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Es hat ja doch Vorteile, dass der Wortteufelmann meinen Blog liest…

Denn kaum, dass ich das Bildchen links in der Leiste mit der Lust auf Currywurst reingestellt habe, gibt es schon selbstgemachte Currywurst mit Pommes.

Als Wurst kann man die nehmen, die einem beliebt.
Für die Soße:

1 Flasche Tomatenketchup (einfach)
2 kleine Zwiebeln
3 EL Balsamico
2 EL (Knoblauch-)Honig
2 EL Currypulver
Chilli
Cayennepfeffer
ein bisschen Sojasoße
Olivenöl
Tomatenmark
Wasser

Die kleingeschnittenen Zwiebeln in Olivenöl glasig dünsten. Etwas Tomatenmark dazu und mit etwas Wasser ablöschen. Ketchup dazugeben. Essig und Honig dazu und bei kleiner Hitze leicht köcheln lassen. Dann die Sojasauce und die anderen Gewürze dazu. Umrühren, evtl. etwas Wasser dazu. Abschmecken.

Ausgehtipp für morgen, Sonntag, 1. Juni:

Straßenfest in Frankfurt Bergen auf der Marktstraße.
Beim Fressack gibts Live-Musik, Grillereien und Stöffsche. Und auch sonst wird es wohl was zu gucken geben.

Also: hin.

Darüber gesprochen, Kadda hats dann angefangen (eine Karte mit den Treffpunkten) und nun die Frage, ob man nicht eine Bloggerdeutschlandkarte machen solle, weil immer und immer wieder die Frage auftaucht, an welchen Bloggern man vorbei fährt auf dieser oder jener Autobahn.

Keine direkten Adressen, keine Klarnamen, nur Städte mit Bloggernamen.

Hat wer Interesse?

PS: Die Karte gibt es oben als neue Seite unter “Bloggerhausen”

Hier gab es den Sommersalat schlechthin.

Bei uns dann die abgewandelte Form (leider ohne Bild, weil es so schnell weg war…):

Kiwi-Tomaten-Salat. Eigentlich angerichtet wie die Tomaten-Mozzarella-Sachen. Dann aber mit Parmesanspänen bestreut und mit einem lecker Sößchen aus (Knoblauch-)Honig, Rotweinessig, Petersilie gehackt, Basilikum geschnitten und Salz und Pfeffer verfeinert.

Hat juut geschmeckt. Und war mal eine leckere Abwechslung zum Standard-Sommersalat.

Der Himmel fällt uns auf den Kopf.

(Wir müssen den Seher befragen, ob wir überleben werden.)

EDIT: So. Weltuntergang überlebt. Was ein Wunder ist. Denn wer nicht vom Regen erschlagen, vom Sturm weggeweht oder vom Blitz getroffen wurde, der wurde vom reißenden Strom mitgeschwemmt, der die Straße runter raste! Die ganze Straße (inklusive Fußgängerweg) verwandelte sich in einen Fluss. Unglaublich.

Das Gewitter (ja, ich hab den Rechner ausgemacht und die Rollos zu…) dauerte fast eine Stunde.

Jetzt mach ich mir ein T-Shirt. “Ich überlebte das große Unwetter.” Oder so.

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Ich geb es ja zu. Ich habe (sozusagen so etwas wie) Ballerinas. Ist mir vorhin mal so aufgefallen. Als ich an mir hinunterguckte.

Gestatten: Meine Strandballerinas. Für zum mit ins Wasser laufen, weil aus Gummi ganz und gar.

Da es das Treffen ja offiziell nicht gibt, möchte ich hier auch nur gestrichen darauf hinweisen, dass der Fressack am 7.6. geöffnet hat ab 16.30 Uhr. Ein Treffen könnte also durchaus ab da inoffiziell stattfinden. Adresse und Anfahrtsbeschreibung können Interessierte bei mir bekommen. Inoffiziell. Uhrzeitvorschläge werden gern entgegen genommen.

Der Spruch des Abends: “Selbst die Eisenbahnen, die das Haus erschütterten, konnten mich nicht erschüttern.” Danke, Kadda. Der bleibt.

Kiwi ruft, wir eilen. Eineinviertel Stunden geplante Autofahrt sind doch kein Hindernis für den Wortteufelmann und mich, um der Einladung der Kiwi zu folgen und einen Tag in einer zauberhaften, nur leider viel zu bergigen, Stadt zu verbringen.

Nach einer Stunde Autofahrt ohne größere Probleme (außer den üblichen Staus, Dränglern und lebensbedrohenden LKW-Fahrer) dann die Erkenntnis, dass es vielleicht – gaaanz vielleicht – besser gewesen wäre, die Anfahrt nicht nur bis zur Autobahnabfahrt auszudrucken, sondern auch noch bis zur Kiwitür… Erstes Telefonat zwischen Kiwi und Wortteufel war dann auch sehr lustig:

Kiwi: “Seid ihr schon an einem Dorf mit dem Namen “Warrrbrrrkrrr” vorbeigekommen?”
Wortteufel: “WHAAAT?”
Kiwi: “Warrr-brrrr-krrrr.”
Wortteufel: “Ich versteh Dich nicht. Ich hör nur das fränkische, rollende “r” und kann den Rest nicht raushören. Aber hier kommt grad ein Ort, der liest sich ähnlich.”
Kiwi: “Ok! Da müsst ihr rechts fahren.”

Wortteufel: “Und jetzt?”
Kiwi: “Gradeaus.”
Wortteufel: “Hier geht es nur rechts oder links.”
Kiwi: “Ihr müsst gradeaus, dann rechts und dann über eine Brücke.”
Wortteufel: “Hier ist nichts mit gradeaus oder einer Brücke.”
Kiwi: “Wo seid ihr bloß?”
Wortteufel: “Keine verdammte Ahnung, hier gibts keine Straßenschilder. Nur Wohngebiet mit Zone 30.”
Kiwi: “Ist da ein Grieche.”
Wortteufel: “Ich seh keinen. Woran erkenn ich den? Trinkt der Ouzo? Hier gibts ein Restaurant. Aber ein Italiener.”
Kiwi: “Oh, ihr seid zu früh runter. Ihr müsst zurück zur Hauptstraße.”
Wortteufel: “Ja, und jetzt?”
Kiwi: “Da müssten ganz viele 80er-Schilder sein.”
Wortteufel: “Hier ist 80 aufgehoben.”
Kiwi: “Oh, seid ihr schon wieder zu weit? War da eine Abfahrt?”
Wortteufel: “Nein, hier war keine Abfahrt.”
Kiwi: “Komisch, da war doch gestern noch eine.”
Wortteufel: “Jetzt kommt eine, da geht es nach ZY oder sowas.”
Kiwi: “Jaaa, jaaaaa! Rechts, rechts fahren!”

Ein paar Kilometer und Wegbeschreibungsmissverständnisse später dann folgendes:

Kiwi: “Da kommt jetzt eine Baustelle. Danach fahrt ihr die Straße noch ein Stück gradeaus und dann geht es rechts rein in die XY-Straße.”
Wortteufel: “Ok, dann bis gleich.”

10 Minuten später.

Wortteufel: “Kiwi? Hätten wir da an der abknickenden Vorfahrtsstraße schon rechts gemusst?”
Kiwi: “Jaaaa. Wo seid ihr.”
Wortteufel: “Keine verdammte Ahnung, hier gibt es immer noch keine Straßenschilder. Aber rechts von uns ist eine große Mauer, links sind Bäume und ein Zirkus. Jetzt ist da eine Kreuzung.”
Kiwi: “Äääh. Fahrt da mal rechts. Sind da Straßenbahnschienen?”
Wortteufel: “Hier sind weit und breit keine Straßenbahnschienen!”
Kiwi: “WO! SEID! IHR? Welche Stadt? Siehst Du ein Haus aus Glas, das aussieht wie ein Lippenstift?”
Wortteufel: “LIPPENSTIFT? Ich seh hier nur Fahnenmasten.”
Kiwi: “Wo seid ihr bloß?”

Nun denn. Wir waren zwei Minuten vom Kiwiheim entfernt, wie wir nach weiteren 10 Minuten Rumgurken durch das nur teilweise beschilderte Straßennetz herausfanden…

Bei Kiwi gab es dann großes Hallo und verbrannten Fantakuchen,

der innen sehr gut schmeckte und daher auch nicht in Scheiben serviert wurde, sondern in Kuchenbällchen, die sie liebevoll mit zwei Löffeln aus dem Kuchenlaib formte.

Dann kam die malerische Innenstadt dran, ein paar sehenswerte Häuschen mit Gärtchen und dann noch der Dom. Wenn schon, denn schon. Würstchen zwischendurch beim Grill auf dem Markt. Und meine Anerkennung an dieser Stelle an die Frau hinter dem Grill, die in einer Geschwindigkeit die Würstchen in die Brötchen packte, mit Senf beschmierte und umklappte, dass mir vom Zugucken schon schwindelig wurde. GRANDIOS.

Kurze Angriffe von Kamikaze-Tauben-Torpedos überlebten wir alle unbeschadet (ich bin vorher noch nie von Tauben in die Knie gezwungen worden…) und den Japanern mit ihrer Fotowut stand ich in nichts nach.

Danach enterten wir die wunderschöne Festung, die sich leider (wie es Festungen ja doch an sich haben) auf einem Berg befand. Netterweise haben die Stadtväter sich überlegt, sie könnten ja die Steigung auch mit Treppen überwinden und so kamen wir nach gefühlten drei Stunden Treppensteigen des Grauens völlig durchschwitzt oben an. Die Aussicht war grandios, der Luftzug reichte jedoch nicht aus, um die schweißnassen T-Shirts zu trocknen.

Auf der Burgfestung hielten die Mammut-Ameisen Wache (ehrlich! Die größten Ameisen, die ich je gesehen habe. Bei uns sind die nur halb so groß. Muss an der Höhenluft liegen.) und wir drehten eine Festungsrunde.

Nach einer kurzen Kiwirast dann kam der grandiose Einfall, Schuhe zu kaufen/gucken/anzuprobieren. Näheres dazu gibt es hier.

(Und weil es so schön ist und ich nochmal deutlich auf mein “NEIN” am Schluss hinweisen möchte, auch hier):

Erstaunlicherweise ist bis dahin noch nichts, aber auch gar nichts dusseliges passiert (den Kuchen und die Irrfahrt auf dem Hinweg verbuchen wir mal unter “nix besonderes”). Kein Regal war umgefallen, niemand wurde mit Getränken bekleckert und wir sind nicht mit den Köpfen aneinander gestoßen…

Wieder bei Kiwi angekommen sprangen wir dann doch alle mal unter die Dusche, denn um 19 Uhr sollte es zum Mini-Bloggerinnen-mit-Anhang-Treffen zum Ayayayaaa-Mexikaner gehen.

Der Kiwimann schloss sich an und so gingen wir um zwanzig vor 7 aus der Kiwitür. Vor der Tür dann folgender Dialog:

“Sag mal, hast Du einen Schlüssel eingesteckt?
“Nein, Du?”
“Nein.”

Die Folgen kann sich jeder ausmalen. Oder vielleicht doch nicht? Denn es folgte der Versuch, die Kiwitür aufzubekommen – mit allen Tricks und Kniffen, die wir alle aus dem Fernsehen kannten. Kreditkarten (ok, in dem Fall war es eine Hun.ke.mö.ller-Kundenkarte, die uns als Versuchsobjekt geeigneter und verzichtbarer erschien, als eine Kreditkarte), verbogene Büro- und Haarklammern der Nachbarin sowie Imbusschlüssel des Atz.e-Sch-röder-Hausmeister-Verschnitts-ohne-Brille. Leider ohne Erfolg. Ritterlich nahm der Kiwimann dann die Rolle des Auf-den-Schlüsseldienst-Wartenden ein, damit wenigstens wir schon mal zum Mexikaner fahren konnten, um die dort wartende Kadda zu treffen und unsere Tischreservierung draußen nicht zu verlieren, die wir schon um eine Viertelstunde telefonisch nach hinten geschoben hatten.

Beim Mexikaaaaner angekommen wartete schon Kadda auf uns, die durch das Sherlock Holmes zur Ehre reichende Abhörmanöver eines Telefonats der Bedienung schon informiert war, dass wir eine Viertelstunde später kämen. Sie war so geduldig und wartete zum Glück auf uns, so dass ich nun die liebe Kadda auch mal persönlich kennenlernen konnte.

Das Essen war super (der einzige Laden, in dem es Mexico Chicken Massaker gibt – oder wie das Zeug hieß…). Unsere Gesichter und Hälse durch den Nachmittagsausflug leicht verbrannt (Kann mir jemand sagen, warum ich in 10 Tagen Ostsee nicht eine kleine Hautrötung bekommen habe, aber in vier Stunden bei Kiwi einen traumhaften roten Halsausschnitt mein Eigen nennen darf? Unglaublich. Diese Höhensonne!) und die Stimmung grenzte an “wir werden sicher gleich rausgeworfen, so wie wir giggeln”.

(Wer an dieser Stelle überlegt, wo denn bitte der Wortteufelmann und der Kiwimann sind, dem möge man sagen, dass diese sich auf der anderen Seite des Tisches befanden, bis in die Dunkelheit hinein Zigarre dampften und alles unternahmen, um nicht so auffällig zu sein, wie wir. Oder auch um den um uns herum Sitzenden das Gefühl zu vermitteln, dass wenigstens irgendjemand an dem Tisch noch die Kontrolle über sich hat.)

So um 22.30 brachen wir dann doch mal auf, da wir ja noch eine etwas längere Fahrt vor uns hatten und die ja auch noch im wachen Zustand hinter uns bringen wollten.

Ankunft Heimat dann um Mitternacht.

Zusamengefasst kann ich sagen:
Es war ein superschöner, sonniger, lustiger und spannender Nachmittag und Abend, viel Gegiggel und Gelache, die Sicherheit, dass die Schuhfabrikverkäufe sicherlich ihre Türen schließen, wenn wir das nächste Mal auf den Parkplatz biegen, die Wahrscheinlichkeit, dass Kiwi lieber nicht mehr unter ihrem Namen einen Tisch beim Mexikaner buchen sollte, wenn sie noch einen bekommen möchte… , (Kaddas Kinder haben zwar etwas genervt ;) ), aber dafür haben sich die Männer um so besser benommen.

Danke, Ihr Lieben! Hat Spaß gemacht und schreit nach einer Wiederholung.

Draußen heiß – der Durst steigt. Wenn dann die Getränkekiste Ebbe anzeigt, ist Handeln gefragt. Und da ich eh einen Ausflug zur Druckerei machen musste (und für 1,51 Euro pro Liter Diesel den Tank aufgefüllt habe), führte der Rückweg dann direkt zum Durstlöschwasserverticker meines Vertrauens.

Ich kaufe da häufig. Die gemauerte Säule im Eingangsbereich ist mir vorher nie aufgefallen. Nach einen kurzen angedeuteten Salto vorwärts über den Handlauf des Einkaufswagens schleppte ich mich unter Schmerzen zu den gewünschten Alkoholika und zur Wassertränke. Bier, Wasser – weg.

Höhere Außentemperaturen ziehen ja durchaus auch negative Aspekte nach sich. Gerüche zum Beispiel. Doch wenn morgens im Getränkemarkt an der Kasse vor mir schon ein Duft von Schweiß und Alkohol aus dem Mund des Käufers vor mir strömt, dann frage ich mich: ist das noch von gestern oder schon von heute?

Leider stellte sich derjenige dann direkt in den Windzug des Eingangsbereiches, während ich an der Kasse meinen Getränkegroßeinkauf bezahlte. Um aus dieser olfaktorischen Wunderwelt zu entfleuchen, die sich meiner Nase präsentierte durch das laue Lüftchen vom Eingang her, ging ich mal aus dem Wind und stand, ei der Daus, direkt vor den Mädchenbieren. So ein Zufall.

Und das war wunderbar! Denn ich habe mein neues Lieblingsmädchenbier für diesen Frühsommer entdeckt: Beck’s ICE. Beck’s mit “Lime & Mint”. Eisklar strahlte es mich an und wurde im 6er-Probierpack direkt mitgenommen.

Die Luft vorne war auch etwas besser, als vorher und so trug ich nach dem leidigen Bezahlvorgang meine Kisten ins Auto.

Draußen dann empfing mich ein weiterer Geruch: Parfüm. Süßes Zeuchs, was durch die schwüle Luft waberte. Diesem leichten Kribbeln in der Nase, was zu einem mittelschweren Niesorkan heranzuwachsen drohte, entging ich dann auch nur durch die Flucht ins Auto hinein – und sah dann noch aus den Augenwinkeln ein pinkgekleidetes Etwas, was auf Rennpantoletten mit Absätzen und breiterem Gürtel statt Rock zum Bierdealer zuckelte.

Zeit nach Hause zu fahren und von den eigenen, urheimischen Gerüchen ummantelt zu werden: ein verschwitzter, weil gejoggter Wortteufelmann, ein Handwerker mit dezentem Lösemittelhauch hinter den Ohren und der Duft von Heizungslack…

also, WIR haben für 2009 schon gebucht :D

Es gibt ja Dinge, die tut man nicht. Weil es verboten ist oder unhöflich. Oder einfach ekelig. Dazu gehört auch das Ausprobieren von Deo im Einkaufsladen. Nein, das tut man nicht.

Dachte ich bisher.

Nun öffne ich einen Deoroller – ich bin auf diese Taubenwerbung mit den schönen Achseln reingefallen – und sehe: ein Haar. Ein Haar!

Bitte, lieber Deorollergott, lass es kein Sch.amhaa.r sein. Bitte. Ischkotze.

Vorschlag für ein (relativ) spontanes Bloggertreffen (mit Anhang)

Samstag, 7. Juni 2008
Treffpunkt: Goldener Engel in Frankfurt (Bergen-Enkheim) – ich erkundige mich nochmal beim Fressack, ob er geöffnet hat.
Uhrzeit: vielleicht schon früher? So ab 16 oder 17 Uhr? Je nachdem, wann der Fressack auf macht.

Und? Wer hat Lust und Zeit?

GESTRICHEN.

Es ist vollbracht. Die Renovierung. Jedenfalls bis auf eine klitzekleine Wand, die morgen tapeziert und vielleicht auch schon gestrichen wird.

Einige Leser haben es ja schon mitbekommen: unseren Urlaub haben wir dazu genutzt, die Handwerker in unser Domizil zu lassen und hier die unschönen Restrenovierungsarbeiten in unserer Abwesenheit erledigen zu lassen. Dies hieß in unserem Falle, dass Küche und Bad dran waren.

In beiden Räumen zierten zauberhafte Deckenpanele die Räumlichkeiten, die wir durch Gewebe ersezten wollten. Dann sollte mal der Restfliesenspiegel in der Küche über der Arbeitsplatte verschwinden und alles neu tapeziert werden.

Ist auch alles geschehen. Und noch viel mehr…

Am zweiten Tag unseres Urlaubs erfuhren wir aus der Heimat, dass die Deckenverkleidung im Ganzen runtergekommen war und der Maler nur mit Mühe überlebt hat und sich zum Glück noch aus eigener Kraft aus dem Schuttberg befreien konnte.

Die Elektrik lag frei und die Decke unter der Verkleidung hatte Löcher. Es mussten also neue Decken in Küche und Bad gezogen werden, in die dann die neue Elektrik gelegt wurden. Dann brach noch ein Heizkörper aus der Wand und die Trafos für die neuen Strahler waren nicht lieferbar. Kurz: wir kamen nicht zurück und alles war fertig, sondern zurück ins Chaos.

Heute nun der Endspurt. Nachdem morgens der Heizungsmonteur da war, kam mittags der Elektriker – und machte alles wieder dreckig, als er in der Küche 9 und im Bad 3 große Löcher fräßte für die Strahler und die Trafos. Während er sich im Bad an der übrigen Elektrik (ja, wir hatten seit Samstag kein Licht in Küche und Bad und im Bad auch keinen Strom…) vergnügte, lösten ihn die Maler um 14 Uhr in der Küche ab und verputzten die letzte Wand.

Um 16 Uhr waren dann alle wieder weg. Bis morgen. Dann kommen die Maler wieder. Aber sie haben mir versprochen, dass es jetzt keinen Dreck mehr gibt. Brauch ich auch nicht. Denn in der ganzen Wohnung liegt eine feine Gipsstaubschicht von den Bohr- und Fräßarbeiten, gegen die man kaum anputzen kann.

Wir haben uns dann mal ganz entspannt in den Hof runtergesetzt und einen Portwein und einen White Russian zur Entspannungszigarre genossen und warten noch drauf, dass die nichtvorhandenen Heinzelmännchen den Rest der Arbeit hier erledigen. Küche wieder einräumen, zum Beispiel.

Renovierung? Braucht kein Mensch. Ich bin ja sowas von erledigt.
Und wenn mir nochmal jemand sagt, wir sollten mehr für die heimische Wirtschaft tun, dann verputz ich den zum Frühstück oder hinter der Wand in der Küche. Noch ist da Platz…

Heute der Beweis: Grundschulkinder sind schlauer, als Mütter, die ihre Plagen zur Schule fahren.

Mutter steht im absoluten Halteverbot am Straßenrand halb auf dem Bürgersteig quer vor der Feuerwehreinfahrt zur Schule fünf Meter vor einem Zebrastreifen und parkt.

Grundschulkind geht auf das Auto zu, klopft an die Scheibe und sagt:

“Wenn Sie schon hier falsch parken, dann setzen Sie wenigstens einen Blinker, damit die anderen Autos kapieren, dass sie hier falsch parken und nicht nur warten, dass der Gegenverkehr vorbei kommt.”

Danke, Kind. Hast Du fein gemacht. Und Mama ordentlich dumm da stehen lassen (obwohl sie das schon vorher tat…).

Wer so richtig den Meeresaffen raushängen lassen möchte, trägt im Urlaub am Meer natürlich den Nautiklook. Meist geringelt in blau-weiß mit einem Farbtupfer rot. Jeans, Segelschuhe und Anorak.

Wenn Madame Fieselschweif aber das Meer erobert, sieht das schon mal ganz anders aus. Vor allem, wenn sie zur selbsternannten Schick-Schick-Schickeria zu gehören scheint. Dann nämlich reicht der praktisch-modische Streifencharme nicht aus, um sich meeresaffin zu fühlen. Dann müssen schon schwere Geschütze aufgefahren werden: Der topaktuelle Ministrandpulli für um die Schultern rumzuhängen und mit praktischem Knoten vorne.

Die Dame Fieselschweif trägt also Bikini in blau-weiß-geringelt mit roter Schleife zwischen den leeren Milchschäuchen Brüsten, die auch mal bessere Zeiten gesehen habe (bzw. schon länger keine Höhenluft mehr erleben durften…), auf dem Kopf so ein Schweiß-Haarband mit Kappenschirm vorne und wippendem Haarsplisszopf hinten und leger um die Schultern ein Pulli in grün, vorne an den Ärmeln zusammen geknotet.

Das für mich aber wirklich faszinierende war: der Pulli war ein Minipulli. Also entweder Kindergröße oder zu heiß gewaschen. Aber mit fast normal langen Ärmeln. Er diente also scheinbar wirklich nicht dazu, dass man ihn anziehen kann, sondern nur, ihn über die Schulter legen zu können.

So ausstaffiert ging sie dann zur Wasserkante vor und hielt vorsichtig im Einbeinflamingostand einen Zeh ins kalte Nass. Leicht pikiert und mit krausgezogenem Hollywoodnäschen gab sie so etwas wie einen kleinen Schrei von sich und trippelte zurück zum Strandkorb.

Vielleicht hätte sie Thermosocken statt 80er-Jahre-Tennisdress tragen sollen…

Liebe Frankfurt- und Umgebung-Blogger,

meint ihr, wir schaffen ein relativ spontanes Treffen beim Goldenen Engel in FFM-Bergen-Enkheim? Oder ein relativ spontanes Grillen im Minihof von Wortteufels (mit sehr begrenztem Platz)?

Man benötigt Energie, um Denken zu können. Energie gewinnt man aus Nahrung. Wer keine oder zu wenig Nahrung zu sich nimmt, dem fehlt Energie. Wenn der Körper schon keine Reserven mehr hat, weil er dürre ist, dann hat das Hirn irgendwann kein Futter mehr – und streikt.

Vorhin erlebt. An der Kasse.

Die Dame kauft Tee, Tee und Tee. Und sechs Äpfel. Ein Blick auf ihre fehlenden Kurven sagt mir, dass das wahrscheinlich der Wocheneinkauf fürs Abendbrot und Mittagessen ist. Zum Frühstück nimmt sie wahrscheinlich handwarmes Wasser zu sich. Ist das einzige, was ein überreizter Magen nach der Morgentoilette (und damit meine ich nicht das Waschen…) schon verträgt.

Sie schaffte es dann auch nicht, ihren Einkauf in den Einkaufswagen zu packen, dann zu bezahlen. Nein. Sie wurde etwas unorganisiert, packte einen Teil ein, bezahlte, stellte sich in den Weg und packte ihre fünf Teile weiter ein.

In der Zwischenzeit packten wir unseren Einkauf dann weiter vorne wieder ein (weiter hinten brauchte sie einfach Platz – wofür auch immer. Ihr Hintern kann es nicht gewesen sein), bezahlten und verließen noch vor ihr den Laden. Sie versuchte noch zu begreifen, an welcher Seite sie den Einkaufswagen anfassen und in welche Richtung sie ihn schieben muss. Dauerte wohl noch etwas länger.

Tja. In Höschengröße Dobbelnüll zu passen macht einen noch lange nicht alltagstauglich.

Wenn mich eins so richtig auf die Palme bringt (ok, außer Drängler, Flachdenker und unerzogene Gören), dann sind das Gespräche über die Pflichten der Frauen. Vor allem, wenn mein Gegenüber so völlig anderer Meinung ist, als ich. Da bin ich dann schon mal beim Familienessen am Sonntag Mittag kurz davor, den Kartoffelsalat über den Tisch direkt an die Wand zu schnicken oder einen Knoten in die Schnürsenkel oder auch den Hals meiner Gesprächspartnerin zu machen.

Ich bin emanzipiert aufgewachsen. Im meinem Falle heißt das: es gibt keine geschlechtsabhängigen Rechte und Pflichten.

Frauen können Astronautin werden oder Putzfrau. Männer auch. Ich darf einen Rülpswettbewerb gegen Männer gewinnen und Männer dafür den Weltrekord im Schuhe putzen aufstellen. Männer dürfen zur Frau werden und andersrum geht das auch. Nur nicht so leicht ;) (Ihr wisst schon: abschneiden geht einfacher… Naja. Lassen wir das.)

Frauen können an der Handwerksbank im Keller arbeiten – und Männer können bügeln.

Aber nicht, wenn es nach manch Frau älteren Semesters geht, die mir immer noch erzählen wollen, dass ich als Frau die Hemden meines Mannes zu bügeln hätte.

Liebe Rückständler, ich erzähl euch jetzt mal was: Wenn ich für den Wortteufelmann bügel, dann nicht, weil es meine Aufgabe ist, sondern weil ich ihm zum Beispiel einen Gefallen tue, Lust drauf habe (ok, kommt selten vor) oder grade dabei bin und er mich darum bittet. Wenn ich hingegen keine Lust habe oder ihm auch keinen Bügelgefallen tun möchte, bügelt er halt selbst. Oder er läuft zerknittert rum. Er ist schließlich mit seinen mehr als 40 Jahren alt genug, ein Bügeleisen zu bedienen. Und ich unterstelle ihm auch so viel Grips, dass er schlau genug dafür ist.

Und wenn ich nun von irgendeinem Eva-H.-Double höre, dass ich meinen Mann ja wohl nicht verknittert zur Arbeit gehen lassen könne, denn dann blamiere er sich, dann sage ich nur: ja und? Auch dafür ist er alt genug. Und wenn ein Mann nicht in der verdammten Lage ist, sich selbst alltags- oder jobadäquat zu kleiden, situationsabhängig zu bewanden, dann ist er kein Opfer der egoistischen Emanzenbewegung, sondern einfach nur strohdoof.

Emanzipation heißt nicht nur, dass Frauen alles das dürfen, was Männer dürfen. Sondern auch anders herum ;)

Ich übernehme also keine Haushaltsarbeiten, weil ich eine Frau bin. Ich kann Kinder bekommen, weil ich eine Frau bin und es leider bisher keine Möglichkeit gibt, dass die Männer das übernehmen könnten (was sicherlich die Abtreibungsgesetze schnell lockern würde…). Aber ich übernehme keine Pflichten oder Rechte, weil ich eine Frau bin. Sondern weil sie gemacht werden müssen. Von ihm oder mir. Wer dran ist, entscheidet das Los. Oder die Motivation. Oder ein lautstarker Streit.

Aber ich bin nicht fürs Putzen, Kochen, Bügeln, Wäsche waschen, Einkaufen oder Kinder hüten zuständig, weil ich eine Frau bin. Ebensowenig wie der Mann, weil er Mann ist

Diese Dummdenkerei ist vorbei. Und mir gehen diese Gespräche im Sinne von “Na, es gibt Aufgaben, die können Frauen eben besser” sowas von auf den Nerv, dass ich gerne mal den Kartoffelsalat gegen die Wand…

So. Und nun geh ich das Öl wechseln. Muss noch vor dem Abendbrot gemacht werden. Der Wortteufelmann ist gleich fertig mit Kochen.

Im Strandkorb zu liegen gehört nicht umbedingt zu den Begebenheiten, bei denen wahnsinnig viel passiert. Einzig die Hoffnung bleibt, dass sich in Hör- und/oder Sichtweite beobachtungswürdige Subjekte niederlassen und vielleicht sogar kleine Strandscheißer ihr Eigen nennen.

Da bekommt man Dinge mit, die man eigentlich nicht mitbekommen möchte. Da wären die Blähungen von Mutti, die scheinbar ein Darmentlüftungsproblem hat. Oder das Fußpilzproblem von Vati, der auch im Urlaub keine Notwendigkeit sieht, seine Socken und Schuhe auszuziehen. Erst Recht nicht am Strand.

Oder die Ehekrise des Paares schräg gegenüber, die in der zweiten Woche den Strand enterten. Bewaffnet mit Zwillingen und entsprechendem Rollequipment zum Transport der Windelrocker im Alter von circa eineinhalb Jahren, pflügten sie mit dem It-Buggy den Strand um, um zu ihrem Strandkorb zu gelangen. Die hatten an ihrem Buggy mehr Gepäck befestigt, als wir für unseren ganzen Urlaub mit hatten.

Zuerst wurden die Kinder aus dem Wagen gehoben und in den Sand gesetzt. Dann hob Mutti Kind Nummer 1 hoch und Papi Kind Nummer 2. Dann versuchten Mutti und Papi mit Kindern auf der Hüfte geparkt den Strandkorb aufzuschließen und die Decke auszubreiten. Der Buggy blieb ungenutzt nebendran stehen.

Dann kam Papi auf die Idee, die Kinder auf die Decke zu setzen. Das wollte Mutti nicht. Lautstarkes Geschrei von Mutti. Kind Nummer 1 fängt an zu heulen. Vati setzt Kind Nummer 2 auf die Decke. Mutti setzt Kind Nummer 1 unter lautem Gebrüll beiderseits in den Buggy zurück, hebt Kind Nummer 1 hoch und setzt es ebenfalls in den Buggy. Dann brüllt sie weiter Vati an, was ihm einfallen würde, das Kind in den Sand zu setzen. Nein, sagt Vati, ich hab ihn auf die Decke gesetzt. Er wird noch krank, brüllt Mutti.

Vati dreht sich um und schließt den Strandkorb auf. Mutti nimmt Kind Nummer 1 aus dem Buggy und setzt es in den Strandkorb. Lautes Geschrei von Kind Nummer 2, das scheinbar auch in den Strandkorb möchte. Mutti nimmt Kind Nummer 2 und setzt es in den Strandkorb. Sie mault Vati an, er solle auf die Kinder aufpassen. Vati setzt sich auf die Decke in den Sand vor den Strandkorb und versucht sich als Alleinunterhalter, während Mutti zeternderweise versucht, das mitgebrachte Sonnen-/Windschutzzelt aufzubauen.

Die sicherlich statisch genau durchdachte Konstruktion mit Stangen und Heringen scheint etwas komplizierter in der Montage zu sein und Mutti mault rum, warum sie das allein machen muss und Vati ihr nicht hilft. Vati nimmt Kind 1 und Kind 2 und setzt beide in den Buggy. Dann nimmt er Mutti den Windschott aus der Hand und baut weiter. Mutti guckt skeptisch, holt Kind 1 und 2 aus dem Buggy und setzt sich mit ihnen auf die Decke…

Das Ganze dauerte circa eine halbe Stunde, bis alles stand. Mutti und Vati saßen dann schlußendlich auf einer Decke vor dem Strandkorb und vor der Zeltkonstruktion und zwischen ihnen im Sand (ja, im Sand, nicht auf der Decke, im Zelt oder sonstwo drin/drauf/drunter) die Zwillinge.

Eine Viertelstunde plärren die Zwillinge um die Wette um die Gunst der Eltern, die auch zu Zweit nicht Herr der Lage werden. Wenn Kind 1 ein Sandförmchen in der Hand hält, will Kind 2 es haben. Wenn eins der Kinder etwas haben möchte, wird losgeschrien. Laut losgeschrien. Und Mutti und Vati nehmen dem anderen Kind das Spielzeug aus der Hand und geben es dem Brüllkind. Woraufhin was passiert? Richtig. Das andere fängt an zu brüllen.

Nach besagter Viertelstunde stehen die Eltern auf und packen Decke und Spielzeug in den Strandkorb, schließen den Strandkorb ab, schieben zuerst den Buggy aus dem Sand auf den Weg und holen dann die Zwillinge tragenderweise nach. Das Zelt bleibt stehen.

Den Buggy, übrigens immer noch mit Dingen bepackt, die manch Großfamilie zum monatlichen Überleben braucht, wird einhändig vorweg balanciert, die Kinder auf den Hüften. Die Familie entschwindet nach einer Dreiviertelstunde gen Hotel. Ich glaube, der Wortteufelmann und ich haben uns in der Zeit des Dramas nicht einen Zentimeter bewegt. Vielleicht, weil wir so furchtbar entspannt sind. Vielleicht, weil wir die schreckhaften, überhibbeligen Eltern nicht noch mehr aus dem Konzept bringen wollten.

Das tat dann der DLRG für uns, die ihr Wachhäuschen nebenan hatten. Denn sie stellten jeden Tag eine Tafel auf mit weisen, lustigen, klugen oder sonstwie gearteten Sprüchen. An dem Tag stand dort:

“Es gibt keine nervenden Kinder. Es gibt nur nervende Eltern.” ;)

Und dieses Mal war ich wirklich unschuldig.

… in den Sonntag, wünscht der Wortteufel-Lachsack.

(Damit Euer Tag vielleicht auch mit einem Lacher beginnt…)

… die Brötchenschlange beim Bäcker.

Scheinbar ist es auch in der Neuzeit ein ungeschriebenes Gesetz, dass der Mann die Nahrung jagt und fängt und zur heimischen Kochstelle bringt. In diesem Fall war es kein Dinosaurier, sondern die Brötchen.

Jeden Morgen ging der Wortteufelmann los, um Brötchen zu jagen. Beim lokalen Krümmeldealer im Urlaubsort traf sich dann die Jagdelite der Urlaubsmänner zum gemeinsamen Schlangestehen. Wenn um 7.30 Uhr die Pforten des Gemüsevertickers öffneten, der auch die Theke des Backwahns beherbergt (des einzigen übrigens in dem Örtchen), drängten sich Bilder vom C&A-RamschSchlussverkauf bei Ladenöffnung auf: Brötchengeile Konsumterroristen, ihre Einkaufstüten und -taschen wie Waffenschilde vor den Unterleib gepresst, stürmten in bester Klose-Manier auf die panisch dreinblickende Kuchenkrapfe zu und bestellten alle gleichzeitig ihre Mehlprodukte.

Da wurde gefoult, was die Männerschenkel aushalten. Schläge in den Unterbauch lösten Tritte ins Samenlager ab und wer das Pech hatte, weit vorne zu warten, wurde mitunter einfach mal überrannt und später von Gertie, der Powerputze, mit dem Kaugummientfernungsstrahler vom Boden weggekratzt.

Und wofür das alles? Für die geilsten Brötchen, die ich je gegessen habe: Strandknacker.

Dem Wortteufelmann schien seine Fußballvergangenheit (und damit sein starker Antritt) und seine Nehmerqualitäten als Torhüter sowie seine Reaktion beim Fangen von Brötchentüten von Vorteil gewesen zu sein. Denn jeden Tag kam er mit einer Tüte voll Strandknacker und stolz geschwellter Brust nach Hause, die Blutspritzer seiner Brötchengegner locker von der Jacke wischend.

Und ich? Ich hielt derweil die Feuerstelle warm und kochte Eier. Die Trophäen seiner Opfer vom Vortag…

… oder “Moin Moin”. Wenn ein Wortteufel eine Reise tut, dann kann er was erzählen.

Nach 10 Tagen purer Entspannung an der wunderschönen Ostsee (Danke, liebe Souli für diesen wirklich guten Tipp) ordne ich nun mal meine Gedanken, sortiere meine Notizen und werde mich dann mal in Ruhe an die Aufarbeitung der Begegnungen der vergangenen Tage setzen.

Vorab jedoch ein kurzer Gruß an den Fahrer des Hybridautos heute mittag: gehen Sie kac.ken, Sie Autobahnterrorist! Auch, wenn Sie sich ein gutes Gewissen mit einem umweltfreundlicheren Auto erkauft haben, haben Sie sich damit nicht das Recht auf Drängeln erworben. Wenn Sie meine Stoßstange wirklich so wunderschön finden, dass Sie sie aus der Nähe betrachten möchten, dann kommen Sie doch mal vorbei und ich stoße Sie gern mit der Nase direkt dagegen. Das könnte zwar verdammt weh tun, wäre mir aber eine persönliche Befriedigung und wir könnten es als Wiedergutmachung für die Nerven sehen, die Sie mich mit Ihrer verdammten Gutes-Gewissen-gekauft-jetzt-darf-ich-machen-was-ich-will-(ich-Straßenkotzbrocken)-Schleuder gekostet haben. Und das Handybild, das ich von Ihnen gemacht habe, zeigt nicht nur Ihre Visage beim Drängeln, sondern auch Ihr Kennzeichen.

Ach ja, und noch ein Hinweis an die ganzen Mittelspurfestgeklebten und Beschleunigungsstreifenparker: Ihr nervt. Wenn Ihr wenigstens auf dem Strandsteifen (diese Hommage musste sein) die Geschwindigkeit aufnehmen würdet, mit der ihr kurz danach die Mittelspur blockiert und den Verkehr zum Stocken bringt, dann wäre allen geholfen.

So. Das musste ich vorab schon mal loswerden…

Und das auch (Klick macht groß):

Stille. Hier. Brauche mal eine schöpferische Pause.

Kommentieren darf nur noch, wer schon mal kommentiert hat. Neulinge sehen mir nach, wenn ich sie erst freischalten muss.

Hach, bin ich schreibleer. Schönes Gefühl. ;) Bis bald!

vielen lieben Dank für Deine Karte :) Und ich hoffe, Dein Wochenende in Leipzig war dunkel, lustig und ein voller Erfolg 8)

2 x Grillen
9 Stunden draußen
2 Gäste
225 Jahre insgesamt an einem Tisch
8 Steaks
6 Würstchen
3 Salate
800 Gramm Garnelen
1 selbstgebackenes Brot
20er Lichtschutzfaktor
4 Liter Apfelwein
6 Flaschen Bier
4 Flaschen Mineralwasser
1 Portwein
1 Whisky
1 Brennevin
1 Grill
2 komische Käfer
28 Grad

Alibigemüse

Indisch gewürzter Blumenkohl-Spinat-Salat

Möhrchen-Zwiebel-Salat

Paprika-Pfeffer-Brot

Grüll

Und bei diesen Viechern bitte ich um Info, was das für welche sind:

Käfer 1

Käfer 2

(Klick macht groß)

Nein, Du bekommst keinen Muttertagspost von mir, weil ich weiß, dass Du den Muttertag für einen der beschissesten Einrichtungen der Menschheit hältst. (Neben Fettzellen und Fahrradplatten natürlich.)

Und zum Glück brauchen Deine Kinder keinen besonderen Tag, um an Dich zu denken.

Also, viel Spaß im Hot Jazz Club heute und fall nicht ins Hafenbecken.

Filia

Habe grade gehört, dass die Antibabypille ein sehr guter Dünger für Blühpflanzen sein soll.

Hat einer schon Erfahrungen gemacht?

… des gestrigen Abends:

  • Die Band war geil. Schöner, guter, alter, ehrlicher Rock. Für unsere Freunde war das nix. Die tauten nur bei Van Halen auf.
  • Dörfler sind komisch: erst, wenn das Konzert zu Ende ist, tauen sie auf und fangen an zu klatschen. Die drei Stunden vorher schaut man sie die Band halt im Sitzen an und palavert vor sich her.
  • Bei einem Freund auf der Terrasse zu sitzen und die Musik hören zu können, ist praktisch. Das Klo ist nämlich nicht so ekelig, wie die Dixiedinger auf dem Fest.
  • Das Bier ist auch günstiger – und kälter.
  • Wenn man über Jahre hinweg einige Stories erzählt bekommt, die so unglaublich und absurd sind, und dann den betreffenden Menschen zur Story kennenlernt, dann ist das sehr, sehr lustig
  • Wenn der Betreffende Mensch auch noch im grafischen Gewerbe tätig ist, kann sich daraus schnell ein Fachgespräch über Lacke und Tiegel entwickeln
  • Niemals darf aber der Wortteufelmann mit den Jungs, die er da nach Jahren wiedergetroffen hat, auf eine Bootstour gehen. Nein. Veto. Der kommt ja niemals heil zurück. Und müsste danach auf eine Ausnüchterungskur.
  • Wenn Männer sagen, nur lange Haare seien weiblich, haben sie noch nie eine ra.sierte Mus.chi gesehen (so, ein bisschen Feuchtgebiet auch hier)
  • Wenn manche Menschen sehr, sehr betrunken sind, dann versuchen sie einen beim Reden zu fixieren, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren
  • Wenn das Fixieren nicht mehr funktioniert, ist es höchste Zeit ins Bett zu gehen
  • Einige Männer tun das dann auch – manche aber nur mit Hilfe. Na, zum Glück haben sie Freunde, die sie ins Bett bringen
  • Frauen sind fürchterlich. Ich konnte mir dann tatsächlich nicht verkneifen, ein Handybild vom Zubettgehenden im Halbdunkeln zu machen… Zum Glück sieht man nur den Rücken. Sag ich. Die andere Frau, die anwesend war, hätte lieber die Vorderansicht gesehen.
  • Wenn manche Frauen die Vorderansicht anderer Männer sehen möchten, die einen großen dicken Bauch haben, spricht das wohl nicht für ihr Sexualleben mit ihrem eigenen Mann – oder für seinen Bauch

So. Keine Ahnung wer heute spielt. Ist mir auch wurscht. Denn wir gucken uns erstmal die Semiprominenz beim Luftmatratzenrennen im Dorffluss an und dann die Überlebenden von gestern…

Vorhin an der Tankstelle vorbeigefahren: Diesel kostet 1,43 Euro.
Letzte Woche noch an derselben Tanke vorbei gefahren, da kostete Diesel 1,31 Euro.

Aber nein, natüüüürlich hat das üüüüberhaupt nichts mit Pfingsten zu tun. Neeeein! Ach, Quatsch. Iwoo. Nimmer. Niemals. Und wir glauben euch das auch alle. Klaaar! Und das war schon immer so. Diese Preisschwankungen. Kenn ich auch noch aus D-Mark-Zeiten. Da ging Diesel auch mal eben um 20 Pfennig von einer Woche zur anderen hoch. Jaaa, klaaaar! Sicherlich. Gaaanz bestimmt.

Ihr hab doch einen Vogel, habt ihr doch, jawohl.

Grade Wetterbericht auf N24. Das Wetterschneggsche trägt den Heidistyle. Jedenfalls bei den Haaren.

Wortteufelmann: “Jetzt trägt man schon im TV Brustpinsel.”

So. Heute also beginnt es. Das Quellenfest in Bad Vilbel.
Mit Live-Musik zum Beispiel heute, morgen und ich glaube sogar übermorgen.
(Hier mehr.)

Wer kommt noch?

Rauchen für die Rente, Saufen für den Regenwald – und nackig machen für Birma.

Letzteres wohl die angenehmste Form, um Gutes zu tun. Denn Rauchen schadet dem Teint, Saufen macht blöd, aber nackig hat keine Nebenwirkungen. Vorausgesetzt man cremt sie bei dem Wetter ausreichend ein.

Also: Mitmachen, wer sich traut.

  • Wenn wir an der Ostsee wären und dort mit dem Auto von Frankfurt aus hinfahren würden, an welchen Bloggern kämen wir dann direkt vorbei? Und wohnt jemand von Euch in der Nähe? :)
  • Die Aussicht auf 10 Tage Handwerker im Haus, die Decken herausreißen und Wände verputzen, ist nicht schön. Besonders deshalb nicht, weil ja vorher noch die ganze verdammte Küche leergeräumt werden muss…
  • Ich habe leider vergessen, ein Foto von der grandiosen Spargel-Pizza mit Sauce Hollandaise und Frühlingszwiebeln zu machen. Es war sowas von lecker. Könnt ihr mir auch ohne Beweisfoto glauben.
  • Morgen setze ich mich auch mal in die Sonne und versuche Farbe anzunehmen. Ein an sich hoffnungsloses Unterfangen, weil ich einfach eine Kalkleiste bin vornehme Blässe habe, aber ich will auch mal so tun, als ob.
  • Morgen gehts zum Frisör. Wurde auch Zeit bei der Hippiemähne.
  • Schade, dass das Minibloggertreffen von zwei werten Bloggerinnen fast 200 Kilometer weit weg ist.
  • Am Sonntag ist Muttertag und die Schwiegerleute kommen. Zum Grillen natürlich. Ich bin mir nicht sicher, ob das Grillen wirklich für Mama oder doch eher für Wortteufelmann ist ;)

Wenn ich auf VOX “Unter Volldampf” aus Frankfurt anschaue und mein Gynäkologe als Gast im Restaurant zum Hauptgericht interviewt wird, dann irritiert mich das. Zutiefst.

Mir hat ja die Verbindung der Myome zum Obstsalat, die sich nach dem OP-Bericht in meinem Hirn festgebrannt hat, gelangt. Aber jetzt auch noch der Untenrummann beim Palavern über Fisch und Risotto?

Isch halt des net aus.

So. Kadda hat ihr Latinum. Entgegen ihrer Prognosen. Aber denen hat der Rest der Leserschaft ja eh nie geglaubt 8)

Gratulation, liebe Kadda.

Und jetzt ist Ruhe mit Latein, ok?

Wenn der Wortteufelmann Urlaub hat, freut mich das ja. Denn das bedeutet, dass ich regelmäßig warme Mahlzeiten bekomme. Er kümmert sich um all die Dinge (zum Beispiel das Telefon oder der Einkauf), auf die ich wenig Lust oder für die ich keine Zeit habe. Und er lenkt mich ab und zu auf ganz zauberhafte Weise von der Arbeit ab.

Manchmal aber auch auf ganz unzauberhafte Weise. Kühlschrank putzen, zum Beispiel. Und einen zauberhaften Lächeln bei der Frage “Und? Hilfst Du mir dabei?”, so dass ich einfach nicht Nein sagen kann. Obwohl Kühlschrank putzen wirklich ganz grauselig ist…

Hach. Männer im Urlaub sind was lustiges.

Entweder, ich sehe hilfsbereit oder sehr kinderfreundlich aus. Denn in dem Moment, als ich die Treppen zur Hauptstraße runtergehe, stürmt eine Mama auf mich zu, fragt ob ich ihr helfen könne und als ich bejahe – drückt sie mir ihren Säugling in die Hand.

Mutig. Sie weiß scheinbar nicht, dass Wortteufel kleine Kinder mit Vorliebe am Vormittag verspeisen wenn die nicht so stinken würden…

Der Schornsteinfeger ist da. Ich versteh kein Wort. Der spricht gebrabbeltes Hessisch vom Feinsten. Selbst der WTM muss bei jedem vierten Satz nachfragen.

Erwähnte ich, dass ich aus purer Neugier gestern im Laden Ballerinas anzog?

Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, habe sie probiert, bin hin- und hergelaufen. Nur um mich dann nochmal zu fragen: was ist daran bequem? Die Sohle ist zu dünn, man merkt ja jede Bodenwelle. Die Zehen sind grade eben bedeckt, was bewirkt, dass man beim Laufen die Zehen auf so komische Art und Weise verkrampft (ich jedenfalls…) aus Angst, sie könnten sonst aus den Schuhe rutschen. Und zum Anzug sehen sie echt doof aus 8)

Und außerdem machen sie Bananenfüße: lang und dünn.

Eigentlich wollte ich nur nach Schuhen gucken (was sonst).
Eigentlich wollten wir auf dem Rückweg nur kurz beim Fressack Halt machen, um zu gucken, ob der Gude Außenbestuhlung (immer noch ein Scheißwort) hat. Hat er. Und die putzte er bei unserer Ankunft auch sehr ausgiebig.

Setzen sollten wir uns trotzdem. Eigentlich wollten wir zwar gar nichts trinken… Aber wenn man schon mal da ist, sollte man einen Schoppen nicht ablehnen.

Aus dem Schoppen wurden drei 5er Bembel und lecker Spargel mit Kotelett bzw. Schweinemedaillons. Und weil es drei Bembel waren, ließen wir auf dem Rückweg lieber mal das Auto stehen.

Anders erging es da wohl den zwei Damen am Nachbartisch, die im Anzug und in gemütlichen Schuhen das Lokal enterten - und wie es sich für echte Piraten gehört – eine H-Milch bestellten. Wortteufelmanns Ruf zum Nachbartisch, das sei aber ungesund, quittierte eine der Women in Black mit einem “Ich rauch dann eine ungesunde Zigarette dazu”. Ob so eine Zigarette dazu wohl den Fettgehalt der Milch dahingehend beeinflussen kann, dass sie schmeckt, wage ich zu bezweifeln.

Drinnen war es dann irgendwann wärmer und das Essen heiß. Der Absacker zum Schluss war noch mal ein lecker Stöffsche. Ich bin froh, dass ich noch heil ins Bett gekommen bin (so eine klitzekleine Krone hatte ich schon auf…) und beneide alle fress:publica08-Teilnehmer. Denn das, was der Fressack so von den Mitbringseln der Gäste erzählt hat … lecker.

Also: HINGEHEN, liebe Frankfoorter und Umländer. Jetzt auch draußen :D

(Nein, dieser Beitrag ist nicht bezahlt. :D )

Sonne Sonne Sonne Sonne Arbeit.

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Habt ihr ihn gehört? Den Urschrei, den ich ausgestoßen habe, als der Wortteufelmann vorhin mit dem Webergrill ums Eck kam? :D

In der Herrenbutieke (danke, Stilke, ich übernehm das Wort jetzt in meinen normalen Sprachgebrauch) die erste Begegnung: eine verbrauchte Mittdreißigerin, der man zehn Jahre mehr ohne mit der Wimper zu zucken auch abnehmen würde. Sie trägt einen Jeansminiminimini mit einer dreiviertel langen Gümmnastikhose (Legging) drunter. An den Füßen eine Mischung aus Geishazehenquälern und moderner Kunst Marke Miró. Ihre Lederhaut harmoniert perfekt mit der Krokotaschennachbildung.

Wenn man einem Bauarbeiter, der glotzend aus dem Fenster des Transporters stiert, den Mittelfinger zeigt, findet der das nicht sehr komisch. Ich aber. Der Olle soll froh sein, dass er im sicheren Auto saß. Ich hätt ihm sonst seinen Stinkefinger in den Po gesteckt, bis er aufhört zu stieren. Männer, die glotzen, sind hässlich.

Auf dem Supermarktparkplatz eine weitere Begegnung: ein Mann in einem Kombi, der augenscheinlich nicht weiß, wo sein Rückwärtsgang ist. Denn als ich zurücksetzen möchte, weil die Parklücke durch einen “Vorne-schräg-Steher” (kennt ihr diese Parkgötter? Die parten schräg in die Parklücken ein und keine Sau passt mehr daneben…) so eng ist vorne, dass nicht mal ich mit meinem schmalen A-Auto reinpasse, rührt er sich nicht von der Stelle, so dass ich die Disziplin “auf engstem Raum wenden” bis zur Vollkommenheit praktiziere. Bestnoten in Ausführung und Haltung. Die Drecksau guckt nur völlig verstört, als ich zum Eingang laufe, er die zweite Runde auf dem Parkplatz dreht (vielleicht weiß er auch nicht, wo die Bremse ist?) und ihn kopfschüttelnd angucke.

Im zweiten Baumarkt hätten wir dann fast den Handtaschenpfiffi des It-Girl-Verschnitts über den Haufen gefahren. Kann denn jemand ahnen, dass so ein Tier die Beine zum Laufen hat? Die sind verdammt klein. Und Madame “ich trag meine Puckbrille auch im Baummarkt” hatte wohl vergessen, dass sie ihn mit hat. Denn der Beinahe-Matschunfall mit dem Zitterpudel ist ihr nicht mal aufgefallen. Oder sie hat ihn im Dunkeln einfach nicht gesehen..

Kann mir mal bitte jemand sagen, wer die Sonne ausgeknipst hat?

Bitte wieder anmachen. Mir ist arschkalt.

Heute: Wadenmuskelkater.
Beginnen wir doch mal die Woche mit strammen Schmerzen in den Beinen.

… weil er wissen wollte, wie unsere Aussicht ist (die ist aber in echt viel schöner, weil man Sonnenuntergänge nie so fotografieren kann, wie sie sind. Deshalb lassen es auch echte Fotografen von Anfang an sein…)

Bei manchen Menschen habe ich Angst, dass sie sich vermehren könnten.

Ich finde, Did.dl-Mäu.se sind einer der schlimmsten Flüche. Alle, die über 14 Jahre alt sind und die noch toll finden (oder sogar sammeln) gehören am Rastplatz ausgesetzt. Inklusive ihrer Mäuse.

Eine Bergfahrt, die ist lustig, eine Bergfahrt, die ist schöööön!

Wir haben – trotz der Prognose, dass es dort am Wochenende sehr, sehr voll ist – unsere Ankündigung wahr gemacht und sind in den Odenwald. Zum Felsenmeer. Ist ja gar nicht weit weg von hier. Verfahren kann man sich trotzdem, lernt dann aber auch ganz niedliche Dörfer kennen, in denen aber mehr los ist, als in unserem Dörfli hier.

Nun denn. Wir haben dann entgegen Hannes Tipp, den unteren Parkplatz zu nehmen, den oberen genommen. Und sind dafür sehr, sehr dankbar. Denn der untere Parkplatz kostet Geld. Man muss mitten im schönsten Naherholungsgebiet Geld in die dort aufgestellten Parkuhren werfen. Und scheinbar verdient sich die Gemeinde im Sommer mit dieser Maßnahme ihr neues Kirchdach. Oder was die sonst so brauchen auf dem Land. Dorftraktoren. Denn die waren selten dort. Denn zur Spargelernte (und ich habe heute gelernt, dass dort unten Spargelhauptanbaugebiet ist.. Ok, hätte ich auch selbst drauf kommen können beim Anblick der Mammutfelder) braucht man Stecher, keine Traktoren.

Wir nahmen den oberen Parkplatz. Kostet nichts und als wir um 9 Uhr dort ankamen war er auch noch leer.

Der Wald war friedlich, leer und leise. Es fröstelte noch ein bisschen im Schatten, aber in der Sonne war es einfach nur warm.

Wir kraxelten also gemütliche zwei Stunden im Wald rum und beobachteten Schläppchen- und Ballerinaträgerinnen beim Umknicken. Warum sollte man sich auch festes Schuhwerk in einem Wald anziehen. Mitten im Odenwald. Lächerlich. Da kann man ruhig Schuhe mit Absatz, offene Schläppchen oder rosa Ballerinas tragen, oder?

Und dazu? T-Shirts mit Schrift. Es scheint zur Zeit ganz modern zu sein, T-Shirts mit Aussage im Wald spazieren zu führen. Da war zum Beispiel die Frau mit den riiiesengroßen Kampfbrüsten der größeren Oberweite, die wagemutig ein “Alptraum” quer drüber stehen hatte. In silber. Auf rosa Shirt. Ganz großes Tennis.

Oder die andere Frau, die ein zu kurzes T-Shirt für ihre Speckrolle trug. Auf ihrem Shirt stand der Aufdruck: “GoldDigger”. Kein Witz! GoldDigger. Gut, wir wussten bei ihrem Anblick, bzw. dem auf ihren Bauch, wo wir graben müssten. Aber ob wir da Gold finden würden – oder nur ein paar Krümel vom Frühstücksbrötchen?

Zwischendurch gab es auch schöneres zu entdecken. Kleine Krabbelkäfer mit blauen Beinen, die hektisch vor dem eigenen Tod davonkrabbeln wollten. Viele ihrer Kumpels traf man nämlich tot an. Ameisenfutter. Dieser lebte noch.

Oder noch spannendere Begegnungen. Zum Glück sah ich erst beim Sichten der Bilder im sicheren Zuhause die Gefahr, den Phobieauslöser, der sich da als Schattenwesen in der Sonne räkelte. Ich persönlich fand dieses Netz einfach nur schön und dachte, es sei verlassen…

Ein kleines Wunder ist, dass wir uns nicht verlaufen haben… Denn der Wortteufelmann ist im Lesen von Wanderwegmarkierungen sehr unmännlich und wird seinem Ruf, immer den richtigen Weg zu erahnen, nicht gerecht. Einen kleinen Umweg mussten wir also in Kauf nehmen, bis ich ihn still diskutiert überzeugt hatte, dass wir die Weggabelung weiter oben hätten rechts gehen müssen.

Nun denn. Wir kamen an. Und zum Glück hatten wir oben geparkt (Gell, Hannes ;) ), denn bergauf zu steigen ist auf manchen Wegen einfacher, knie- und bauchschonender, als bergab. Vor allem dann, wenn der Weg sehr kraxelig ist.

Mitten im Odenwald haben wir es dann noch entdeckt: das große Geheimnis. Wir senden Signale mit unfassbar großen Teelichtern in den Weltraum. Nur der Docht fehlt. Wahrscheinlich absichtlich. Sonst würden wilde Waldbesucher hochklettern und die Dingern anzünden. Wetten? Ich würds machen…

Wir statteten dann noch der Burg Frankenstein einen Besuch ab. So grausam, wie der Name verspricht, wurde es dann auch. Nein, nicht die Burg selbst, aber die vielen FlipFlop-Träger und Pseudogruftis, die wild entschlossen zwischen den Senioren und wilden Radfahrern den Burgfried erklimmen wollten. Wie wir auch. (Und wenn ich irgendwas von “Turmfrollein” lesen muss…)

Am Fuße der Burg Frankenstein dann sind wir doch noch jemandem gruseliges ;) begegnet. Jedenfalls auf einem Plakat. Wir sind uns nicht sicher, was wir davon halten sollen, dass ein Plakat für ein Konzert im September 2005 im Wald von Burg Frankenstein liegt…

Was mich dann noch irritierte war die Gruppe Downhillfahrer (das sind die Gepolsterten, die quer durch den Wald mit Fahrrädern pesen), die so unsagbar harte Typen sind, dass die Kraft nicht reicht, um den Berg auf hoch fahren zu können… Deshalb nimmt man halt den LKW mit Ladefläche, um sich hochkutschieren zu lassen. Vorbei an den echt harten Radlern, die hochfahren. Nein, Downhillfahrer sind nicht cool. Downhillfahrer sind scheinbar tretfaul. Und laut. Die Erdbeeren mit gerösteten Pinienkernen, die wir auf einer Steinbank am Rande des Waldes verspeisten, schmeckten trotzdem.

Zum Abschluss gab es dann noch ein Eis in Zwingenberg (bei Dolomiti – sehr lecker). Und als Erinnerung an den Tag juckende Sonnenallergiearme und Waden mit Muskelkater. Aber stolz bin ich, dass ich sechs Stunden Action ohne größere körperliche Probleme wieder hinbekomme.

Hach, schön wars.

Er: Macht Queen an.
Sie: Singt leise mit “Whooo waaaaants to liiiiiiiive…”
Er: “Lass das. Das ist instrumental. Mit Absicht.”

Ich will auch in den Recall…

Sechs Stunden Hinterhof hochdruckreinigen. Eine Mülltonne voll Moos. Neue Wäscheleine spannen. Schwätzchen mit der Schnatterliese von nebenan, kurzer Schnack mit dem Gartengruß-Nachbarn. Zwischendurch Einkaufen. Danach Steak, Bärlauch-Käse-Bratwurst und Salat vom (Elektro-)Grill. Apfelwein fast leer. Wortteufelmann angebräunt. Wortteufel mit Sonnenallergie. Sand auf der Kopfhaut und an anderen nicht frei zugänglichen Stellen. Dafür sauberes Vordach.

Die Wohnung? Müsste mal geputzt werden… :roll:

Und Ihr so?

Wenn man eine SMS bekommt mit dem Inhalt “Würde dich gerne sehen… CK.”, dann irritiert mich das außerordentlich. Denn die war ganz sicher nicht für mich. Ich kenne weder CK, noch die Nummer.

Und ich denke mir, dass irgendwo eine Frau oder ein Mann sehnsüchtig auf Meldung wartet und aus dieser kleinen zarten Anbandelung vielleicht niemals eine große Liebe werden wird, weil der Sender eine falsche Nummer eingetippt hat.

Hach. Sowas. (Aber ich bin auch so böse und weise nicht darauf hin… Ein bisschen Bösartigkeit sei mir erlaubt.)

(PS: Dies hier ist übrigens der 1250. Post.)

Ich finde ja Stilkes Baumarkttitulierung (”Herrenbutieke”) sehr passend. Vor allem vorhin konnte man beobachten, wie alle Männer ihre Frauen in der Gartenabteilung abluden, um sich dann bei den Rasenmähern zu versammeln und zu fachsimpeln. Oder auch in der Holzabteilung.

Nun gut. Wir haben das gemeinsam erledigt und haben nun auf unserer Liste ein paar Dinge abstreichen können. Den Hochdruckreiniger, die neue Wäscheleine, die Lichter für den Hof.

Und bis auf den 2-Meter-Typen in roten Lackcowboystiefeln und die Dame ganz in Kobaltblau mit dem Handtaschenwuffi war alles ok… (Und zu Ehren der Cowboystiefeln kram ich nochmal eine alte Illustration aus letztem Jahr hervor)

… die Österreicher. Die schreiben unter ihre offziellen Schreiben keine freundlichen Grüße, sondern ein ganz und gar putziges “Mit vorzüglicher Hochachtung”.

Außerdem haben sie Worte, die sich anhören wie eine ungesunde Mischung zwischen ur.ini.eren und er.igi.eren: urigieren.

Goldig, die Schluchtenscheißer.