Es ist vollbracht. Die Renovierung. Jedenfalls bis auf eine klitzekleine Wand, die morgen tapeziert und vielleicht auch schon gestrichen wird.
Einige Leser haben es ja schon mitbekommen: unseren Urlaub haben wir dazu genutzt, die Handwerker in unser Domizil zu lassen und hier die unschönen Restrenovierungsarbeiten in unserer Abwesenheit erledigen zu lassen. Dies hieß in unserem Falle, dass Küche und Bad dran waren.
In beiden Räumen zierten zauberhafte Deckenpanele die Räumlichkeiten, die wir durch Gewebe ersezten wollten. Dann sollte mal der Restfliesenspiegel in der Küche über der Arbeitsplatte verschwinden und alles neu tapeziert werden.
Ist auch alles geschehen. Und noch viel mehr…
Am zweiten Tag unseres Urlaubs erfuhren wir aus der Heimat, dass die Deckenverkleidung im Ganzen runtergekommen war und der Maler nur mit Mühe überlebt hat und sich zum Glück noch aus eigener Kraft aus dem Schuttberg befreien konnte.
Die Elektrik lag frei und die Decke unter der Verkleidung hatte Löcher. Es mussten also neue Decken in Küche und Bad gezogen werden, in die dann die neue Elektrik gelegt wurden. Dann brach noch ein Heizkörper aus der Wand und die Trafos für die neuen Strahler waren nicht lieferbar. Kurz: wir kamen nicht zurück und alles war fertig, sondern zurück ins Chaos.
Heute nun der Endspurt. Nachdem morgens der Heizungsmonteur da war, kam mittags der Elektriker – und machte alles wieder dreckig, als er in der Küche 9 und im Bad 3 große Löcher fräßte für die Strahler und die Trafos. Während er sich im Bad an der übrigen Elektrik (ja, wir hatten seit Samstag kein Licht in Küche und Bad und im Bad auch keinen Strom…) vergnügte, lösten ihn die Maler um 14 Uhr in der Küche ab und verputzten die letzte Wand.
Um 16 Uhr waren dann alle wieder weg. Bis morgen. Dann kommen die Maler wieder. Aber sie haben mir versprochen, dass es jetzt keinen Dreck mehr gibt. Brauch ich auch nicht. Denn in der ganzen Wohnung liegt eine feine Gipsstaubschicht von den Bohr- und Fräßarbeiten, gegen die man kaum anputzen kann.
Wir haben uns dann mal ganz entspannt in den Hof runtergesetzt und einen Portwein und einen White Russian zur Entspannungszigarre genossen und warten noch drauf, dass die nichtvorhandenen Heinzelmännchen den Rest der Arbeit hier erledigen. Küche wieder einräumen, zum Beispiel.
Renovierung? Braucht kein Mensch. Ich bin ja sowas von erledigt.
Und wenn mir nochmal jemand sagt, wir sollten mehr für die heimische Wirtschaft tun, dann verputz ich den zum Frühstück oder hinter der Wand in der Küche. Noch ist da Platz…




5 comments
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27 Mai 2008 um 8:11 Uhr nachmittags
ehefrau
He, klingt ja traumhaft!

27 Mai 2008 um 8:13 Uhr nachmittags
wortteufel
Ja, gaaaanz toll
27 Mai 2008 um 8:37 Uhr nachmittags
chrizzo
Oha!
Wenigstens seid Ihr beim Schlimmsten nicht anwesend gewesen…
Manchmal weiß man dann nicht, was wirklich aufwändiger gewesen wäre: Umziehen oder renovieren…
28 Mai 2008 um 10:28 Uhr vormittags
workingmum
Jetzt bin ich aber ganz neugierig …
28 Mai 2008 um 2:45 Uhr nachmittags
buchstaeblich
Ich kondoliere hiermit zum Überstehen der Renovierung.