

Ein weiteres Highlight für mich ist ja sein schwarzer Rettich. Schön scharf und intensiv im Geschmack. Auf Brot gerieben mit Salz und Pfeffer – ein Genuss.

Nun aber zu gestern. Der Gartengruß umfasst dieses Mal unter anderem vier Stangen Porree und zwei Möhren. Und die verarbeitete der Wortteufelmann dann zu einem leckeren Lauchgemüse mit einem Schuss Sahne (der von der Herstellung des Vanillegrießpuddings übrig geblieben war). Gewürze? Ganz klassisch Pfeffer, Muskatnuss und Salz. Ein bisschen Gemüsebrühe noch dazu zum Köcheln und fertsch.

Das Stück Kassler war da nur der Begleiter. Da es zwei kleine Stücke waren und kein ganzer Brocken, haben wir es uns auch gespart, ihn zu würzen/marinieren oder ihn sonst wie zu bearbeiten. Manches Mal kommt an unser Kassler nämlich Honig. Oder eine Kruste aus gestößeltem ganzem Koriander. Hach, die Werke des WTM sind vielfältig…

Also, guten Appo.